QSC K 12.2 und QSC KS212C

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QSC hat dem Musiker-Board das PA-System zum testen ausgeliehen. Ich war einer der glücklichen die es testen durfte.
Gleich vorne weg, das sind super Lautsprecher!

Meine Erwartungen waren nicht gerade klein, versprachen die technischen Daten und andere Berichte doch einiges von diesen Speakern.

Da diese verdammte Coronazeit einen Live Einsatz nicht zulässt, mussten sie im Proberaum zeigen was in ihnen steckt.
Da mussten sie sich auch gegen unser aktuelles System beweisen. Wir haben von Yamaha 2x DXR12 und 1x DXS15. Das ist ein ordentliches System, das sich schon bewiesen hat. Ich war vor dem Test der Meinung, das sich die Yamahas nicht zu verstecken brauchen, rechnete aber auch damit, das die QSC besser sind.

QSC  K.2  12.2
QSC  KS 212 C

Da ich diese beiden Lautsprechersysteme vergleichen werde, hier mal tabellarisch ein paar Herstellerwerte der Boxen:

QSC
QSCYamahaYamaha
K 12.2 (Topteil)KS 212 C (Subwoofer)DXR12 (Topteil)DXS15 (Subwoofer)
Hochtöner1,4“ -1.4“ -
Tieftöner12“2x 12“12“15“
Frequenzweite45Hz – 20kHz39Hz – 118Hz52Hz – 20kHz40Hz – 150Hz
Max Schalldruck (PEAK)132dB132dB132dB135dB
Power (peak)LF: 1800 W
HF: 225 W
2x 1800 WLF: 950 W
HF: 150 W
1020 W
Abstrahlwinkel75° (Symmetrisch)Cardioid,
Bandpass Gehäuse
Horizontal 90°
Vertikal 60°
Bandpass Gehäuse
Stativaufnahme35mm
(0° und 7,5°)
2x M2035mm
(0° und 7°)
35mm
M20
Gewicht18.6 kg40.1 kg19.3 kg36 kg
Tiefe350 mm851 mm350 mm614 mm
Breite356 mm394 mm362 mm480 mm
Höhe602 mm622 mm601 mm
611 mm​

Da die Herstellerangaben nicht wirklich einen Rückschluss auf die gefühlte Lautstärke wiedergeben, muss hier natürlich der Test entscheiden. Meines Wissens nach gibt es kein genormtes Prüfverfahren (das auch von den Herstellern genutzt wird) um die reale vergleichbare Leistung anzugeben. Es wird viel mehr auf hohe Zahlen wert gelegt da sich diese besser verkaufen lassen. Nichts desto trotz hat QSC hier überraschend große Werte. Da bin ich echt mal gespannt.
Einige Dinge sind auch gleich, wie zum Beispiel die 35mm Aufnahme die es ihn 2 Variationen gibt: gerade und 0° oder 7,5° geneigt. Das ist Vorteilhaft, da man so die Lautsprecher etwas nach vorne neigen kann und die Zuhörer so besser "bestrahlen" kann.


Unpacking

QSC macht keine halbe Sachen. Es wurde wirklich alles spendiert das man zum testen des Systems benötigt. Das Komplettset bestand aus:
  • 2x K12.2 Topteile
  • 1x KS 212 C Subwoofer (Cardioid)
  • 1x 670mm Stativstange (ist beim KS 212 C dabei)
  • 2x Gorilla Lautsprecherstative (35mm)
  • 2x 5 Meter und 2x 10 Meter Lautsprecherkabel
IMG_20210214_131838.jpg

Geliefert wurde es in stabilen Kartons, die aus doppelt gewellter Pappe bestehen. Mit anderen Worten, ausreichend stabil für den Transport.
Beim Auspacken ist mir direkt aufgefallen das hier nur das nötigste an Plastik beigelegt wurde. Dazu gehört ein Überwurf für die Box/Subwoofer, eine Kunststofftasche für das Stromkabel und die eingeschweißten Bedienungsanleitungen. Das war es dann mit Plastik. Die Boxen selber werden mit dicken und passgerecht ausgeschnittenen Pappteilen sicher fixiert. Ein guter Schritt Richtung Umweltschutz. Wenn ich da an die ganzen Schaumstoffecken bei anderen Herstellern denke...
Beim Auspacken des Subwoofers wird es alleine aber etwas fummelig. Dies ist dem engen Karton und dem hohen Gewicht des Subs geschuldet; und vielleicht hätte ich mich auch etwas geschickter anstellen können.

Die Verpackung insgesamt ist absolut ausreichend und der wenige Kunststoff hat mich auch erfreut. Ob die Boxen auch von Werkseite so verpackt waren wie man es auf den Fotos sieht, kann ich nicht sagen. Das Lautsprechersystem hatten vor mir auch schon ein paar Tester die natürlich auch ausgepackt und eingepackt haben. Hinzu kommt, das QSC die Boxen nach einem Test immer nochmal durchcheckt.

IMG_20210214_132112.jpg IMG_20210214_132512.jpg IMG_20210214_133023.jpg IMG_20210214_133344.jpg


Erster Eindruck

K 12.2

An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Alles ist sauber verarbeitet. Es gibt keine überstehende Ecken oder ähnliches.

Das Gewicht ist für die Box absolut in Ordnung. Natürlich könnte es leichter sein, doch dann kämen wohl bedenken wegen der Roadtauglichkeit auf. Im Vergleich zu meinen DXR12 (19,3kg) von Yamaha ist das soweit voll in Ordnung. Allerdings sind die Tragegriffe nicht gerade optimal angebracht. Bei 18,6kg Gewicht wäre ein zweiter seitlicher Griff hilfreich, wenn man die Box auf ein Stativ wuchtet. Es gibt zwei Griffe, eine oben (quasi an der „Decke“) und einen seitlich (mittig auf der langen Seite). Die Griffe haben auch ein Gewinde (M8) integriert. So wurde die Aufnahme einer Ringschraube clever gelöst. Daneben sind noch zwei abgedeckte M10 Gewinde um die Boxen fliegen zu können.

Zurück zu den Griffen. Man kann die Box also nur an einem Griff gleichzeitig Transportieren, was soweit okay ist, wenn man entsprechend Fit ist. Will man die Box aber auf ein „normales“ Stativ wuchten, wird es mit den Griffen etwas blöd. Ein "Junger Hüpfer" hat damit sicher kein Problem, aber wenn man etwas älter und ruhiger ist, merkt man das schon. Der Griff oben ist zum definitiv nicht tauglich um die Boxen auf ein Stativ zu heben, außer man ist min. 1 Meter größer als das Stativ. Der seitliche Griff ist gut, aber mir fehlt ein zweiter Griff auf der gegenüber liegenden Seite. So muss man die Box mit der zweiten Hand am Boden der Box mit hoch drücken, um sie auf das Stativ stellen zu können. Das ist nicht wirklich ein Manko, aber ich bin es halt von den DXR12 her mit zwei seitlichen Griffen gewohnt. Die DXR haben dafür keinen Griff an der Oberseite.

Vom Aussehen gefällt mir die einseitig Schräge für den Monitorbetrieb nicht so gut. Auf dem Stativ sieht man das aber nicht mehr; zumindest von der Publikum Seite. Dafür gefällt mir das Ausschauen als schräg gestellter Wedge richtig Gut.

Das Schutzgitter macht eine sehr robusten Eindruck. Die Lautsprecher dahinter sind anscheinend sehr gut geschützt. Da ich die Boxen nur geliehen bekommen habe, will ich da keinen Härtetest machen...
Grundsätzlich ist alles einwandfrei und auch sehr wertig Verarbeitet.

IMG_20210214_133844.jpg IMG_20210214_133913.jpg IMG_20210214_134013.jpg

KS212C

Der Subwoofer ist ebenfalls erstklassig verarbeitet. Da gibt es definitiv nichts zu meckern. Toll finde ich auch das Transportrollen serienmäßig mit dabei sind. Bei 40kg macht das auch richtig Sinn. Ebenso ist es Klasse, das eine Distanzstange (M20 – 35mm, 670mm lang) werkseitig dabei ist.

Es gibt nur 2 Transportgriffe an der Seite, aber die sind gut Platziert und reichen eigentlich aus. Ein paar Griffe mehr wären aber schon praktisch, doch dann würde das Design darunter leiden. Es gibt auch zwei M20 aufnahmen für Stativstangen, eine auf der hohen und eine auf der flachen Seite. Das hilft die Box flexibel einsetzen zu können.

Was mir aber nicht so gut gefallen hat, sind die Öffnungen für den Schall. Wenn ich rein fasse, ist nur an der oberen Seite ein Schutzgitter innen montiert, das den Lautsprecher schützt. Die untere Öffnung ist komplett offen. Wenn der Sub gerollt wird und somit Hochkant steht, kann in die Öffnungen (die ja dann oben ist) etwas reinfallen und in der Box herum kullern. Es ist jedoch ein Schutzgitter innen verbaut, die wohl die "Pappe" des Lautsprechers schützt.
Wenn man ganz genau hineinschaut, sieht man das die Zwischenwand innen beim Subwoofer nicht sauber schwarz lackiert ist. Doch dafür muss man schon sehr genau mit einer Taschenlampe hinschauen.

IMG_20210214_133558.jpg IMG_20210214_133635.jpg


Genaue Betrachtung

Das schmale Design des Subwoofers hat schon was. Den kann man bei fast jeder Bühne irgendwo unterbringen. Steht er Hochkant und man will noch eine Box mit Hilfe der Distanzstange anbringen wird es aber wackelig. In der Bedienungsanleitung wird da extra drauf hingewiesen, das ein so aufgestellter Subwoofer noch zusätzlich fixiert werden sollte. Liegt er aber flach am Boden hab ich kaum Bedenken das die Box umkippen kann.

Bei den Topteilen viel mir auf, dass man nur zwei M10 Gewinde zum Aufhängen angebracht hat. "Wie will ich die schräg ausrichten?", fragte ich mich. Aber da war QSC auch wieder Clever. Es gibt dafür eine fest integrierte Aufnahme (direkt unter dem Hauptschalter) um die Box im gewünschten Winkel zu fliegen.

Nach dem Aufbau direkt neben unseren Boxen, musste nur noch der Mischpult eingestellt werden, und schon konnte der Vergleichstest beginnen.
Hier mal ein paar Bilder vom Aufbau der Anlage:

IMG_20210214_145210.jpg IMG_20210214_145311.jpg IMG_20210214_145344.jpg

Nach dem Einschalten der QSC Boxen hört man erst mal nix. Kein Ventilator der prophylaktisch übertrieben kühlt. Erst als ich mein Ohr auf die Kühlplatte lege, höre ich etwas und spüre auch einen leichten Luftzug. Wie man sieht, Kühlung geht auch leise. Da haben die QSC Teile ihren ersten Punkt zu meinen Yamahas gewonnen.

Die Bedienelemente von den Topteilen und dem Subwoofer sind von der Handhabung her gleich. Die Menüstruktur unterscheidet sich natürlich. Ich hab versucht die Menüstruktur in einer Tabelle darzustellen, doch das hat mit der Forensoftware nicht geklappt. Deshalb muss ich euch da auf die Bedienungsanleitungen der Topteile und des Subwoofers auf der Herstellerseite verweisen. Sorry.
Hier je ein Bild vom Sub und einem Topteil mit der Bedien- und Anschlussseite:

IMG_20210214_150915.jpg IMG_20210214_150955.jpg

Nichts desto trotz bieten die Boxen sehr viele Einstellmöglichkeiten, inklusive eines Equalizers (nur K12.2) und je 5 eigenen Presets.

Bei der Bedienung der Boxeneinstellungen fällt sofort auf, das die Lautstärkeregler mit einem Raster versehen sind. Die Lautstärkesteigerung ist also vorgegeben und kann nicht fein geregelt werden. Man kann also nicht die Lautstärken genau abstimmen, dafür ist es hier ein Kinderspiel, die rechte und linke Box auf die gleiche Lautstärke einzustellen; eben wegen dem Raster. Das gefällt mir eigentlich besser, den die Balance kann ich auch am Mischpult regeln. Die beiden Bedienknöpfe geben ein deutliches haptisches Feedback, wenn man sie drückt und das endlos Wahlrad lässt sich auch wegen der Rasterung sicher bedienen. Hier wurde alles richtig gemacht.
Das Display ist hat eine Hintergrundbeleuchtung und lässt sich sehr gut ablesen. Nach einiger Zeit (etwa zwei Minuten) erlischt die Hintergrundbeleuchtung automatisch, wird aber beim ersten bewegen oder drücken wieder eingeschaltet.


Doch jetzt erst mal schauen ob die angeblichen 2x 2.000 Watt und 1x 3600 Watt nicht unsere Sicherungen im Proberaum in Rente schicken. Ohrenschutz auf, Rocksound aufgedreht und gib ihm...
Unsere Sicherungen haben das schon mal ausgehalten. Sehr gut, dann kann ich jetzt mal in Ruhe rein hören.

Ich hab mich mit unserem Drummer über die Leistungswerte der Boxen von QSC unterhalten, und er war auch sehr überrascht, das unsere Sicherungen das ausgehalten haben. Ich kann es mir nur so erklären, das dies absolute Spitzenwerte sind, die in der Praxis kaum erreicht werden. Wenn man sich das bei einem Kneipengig vorstellt, würde allein der Subwoofer mit seinen 3600 Watt einen Sicherungskreis alleine belegen. Doch dem scheint nicht so zu sein. Vielleicht wenn man den Sub bei einem OpenAir voll aufreißen muss kann diese Leistung erreicht werden, aber wohl niemals in "normalen" Umgebungen.
Was mich auch Überrascht hat war, das die Yamahas von der Lautstärke her gleich auf waren, und die haben deutlich weniger Watt auf der Herstellerangabe.
Wie auch immer, ich hab auch mal kurz beide System gleichzeitig laufen lassen und das nicht leise, was die Sicherung auch nicht bewegt hat.

Um die komplette Frequenzen richtig abzudecken hab ich mich für „Nightwish – The Poet and the Pendulum“ entschieden.
Glasklar kommt der Sound rüber. Das hat schon etwas HiFi-mäßiges. So hab ich Nightwish bis jetzt nur über Kopfhörer gehört. (Ich höre normalerweise über meinen PC Musik)
Also mal ein bisschen Lauter. Auch in gehobener Lautstärke bleibt der Klang gleich. Allerdings fehlt mir etwas der Bass.
Der Subwoofer war schon in mein Richtung gedreht, weil er ja ein Cardioid-System ist. Nachdem ich keine fehlerhaften Einstellungen gefunden habe, ließ ich das Lied nochmal laufen und stellte mich vor die Box. Siehe da, da isser ja, der Bass. Jetzt kam die Doublebassdrum endlich zur Geltung. Manchmal ist der Standort, von dem aus man zuhört entscheidend. Nochmal Ohrschutz auf und siehe da, trotz brachialer Lautstärke immer noch ein definierter Sound. Das hat mich schon beeindruckt.

Jetzt wird es Zeit für den Vergleich mir meinen Boxen.
Nachdem ich die Lautstärke beider Systeme gefühlt die gleiche Lautstärke hatte, konnte ich mit dem Vergleich beginnen. Zuerst mal leise, also so laut, das man sich noch unterhalten kann.
Hier kam bei der Retortenmusik der HiFi-mäßige Sound der QSC Geräte deutlich zum Vorteil. Alles war glasklar und wunderbar definiert. Allerdings im Bassbereich war der Yamaha Subwoofer mit deutlich mehr Druck (Hosenflattern) besser. Das was dem QSC Sub an Druck fehlt, macht er mit sehr differenzierten Bässen wieder wett. Für mich ist der Yamaha der bessere Sub, aber das ist subjektiv. Da wir in unserer Band Punk-Rock machen, ist es gut, wenn der Bass richtig schiebt. Da bin ich etwas vorbelastet.

Als ich dann die Lautstärke Richtung "Dancefloor" schob, holten die Yamahas irgendwie klanglich auf. Bei großen Lautstärken wurde im direkten Vergleich die QSC etwas zu schrill. Das was bei den Yamahas bei kleiner Lautstärke fehlte, war jetzt bei den QSC zu viel. Doch das lässt sich mit einem Equalizer anpassen und sollte nicht negativ bewertet werden.

Als dann die Band kam haben wir eine weile mit den Yamahas und den QSC Boxen geprobt. Um es vorweg zu nehmen, die QSC haben da nicht so gut abgeschnitten. Doch diese Aussage ist nicht ganz fair, denn alle Mikros (wir nehmen immer alles ab, wegen Proberaumaufnahmen) waren für die Yamahas eingestellt. Hätten wir uns die Zeit genommen und alles auf die QSC Boxen angepasst, wäre sicher ein anderes Ergebnis heraus gekommen. Leider hatten wir nicht die Zeit um das alles zu machen.
Beide Systeme waren die einzigen Schallquellen (und der Bassverstärker). Wir haben unsere Monitore also ausgelassen. Gitarre läuft direkt übers Mischpult, dank einem Helix von Line6. Die Boxen wurden zu uns hin gedreht, so das wir voll in der Schallrichtung waren. Dies ermöglichte uns einen direkteren vergleich.

Okay, das mit den Yamahas alles soweit gepasst hat, ist nur logisch.
Als wir dann die QSC Boxen angeschlossen haben, ging erst mal das fröhliche Pfeifen der Mikros los. Schrilles Feedback bei ca 5000Hz. Also mal ein bisschen nachregeln und die bösen Frequenzen herausnehmen. Viola, jetzt ging es. Mir hat der Gesamtsound nicht so gut gefallen, den Grund hab ich ja vorher schon beschrieben. Unser Sänger dagegen hat danach zu mir gesagt, das er sich viel besser auf dem QSC System gehört hat. Seine Stimme wäre viel klarer und deutlicher.
Von der gefühlten Lautstärke haben sich beide System nicht viel geschenkt. Wenn die Lautstärke an den Boxen auf Mitte (oder auf 0dB) gestellt waren, waren sie quasi gleich laut. Beim Subwoofer konnte ich mich nicht wirklich entscheiden wer lauter ist, da sich das gefühlt immer abgewechselt hat. Die reine Lautstärke war ziemlich gleich, aber das "Hosenflattern" war beim Yamaha deutlich intensiver.


Ein paar Tage später hab ich dann die Mehrspurmitschnitte der letzten Probe laufen lassen (übers X32 mit X-Live Karte).
Mit dem Abstand zur letzten Probe waren die Ohren wieder "neu" und ich konnte die Boxen leise und laut vergleichen. Jetzt sah es schon anders aus. Die Yamaha machten ihren Job in gewohnter Manier recht gut. Nach dem Umstecken auf die QSC war der Sound super. Wie schon früher hat mir der Schub bei den Bässen etwas gefehlt, was mich auch etwas wundert. Der Cardioid Subwoofer sollte eigentlich schon ordentlich schieben, aber er kommt nicht richtig auf Touren. Also mal am Master-EQ etwas die Bässe angehoben bis die endlich auch ein wenig zu schieben anfangen. Hat mir nicht so gut gefallen, aber der Bass war trotz der Anhebung im Bassbereich sehr differenziert.
Die Topteile dagegen waren genial. Der Sound war ohne EQ Eingriffe plötzlich klar und der Gesang viel besser zu verstehen. Wenn man dazu noch bedenkt, das die Boxen eigentlich von der Bühne wegstrahlen, braucht man sich um Feedback, das wir in der Probe hatten, auch keinen all zu großen Kopf mehr machen.


Fazit

Mit dem kompletten QSC System macht man sicher nichts falsch. Auf mich macht das komplette System den Eindruck eines echten Arbeitstiers. Die Lüfter waren während des gesamten Testlaufs nie zu hören. Die Lautstärke die bei mir ankam, war gleich mit unserem eigenen System; also wirklich laut. Der QSC Subwoofer hat auch richtig Power. Irgendwie hab ich das Gefühl, das im Proberaum einfach zu wenig Platz war, das sich das Cardioidsystem des QSC Subwoofers entfalten konnte.

Wenn ich jetzt nochmal ein neues Lautsprechersystem kaufen müsste, würde ich mich wohl für die QSC K12.2 mit unserem Yamaha DXS15MKII entscheiden. Das ist trifft meinen Soundgeschmack ziemlich genau (was aber immer subjektiv zu sehen ist!).


Pro & Contra

K 12.2

+ Ausreichend gefühlte Lautstärke
+ Einwandfreie Verarbeitung
+ Roadtauglicher Eindruck
+ Zwei Winkel für die Lautsprecherstange
+ Gutes erschöpfendes Menu für die Einstellungen
+ Gutes haptisches Feedback beim bedienen des Menüs
+ Verriegelung beim Kaltgerätestecker
+ Sehr leise Lüfter
+ 6 Jahre Garantie
+ Gutes erschöpfendes Menu für die Einstellungen
+ Gutes haptisches Feedback beim bedienen des Menüs

KS 212 C
+ Gehäuse kann auch auf kleinen Bühnen gut integriert werden
+ Rollen sind schon dabei
+ Distanzstange ist auch dabei
+ Cardioid-System
+ Differenzierter Sound
+ Verriegelung beim Kaltgerätestecker
+ 6 Jahre Garantie

- Nicht so viel Druck (Hosenflattern)


Schluss

Für mich war es sehr interessant mal zwei verschiedene Systeme im direkten Vergleich zu erleben. Dabei wurden stärken und schwächen in beiden Systemen entdeckt. Wenn ich jetzt noch bedenke, das unsere komplette Anlage für die Yamaha Boxen eingestellt war, wird mir deutlich wie gut die QSC eigentlich sind. Die QSC Topteile liefern einen besseren FoH Sound, wie meine Yamahas. Der Yamaha Subwoofer bewegt dafür mehr Luft. Ich kann mir aber gut vorstellen, das wenn ich einen kompletten Soundcheck mit den QSC Boxen machen würde, diese auch den KS 212 C Subwoofer besser zur Geltung bringen würden. Leider hat mir dafür die Zeit gefehlt und die Band wollte nicht, weil ihr die Probe wichtiger war, als einen kompletten neuen Soundcheck mit den QSC Boxen zu machen. (wir brauchen dafür relativ lange, weil wir keine Profis sind).
Eines kann ich aber sicher sagen, wer die QSC Boxen kauft macht nichts falsch. Die machen definitiv einen richtig guten Job und sind nach meiner Einschätzung auch Roadtauglich.

Wenn ich mich jetzt zwischen dem QSC und dem Yamaha System entscheiden müsste, würde ich wohl das QSC nehmen.
Warum? Ich glaube das die QSC Boxen einen besseren Gesamtsound liefern wie meine Yamahas. Das ist wirklich kein großer Unterschied, aber mir ist er aufgefallen. Natürlich kann man das über den EQ anpassen, aber wenn etwas von selbst schon gut klingt ist einfach besser.
Aber unterm Strich ist das Geschmacksache. Das verhält sich wohl sehr ähnlich wie bei einem Mikrofonkauf. Der eine schwört auf sein 600,-Euro Mikro und der andere kommt nur mit dem SM58 gut klar.

Schade das ich die QSC Boxen wieder zurückgeben musste... :weep:
 
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Ich hab mir mal erlaubt deinen Keksstand auf 3000 hochzuschrauben ... ;)

Eine Anmerkung zu den Subs: Der Raum ist eigentlich für beide Subs zu klein. Und der QSC bräuchte mehr Luft drumherum, damit er auch seinen Effekt ausspielen kann.
Der Yamaha steht mehr an der Wand. Das kann dazu führen, dass er kräftiger und voller klingt.

Wenn man die Subs vergleichen wollte, müsste man in eine deutlich größere Halle gehen.
 
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Doch jetzt erst mal schauen ob die angeblichen 2x 2.000 Watt und 1x 3600 Watt nicht unsere Sicherungen im Proberaum in Rente schicken. Ohrenschutz auf, Rocksound aufgedreht und gib ihm...
Diese Peak-Leistungs-Angaben beziehen sich auf das Verstärkermodul (Class D) am Ausgang. Die Leistungsaufnahme ist deutlich geringer, 1,1 A beim Top und 1,7 A beim Sub bei einer durchschnittlichen Leistung am Ausgang von 1/8 des Maximal Werts, also–12 dB vorm Peak.

BTW du hast dich bei den Pro und Contras der K12.2 etwas vertan, kannst du das novh korrigieren?

im übrigen ein toller Bericht, danke.
 
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Den größten Vorteil eines Cardioid-Basses kannst Du erst auf einer Bühne erleben - hinter dem Bass (und damit auf der Bühne) ist es wesentlich leiser als im Publikum. D.h. man kann seine Monitore und Backline im Pegel deutlich runterfahren und einen relativ leisen Gig genießen, selbst wenn die Zuhörer eine echte Druckbeschallung abkriegen. Will ich eigentlich gar nicht mehr anders haben.
 
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Ein wirklich gutes Review, das auch auf oft übergangene Punkte wie die Verpackung eingeht!
Die Klangeindrücke der Tops kann ich aus eigenen Erfahrungen nachvollziehen, wenngleich die bei mir ein paar Jahre her sind und mit der vorherigen Generation entstanden sind.

Was die Beurteilung der Subs angeht stimme ich @chris_kah zu, auf Grund der Bilder scheint deine Räumlichkeit dafür nur eingeschränkt geeignet. Sinnvoll geht das im Grunde nur im Freifeld oder unter nährungsweise Freifeld-Bedingungen (große Halle).

Deine Vergleichstabelle wäre übersichtlicher, wenn du die Lautsprecher gleichen Typs nebeneinander darstellst, also die 2 Tops nebeneinander und dann die 2 Subs.

Meines Wissens nach gibt es kein genormtes Prüfverfahren (das auch von den Herstellern genutzt wird) um die reale vergleichbare Leistung anzugeben.
Es gibt durchaus standardisierte Messverfahren für die Ausgangleistung von Endstufen (z.B. CEA-2006, EIA-426B), die manche Hersteller auch so verwenden. Einen sehr guten Überblick über verschiedene Messverfahren findet man hier:
https://www.production-partner.de/test/verstaerker-leistungsmessung-reloaded/
Die Daten wären wesentlich eindeutiger, wenn man statt der Leistung die Ausgangsspannung angäbe. Eine Peak-Spannung ist eindeutig definiert, eine Peak-Leistung nicht.

Bei einem Self-Powered-System intessiert das aber im Grunde recht wenig. Ich will wissen, wie laut die Box spielt, wieviel Leistung (oder Spannung) das interne Endstufenmodul dafür bereit stellt, interessiert maximal sekundär. Dafür gibt es ebenfalls standardisierte Messverfahren. Die Produktion Partner ist hierfür wieder eine gute Quelle, hier der Test eines ähnlichen QSC-Systems:
https://www.production-partner.de/test/kompakt-pa-qsc-cp-serie/#Maximalpegel
Ein weiteres Messverfahren stammt vom Hersteller Meyer-Sound und basiert auf einem speziellen Rauschsignal:
https://www.production-partner.de/test/meyer-sound-m-noise-schallpegel-messen/

Plausibilisiert man die Angaben des maximalen Schalldruckpegels von QSC und Yamaha anhand der rohen Zahlenwerte, so komme ich auf:
Sens_QSC = 132 dB - 10*log10(1800 W) = 99,4 dB
Sens_Yamaha = 132 dB - 10*log(950 W) = 102,2 dB
Für mich ist das ein Hinweis, dass die Leistungsangaben so nicht vergleichbar sein können. Eine direktstrahlende 12"-Box hat keine Empfindlichkeit über 100 dB, es sei denn, sie ist sehr nicht-linear abgestimmt. Meine Vermutung ist, dass beide Endstufenmodule quasi diesselbe maximale (Peak-)Ausgangsspannung liefern. QSC "berechnet" die Ausgangsleistung dann nach P = Umax^2/Z und Yamaha nach P = (Umax/sqrt(2))^2/Z. Letzeres entspricht der Berechnung, die auch die Production Partner bei Rauschsignalen anwendet. Das ist nur eine Vermutung basierend auf der Zahlenwerten, um das zu belegen, müsste man nachmessen.
Wie ich schon schrieb, die Angabe der Spannung statt der Leistung wäre viel ehrlicher, aber für Laien weniger werbewirksam.

Bei der Betrachtung der Netzseite muss man sich wieder vor Augen halten, was die Angaben der Ausgangsleistung bedeuten. Es handelt sich nicht um Dauerleistung, sondern um kurzzeitige Spitzenleistungen. Das ist auch vollkommen legitim und sinnvoll, da Musik nunmal nicht aus einem endlosen Sinuston besteht, sondern aus einem mehr oder weniger zufälligen Signal mit deutlich höherem Crestfaktor.
1/8-Leistung kann entweder 9 dB oder 12 dB Crestfaktor bedeuten, je nachdem, wie QSC die Peak-Leistung definiert. In beiden Fällen ergibt sich eine Dauerleistung von 1800/8 W = 225 W. Diese Leistung muss vom Netzteil bzw. vom Netz selbst bereitgestellt werden (plus Verluste). Angegeben sind 1.1 A RMS bei 240 V RMS auf der Netzseite, was 265 W ergibt. Das wäre ein Wirkungsgrad von rund 85 %, was eine realistische Größenordnung ist.
Für Topteile ist so eine Angabe durchaus praxisgerecht. Bei Subs kann der Crestfaktor schon mal deutlich niedriger sein. Aber selbst dann kommt man mit so einem kleinen System noch lange nicht an die Grenzen einer 16 A Netzsicherung.
 
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Diese Peak-Leistungs-Angaben beziehen sich auf das Verstärkermodul (Class D) am Ausgang. Die Leistungsaufnahme ist deutlich geringer, 1,1 A beim Top und 1,7 A beim Sub bei einer durchschnittlichen Leistung am Ausgang von 1/8 des Maximal Werts, also–12 dB vorm Peak.

BTW du hast dich bei den Pro und Contras der K12.2 etwas vertan, kannst du das novh korrigieren?

im übrigen ein toller Bericht, danke.
Das es mit der Leistung hab ich aus zwei Gründen so geschrieben. Erstens ist nicht jeder so Fit im Umgang mit diesen Angaben (einschließlich mir) und zweitens wüsste ich auch gar nicht wie ich das technisch richtig beschreiben sollte. Aber dafür hab ich ja euch ;)

Der Fehler ist Korrigiert. Danke für den Hinweis.

Danke für das Lob.

Den größten Vorteil eines Cardioid-Basses kannst Du erst auf einer Bühne erleben - hinter dem Bass (und damit auf der Bühne) ist es wesentlich leiser als im Publikum. D.h. man kann seine Monitore und Backline im Pegel deutlich runterfahren und einen relativ leisen Gig genießen, selbst wenn die Zuhörer eine echte Druckbeschallung abkriegen. Will ich eigentlich gar nicht mehr anders haben.

Eine Anmerkung zu den Subs: Der Raum ist eigentlich für beide Subs zu klein. Und der QSC bräuchte mehr Luft drumherum, damit er auch seinen Effekt ausspielen kann.
Der Yamaha steht mehr an der Wand. Das kann dazu führen, dass er kräftiger und voller klingt.

Wenn man die Subs vergleichen wollte, müsste man in eine deutlich größere Halle gehen.


Genau das hab ich mir auch gedacht. Ich habe extra drauf geachtet, das man auf dem Bild die Position von den Subwoofern im Raum erkennen (zumindest erahnen) kann. Irgend etwas war da noch tief in meinem Hirn vergraben, das Subwoofer etwas Abstand zur Wand haben sollten.
Nichts desto trotz hat der Yamaha erheblich mehr Hosenflattern verursacht als der QSC. Ob das jetzt am Abstand von der Wand abhängt oder was für Gründe das auch sonst haben kann weiß ich nicht genau. Das war halt mein Eindruck.

Aber das war wirklich der einzige Vorteil den der Yamaha voll einstecken konnte. In allen anderen Bereichen war es entweder recht knapp oder der QSC war besser.
Ich bin halt den Yamaha gewohnt und bezahlt ist der auch schon... ;)
 
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Plausibilisiert man die Angaben des maximalen Schalldruckpegels von QSC und Yamaha anhand der rohen Zahlenwerte, so komme ich auf:
Sens_QSC = 132 dB - 10*log10(1800 W) = 99,4 dB
Sens_Yamaha = 132 dB - 10*log(950 W) = 102,2 dB
Für mich ist das ein Hinweis, dass die Leistungsangaben so nicht vergleichbar sein können. Eine direktstrahlende 12"-Box hat keine Empfindlichkeit über 100 dB, es sei denn, sie ist sehr nicht-linear abgestimmt. Meine Vermutung ist, dass beide Endstufenmodule quasi diesselbe maximale (Peak-)Ausgangsspannung liefern. QSC "berechnet" die Ausgangsleistung dann nach P = Umax^2/Z und Yamaha nach P = (Umax/sqrt(2))^2/Z. Letzeres entspricht der Berechnung, die auch die Production Partner bei Rauschsignalen anwendet. Das ist nur eine Vermutung basierend auf der Zahlenwerten, um das zu belegen, müsste man nachmessen.
Wie ich schon schrieb, die Angabe der Spannung statt der Leistung wäre viel ehrlicher, aber für Laien weniger werbewirksam.
Nach etwas Nachdenken muss ich meine obige Aussage revidieren: Bei einer aktiv entzerrten Box (also ohne passive Frequenzweiche) ist eine Empfindlichkeit über 100 dB SPL irgendwo im Spektrum durchaus möglich. Wenn ich aktiv entzerre, also den Frequenzgang vor der Endstufe korrigiere, ändert das nichts an der Empfindlichkeit des an die Endstufe angeschlossenen Lautsprechers. Die Entzerrung senkt ja nur den Eingangspegel in die Endstufe ab, diese Absenkung kann man durch eine Anhebung vor der Entzerrung wieder ausgleichen.
Bei einer passiven Trennung wird der "Überschuss" in der passiven Frequenzweiche quasi verbraten. Der Pegel, der in den Lautsprecher geht, ist durch die maximale Ausgangsspannung der Endstufe begrenzt. Was ich in der passiven Frequenzweiche verbrate, kann ich nirgendwo wieder aufholen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Daten legen nahe, dass beide Lautsprecher ähnlich laut können. Was wieder zeigt, dass 1 kW oder 2 kW Peak-Leistung zwar auf dem Papier nach einem großen Unterschied aussieht, in der Praxis aber oft weit weniger relevant ist.

Ein Hinweis sei noch erlaubt: Beide Lautsprecher haben nach meiner Ansicht einen 1"-Hochtöner.
Yamaha gibt im Datenblatt die vollständige Definition an: 1,4" Membran (Diaphram) und 1" Halsöffnung. Letzteres definiert klassischerweise die "Größe" eines Hochtöners, da es die Schnittstellenbeschreibung zum Horn darstellt.
QSC schweigt sich über die Halsöffnung aus und gibt nur die 1,4" Membran an. Es würde mich wundern, wenn die Halsöffnung tatsächlich auch 1,4" beträgt, lasse mich aber gern eines besseren belehren.
Warum ist das so relevant? Weil die Größe eines Horntreibers Indikatoren für die Belastbarkeit, Pegelfestigkeit und Trennbarkeit zum Tieftöner liefert. Gerade in Kombination mit einem 12"-Tieftöner ist für ein sauberes Abstrahlverhalten eine recht tiefe Trennfrequenz gefragt (tendenziell < 2 kHz). Das muss der Hochtöner aber erst mal abkönnen, größere tun sich da deutlich leichter, als kleinere. Wenn ein Hersteller mit einem 1,4"-Hochtöner wirbt, dann denkt der erfahrene Nutzer an Treiber der Kategorie 1,4"-Hals, 3"-Membran. Diese Maße haben sich als Standardwerte etabliert und finden sich in sehr vielen hochwertigen 12"-Boxen. Das ist dann aber eine ganz andere Kategorie von Treiber, als einer mit 1"-Hals und 1,4"-Membran, sowohl von den technischen Daten, als auch preislich.
Schauen wir uns zwei willkürlich herausgesuchte Exemplare von B&C an:
https://bcspeakers.com/en/products/hf-driver/1-0/8/de12-8
https://bcspeakers.com/en/products/hf-driver/1-4/8/de800
Die Unterschiede sind deutlich. Wenn ein Hersteller "1,4"-Hochtöner" auf seine Box schreibt, erwarte ich einen Treiber der letzteren Art, nicht der ersteren.
 
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Bei einer aktiv entzerrten Box (also ohne passive Frequenzweiche) ist eine Empfindlichkeit über 100 dB SPL irgendwo im Spektrum durchaus möglich.
Aber wirklich bloss im Spektrum irgendwo,denn es gibt kaum bis gar keine 12" die über 100dB SPL liegen
Abstrahlverhalten eine recht tiefe Trennfrequenz gefragt (tendenziell < 2 kHz)
eher noch unter 1,6 kHz dadrüber fangen viele 12" schon an Klirr durch Partialschwingungen zu generieren.
Das hat was mit der Membrangrösse zu tun.
Die Mitte um das Dustcap kann der Schwingung noch folgen der Rand schon nicht mehr .
 

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