Wissenswertes zu Versand und Verpackung von Musikinstrumenten

von Uli, 25.03.08.

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  1. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.03.08   #1
    Anders als beim Briefmarkensammler stehen beim Musiker gelegentlich alle möglichen Größen von der Blockflöte bis zum Konzertflügel zum Versand an, was hier und da zu logistischen Problemen führen kann.

    Als Orientierungshilfe für immer wieder aufkommende Versandfragen stelle ich daher nachfolgend einige der üblichen Versandmethoden vor, beispielhaft festgemacht am Bedarf des Gitarristen/Bassisten, grundsätzlich aber auch übertragbar auf die Bedürfnisse anderer Musiker.

    Der Artikel ist so gegliedert, daß

    • im ersten Teil der Versand von Kleinartikeln bis 'Päckchengröße' kurz angesprochen wird
    • im zweiten Teil der Versand im Paketformat mit unterschiedlichen Logistik-unternehmen behandelt wird und
    • im dritten Teil das sog. 'Sperrgut' beprochen wird.

    Im Folgepost gibt es dann noch ein paar Tips zur Versand-Verpackung, Material und Bezugsquellen.

    Kleinartikel - bis "Päckchengröße"

    (dieser Teil wird nur gestreift, da man eigentlich davon ausgehen kann, daß der Versand in dieser Größenordnung keine unlösbare Aufgabe darstellt). Nach meiner Auffassung ist die deutsche Post für Artikel bis Päckchengröße und Gewicht eine gute Adresse, alleine wegen der relativ hohen Zuverlässigkeit und der (trotz zahlreicher Schließungen) immer noch recht hohen Verbreitung der möglichen Abgabestellen. Für alle, die mit Post/DHL eher schlechte Erfahrungen gemacht haben, gibt es weiter unten Alternativen mit Tarif-Beispielen.

    Deutsche Post Tarife bequem einsehbar über Postsitter

    Beispiel: Kleinteile, Saiten etc.
    bis 50g, Abmessungen max. 125x235mm, 10mm dick ==> Deutsche Post Kompaktbrief (nicht versichert!)
    Deutschland=0,90€ Europa=1,00€ Welt=2,00€

    Beispiel: Kabel, Gurt etc.
    bis 500g, Abmessungen max. 250x353mm, 20mm dick ==> Deutsche Post Großbrief (nicht versichert!)
    Deutschland=1,45€

    Beispiel: Pickup etc.
    bis 1000g, Abmessungen max. 250x353mm, 50mm dick ==> Deutsche Post Maxibrief (nicht versichert!)
    Deutschland=2,20€
    Maxibrief Europa (max. L+B+H=900 mm, keine Seite über 600 mm) je nach Gewicht:
    bis 100g=2,00€, bis 500g=4,50€, bis 1000g=6,00€, bis 2000g=14,00€

    Maxibrief international (max. L+B+H=900 mm, keine Seite über 600 mm) je nach Gewicht:
    bis 100g=4,00€, bis 500g=8,00€, bis 1000g=12,00€, bis 2000g=24,00€

    Hinweis: Hat man öfter Artikel zu verschicken, die in das Maß für Großbrief bzw. Maxibrief passen, lohnt es sich evtl, sich (zB bei ebay) entsprechende Faltschachteln zu besorgen, die ungefaltet, aber vorgestanzt geliefert werden. Sie nutzen die maximal erlaubten Abmessungen bis auf den letzten Millimeter aus und es verblüfft auch den Mann am Postschalter immer wieder mal, daß diese (bei Maxibrief bis zu 1kg schweren!)
    Schachteln durch seine Meßschablone passen, mit der überprüft wird, ob die zulässigen Höchstmaße eingehalten werden.;)

    Beispiel: Effektgerät Einzeltreter
    Hier ist davon auszugehen, daß die Gesamtdicke mit Polstermaterial die 5cm Maximaldicke des Maxibriefes überschreitet.

    bis 2000g, Abmessungen 600x300x150mm ==> Deutsche Post Päckchen (nicht versichert)
    Deutschland=3,90€

    über 2kg bei der Post grundsätzlich Paket! (versichert bis 500€) Alternative: zB Hermes-Versand (siehe weiter unten)


    Artikelversand im Paketformat

    Deutschland (max. LxBxH=120x60x60):
    10kg=6,90€
    20kg=9.90€
    31kg=13,90€ (als ePaket mit Abholung=15,90€)


    Abgesehen von der Deutschen Post/DHL gibt es mittlerweile zahlreiche Unternehmen, die allerdings die Terminologie der Post (Brief,Päckchen, Paket etc) nicht übernommen haben, sondern iaR pro Tarif ein Höchstgewicht der Sendung festlegen und eine Preisstaffel dann nur noch nach den äußeren Abmessungen anbieten.

    Aufgrunddessen gilt als Faustregel, wenn das Paket klein aber schwer ist, ist es fast immer bei der Post/DHL teurer!

    Die Logistiker, die auch Privatkunden zulassen, haben sich häufig über shop-in-shop Systeme mit kleinen Abgabe/Abhol-Stationen zB in Baumärkten, Tabakläden etc eingekauft, wo der Kunde seine Ware dann einliefern kann. Alternativ wird vielfach gegen Aufpreis eine Abholung angeboten, was bei größernen Sendungen (Verstärker, Boxen etc) sehr angenehm ist, aber zwangsläufig die Anwesenheit des Versenders voraussetzt. Oft bedienen inzwischen solche 'Paket-Shops' gleich mehrere Unternehmen gleichzeitig, Adressen für den nächstgelegenen Shop gibt es im Internet beim Webauftritt des jeweiligen Anbieters.

    Hier eine Auswahl:

    Hermes-Versand (bundesweit 13.000 Paket-Shops)

    bis 25kg bei Abgabe im Paket-Shop (versichert bis 500€):
    längste+kürzeste Seite=31-50cm ==> Deutschland=4,30€ - international=14,90€
    längste+kürzeste Seite=51-80cm ==> Deutschland=6,30€ - international=19,90€
    längste+kürzeste Seite=81-120cm ==> Deutschland=9,30€ - international=29,90€

    Preisnachlass bei Ticketausdruck online, Gegen Aufpreis ist auch Abholung an der Haustür möglich.

    Bis 31,5kg bei Abholung und nationalem Versand:
    längste+kürzeste Seite=bis 50cm
    längste+kürzeste Seite=51-80cm ==> 11.90€
    längste+kürzeste Seite=81-120cm ==> 15.90€
    längste+kürzeste Seite=121-150cm ==> 25.90€
    längste+kürzeste Seite=151-310cm (3.Seite max. 50cm) ==> 30.90€

    DPD Paketshops

    Bis 31,5kg bei Abgabe im Paketshop (versichert bis 520,00€)
    längste+kürzeste Seite=bis 50cm ==> Deutschland= 4,00€
    längste+kürzeste Seite=bis 70cm ==> Deutschland= 6,50€
    längste+kürzeste Seite=bis 90cm ==> Deutschland= 9,00€
    Gurtmaß max. (2xH+2xB+1xL) =300 ==> Deutschland= 13,00€

    GLS Paketshops
    bis 40kg bei Abgabe im Paketshop (versichert bis 750,00€)
    längste+kürzeste Seite=bis 35cm ==> Deutschland= 4.10€
    längste+kürzeste Seite=bis 50cm ==> Deutschland= 5.90€
    längste+kürzeste Seite=bis 65cm ==> Deutschland= 6.90€
    längste+kürzeste Seite=bis 80cm ==> Deutschland= 9.90€
    Gurtmaß max. (2xH+2xB+1xL) =300 ==> Deutschland= 15,30€

    Ist die Sendung in den Maximalmaßen nicht unterzubringen (meist reicht zB bei Bässen die zulässige Länge von 1,20m nicht aus), gilt die Sendung als

    Sperrgut

    Auch dafür gibt es mehrere Anbieter, viele treten allerdings nur als 'Koordinator' auf. Wer also einen Bass zB über iloxx verschicken will und das dann online einfädelt, muß sich nicht wundern, wenn kein iloxx-LKW erscheint, sondern zB einer von GLS. iloxx nimmt nur die Aufträge entgegen und koordiniert, wer von seinen Vertragspartnern in der entsprechenden Gegend Kapazitäten hat, dieser erhält dann den Auftrag. Das Tarifwerk ist sehr umfangreich und wechselt auch von Zeit zu Zeit, weshalb ich hier nicht alle Verpackungsgrößen und Fälle auflisten kann, dazu bitte die entsprechenden Webseiten bemühen! Beispielhaft hier ein Inland-Tarif:

    iloxx
    national, max. 200x80x60cm, quaderförmig verpackt, z.B.:
    10kg= 8,79€
    20kg=11,80€
    30kg=12,80€
    40kg=25,00€

    Standard-Tarife bis 100kg, auch nach USA/Canada, Sondertarife zwischen deutschland-Österreich, dort Spedition bis 2000kg! Weiteres dazu bitte der Webseite entnehmen ==> http://www.iloxx.de/ (Privatkunden) da hier zu umfänglich!

    Im Internet gibt es verschiedene Portale oder Webseiten, wo die Kosten einzelner Transportunternehmen gegenübergestellt werden und man nach Eintrag der Paketgröße den günstigsten Logistiker finden kann.
    Beispiel: http://billigerverschicken.de/, wo man dann auch erfährt, daß es außer iloxx auch noch andere Unternehmen gibt, von denen man in verschiedenen Regionen vielleicht noch gar nichts gehört hat wie zB GEL-Express.

    Auch kann es sich lohnen, sich zB Angebote mehrerer Spediteure einzuholen. Dafür ist das Kurierportal eine bequeme Mäglichkeit, das so ähnlich funktioniert wie das Auktionshaus my-hammer, bei denen es übrigens auch eine Rubrik für Transporte gibt.
    In beiden Fällen stellt man dort seinen Transportwunsch ein und interessierte Spediteure geben ein Angebot ab, der Billigste gewinnt!

    Stand der zitierten Versandbedingungen und Preise ist März 2008

    Quellen:
    http://www.postsitter.de
    http://www.hermespaketshop.de/paketshopinfo.php
    http://www.gls-germany.com/de/home/index.html
    http://www.dpd.net/index.php?id=44495
    http://www.gel-express.de/
    http://www.iloxx.de
    http://www.easiershipping.com/content/usa_which_service.php
     
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  2. Uli

    Uli Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.03.08   #2
    Ein paar Anmerkungen zu Verpackung von Musikinstrumenten, hier speziell von Gitarren.

    Da ich gelegentlich als Winter-Beschäftigungstherapie Gitarren oder Bässe restauriere, die ich dann aber nicht alle behalten möchte, weil ich in dem Sinne eigentlich kein Sammler bin, komme ich öfter mal in die Verlegenheit, so etwas versenden zu müssen.

    Während man mit normalen (E)-Gitarren eigentlich noch ganz gut klarkommt, liegen Bässe sehr oft oberhalb der noch halbwegs bezahlbaren verpackungstechnischen Höchstgrenze von 120cm Länge. Für diese Fälle hier ein paar Tips:

    Hat das Instrument einen Schraubhals, grundsätzlich den Versand mit abgeschraubtem Hals bevorzugen! Auch wenn ein ausreichend großer Karton (wie ihn zB die Musikinstrumenten-Versender verwenden) zur Verfügung steht, ist oft der Versand im zerlegten Zustand zu bevorzugen, weil das Paket so deutlich weniger Angriffsfläche für Beschädigungen bietet.

    Die Logistikunternehmen sind heute alle in einem knallharten Wettbewerb und wenn sie eines nicht haben, dann ist es Zeit. Alles muß schnell gehen, da fliegt der Karton schon mal öfter von der einen LKW-Seite auf die andere, wenn ein bestimmtes Paket gesucht wird. Ich habe schon etliche Kartons mit zum Teil erheblichen Beschädigungen bekommen, es waren sogar Reklamationsfälle dabei. Sicher auch ein Grund, weshalb manche Versender inzwischen auch mehrere Kartons ineinander geschachtelt verwenden.

    Erstaunlicherweise gehört gelegentlich schon eine gewisse Überzeugungsarbeit dazu, daß der Empfänger sich auf das Abschrauben des Halses einläßt. Offenbar halten das doch viele für einen diffizilen Justage-Akt, die Gitarre hinterher wieder zusammenzusetzen. Als Ausnahme wäre der Fall zu erwähnen, wo für die Einstellung ein shim verwendet wurde, was man aber in vielen Fällen von außen vor dem Abschrauben feststellen kann und was sich auch relativiert, wenn der shim eingeklebt ist, also nicht herausfallen kann. Stimmt der Empfänger jedoch dieser Aktion zu (oder habe ich es von vorneherein so festgelegt), ist es sinnvoll, auf die entsprechende Sorgfalt beim Zusammenbau hinzuweisen. Das fängt bereits bei der Wahl des richtigen (passenden!) KreuzschlitzSchraubendrehers an, vermurkste Schrauben machen hinterher keinen guten Eindruck!

    Ist die Gitarre nicht zerlegbar (set neck, neck through etc.), wird sie zwangsläufig in ihrer Komplettform verpackt. Dazu

    • die Saiten lockern (besonders bei Bässen wichtig!) Steht das Instrument unter der Spannung des Saitenzugs, kann ein Schlag beim Transport deutlich schneller einen Halsbruch bedeuten!
    • optimal ist es immer, das Instrument in einem passenden Hardcase zu versenden. Steht ein solches zur Verfügung und ist der Empfänger mit den Zusatzkosten einverstanden, sollte man sich vorher vergewissern, ob die Gitarre unverrückbar im Case festsitzt und ggfls noch eventuelle Zwischenräume mit geknüllten Zeitungspapier o.Ä. ausstopfen. Der Transport von Zuhause zum nächsten Gig unter eigener Überwachung ist etwas anderes, als der Transport mit einem Logistiker quer durch die Republik!
    • den Korpus in eine (möglichst gepolsterte) Schutzumhüllung einwickeln. Gut bewährt hat sich dafür sog. Luftpolsterfolie, die es auf Rollen zu kaufen gibt (ebay), wenn man nicht genügend von erhaltenen Sendungen rumliegen hat. Hat man in der Nähe ein Umzugsunternehmen, geben die manchmal auch ein Stück ab, da es bei denen täglich in größeren Stückzahlen anfällt. Notfalls ein paar Euro zur Demonstration des guten Willens anbieten.
    • Die in LuPo-Folie verpackte Gitarre dann in einen geeigneten Karton (<- siehe nächster Absatz) legen und die verbleibenden Zwischenräume ausfüllen, um eine Bewegung des Instrumentes innerhalb des Kartons zu verhindern. Wer dafür keine Styroporchips oder großkalibrige LuPo-Folie hat wie sie zB die Versender verwenden, kann durchaus auch zerknülltes Zeitungsparpier verwenden, das zwar sehr gut geeignet ist, aber wegen des hohen Gewichtes von Papier etwas aus der Mode gekommen ist.

    Ein 'geeigneter' Karton ist im Idealfall sicher einer, der speziell zum Versand einer Gitarre gedacht ist. Hat man einen Musikladen am Ort, lohnt es sich sicher zu fragen, ob die einen übrig haben, den oft genug bleiben die Kartons beim Gitarrenkauf im Geschäft zurück, weil der Kunde ein Case dazukauft. Ist dort nichts zu holen, kann man notfalls eine Kartonverpackung selbst zurechtschneiden, wenn man genügend Material anderen Formates dazu zur Verfügung hat. Ich war (auch beim Umzug) hier beim örtlichen Pro-Markt erfolgreich, wo ich mir rückseitig an der Laderampe aus Fernseh- und Waschmaschinenverpackungen aussuchen konnte, was ich wollte.

    Grundsätzlich ist es zwar auch möglich, die Gitarre sehr stark gepolstert abschließend mit Packfolie zu versehen und dann dieses etwas unförmige Monster zu verschicken, allerdings sollte man dabei im Auge behalten, daß etliche Logistik-Unternehmen bei ihren Tarifen den Zusatz 'quaderförmige Verpackung' o.ä. als Bedingung anbringen, was eine davon abweichende Verpackungsform meist verteuert!

    Sinnvoll ist es sicher auch, vor dem Versand die Hinweise und Ratschläge der einzelnen Anbieter im Netz querzulesen, die oftmals recht kurz auf den Punkt gebracht sind: Beispiel

    Unter anderem findet sich in den Bedingungen mancher Versender auch ein Satz wie: "Pakete müssen einen Sturz aus 80cm Fallhöhe schadlos überstehen!" ;)
     
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  3. derMArk

    derMArk Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 31.10.08   #3
    Versand von Schlagzeugen

    Ich werde nur einmal kurz und knapp erläutern, wie man am Besten ein Schlagzeug versendet. Denn oft stellt sich die Frage:" Soll ich mein Schlagzeug wirklich verkaufen und versenden? Oder soll ich es nur für Selbstabholer anbieten?" Natürlich kann man es ohne Probleme versenden. Das ist wirklich gar kein Problem. Denn oftmals bringt es auch mehr Geld ein.

    Man braucht eigentlich nur 2 Kartons. Beim Versand inkl. Hardware und Becken natürlich mehr, bis zu 4 Kartons. Des Weiteren braucht man jede Menge tüten und Folien, bzw. Einpackpapier. Bei Beuteln reichen gelbe Säcke oder einfache Plastiktüten, die man vom Einkaufen heimbringt.

    Das wichtiges ist beim Versand des Schlagzeug es auseinander zunehmen. Das ist die einfachste und Platz sparendste Methode, wie man ein Schlagzeug versenden kann. Denn so bekommt man ein ganzes Shellset in nur 2 Kartons, vielleicht sogar nur einen Karton (je nach Größe)! Kartons bekommt man im nächst gelegenen Musikgeschäft und die sind sogar noch dankbar, weil sie die Kartons sonder entsorgen müssten.

    Die Vorgehensweise beim Auseinanderbauen und Verpacken:

    1) Felle abnehmen: Die Felle passen wunderbar ineinander. Einfach das größte Felle (meist das Bassfell) mit der Frontseite auf den Boden legen und nach und nach alle Felle ineinander legen. Immer schön der Größe nach. Somit baut man 2 Stapel. Einmal die Resofelle und einmal die Schlagfelle. Dann wickelt man jeden Stapel ein. Die Fellestapel haben nunmehr nicht viel mehr als eine Felldicke. Jedes der Stapel schön einwickeln und erstmal zur Seite stelle.

    2) Die Spannreifen: Die Spannreifen einfach mit Tesafilm oder anderem leicht lösbaren Klebeband (alternativ auch Kreppband) zusammenkleben. Die Stimmschrauben in einen Plastikbeutel legen und den Rest der Tüte einmal umwickeln und mit einem Streifen Tesa fixieren. Der Beutel mit Schrauben kommt nun in einen größeren Beutel zusammen mit den Spannreifen. Dieser wird einmal umgeschlagen oder auch mit Klebeband fixiert. Diesen Vorgang nun mit allen Spannreifen und Stimmschrauben wiederholen.

    Ich finde es wichtig, dass alle Stimmschrauben auch bei der Tom bzw. dem Spannreifen bleiben, damit der Käufer auf Anhieb die Anzahl der Schrauben und deren Zugehörigkeit erkennt. Das Klebeband dient einfach dazu, dass die Teile nicht aus der Tüte fallen und bei den Spannreifen, damit sie nicht unnötig aneinander scheuern und sich zerkratzen.

    3) Nun liegen die nackten Toms vor einem. Lediglich die Böckchen sind noch an den Toms. Das stört aber nicht weiter. Jede einzelne Tom und die Bass werden nun mit ein wenig Folien umwickelt. Anschließend werden die Toms und die Bass der Reihen nach in den Karton gestellt. Angefangen wird mit der Bass, darin kommt die größte(n) Tom(s), die mittlere(n) Tom(s), die kleinste(n) Tom(s). Wenn die Bass und die Toms liegen, dann stopft man den Karton nun mit Füllmaterial aus. Zwischen den Karton und der Bass, sowie zwischen jeder Tom und der Bass. Die Folie kann man auch weglassen, wenn man genügend Füllmaterial zwischen die Trommeln legt.

    4) Ist der Karton hoch genug, dann können die Tüten mit den Spannreifen und den Schrauben auf die Kessel gelegt werden. Ganz oben drauf kommen die Felle. Zum Schluss noch alles mit Füllmaterial voll machen, zu kleben, Adresseaufkleber drauf und auf Abholung warten oder in den Laden bringen. Wenn der Karton nicht hoch genug ist, dann können die Felle und die Spannreifen ganz normal in einem extra Karton versendet werden. Optimal eigenen sich dafür Beckenkartons.

    Hardware und sonstige Beilagen, können natürlich einfach in weitere Kartons gepackt werden. Wichtig ist einfach bloß, dass man immer genug Füllmaterial hineinlegt, damit nichts kaputt geht. Denn ihr als Käufer wollt auch, dass ihr schadenfreie Ware bekommt.

    In diesem Sinne, viel Spaß beim Auseinander oder Zusammenbauen. :)

    mfg
    derMArk

    P.S.: Hier noch 2 Bilder, wie es dann aussieht. Als Beispiel dienen hier 2 Kartons, weil noch Becken dabei waren.

    [​IMG]

    [​IMG]

    (Hab die Bilder von Lim geklaut. Tut mir Leid :o)
     
  4. Der Gepuschelte

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    Erstellt: 24.02.10   #4
    Generell gilt: wenn man etwas verpackt sollte man immer darauf achten, dass sich im Karton möglichst nichts bewegt, denn wenn es sich bewegt, dann geht es im Zweifel (Sturzhöhe 80cm) auch kaputt, oder landet auf etwas anderem im Karton....

    Gerade bei ineinander gestellten Kesseln ist das m.M. nach sehr wichtig, denn wenn eins der Böckchen mit Schwung gegen den nächst größeren Kessel fliegt kann das bereits Schäden hinterlassen.

    Bevor ich das Paket zuklebe mache ich das meistens so, dass ich den Deckel des Kartons schließe und den Karton (mehr oder weniger leicht) schüttele. Wenn sich dann noch etwas merklich bewegt stopfe ich noch entsprechend Füllmaterial nach.
     
  5. Der Gepuschelte

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    Erstellt: 07.01.14   #5
    Thema: Versand von Bässen.

    Zumindest die die Soundgear-Bässe von Ibanez sind kürzer als 1,20m, und lassen sich damit bei der Wahl/Vorbereitung des richtigen Kartons auch noch für 6,90 (5,90 online) per DHL verschicken. Ich hatte mir dazu letztens einen Karton einer Akustikgitarre von Ibanez geholt und diesen auf ca. 118cm gekürzt -> ich wollte ein bisschen Luft haben, damits kein Mecker im Laden gibt.
     
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