Wieviel dB für TRUE PEAK im Limiter?

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andrewshepherd
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Hallo Zusammen!

ich habe ein paar Fragen zum True Peak.

1. Welchen Wert stellt ihr in der Regel ein und warum?
2. Nimmt die Dynamik des Songs ab je höher TP eingestellt ist oder wird der Song einfach nur dementsprechend leiser?

Ich lese immer wieder -1db um sicher zu gehen, dass es nicht bei der Portierung auf die Streamingservices Artefakte bildet oder so. Wenn ich dann aber mal andere Songs von großen Bands in meine DAW lade und mit Youlean analysiere, kommen die teilweise auf - 0,2db.

Also insgesamt bin ich etwas verwirrt, was nun der richtige Wert ist und ob das alles am End überhaupt einen hörbaren Unterschied macht. Aber am liebsten hätte ich keinen Dynamikverlust aber auch keine Artefakte .

Danke für eure Hilfe!
 
Ich nehme immer -0,3 dB. Ich hatte mal einiges darüber gelesen und das schien mir ein sinnvoller Wert zu sein.
Ich bin allerdings kein Mastering-Experte, der dir alles ganz genau erklären könnte. Bin auch gespannt, ob hier noch entsprechende Aussagen von anderen kommen.

Zu weiteren Details will ich mich deshalb erstmal gar nicht hinreißen lassen. ;)
 
Ob es -0,2 oder -0,3 ist, da würde ich mir keinen Kopf machen. Die Streamingdienste ändern eh gelegentlich ihre Bearbeitung und höchstens Masteringprofis behalten da den aktuellen Überblick. Und solange noch etwas Restdynamik im Song ist, sollte es den Hörern auch nicht so auffallen ob du vielleicht auch -0,5 nimmst.
 
zu 1.)
Meinen Limiterpunkt setze ich normalerweise bei -0,3bBFS. Das mache ich um noch ein kleines bisschen Luft zu haben bevor es ans Clipping geht. Theoretisch reichen vermutlich auch -0,1 aber auf die 0,2dB kommt es nun wirklich nicht an. Sicher ist sicher.

zu 2.)
Ich weiß nicht wie dein Limiter arbeitet, aber bei meinem ist der Punkt (Ich finde TP als Ausdruck hier unglücklich gewählt) als Threshold definiert. Also ja, wenn ich meinen Threshold runterziehe greife ich damit aktiv in die Dynamik des Songs ein.

Ich gehe folgendermaßen vor: Ich stelle meinen Threshold auf -0,3dBFS und ziehe den Input hoch bis ich auf etwa -14 bis -12 LUFS lande, je nachdem was ich erreichen möchte auch mal -11. Komprimierter bin ich eher selten unterwegs und grade wenn man die üblichen Anbieter bedienen möchte muss man ja gar nicht lauter machen
 
Kommt darauf an, für welches Medium Du produzierst.
Ich gehe für Streming-Master auf -2dbTP.
Mehr als -1dbTP würde ich nicht gehen!




Warum sollte man 2 dbTP Headroom lassen?​


Generell ist es ratsam, den Song mit einem Headroom von 2 dbTP zu exportieren. Grund dafür ist die Konvertierung der Streamingdienste in die verschiedenen Formate, damit die Songs auch bei „langsamen Internetverbindungen“ verzögerungsfrei abgespielt werden können.
Besonders bei der Konvertierung in den AAC Codec (Appel, Tidal, Youtube, Soundcloud) bringt der 2 dbTP Headroom einen entscheidenden Vorteil, da Codecs wie AAC oder MP3 mit niedrigen Datenraten bei der Konvertierung Pegelspitzen erzeugen, die bis zu 2 db betragen können. Dies führt zu hörbaren Verzerrungen bei der Wiedergabe. Gerade beim Mastering für Spotify ist dies enorm wichtig, da diese überwiegend mit dem AAC Codec arbeiten.
Spotify selbst empfiehlt, bei Songs, die lauter als -14 LUFS integrated sind, wegen der anschließenden Konvertierung 2 dbTP Headroom zu lassen.

Wenn ich dann aber mal andere Songs von großen Bands in meine DAW lade und mit Youlean analysiere, kommen die teilweise auf - 0,2db.
Und von welchem Medium kommen die? Kann mir nicht vorstellen, dass Du Zugang zu den originalen Mastern hast, oder?
 

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