Wo bekommt man wirklich richtige Tabs her?

von Wando, 20.05.16.

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pedaltrain
  1. Wando

    Wando Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.16   #1
    Mit ultimate Guitar habe ich schon lange abgeschlossen. Ich weiß nicht, wie man mit lustigen Zahlen zwischen viel zu vielen Bindestrichen effektiv was lernen kann, wenn ihr wisst was ich meine. Songsterr.com ist schon besser, da hat man schonmal die Notenwerte und Takte. Aber auch da finde ich öfters mal falsche Noten. (Sagen wir mal es sind Power Chords vorgegeben, aber der Musiker spielt live oder im Studio offenbar Akkorde in einem ganz anderem Bund, sowas mein ich). Ich suche etwas, auf das man sich zu 99,9% verlassen kann. Etwas das der Musiker wirklich gespielt hat, und nicht etwas, was jemand meint mal rausgehört und ins Netz gestellt zu haben. Was ich äußerst priiima finde ist, wenn Takte und Notenwerte, und der ganze Kram wie Slides, Bendings etc. angegeben sind. Vor allem ersteres findet man viel zu wenig im Netz.

    Ich weiß das verifizierte Songbooks klasse sind (hab ich früher gerne mal benutzt) aber da findet man leider auch nicht alle Bands und Songs die einen interessieren.

    Habt ihr da irgendwelche geheimen Quellen und Tipps parat, wo obiges gegeben ist? Eventuell sind die kostenpflichtigen Varianten von Ultimate Guitar besser und bestechen nicht nur durch mehr Funktionen; weiß da jemand was? Es müssen nicht nur Internetseiten sein und ich bin auch bereit für anständiges Material monatlich mal nen Zehner zu zahlen. Ich nehme alle Vorschläge an. :D

    Grüße
     
  2. benny barony

    benny barony Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.16   #2
    Sowas findest Du mWn nur in genannten Songbooks, oder wenn der Künstler Tabs veröffentlicht. Letzteres ist möglicherweise noch seltener.

    Guitar Pro Dateien findeste auch bei UG. Tux Guitar ist Freeware, kann aber auch die GP-Dateien öffnen.
     
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  3. B.B

    B.B Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.16   #3
    Notenlesen lernen und raushören lernen, da kommt man halt leider nicht drum rum...

    Alles andere ist letztlich nicht verlässlich

    grüße b.b.
     
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  4. PeaveyUltra120

    PeaveyUltra120 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.16   #4
    Wirklich "richtige" Tabs findest du fast nirgends. Da hilft nur raushören, dem Gitarristen bei Live Videos auf die Finger schauen, raushören, ausprobieren, und wieder anhören und vergleichen.

    Geht aber mit der Zeit dann immer schneller
     
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  5. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.16   #5
    In der "guten alten Zeit" vor dem Internet gab es Tabs nur in Gitarren-Zeitschriften oder in gekauften Büchern. Es gab Tabs in der Regel nur zu bekannteren Künstlern/Bands/Songs oder eben da, wo ein Markt da war. Gefühlt waren die Tabs von recht guter Qualität, weil sie in der Regel von "Profis" kamen. Aber es gab halt auch wenige. Perfekt waren die auch damals nicht, und Fehler aus den 1990er Jahren finde ich heute noch in den diversen abgeschriebenen Tabs im Netz wieder. Aber ein guter Start waren die allemal.

    In der "alten wilden Zeit des Internets" gab es noch viel mehr Tabs in Form von GuitarPro-Dateien oder PowerTabs, die man sich auch einfach so ziehen konnte. Oder eben die eingescannten Songbooks aus der "guten alten Zeit" als PDF. Das war auch damals illegal, aber es war halt einfacher zu kriegen. Vom Feeling her (ich hab's nie ausgewertet...) war die Qualität in Summe auch nicht schlecht, aber es gab halt deutlich mehr (und deutlich einfacher zu beschaffen).

    Gerade von vielen "Klassikern" gibt es sehr sehr gute Tabs, die auch heute sicherlich noch im Internet rumfliegen - vielleicht eher auf kostenpflichtigen Portalen, keine Ahnung. Ich habe mir durchaus von einigen Songs mal die Tabs gekauft und war damit ganz zufrieden - das war aber die gezielte Suche nach 1-2 Songs und es hat eine Weile gedauert, bis ich die hatte. War aber wie gesagt gut, weil "Gesamtpaket" mit Noten/Tabs/Akkorden usw.

    Wo ein Markt ist, werden auch heute noch Bücher und "offizielle" Tabs produziert. Das ist bei den "großen Namen" so, gerade im Rockbereich, als auch bei gewissen "Spezialgebieten" wo Leute auch Geld ausgeben (mein Lieblings-Beispiel sind die Transkriptionen von Robert Johnson, die auch wirklich gut sind). Gilt auch bei moderner Videos - es gibt durchaus gute Lehrvideos, die kosten aber eben teilweise auch Geld.

    Wer also Musik abseits des "Mainstream" oder "populären Nischen" spielt, der hat's schwerer. Aber auch von der anderen Perspektive her: Wer will schon tolle Tabs machen, die dann doch eh geklaut und irgendwo hochgeladen werden? Und selbst, wenn sie gekauft werden, ist die Zielgruppe so klein, dass sich das finanziell vielleicht gar nicht lohnt. Und wenn es keine offiziellen Tabs gibt und man sie erstellt und teilt, kriegt man dann doch von der Rechtsabteilung auf die Klappe...

    Es hängt also davon ab, was man so sucht. Ich würde heutzutage mal sehen, was die Tab-Portale so hergeben, ob es auf YouTube was gibt - und dann muss man sich früher oder später mit Aufnahme bzw. Video eh hinsetzen und die Kleinigkeiten machen. Ich bin davon ab schon der Meinung, dass "raushören" nur auf Basis der Aufnahme nicht immer mit vertretbaren Aufwand machbar ist, sondern dass gute Tabs eine absolute Hilfe sind. Wo es die aber nicht gibt, muss man halt gezwungenermaßen selbst ran. Und wenn man irgendwo konkret hängt, kann man auch im Forum mal nachfragen und kriegt oft gute Tipps.
     
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  6. michum

    michum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.16   #6
    wenn du schon hörst, dass da was anders ist, kannst du auch rausfinden was genau anders ist. Und dann kannst du es auch selbst aufschreiben.

    Es ist nicht automatisch so, aber es ist nur ein weiterer Schritt nötig um dahinzukommen. Den wichtigsten Part hast du ja schon.

    Du wirst um das Selbst-Aufschreiben ohnehin nicht drumrumkommen, wie oben schon geschrieben wurde.

    geheime Quellen in einem öffentlichen Forum im Internet. Hui.

    :D

    meinst du die Tab Pro-Geschichte? Das taugt nichts. Ist nur ein Player, sozusagen eine online-guitar pro-Variante zum Abspielen der Tabs.
    Allerdings, wer noch nie guitar pro oder tux guitar ausprobiert hat, findet das vielleicht schon cool.
    Das Material der Tabs ist dasselbe.

    ---

    also die Tipps zusammengefasst

    - wenn du bisher wirklich nur ASCII-Tabs gelesen hast ("lustigen Zahlen zwischen viel zu vielen Bindestrichen"), besorg dir das Programm guitar pro.

    - versuch dann dein Glück mit den guitar pro-Tabs, da steht wenigstens alles dabei ("Takte und Notenwerte, und der ganze Kram wie Slides, Bendings etc")

    - verbesser die Tabs durch selbst raushören
     
  7. gug

    gug Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.16   #7
    Diese Tipps fand ich noch nicht:

    Ich hatte mal Glück, als ich einen Musiker anschrieb, keinen ganz Unbekannten, weil ich die Tabs nicht fand. Ich bat ihn darum, hätte auch ein pdf käuflich erworben, gab es aber nirgends. Er war aber so nett und sandte sie mir kostenlos per E- Mail.

    Einen anderen bat ich nach einem Konzert um eine Gitarrenstunde zu einem bestimmten Song, die er mir am nächsten Tag kostenlos gab. Auch da habe zuerst Bezahlung angeboten, aber er sagte, wenn mir seine Musik gefällt, zeigt er mir das einfach so.

    Klappt bestimmt nicht so oft, und ist ja auch nur für wenige Ausnahmen möglich, aber wollte ich nur mal als Ergänzung hier erwähnen, wie man an wirklich richtige Noten oder Tabs kommt.
     
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  8. Bass_Zicke

    Bass_Zicke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.16   #8
    Tach Mädels

    Gute Tabs zu bekommen ist wirklich schwer .

    Das Meißte , was veröffentlicht ist und frei zugänglich ... hat Fehler .

    Oft werden Songs so umgeschrieben , das man Sie zwar einfacher spielen kann , aber eben auch dann nicht mehr " klingen " .

    Ich benutze deshalb immer eine Mischung aus :

    Tabs , die ich finde
    You Tube Videos

    ... und vergleichen / Raushören mit dem Original .

    Schult das Ohr , aber man sollte auch in der Lage sein , die Tonarten umzuschreiben .

    :);)
     
  9. The Melvin

    The Melvin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.16   #9
    Naja, ich schaue meist auf 911tabs.com, öffne die am besten bewertete Guitar Pro Datei und spiel es nach. Meist ist das auch richtig und ich kann problemlos zum Song mitspielen... Vielleicht spiele ich allerdings auch Lieder die einfacher rauszuhören sind. Thrash Metal ist da wohl recht verlässlich.
     
  10. Zak McKracken

    Zak McKracken Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.16   #10
    Und hast du dich zu Stillschweigen ihm gegenüber verpflichten müssen, damit er nicht von solchen Anfragen überschwemmt wird ? ;)

    Vielleicht bin ich ja nicht der einzige, den sein Name interessiert...:rolleyes:
     
  11. HakuShiro

    HakuShiro Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.16   #11
    Die beste Quelle für sowas:
    Deine eigenen Ohren!

    Ja ich weiss das ist nicht die Antwort die du hören wolltest, ich wollte diese Antwort auch lange Zeit nicht wahr haben und hab drauf geschissen.

    Aber seit einiger Zeit (wirklich aktiv spiele ich erst seit juni2014, davor waren es vllt insgesamt 1-2 Jahre an seltenen Übungen) merke ich selbst dass nichts besser ist als das eigene Gehör.
    Immerhin produzierst du etwas für das Gehör der anderen, also sollte deine Ohren auf jeden Fall besser sein als die der meisten deiner Zuhörer.

    Die ersten Lieder werden ein totaler Pain-in-the-ass sein.
    Das wird dann ca so laufen:
    Du hörst einen Akkord.
    Du suchst auf 1 Saite die Grundnote des Akkordes raus.
    Du versuchst alle möglichen Varianten der gefundenen Note als Akkord (offen und/oder barree).
    Du findest gesuchten Akkord.
    Aufschreiben.
    Weiter zum nächsten Akkord.

    Die ersten Tracks werden eine gefühlte Ewigkeit dauern, doch nach den ersten sagen wir....5-7 Liedern solltest du schon ein besseres Gehör entwickeln und deine Ohren werden sich vor allem an Akkorde erinnern und du wirst aus dem Stehgreif sagen können: "das klingt nach dem akkord Am7" o.ä.

    Einen einfachen Weg gibt es nicht in der "Leidenschaft" Sparte der Musik.

    Achja, es gibt auch sog. "Slash-Akkorde" bei denen die Grundnote NICHT die tiefste Note von allen angeschlagenen ist.
    Wenn du sowas vorher noch nie gemacht hast würde ich Gitarristen die dafür bekannt sind ab und an Slash Akkorde zu nutzen meiden, sonst suchst du dich dumm und dämlich.

    Oh und viele Tracks (wenn du dich in manchen Rock/Punk/Metal Genres aufhälst) bestehen eh fast ausschließlich aus Halben oder Vollen Powerchords.
    Wenn du dich also in einem dieser Genre aufhälst, versuche diese zuerst. ^^
     
  12. Agua

    Agua Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.05.16   #12
    Hi,

    wirklich zu 100% fehlerfreie und korrekte Tabs wird man mit großer Warscheinlichkeit auch nur vom Künstler selbst bekommen. Leider sind da Song-/Tabbooks nicht immer verlässlich.
    Wenn man die Möglichkeit hat, diesen auch zu kontaktieren und danach zu fragen, sollte man das auch machen, wenns unbedingt sein muss.
    Da muss man mMn hier auch keine Namen nennen, denn wer wirklich interessiert ist, sollte auch den Mut haben, soetwas selbst in die Wege zu leiten.

    Ansonsten muss man sich wohl oder übel auf Notationen anderer Leute verlassen oder das eigene Gehör etwas besser schulen.


    LG
    A.
     
  13. Lolipoplol

    Lolipoplol Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.05.16   #13
    Für was braucht man den auch 100% richtige Tabs?
    Solange es größten Teils passt reicht das doch... Den selben Ton von dem Künstler wird man eh so gut wie niemals erreichen, da man nicht seine Finger hat und wenn in Tabs ab und zu mal was falsch ist schult das gleichzeitig das Gehör, wenn man es erkennt.
    Wenn man selber raushört bekommt man auch keine 100% richtigen Tabs aber es schult das Gehör viel besser als wenn man Tabs nutzt :)
     
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  14. saschaa

    saschaa Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.05.16   #14
    Die modernen Songbooks sind auch kein Garant für Korrektheit und kaum besser als die die auf Ultimative Guitar. Ich habe schon viel Mist gesehen mit total peinlichen Fehlern in den Songbooks. Die Songbooks werden auch von den selben Typen geschrieben die meinen, richtig rausgehört zu haben.

    Mit den alten Songbooks aus 60-80er jahre habe ich aber sehr gute Erfahrungen gemacht. Da kann man sich auf Korrektheit verlassen.
    Falls du kein Songbook zu deinem Lieblingsband findest, schau dich mal im japanischen Markt um. Es gibt japanische Songbooks, die aus rechtlichen Gründen nur in Japan vertrieben werden. Da bekommst du Tabs nicht nur zur Gitarre, sondern zur Bass und Drum gleich mit drauf. Die Korrektheit ist auch hoch:)
    Google mal nach :JAPAN BAND SCORE GUITAR TAB
     
  15. Maxi

    Maxi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.16   #15
    Was du sagst stimmt meistens, ist aber nicht immer auf die E-Gitarre anwendbar, finde ich.

    Notenlesen ist erstmal nichts anderes als tabs lesen (sofern die tabs ebenfalls die notenwerte enthalten).
    - Du hast die Information wie hoch der Ton ist, du hast die Information wie lange dieser gehalten wird und du hast die Information mit welchem Finger diese gespielt werden. (Gitarren partituren haben meist auch angaben für fingersatz etc.)
    Es ist dann lediglich ein anderes Format, und bei offizielen Notationen von modernen Stücken wirst du neben der ''traditionellen'' Notation ebenfalls die Tabulator finden - nicht zu unrecht.
    Der einzige vorteil der die Noten bieten beschränkt sich auf die Kommunikation zwichen Musikern - insbesondere mit Nicht-Gitarristen.
    Davon abgesehen ist es nur eine varriante wie man etwas schnell ablesen/verarbeiten/spielen können möchte.

    Daseinsberechtigt ist beides - erste Notationen in anderen Formaten sind mehrere Tausend Jahre alt, die Tabulaturen für verschiedene Instrumente gibt es ebenfalls schon 700 Jahre und vermutlich viel länger. Ein Beispiel:
    https://upload.wikimedia.org/wikipe...px-Kapsberger-correnti7-extract-facsimile.jpg
    Beide Systeme überdauern aufjedenfall schon mehrere Jahrhunderte in der momentanen Form - und da kann man schon sagen das es sich bewärt hat.

    Worrauf ich noch hinaus wollte was das ''raushören'' angeht. Das funktioniert bei Klassichen Stücken super - oder auch allgemein für ''klarere'' Stücke und Instrumente.
    Bei der E-Gitarre haben wir oft noch das Problem das man damit mehr machen kann als mit vielen anderen Instrumenten (auch auf der effekt ebene), und dem hörer nicht immer klar ist was da genau passiert - Tonhöhe und Tonlänge mag klar sein, aber wie kommt das ''genau so'' auf dem Instrument zustande? Kein Wunder, die modernen ''super''Gitarristen haben sich da einige Dinge ausgedacht, das geht teilweiße soweit das man nichtmal mehr erkennen kann das dort gerade die Gitarre spielt.
    Dafür muss man i.d.r. erstmal wissen was da vorsich geht - es woanders schonmal gehört haben - von alleine draufkommen oft sehr sehr schwer.
    Bestes Beispiel: Man zähle die threads hier im Forum die in etwa so aussehen: ''Was macht DER da bei minute 2?'' oder ''Wie macht man DIESEN ton?''
    Man hat also versucht herrauszuhören was da passiert - war aber nicht in der Lage es - mangels Erfahrung - zu erkennen.

    Eine exakte Notation mit anweißungen oder ein Online-Forum ist hier super praktisch - selbst offiziele Songbooks bleiben diese aber meist schuldig oder halten sich garnichtmal an das Orginal. Es gibt viele Noten/Tabs (vorallem im schon genannten Guitar-Pro format) auf z.b. seiten wie ultimate-guitar die von der Qualität und genauigkeit wesentlich besser sind als so manches Songbook. Tabs ohne jegliche Notenwerte halte ich persönlich allerdings garnichts - es fehlt eine enorm wichtige Information die man sich nicht aus den Fingern saugen kann - esseiden natürlich man kennt den Song sehr gut - es führt ausserdem dazu das die Formatierung total wirr ausfallen kann und ein abspielen ohnehin erschwert. (was ja unserem TE auch aufgefallen ist)

    Kurzum:
    Ich stimme dir aber zu - Notation sollte jeder Musiker lesen und schreiben können - ob er jetzt aber von den Noten abspielt oder dafür Tabs benutzt ist eigentlich komplett egal.
    Den Hass gegenüber tabs hab ich nie verstanden - und ist auch vollkommen unangebracht.
    Hat schon beides seine Vorzüge finde ich - und das Ohr ist super toll - täuscht aber auch gerne mal. :)

    Grüße
     
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  16. vic_rattlehead

    vic_rattlehead Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.16   #16
    Also ich kann dir nur "Tux Guitar" empfehlen. Das ist eine ursprünglich für Linux geschriebene Ultimate Guitar Pro Kopie und sie ist inzwischen auch für Windows verfügebar und nicht kostenpflichtig.
    Weiterhin enthält sie fast alle Features von Guitar Pro und kann sogar sämtliche Dateitypen die zu diesem Programm gehören öffnen.
    Daher kannst du mit diesem Programm einfach die nicht textbasierten Tabs von Ulttmate Guitar verwenden.

    Grüße in die Runde :D
     
  17. Sauerkraut1337

    Sauerkraut1337 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.16   #17
    Wie schon gesagt, Guitar Pro. Da musst du dann halt suchen... wobei die bei Ultimate Guitar verfügbaren GP Dateien eigentlich ganz gut sind. Das sogenannte "Tab Pro" von denen gibt es übrigens manchmal im Angebot, Ich habe ein unbegrenztes Abo für 10€ bekommen, wobei Ich GP lieber mag. Bei Tab Pro haben die dann halt so Kuratoren, die den besten verfügbaren GP Tab raussuchen und dann in ihren Player konvertieren. Was an Tab pro halt cool ist, man kann es ohne zusätzliches Programm im Browser benutzen, Loops setzen, und mit App auch auf dem Handy. Ich spiel dann manchmal auch das was notiert ist anders als es in den Tabs steht, und grobe Fehler hört man ja eh recht einfach raus. Wenn du tatsächlich die exakte Spielweise kopieren willst (warum auch immer?) helfen m. M. n. echt nur Videos. Notenhefte sind oft nicht vollständig und beinhalten manchmal sogar totalen Blödsinn (Bsp.: bei dem Solo von "Scream Aim Fire" ist im dazugehörigen Notenbuch ein gesweepter Part als Tapping auf einer Saite notiert?!). Tabs sind aber eh nur was für faule Säcke. Ich gehör ja auch dazu :D, hab bisher nur ein Lied mehr oder weniger vollständig rausgehört (und das auch nur weil Ich GAR KEINEN Tab gefunden hab :rolleyes:). Denk mal an all die Legenden vom Ende des letzten Jahrhunderts... die mussten sich halt alles selber erarbeiten. Randy Rhoads hatte als Kind nicht mal eine Stereoanlage...
     
  18. gug

    gug Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.16   #18

    habe deine Frage eben erst gesehen. Hast PN.
    Die genauesten Noten und einiges an Inspiration dazu bekommt man tatsächlich durch direkten persönlichen Kontakt.

    Wenn man an die Musiker nicht ran kommt, ist ein guter Lehrer, der alles heraushören kann, und es einen auch etwas lehren kann, eine ebenso gute Empfehlung
     
  19. Plektomanic

    Plektomanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.16   #19
    Gitarrentabulaturen gab es schon seit die ersten klassischen spanischen Gitarren oder Lauten (vorgänger der Gitarre) auftauchten , denn man hat sofort erkannt dass dieses system den Saiten am nächsten kommt und man mit reiner Notenschrift bei Gitarren das Problem hat , den angezeigten Ton gleich mehrmals an verschiedenen stellen des Gitarrenhalses zu finden (in der selben Oktave ).

    Wie einige andere User , hab ich auch mit dem Lernen nach Tabulaturen angefangen , als es noch kein Internet gab , ich hab die Bücher noch alle .
    Jimi Hendrix , Electric Ladyland für Bass Gitarre und Schlagzeug , mit Noten Tabulatur zu allen Originalspuren und erklärungen ist z.b das Prachtstück ..182 Seiten

    Led Zeppelin "II" von Alfred´s Classic Album Edition (Die Alfred Reihe ist mit das Beste an Rock Tabs)
    Man kommt auf jeden Fall an Gute Tabs , auch im Internet ich gehe oft auf Songsterr , auch wenn man da vorsichtig sein muss , aber man kann dadurch auch viel lernen wenn man die Musik kennt und dann weiss wo der Fehler liegt (oftmals falsche Lagenangaben oder unspielbares etc.)

    Ehrlich gesagt wird einem das Leben als Gitarrist doch ziemlich einfach gemacht heutzutage
     
  20. Blumi_guitar

    Blumi_guitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.16   #20
    mir geht es ähnlich wie dem TO, allerdings bilden die GuitarPro Files von Ultimate Guitar oft eine gute Ausgangsbasis - besser als die reinen Textversionen von Tabs. Dafür ist das Editieren dann zeitraubender, wenn man die .gp Dateien anpassen muss.

    Schaut man noch ein paar Tutorial-Videos an, hat man schnell 3 verschiedene Varianten, die man dann mit viel Fleiß zu einer brauchbaren Version konsolidieren muss.
    Insgesamt geht so häufig eine Menge Zeit drauf, bis man halbwegs korrekte Noten/Tabs hat, die ich lieber fürs Üben verwenden würde. Korrekte Noten _kaufen_ zu können wäre auch mein Traum :o
    Für gängige Rockmusik finde ich oft beim Cifra Club (direkt auf der Webseite oder bei Youtube) Tutorials, die sind halt auf portugiesisch, aber mit dynamisch durchlaufenden Tabs. Normalerweise haben die dann die Tabs auch zum Runterladen.

    Wenn man Tabs für mehrere Instrumente braucht, sind natürlich Guitar Pro oder Tab Pro Dateien trotzdem die bessere Wahl.
     
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