Wie sind Eure Erfahrungen mit Gibson Semiakustiks?

von Joa, 05.12.04.

  1. Joa

    Joa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.04   #1
    Hallo,

    ich habe eine Gibson Howard Roberts Fusion III, die angeblich mit 490er Pickups bestückt ist. Da der Lack nicht mehr zu polieren war und sich ein wenig wie Gummi anfühlte, habe ich sie neu lackiert. Zudem brachte die Gitarre ein unausgewogenes und dumpfes Klangbild zutage, das sich mit Entfernen der Kondensatoren an den Volumepotis + Abklemmen der Tonepotis nicht verbessern ließ. Der dumpfe Sound ist behoben, sie klingt jetzt drahtiger. Dennoch unausgewogen und ätzend im Klangbild, wenn man mit einer Les Paul vergleicht. Was kann ich noch tun, und welche Erfahrung habt Ihr mit den Gibson Exoten?

    Gruß, Joachim
     
  2. guitargeorge

    guitargeorge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.04   #2
    sorry kann dir dabei nicht helfen... aber: ist der kondensator am volumepoti nicht dazu da, dass beim leiserdrehn nicht so viele höhen verloren gehn und sie dann dumpf klingt??? imho hätte der kondensator gegen den dumpfen klang wirken müssen...

    ich glaub, die semiakustik-modelle haben sowieso einen dumpferen, weicheren klang... wenn du der gitarre einen hellen klang entlocken willst, wirds schwierig...

    was meinst du mit "unausgewogenem" klang... hm..... kannst du das etwas genauer beschreiben?

    tja der lack... is die gitarre schon etw. älter??? jedenfalls mords-viel arbeit

    mfg guitargeorge
     
  3. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 05.12.04   #3
    Was unterschätzt wird, sind die Soundmöglichkeiten die sich durch Veränderung der Höhe des gesamten Pickups und auch der einzelnen Magnetschrauben der Humbucker ergeben.

    Schraub mal ein bisschen daran rumm. PU näher an die Saiten macht den Klang normalerweise heller, wenn er aber zu nah ist wird es nur mehr dumpf und undifferenziert.
     
  4. Joa

    Joa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #4
    Der Abstand des Pickups zu den Saiten ist es auch nicht. Der Kondensator an den Volumepotis soll nach meiner Recherche genau die umgekehrte Wirkung haben. Er wurde als Höhendämpfer eingesetzt bei diesem Modell. Sehr komisch.

    Es ist schwer zu beschreiben, was da aus den Speakern tönt. Aber mit ner 2500 Euro Klampfe hat das nichts zu tun. da kommt jede günstige ES 335 Kopie gegen an. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß die original Pickups von Gibson so einen flachen Sound bringen. Weiß aber auch nicht, wie sie klingen sollten an einem Fender Röhrenamp. Falls das der normale Sound sein sollte, laß ich meine Fame LP Kopie vergolden, denn die hats dann wirklich verdient. Eine Gitarre mit Harry Häusel Pickups klang auch nicht sehr überzeugend am Hot Rod.

    mfg, Joachim
     
  5. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 06.12.04   #5
    Schraub mal den PU ab un dreh ihn um. Bei Gibson ist hinten eigentlich immer ein Aufkleber dran.

    Ansonsten geht die Gitarre eher in Richtung warm/crunchy für Jazz/Blues, vielleicht hast Du auch Klangerwartungen, die nicht "Aufgabe" dieser Gitarre sind.

    Z.B. ich habe eine EPI Joe Pass mit Gibson Classic 57 PU ((wusste der Verkäufer selber nicht, deshalb ein Schnäppchen :D )). Mit dicken und geschliffenen Saiten für sog. "Jazz-Sounds" klingt die Gitarre richtig gut. Halt so Richtung George Benson. Mit normalen Rock-Saiten für mehr Höhen/Aggressivität ist das jedoch schlagartig ein Schrotthaufen.
     
  6. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 06.12.04   #6
    Noch eine Idee: Verkabel die Potis und Kondensatoren "50s Style", das sorgt z.B. an der Les Paul für einen wesentlich weniger dumpfen Klang, weil die Höhen nicht beschnitten werden, wenn man den Vol Regler zudreht

    [​IMG]
     
  7. Joa

    Joa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #7
    Hallo, Hans 3: Kein Aufkleber drauf, sondern die Prägung -Gibson USA-.
    An Saiten sind Dean Markleys 10-52 drauf, die auf der Les Paul schon ganz ordentlich klingen. Mit dünnen Saiten habe ich auch nur schlechte Ergebnisse bekommen.

    Hi, Hoss 33: Ich werd wohl nicht drum rum kommen, die Schaltung wieder rauszunehmen. Danke für das Schaltbild, das ich so noch nicht kannte. Zerstören kann man hoffentlich nichts, wenn man ein wenig rumprobiert, oder? Ist Löten unbedingt notwendig oder kann ich mittels Steckverbindern verschiedene Schaltungen durchcheken - hat auch bei einem Pickup funktioniert (eine Steckverbindung)?
     
  8. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 06.12.04   #8
    Joa, Du kannst nix zerstören (außer mit brutalem Lötkolbeneinsatz).
    Auch wenn Du was kurzschliesen solltest, sind die Ströme die die Pickups erzeugen so gering, dass nix durchbrennen kann.
     
  9. Joa

    Joa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #9
    Alles klar. Vielen Dank nochmal. Zu dumm, daß die Gitarren keinen Deckel hinten haben. Das wär ne gute Neuentwicklung.

    Grüße, Joachim
     
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