Wiedereinstieg ins Gitarrenspiel -> Harley Benton

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lunatic71

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Aloha,

vor etwa 13 Jahren habe ich das Gitarrenspiel aus Zeitgründen an den Nagel gehängt und sämtliches Equipment verkauft.

Ich würde gerne wieder einsteigen und zur Entspannung im Wohnzimmer ein wenig rumklampfen.
Auf den gängigen Webseiten habe ich mich mal umgeschaut, was man nun so für 300 - 500 Euro an E-Gitarren bekommt.
Zu Harley Benton Gitarren bin auf fast nur gute bis überschwängliche Reviews gestossen.
Sind die HB E-Gitarren inzwischen tatsächlich so gut geworden?
 

Ja.

Grundsätzlich kann man da sehr gute Spezifikationen zu sehr günstigen Preisen bekommen. Auch die Qualitätssicherung ist offenbar auf einem okayen bis guten Niveau angekommen. Das schützt aber nicht vor Ausreissern... das ist aber selbst bei deutlich teureren Gitarren leider zunehmend so.

Es gibt aber natürlich durchaus immer ausreichend Alternativen in allen Preisklassen. Wenn Du dich aber in ein bestimmtes Modell von Harley Benton verguckt hast oder gar zu Thomann zum testen fahren kannst, machst Du mit Harley Benton prinzipiell keinen Fehler.

Grundsätzlich bekommst Du im Bereich von 300-500 € heute auch neu schon sehr brauchbare Instrumente.
 
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  • #3
*edit*
Danke für die Antwort, Thomann ist leider zu weit weg um da mal hin zufahren.

Die LP Kopie hier triggert mich schon ordentlich
 
Grund: edit->Vollzitat Vorpost
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Dieses Jahr habe ich mir endlich mal wieder eine E-Gitarre gekauft und mich aus finanziellen Gründen für Harley Benton entschieden. Ich war erst skeptisch, weil ich noch die Bewertungen von früher im Kopf hatte, aber das war nicht notwendig. Ich habe mich für diese hier entschieden. Für den Preis echt ordentlich!
 
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Optisch ein schickes Teil.

Bestell sie doch einfach und teste sie ausgiebig. Wenn sie dir nicht gefällt ist zurücksenden kein Problem.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

ch war erst skeptisch, weil ich noch die Bewertungen von früher im Kopf hatte,

Die aktuellen Modelle - insbesondere die etwas teureren - haben meiner Meinung nach wenig bis nichts mit den ersten Modellen gemein.

Natürlich muss man realistisch bleiben. Es sind Budget-Instrumente aus Fabriken und nicht liebevoll handgearbeitete Meisterstücke. Der Lack ist für meinen Geschmack etwas dick und in manchen Übergängen auch etwas schlampig aufgetragen... aber das ist in der Regel nichts, was der Nutzbarkeit entgegensteht.
 
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  • #6
Grund: Vollzitat Vorpost reduziert
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Sind die HB E-Gitarren inzwischen tatsächlich so gut geworden?
Die sind OK. Mit Reviews ist immer so eine Sache: je nachdem wer sie schreibt (erfahrener Musiker oder Anfänger in der Honey Moon Phase). Must du selbst testen. Wahrscheinlich kommst du ums Bestellen und Ausprobieren nicht herum.
 
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Die sind OK. Mit Reviews ist immer so eine Sache: je nachdem wer sie schreibt (erfahrener Musiker oder Anfänger in der Honey Moon Phase).

Richtigerweise muss man eben bei den Reviews auch den Erwartungshorizont betrachten.

Wenn ich mir eine Gitarre für 300 € neu bestelle, erwarte ich nichts in Gitarrenbauer/Custom Shop Qualität. Damit die Bespielbarkeit top ist, brauchen Hals, Bünde und Steg in der Regel Zuwendung. Ein par kleinere Verarbeitungsfehler sind hinzunehmen.

Aber: Die Gitarren kommen mittlerweile immerhin spielbar an. Das war früher bei Instrumenten aus dem Preisniveau quasi nie der Fall, wenn man einen gewissen Anspruch an "spielbar" erhebt.

Früher hatten billiginstrumente mitunter lächerliche Hardware, die kaum geignet waren, die Gitarre länger als 3 Minuten in Stimmung zu halten. Mittlerweile findet sich entweder (halbwegs) solides Standard-Zeug oder sogar gehobene Markenware auf den günstigen Gitarren.

Die Pickups sind - im besten Sinne - nicht erwähnenswert. Sie klingen brauchbar und sind mechanisch wertig verarbeitet. Das gleiche gilt die die Elektronik.

Geht es besser? Natürlich. Aber dann schnell auch für deutlich mehr Geld.

Ich habe eine CST24 und zwei Akustikgitarren von Harley Benton hier stehen. Alle so im Bereich um 225-275 €. Die eine Akustikgitarre ist eine hübsche, vollkommen unspektakulär (etwas anämisch) klingende Gitarre. Aber gut bespielbar und ich kann sie guten Gewissen auch outdoor "Belastungen" aussetzen.

Die andere klingt sehr eigenständig und interessant.

Die CST24 deckt die "Lücke" Semiakustisch mit Humbucker ordentlich ab. Bei weiten nicht die beste, interessanteste oder spannendste Gitarre die ich habe. Ich würde sie nicht einmal ernsthaft vermissen wenn ich sie morgen verkaufen würde. Aber sie ist -nach einiger Arbeit - hervorragend bespielbar, hübsch anzuschauen, relativ leicht und bietet ein par recht eigenständige Sounds.

Ach ja... und noch einen Precision Bass aus der günstigsten Serie, den ich vor Ort mal für 40 € irgendwo mitgenommen habe. Der war am Anfang unspielbar, mit den Bundenden hätte man Gemüse schneiden können. Nachdem ich den Hals insgesamt massiv bearbeitet habe, ist das ein erstaunlich brauchbares Instrument, mit Einschränkungen bei den Pickups.
 
Zuletzt bearbeitet:
Servus, was spricht für dich gegen einen Besuch im Musicstore in Köln? Deren Hausmarke hat zumindest optisch immer wieder frappierende Ähnlichkeit mit HB. Mir wäre es einen Versuch wert.

Gruß hermanson
 
  • #10
*edit*
Ich würde jetzt zwar die besondere optische Nähe von fame zu Harley Benton nicht unterschreiben (bis darauf, dass beide natürlich bekannte klassische Modelle kopieren lassen)... aber definitiv auch zu einem Besuch des Music-Store raten.

Sich eine konkrete Gitarre unter möglich vielen aussuchen zu können, kann den Prozess einen "keeper" zu finden erheblich beschleunigen.

Und auch wenn ich persönlich sagen würde, das Harley Benton als Hausmarke aktuell eher die Nase vorn hat... schlägt am Ende indivuelle Qualität immer eine vielleicht (!) bessere Serienqualität.

Was ich raten würde: Die gewünschte Harley Benton bestellen und trotzdem nochmal bei Musicstore gegenchecken, ob Du dort nicht was besseres für dein Geld findest.
 
Grund: edit->Vollzitat Vorpost
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  • #11
Die u100 Dinger kann man nach wie vor in die Tonne kloppen.

Die 200 - 300€ Dinger sind dagegen schwer in Ordnung.
 
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  • #12
Sind die HB E-Gitarren inzwischen tatsächlich so gut geworden?
Ja, vermutlich mit Ausreissern. Aber keiner kann alle kennen. Ich habe 5 von HB gekauft und keine zurückgeschickt. Alle unter 500 Euro.
 
  • #13
Die u100 Dinger kann man nach wie vor in die Tonne kloppen.

Für unter 100 € darf man im Grunde realistisch auch nur ein grob in Gitarrenform gepresstes Restholz erwarten.

Für vergleichbares Geld kauft man sich eigentlich nur das Tremolo, oder die Tuner oder nur die Elektronik der Gitarre. Ein Herr Kloppmann wickelt dir für dieses Geld nicht einmal einen single coil.

Und das soll weder gegen Herrn Kloppmann noch gegen Harley Benton sprechen, sondern nur der Einordung dienen. Beide Angebote haben ihre Zielgruppe und ihre Berechtigung.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #14
Wenn ich mir eine Gitarre für 300 € neu bestelle, erwarte ich nichts in Gitarrenbauer/Custom Shop Qualität
Das nicht, aber wenn jemand, der sich überhaupt nicht auskennt und sich über sein Instrument einfach freut und eine 5 Sterne Bewertung abgibt, ist es nicht unbedingt zielführend.
Damit die Bespielbarkeit top ist, brauchen Hals, Bünde und Steg in der Regel Zuwendung
Dann sollte die Gitarrem.E. auch keine 5 Sterne bekommen. Sonst ist es irreführend (und genau das passiert): soll nicht heißen, dass es "schlecht/falsch" ist, dass Leute so hoch bewerten, aber es ist eben u.U. "irreführend". Deswegen schreibe ich oben: Bewertungen mit Vorsicht zu genießen und selbst testen.
Die u100 Dinger kann man nach wie vor in die Tonne kloppen
Genau, und diese haben auch fast alle 5 Sterne. @wary mag für den Preis OK sein, aber definitiv keine 5 Sterne dafür.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Für unter 100 € darf man im Grunde realistisch auch nur ein grob in Gitarrenform gepresstes Restholz erwarten.
Hab so eine durchgesägt: gerade das (Body-)Holz fand ich ganz gut (kein Tonewood, aber schön homogen, leicht und fest).
 
Grund: Typo
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  • #15
Es ist ein wenig die Frage, wie man die 5 Sterne liest.

5 Sterne weil das jeweilige Produkt absolute Spitze ist? Oder weil es - gemessen am Preis - einfach sehr gut ist.

Aber Reviews sind oft zu überschwänglich oder überkritisch, weil Leute entweder bei Begeisterung oder Entäuschung schreiben. Selten aber, weil ihre Erwartungen sehr solide erfüllt wurden. Und ich bleibe trotzdem dabei, dass man bei den etwas "teureren" Harley Bentons" mittlerweile erstaunliches geboten bekommt.

Zu verschenken haben die am Ende aber auch nichts.

Ich persönlich würde keiner meiner Harley Benton Gitarren 5 Sterne geben. Schon gar nicht losgelöst vom Preis, aber auch nicht unter Berücksichtigung des Preises. Eher so zwischen 3,5 und 4,5. Könnte ich die drei neu gekauften Instrumente mit einem Fingeschnipp sofort zum Neupreis wieder verkaufen, wären ehrlicherweise zwei von drei wieder weg.

Das bedeutet aber nicht, das ich den Kauf dieser zwei bereue. Sondern einfach nur der Klassiker: Das bessere ist der Feind des Guten.

Aber ich habe damit Spaß gehabt, ein par Erfahrungen gesammelt und könnte sie auch - wenn ich wollte - zu einem akzeptablen Preis wieder loswerden. Sie fressen auch kein Brot und werden gelegentlich gespielt.

Wovon ich persönlich abraten würde, wäre sich eine umfassende Gitarrensammlung aus Budget-Instrumenten zusammenzustellen. Zum intensiven Austesten was man mag, eignen sich diese Instrumente aber hervorragend. Ebenso zum (Wieder-)Einstieg.
 
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  • #17
Servus, was spricht für dich gegen einen Besuch im Musicstore in Köln?
Nichts, steht auch noch auf meiner ToDo Liste.
Die haben nur halt keine HB Gitarren, dafür die Jack & Danny ( ich vermute ja fast, die kommen aus dem gleichen Werk)
 
  • #18
Sind die HB E-Gitarren inzwischen tatsächlich so gut geworden?

Meine im ES-Style ist sogar schon elf Jahre alt und hat meine Erwartungen trotzdem übertroffen. Und nein: Es war nicht meine erste E-Gitarre. Ich hatte im Laufe meines Lebens bereits einge: Gibson SG, Fender Tele, Strat, Music Man Axis, irgendwas von Ibanez, Yamaha, zwei Epiphone Archtop, aber auch ein paar echt schlechte Kopien.

Dann hatte ich ähnlich wie du ein paar Jahre gar keine E-Gitarre. Ein Zustand, den ich dann doch irgendwie unbefriedigend fand. Ich wollte mir aber nur für zuhause und gelegentliches Homerecording kein Markenprodukt mehr zulegen. Daher habe ich mich für eine HB entschieden.

Ein paar kleine Eingriffe waren notwendig: Ein paar lose Schrauben und Muttern festziehen, das völlig missratene Pickguard abmontieren und – ganz wichtig – neue Saiten aufziehen. Mit den dünnen Werkssaiten hielt die Stimmung keine 5 Minuten. Danach war alles okay.

Was Bespielbarkeit und Sound angeht, kann sie meiner ehemaligen Epiphone Dot Deluxe Ltd. das Wasser reichen. Und für die hatte ich (gebraucht) etwa das Dreifache hingeblättert.

Wie gesagt: Der Erafhrungsbericht bezieht sich auf eine elf Jahre alte HB. Wenn die Teile jetzt noch beser geworden sind: Nur zu. Gerade als Gelegenheitsspieler kann man nicht sooo viel falsch damit machen.
 
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  • Ersteller
  • #19
Auch schön zu sehen... nach X-Jahren Gitarren und Forenabstinenz.... Es wird immer noch so schön diskutiert...

Vielen Dank für das viele und gute Feedback....

Ich habe mir das Ding bestellt und schau mal weiter!!!
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Auch schön zu sehen... nach X-Jahren Gitarren und Forenabstinenz.... Es wird immer noch so schön diskutiert...

Vielen Dank für das viele und gute Feedback....

Ich habe mir das Ding bestellt und schau mal weiter!!!
 
  • #20
Was ich raten würde: Die gewünschte Harley Benton bestellen und trotzdem nochmal bei Musicstore gegenchecken, ob Du dort nicht was besseres für dein Geld findest.
Wäre denifintiv auch mein Rat.

Du hast jetzt die HB bestellt - und wenn sie paßt, ist alles gut.
Gleichwohl ist ein direkter Vergleich nicht zu unterschätzen - da spielen viele Dinge eine Rolle, die man jetzt gar nicht alle aufzählen kann. Ich war neulich beim Music Store und konnte dort ausgiebig testen, habe ein paar Meinungen eingeholt und bin wesentlich schlauer wieder rausgegangen als reingekommen.

In der Preislage, in der Du Dich bewegst, würde ich Dir unbedingt mal als Vergleich die Ibanez-Gitarren ans Herz legen. Music Store hat da eine gute Auswahl und es wird sich recht schnell entscheiden, ob es bei der HB bleibt oder eine andere Gitarre das Rennen macht.

Ein paar Stunden in ein gutes Musikgeschäft mit ordentlich Auswahl und Antestmöglichkeit ist immer eine gute Investition. Und da Du ja in Köln wohnst, ist das echt um die Ecke. Unter der Woche und vor Feierabend ist - wenn es Dir möglich ist - die beste Zeit, da mal aufzulaufen.

Und da ich lese, dass Du damals sämtliches Equipment verkauft hast, kannst Du auch gleich Deine HB mitnehmen und verschiedene Verstärker austesten - im Vergleich zu den anderen Amps und im Vergleich zu einer Ibanez oder einer anderen Gitarre, die Dir ins Auge sticht.

Herzliche Grüße, viel Erfolg und viel Spaß gleichermaßen!

x-Riff
 
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