Wie/Wo stelle ich die Basscombo im Bandraum am sinnvollsten hin?

von Passi, 21.05.08.

  1. Passi

    Passi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #1
    Hallo,

    ich habe absolut keine ahnung von beschallung oder ähnlichen.deshalb auch mein frage, wie ich meine basscombo in dem raum am besten anordne um bestmöglichen sound zu erreichen.

    soll ich meine basscombo (ashdown Mag200 410boxen)...
    ...auf den boden stellen oder hochstellen in Ohrhöhe?
    ...an die Wand stellen oder frei in den Raum (wieviel abstand zur wand?)...
    ...soll ich sie monitorartig zurückklappen oder auf die 4 füße stellen?...
    ...

    Was hat welche aufstellung für einen effekt? hat es überhaupt maßgebliche auswirkung oder ist es bass-vodoo- wer dran glaubt kann alles hören?

    gruß,
    passi
     
  2. maddinc

    maddinc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #2
    hey
    also mein tipp.
    ausprobieren.
    wenn wir unseren proberaum eingerichtete haben, dann haben wir die ersten probetage nicht wirklich viel musik gemacht. sondern nur amps von hier nach da geschleppt, dann wieder was umgestellt.
    kommt alles auf den raum an. lautstärke und und und ...
    probiers aus.
    lg martin
     
  3. Herr_Mannelig

    Herr_Mannelig Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #3
  4. RAUTI

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    Erstellt: 21.05.08   #4
    Bodennahe und wandnahe Aufstellung: Betonung des Bassbereichs. Z.T. rummst es so erst richtig schön, aber wenn´s zuviel ist, dann gibt´s auch undifferenzierten Schwabbelbass. Bei einer leistungsschwächeren Anlage aber vielleicht der einzige Weg, es ewas krachen zu lassen!

    Hochgestellt (also bodenfern): Besonders der Hochton-, aber auch der Mitteltonbereich kommen einfach direkter ans Ohr. Vorteilhaft ist dabei, dass man nahe an der Box einen ähnlichen Sound hört, wie etwas weiter weg. Ich neige dazu, diese Aufstellung - am besten noch 50-100cm von jeder Wand entfernt - als ideal anzusehen. Nachteil: Der Bass ist eben nicht so fett (dafür aber präzise). Mehr Bass gibt´s jetzt aber nur auf Kosten der Leistung!

    Also bleibt´s beim Tipp von maddinc: Probieren!
     
  5. Passi

    Passi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #5
    super tipp danke. das werd ich mal inner band ansprechen... vorallem hab ich nun mal was gegen meinen hau-drauff schlagzeuger, der deutlich zu laut spielt, in der hand :D
    ...wollte auch mal nen gerät zum ermitteln seiner lautstärke mitnehmen,
    weiß abernicht wo ich mir eins mal für ne stunde leihen kann...

    ja ums ausprobieren kommt man nie rum,bei allem was man macht^^
    richtlinien wären aber shcon gut...
    zb ob man alle boxen (gitarre +bass) in eine richtung stellen sollte, oder in welchen winkeln... und sowas mein ich
     
  6. LuigiVieri

    LuigiVieri Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #6
    beim bass empfielt sichs, den möglichst in die hinterste ecke zu stellen - der basston brauch n paar meter, um sich zu entwickeln. =)
     
  7. MaggyMB

    MaggyMB Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #7
    Naja, man sollte sich selber gut hören können damit nicht jeder noch lauter aufdreht damit er sich hört. Gitarrenboxen sollten auf Ohrhöhe, zu den Bassbox(en) hat RAUTI ja schon was gesagt. Die Gesangsboxen sollten so stehen, dass der/die SängerInnen sich hören ohne dass dabei Feedbacks erzeugt werden (Mikros weg von den Boxen). Das kann man halt nich so verallgemeinern, es kommt auf Besetzung, Größe und Form des Proberaums, Musikrichtung etc. an.
     
  8. RAUTI

    RAUTI Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.05.08   #8
    Das ist genau der Tipp, den ich jemandem geben würde, der ausdrücklich einen matschig-bassiger Sound bevorzugt ("Ich kann nicht gut spielen und bin Bassist in einer Reggae-Band. Deshalb bevorzuge ich einen wummernden und unpräzisen Sound").

    Richtig ist aber, dass sich Bass tatsächlich erst in einger Entfernung entwickelt (das hängt mit der extremen Wellenlänge zusammen). Ist der Proberaum eher klein, spielt das aber auch keine große Rolle mehr. Wichtiger ist aber der Abstrahlwinkel der Box. Tendenziell bündelt jede Box zur den hohen Frequenzen immer stärker. Ich vermute, dass 90% aller Bassisten, die sich über einen muffigen Sound beklagen, ihre Box so stehen haben, dass ihr (höchstwahrscheinlich vollkommen ohrfreies und aus diesem Grund auch taubes) Knie den vollen Hochtonsegen abbekommt. Die Mitten und Höhen - die sich ja eigentlich schon nach kurzer Distanz "entfalten" - kommen aber nicht am Gehör an, denn das befindet sich ja meistens einen guten Meter höher (und rahmt mit seinen paarigen Organen das Behältnis der kleinen grauen Zellen ziemlich symmetrisch ein). Das ist auch der Grund, weshalb alle anderen Bandmitglieder sagen: "Dein Sound ist beschissen und du bist zu laut. Mach Bass, aber schepper mir nicht die Ohren voll." Hat natürlich auch gut Reden, so ein Gitarrist mit Tube-Fullstack! Produziert selbst keine nennenswerten Höhen und die Mitteltöner sind fast auf Ohrhöhe. Einzig der Drummer beschwert sich nie über den Sound des Bassisten. Ihm reicht meistens ein gelegentliches tieffrequentes Wummern, um zu merken, dass er nicht mehr alleine im Keller rumsitzt. Die Höhen das Bassisten werden ohnehin vom Zischen der Becken in seinem Dunstkreis völlig übertönt.
     
  9. Allersaits

    Allersaits Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #9
    Hi,

    als Ex-Immer-Full-Stack-User habe ich mich auch erst mit der Plazierung meines 2x 12" Combos (Nemesis NC212) auseinandersetzen müssen, weil mir "irgendwie was fehlte", da ich "früher" immer sowohl die Ohren zugedröhnt als auch genug Wind in die Kniekehlen bekommen hatte.

    Unser Proberaum ist ein unbedämpftes ehemaliges Büro in einem Gewerbegebiet. Nach einigen Überlegungen haben wir uns nun so postiert, dass wir der ganzen Amp- und Boxenarmada von Backline und (Club-)PA in Bühnenaufstellung gegenüberstehen. Mein Combo steht auf einem sehr stabilen passenden Metalltisch mit dem Hochtöner nun auf Ohrhöhe, ca. 30 - 40 cm von der Wand entfernt. Gegen die mich störende eklatante Höhenpräsenz half nur Eines: Höhen am Amp mutig absenken. Ich habe nun einen klar definierten Sound und keinen Grund, mich etwa über fehlende Tiefmitten zu beklagen (die den Sound in Wirklichkeit tragen, tiefe Bässe fressen nur Watt, Sub-Bass ist Blödsinn!). Wie u. a. auch RAUTI ausführte, konnte die auch getestete Aufstellung auf dem Boden, auch mal gekippt etc., ausschließlich unbefriedigend sein.

    Um mein Gewissen in Bezug auf Raummoden (stehende Wellen durch aufschaukelnde Reflexion z. B. an gegenüberliegenden Wandflächen) zu beruhigen, habe ich den Combo ein wenig aus der Parallele zur Rückwand gedreht. Was den Vorteil hat, dass ich ihn direkt auf mich richten konnte. ;-)

    Es bricht an der Bassistenkrone absolut kein Zacken ab, wenn nicht die Knie angeblasen werden.

    Evtl. ein wenig OT, dient aber dem gleichen Ziel:
    Man kann auch den Sound der Band enorm verbessern, wenn die Frequenzen der Instrumente sich möglichst nicht überschneiden. So hat unser Keyboarder generelles Unterste-Frequenzen-Benutzungs-Verbot. Power "untenrum" machen unser Drummer und ich.

    Also: Probiere in Ruhe aus (gehe alleine in den Proberaum, sonst wird das nichts!), wo Du die Bassanlage plazieren kannst und Du einen für Dich guten Klang erhälst. Behalte aber im Hinterkopf, dass Du gerade dabei die Bässe nicht voll reindrehen darfst, da sich dies bei voller "Orchesterbesetzung" ins Gegenteil verkehren und den Gesamtsound verschlechtern wird. Wenn etwas im Raum dröhnt, schauen, was es ist (und es können eine Menge Sachen mit Bassfrequenzen mitschwingen!), wenn es entbehrlich ist, dann von dem Platz wegschaffen, wo es dröhnt. Ansonsten ist der EQ Deines Amps auch dazu da, solche Dröhnfrequenzen gezielt abzusenken.


    Bassige Grüße
    Wolfgang
     
  10. bassterix

    bassterix Mod Emeritus Ex-Moderator

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