[Workshop]Einbau eines Sennheiser ME865 Mikrofonmoduls mit "DiY-Entkopplungs-Spinne" in meine Lowden

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[Workshop] Einbau eines Sennheiser ME865 Mikrofonmoduls mit "DiY-Entkopplungs-Spinne" in meine Lowden S22 (O22)


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Einleitung


Willkommen bei einer weiteren Ausgabe von GeiGit's Bastelstunde. :hat:
Manch aufmerksamer Leser wird jetzt sagen: Das ME 865 hat GeiGit doch schon in seine Lowden eingebaut und auch schon in einem Thread davon berichtet! Warum fängt er jetzt schon wieder damit an?
Ja, ihr habt recht, ich habe das schon gemacht und auch hier ganz begeistert davon berichtet. Ich hatte die reine Kapsel in einen Olivenholzklotz eingebaut und als "DiY-Tru-Mic" unter die Decke geklebt.
Der Klang hat mir ganz gut gefallen, aber die Körperschallübertragung war mir auf Dauer einfach zu heftig. Deshalb hatte ich eine Weile überlegt was ich denn am Einbau ändern könnte um weniger Griff-, Klopf- und sonstige Korpusgeräusche und mehr puren Akustik-Sound mit dem guten ME 865 einfangen zu können.
Ich wurde wieder inspiriert und bekam eine konkrete Idee, die ich über Wochen in meinem Kopf bewegte, verbesserte und dann schließlich umsetzte als es eine "fertigen Lösung" war, von der ich den Eindruck hatte, dass sie jetzt "ausgereift" wäre.

Also baute ich das "Klotzmikrofon" aus und begann wieder von vorne.

Vorgeschichte


Falls euch die Vorgeschichte interessiert, dürft ihr sie gerne im schon erwähnten Thread durchlesen. An dessen Ende ist auch wieder ein Link hierher, somit braucht ihr diesen Thread hier auch nicht anschließend suchen.
Viel Spaß beim Lesen:
[Workshop] Einbau einer Sennheiser ME865 Mikrofonkapsel als "Klotzmikrofon" in meine Lowden S22 (O22)


Alles auf Anfang


"Alles neu macht der Mai", oder besser gesagt, GeiGit macht im Mai den Einbau nochmal nach neuem Konzept, also lehnt euch zurück, stellt Chips und Getränke bereit und begleitet mich auf eine weitere Reise durch die Möglichkeiten der Mikrofonabnahme einer Akustik-Gitarre "aus ihrem Inneren".
:popcorn2:

Das Konzept


Um die erwähnten Griff-, Klopf- und sonstige Korpusgeräusche zu reduzieren musste die ME865-Mikrofonkapsel vom direkten Korpuskontakt entkoppelt werden. Dazu eignete sich natürlich eine Mikrofonspinne mit ihrer weichen Aufhängung des Mikrofons über die Gummi-Federung. Was hierbei allerdings nicht außer acht gelassen werden durfte, war das Eigengewicht des Mikrofons in der Spinne, da durch dessen Masseträgheit diese Dämpfung natürlich unterstützt wird.
Um allerdings ein "Mikrofon" in eine Mikrofonspinne einzulegen braucht man erstmal ein "Mikrofon". Dazu muss die Kapsel wieder in ihr ursprüngliches Modul-Gehäuse, dann kann man dieses Gehäuse sogar in eine Standard-Mikrofonspinne einklemmen.

Sennheiser ME 865

Alternative Links: klick klick klick
Das war auch mein erster Plan, allerdings machte mir da Thomann einen Strich durch das Konzept, da sich die Lieferzeit der bestellten Spinne immer weiter hinausschob.
Ich wollte dann irgendwann auch nicht mehr warten und hatte mittlerweile auch festgestellt, dass ich vielleicht nicht nur den Abstand des Mikrofons zur Decke über die Drehung der Mikrofonspinne einstellen können wollte, sondern zusätzlich noch den Winkel des Mikrofons zur Decke der Gitarre. Dazu könnte ich zwar das Mikrofon in der Klemmung der Spinne verschieben, aber ein zweites Gelenk wäre etwas einfacher im Handling - vor allem dann später im Gitarrenkorpus.
Als mir dann noch die Schwingungs-Entkopplungs-Gummis, die ich mal vor vielen Jahren zur leiseren Montage von Gehäuselüftern besorgt hatte, in die Hände fielen, sah ich plötzlich vor meinem inneren Auge einen Aluring mit meinem ME865 in der Mitte und vier dieser Gummis als Aufhängung. Und ich überlegte, ob ich dieses Gebilde nicht höhenverstellbar auf dem inneren Teil der Endpinbuchse montieren könnte.
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Vom Konzept in die Umsetzung


Ich kontrollierte, ob das ME865 denn senkrecht in den Korpus passen könnte und schaute welche Maße denn der Arm haben müsste:
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Dann bräuchte ich einen Ring mit dem passenden Durchmesser, einen Grundhalter für die Spinne, den ich über den inneren Teil der verbauten Endpinbuchse montieren könnte und zwei passende Verbindungsarme.
Das klingt so, in der reinen Beschreibung, relativ kompliziert, aber in meinem Kopf war das schon alles deutlich zu sehen und mit den Bildern werdet ihr dann meine Gedanken sicherlich auch nachvollziehen können.
Wichtig war dabei natürlich, dass ich das ganze Gebilde mit der eingesetzten Endpinbuchse und den daran angeschlossenen Kabel des K&K FanTaStick Stereo (siehe Review) durch das Schalloch meiner Lowden S22 (heute O22) einsetzen und über die Endpinbuchse montieren könnte.

Modifikation des ME865-Moduls


Das ME865-Modul von Sennheiser steckte früher in einem Funk-Handmikro der ew100-Serie bis die verwendete Frequenz leider für den Handy-Mobilfunk verkauft wurde und nicht mehr zur Verfügung stand.
Ich hatte eines der beiden Handmikrofone zu einem "normalen Handmikrofon" umgebaut (Siehe Workshop), sah aber für das zweite Mikro keine Verwendung.
Die reine Kapsel landete dann im bisherigen "Klotzmikro" in meiner Lowden und wurde nun von mir wieder in das ursprüngliche Modulgehäuse eingebaut.
Das Modulgehäuse war allerdings für die Verwendung ohne das Gehäuse des ew100-Funkmikros nicht gedacht. Ihm fehlte vor allem der Masseschirm des Handgehäuses um externen Einstreuungen abzuschirmen. Diesen Schirm ersetzte ich durch eine Innen-Beschichtung des Modul-Gehäuses mit Graphit. Hier war vorallem der elektrische Anschluß dieser Graphitschicht knifflig, aber auch da fand ich eine Lösung mit der vorhandenen internen Klemme und einem abisolierten Draht, den ich unter diese Klemme einklemmte.
Auch das Kapselgehäuse selbst schloss ich vorsichtshalber noch an Masse an.
Als zweites entfernte ich den herausstehenden Teil an der Unterseite mit dem Befestigungsgewinde um Bauhöhe zu sparen um damit einen etwas größeren Mikrofonabstand zur Gitarrendecke zu ermöglichen.
Den mechanischen Popschutz vor der Kapsel entfernte ich ebenfalls, damit der Gitarrensound möglichst ungebremmst in die Kapsel zur Membran gelangen kann.
Durch den Einbau in das Modulgehäuse stellte ich auch wieder größtenteils die "Hypernieren-Richtcharakteristk" des Mikrofons her.
Natürlich schloß ich ein abgeschirmtes kabel innerhalb des Modulgehäuses an und leitete es seitlich aus ihm hinaus.
Dazu kamen dann noch die vier Bohrungen für die Schwingungsentkopplungsgummis.
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Erstellung des Befestigungsrings der Alu-Mikrofonspinne


Den notwendigen Befestigungsring mit ca. 10mm-Breite, sägte ich nach Feierabend von einem Rest eines Alurohres in der Mechanik-Abteilung meiner Firma. Es hatte glücklicherweise genau den passenden Durchmesser.
Es bekam vier Bohrungen für die vier Gummis und zwei M4-Gewinde für die Gelenkarme.
Auch das Modulgehäuse bekam die vier Bohrungen für die vier Gummis und eine Bohrung für das Anschlußkabel.
Ich zog dann die vier Gummis durch die Bohrungen des Rings und anschließend durch die Bohrungen in den zwei Halbschalen des Modulgehäuses.
Dann klickte ich die zwei Halbschalen vorsichtig zusammen und prüfte die Spannung der Gummis. Sie wurden glaube ich jeweils um etwa 4mm gedehnt und die Spannung war genau richtig!

Erstellung der Alu-Gelenkarme


Nun brauchte ich noch die zwei Gelenkarme. Dazu verwendete ich einen Rest 10x3mm-Aluprofil. Um die Rundung sauber gebogen zu bekommen, spannte ich es zusammen mit einem Restabschnitt eines Nylon-Rundmaterials in den Schraubstock und bog damit die beiden Viertelkreise. Anschließend winkelte ich die Enden um 90° im Schraubstock ab. Die passenden Bohrungen und Gewinde ergänzen die Bügel und ich schraubte sie provisorisch an den Befestigungsring. Es sah gut aus! Der Abstand der beiden Teile würde gut zum geplanten Grundhalter, den wengen des leichteren Gewichts und der einfacheren Bearbeitung aus einem Stück Buchen-Rundholz bauen wollte.

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Erstellung des passenden Buche-Grundhalters


Nach einigen Tagen ging es dann zuhause in meiner kleinen Kellerwerkstatt weiter. Ich hatte noch ein Stück 22mm-Buche-Rundholz übrig, aus dem ich dann manuell den Grundhalter fertigte. Die notwendige Restlänge ergab sich aus dem Gitarren-Innenmaß und dem schon vorhandenen Grundhalter mit den Gelenkarmen.
Ich plante das Mikrofon senkrecht durekt unter dem Steg zu positionieren. Damit bleib unter Ausnutzung der Gelenke genügen Spielraum für verschiedenste Positionen und Winkel.
Ich sägte die gewünschte Länge vom Rundholz ab und plattete sie auf der einen Seite so ab, dass ich zwei parallele Flächen für die Befestigung der Gelenkarme bekam.
Die andere Seite war etwas kniffliger.
Schließlich sollte der Halter einfach über das innere Gehäuse der Endpinbuchse geschoben werden können und dort allein durch die Federkraft des Holzes halten.
Ich bohrte also ein entsprechend kleineres Loch zentral in Achsrichtung bis kurz vor das abgeplattete Gelenk und sägte anschließend mit meiner japanischen Feinsäge einen etwa 5mm breiten Schlitz hinein.
Als das Drüberschieben dann noch deutlich "zu stramm" war, spannte ich das Holz so in den Schraubstock, dass ich das Loch etwas zusammendrückte und bohrte nochmal nach. Dadurch erweiterte ich Schritt für Schritt das Loch, bis es genau so stram war, wie ich mir das vorgestellt hatte.
Anschließend verrundete ich die kanten und bohrte und feilte eine Rampe für die Kabel, die ja aus dem Ende der inneren Schraubkappe der Endpinbuchse herausgeleitet werden mussten, auf die ich den Halter klemmte.
Anschließend längte ich das Mikrofonkabel so ab, dass ich es sauber in eine Schleife legen konnte und somit genügend Spielraum für das "Drüberschieben" hatte.
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Einbau in die Lowden S22


Nun fädelte ich das gesammte Mikrofon mit der Endbuchse vorsichtig durch das Schalloch in meine Lowden S22 in Position und zog es mit meinem an einen Stecker angelöteten Zugdraht durch das Loch im Endklotz in die gewünschte Montageposition.
Ich schob die Unterlagscheibe und Mutter über den Zugdraht und schraubte die Eindpinbuchse handfest an.
Nun fühlte und positionierte das Mikrofon in die gewünschte Position. Das ging mit den halbfest angezogenen Gelenkschrauben sehr gut.
Also holte ich das Mikrofon wieder raus und lötete noch die beiden K&K "FanTaStick"-Untersteg-Tonabnehmer an den Stecker an. Das saubere aufrollen und befestigen der Kabel an den grgundhalter war zwar etwas knifflig, gin aber gut wenn ich das Mikrofon so auf dem Gitarrenboden ablegte, dass ich durch das Schalloch die Kabelbinder positionieren und anziehen konnte.
Anschließend schraubte ich wieder die Endpinbuchse in das Loch im Endklotz und positionierte das Mikrofon etwa 2-3mm unter der Gitarrendecke im Bereich des Steges.
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Der erste Sound- und Funktionstest


Und da war sie wieder, die erwartungsvolle Spannung, ob die getane Arbeit die erwünschte Verbesserung erbringen und entkoppelter und sauberer den Klang der Gitarre hervorbringen würde.
Gespannt schob ich mein spezielles Stereo-Kabel in die Endpinbuchse und schloß die andere Seite über den Pfantomspeiseadapter an den Mikrofoneingang des Kanal 2 meines Marshall AS50D und über die Klinke an den Kanal 1 an.
Ich drehte erstmal den Kanal 1 auf: Mein K&K FanTaStick Stereo klang gewohnt präzise und funktionierte einwandfrei. Also drehte ich den Eingang wieder zu und öffnete vorsichtig Kanal 2.
Mit leichtem Klopfen auf die Gitarrendecke merkte ich gleich wie sauber das Mikrofon dieses Geräusch übertrug.
Ich konnte den Verstärker schön laut einstellen und zupfte die ersten Töne und hörte durchaus Verbesserungen im Sound. Es mulmte weniger, brachte mehr Höhen, mehr Details und der Klang des Sennheiser ME865 schien natürlicher zu sein als mit der reinen Kapsel im "Klotzmikrofon".
Die Rückkopflungsfestigkeit war ausgesprochen gut und eine Rückkopflung der Gitarrendecke bei großer Verstärkung, ließ sich sehr gut mit dem Notch-Filter unterdrücken.
Trotzdem klang die Gitarre voll, rund, sehr fein und natürlich!
Klar hörte man das Klopfen auf den Korpus, das Streichen über die Zargen. Aber es war vom Verhältnis her deutlich leiser geworden und wummerte weniger. Ich konnte die Gitarre heftig auf dem Steg abdämpfen und es klang weiterhin gut und nicht übertrieben.
Da kam deutlich mehr "Rumsen" aus dem FanTaStick als aus dem ME865!

Das war echt schon um einiges besser und sehr vielversprechend!

Die erste Aufnahme


Nun wollte ich natürlich wissen wie der Klang tatsächlich war. Den in meinem kleinen Musik- und Arbeitszimmer, war natürlich parallel zum Verstärker noch der reine Akustikklang der (doch sehr lauten) Lowden S22 zu hören.
Also schloß ich das "Spinnenmikrofon" und den "FanTaStick an Kanal 1 und 2 meiner Cakewalk UA25-EX, schaltete für den FanTaStick "HiZ" ein und nahm ein paar Takte auf.
Anschließend hörte ich mir die Spuren einzeln an. Der FanTaStick klang "wie immer", aber das "Spinnenmikrofon" klang deutlich besser und feiner auflösend als das bisherige "Klotzmikrofon".

Hier mal eine Aufnahme mit FanTaStick-Untersteg-Piezo und "ME865-Spinnenmikro":
Der Eingang 2 meines Cakewalk UA 25-EX stand für den "FanTaStick" natürlich auf "HiZ".
Im Eingang 1 steckte das ME 865 mit Phantomspeiseadapter. Die Aufnahme lief parallel, ich werde sie hier aber auch einzeln einstellen. Sie ist komplett unbearbeitet:

Aufnahme ME 865 als "Spinnenmikrofon"



Aufnahme K&K FanTaStick Stereo



Aufnahme "Stereo" gemeinsam. 50% links das Spinnenmikro, 50% rechts der FanTaStick:




Soundanpassung im Line 6 POD HD500


Ich hatte ja schon mit dem "Klotzmikrofon" über meinen HD500 gespielt. Nun war es ein Leichtes den Sound des Mikrofon-Kanals soweit auf das neue "Spinnenmikrofon" anzupassen. der "Acoustic-Verstärker des "HD Fully Loaded Bundle" bot genügend Regelmöglichkeiten und konnte nun viel "neutraler" eingestellt werden. Ich fand die Kombination aus "FanTaStick" und "Spinnenmikrofon" weiterhin die ansprechendere, nuancenreichere Variante als "nur das Spinnenmikrofon" zu verwenden.

Beispielaufnahme über den HD500 mit meinem "Bühnensound"


Ich denke jetzt reicht es auch mit dem "puren Sound". Letzten Endes wir ja jedes Mikrofon, jeder Tonabnehmer vom Sound her angepasst und nicht "linear" betrieben.
Darum habe ich hier mal eine Aufnahme mit meinem "normalen" Bühnensound, damit ihr einen echten Eindruck bekommen könnt:

"Stille Nacht"



1.Vers: "Spinnenmikrofon" Sennheiser ME865-Modul, 2. Vers: Untersteg-Piezo "K&K FanTaStick Stereo", 3. Vers: Beides zusammen
Das gilt für beide Aufnahmedurchgänge. Bei der Begleitung ist als Effekt ein "Okto" dabei (welches diese Synthie-Streicher erzeugt), bei der Melodie stattdessen ein Hall

Fazit


Der Umbau war ein Erfolg auf ganzer Linie und ich bin Gott total dankbar, dass ich auf meine Eingebung gehört und diesen aufwendigen Umbau gemacht hatte! ich habe nun eine richtig gut klingene Kombination von Untersteg-Piezo und internem Mikrofon die beide von mir selbst am HD500, in meinem BOSS Looper RC-30 oder vom Mischer am Mischpult getrennt und ohne Rauschen, oder Verfälschungen, oder Fehleinstellungen am Preamp, gemischt werden können. Die Gitarre klingt räumlicher, natürlicher und ist trotzdem sehr rückkopplungsfest!
Ich habe mein ungewöhnlich aufgebautes DiY-Mikrofon noch einmal wirklich verbessert! Es hat jetzt einen noch natürlicheren Klang und weniger Nebengeräusche! Meine Lowden braucht weiterhin keinerlei Elektronik oder interne Verstärkung und bietet dem Mischer an der PA, oder auch mir selbst, jede Menge Möglichkeiten!
Und das mit nur minimalster Änderung des Originalzustandes!
Für das Mikro ist nur eine Endpinbuchse erforderlich. Es werden keinerlei Teile auf die schwingende Decke geklebt. Kein Abnehmer, keine Regler - sie kann weiterhin völlig frei und ungedämpft schwingen! Der Gitarrenklang bleibt unverändert!
:m_elvis: Ich bin begeistert! :juhuu:
Somit kann ich jetzt meine "Gitarre für's Leben" mit ihrem schönen Klang bei uns in der Gemeinde im Lobpreis spielen und sie klingt einfach genial!! Das freut mich total!

IMG_20200529_144115.jpg


Ich wünsche ich euch weiterhin viel Spaß hier im Musiker-Board!
Vielen Dank für Euer Interesse! Seid gesegnet und bis bald!

...wer noch mehr von mir lesen möchte, darf gerne durch meine Reviews und Workshops stöbern. :coffee:
 

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  • 20200526FanTaStick.mp3
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Schade, dass letztendlich die dritte und beste Lösung der Soundabnahme meiner Lowden S22 am wenigsten Beachtung bekommt.
Ich hatte extra 4 aufwändige Reviews und Workshops darüber geschrieben und sie relativ zeitnah hintereinander gepostet.
Erst die Gitarre selbst (klick), dann der Untersteg-Piezo (klick), dann der erste Versuch des Einbaumikros (klick) und hier letztendlich die "high-Tec-Lösung" mit DiY-Mikrofonspinne (klick).
Zusammen mit der vorab veröffentlichten Endpinbuchse (klick) und dem genialen Acousti-Lok (klick) ist das für mich wirklich eine geniale Kombination geworden.
Wäre echt schade, wenn das an vielen ungesehen vorbei gehen würde. :gruebel:
Naja.... kann man nix machen. :nix:
 
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chris_kah

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Deine tolle handwerkliche Leistung und pfiffige Konstruktion in Ehren, aber außer dir wird das wohl niemand so nachbauen.
Ich habe es auch interessiert gelesen, aber käme nicht auf die Idee so ein aufwändiges Konstrukt in irgendein Instrument von mir einzubauen.
Es ist toll, dass das für dich so gut funktioniert, aber mach einfach mal den Perspektivwechsel.

Ich empfehle das auch immer, wenn irgendein Künstler meint, er würde zu wenig beachtet.

Bei mir im Trio bewerten wir neue Stücke in erster Linie danach, wie das, was wir daraus machen, beim Publikum wohl ankommt. Manchmal ist es einfach so schnell klar, manchmal hören wir einfach die Aufnahme kritisch unter dem Gesichtspunkt "Publikum" an. Wenn das zu dürftig/unfertig/nicht gut genug ist, fliegt ein Stück schnell wieder raus, auch wenn es eigentlich ein schönes Stück ist.

Wenn es dir Spaß macht zu tüfteln und zu basteln - schön.
Wenn es dir Spaß macht, das zu dokumetieren - auch schön.
Nur bei der Erwartungshaltung auf Reaktionen solltest du einfach offen sein.

Btw. ich hab dir ein paar Kekse da gelassen.
 
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magnushori

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Gute handwerkliche Leistung. Denk daran das viele still mitlesen. Das man etwas nicht sieht heißt nicht das es nicht da ist.Denk an die Perpektivänderung von Chris_Kah. Das hilft.

Gruß Magnus
 
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Danke für die Kekse und eure Antworten!

"Beachtung" war wohl doch das falsche Wort, wie ich aus der Reflektion jetzt feststelle. :rolleyes::) Das kann man auch völlig anders verstehen als ich das gemeint hatte. Ich merkte eben, dass dieser Workshop aus der erwähnten "Reihe" am seltensten gelesen wurde. Vielleicht hätte ich das besser so schreiben sollen. :gruebel:
Egal - Was raus ist, ist raus und ich freue mich, dass du das so offen reflektiert hast @chris_kah! :great:
Vielleicht hat es auch irgendwie so laufen müssen, denn genau um so etwas ging es mir: Ich wollte eure Meinung hören und freue mich, dass nun zwei ehrliche Reaktionen gekommen sind.
Letzten Endes geht es ja nicht immer um das direkte Nachbauen von Lösungen. manchmal geht es darum vielleicht auch "verrückte" Dinge zu sehen, auf sich wirken zu lassen, seine Meinung dazu zu reflektieren, Ideen für eigene Projekte zu finden usw. Davon lebt doch das Musiker-Board.
Wahrscheinlich bin ich aus dem E-Gitarren-Bereich da etwas verwöhnt, oder schätze den Bedarf im A-Gitarren-Bereich falsch ein.
Vielleicht sind hier mehr stille Mitleser unterwegs, aber auch die hatten den Thread ja seltener gefunden.

Das mit der notwendigen Publikumsfokusierung kenne ich noch sehr gut aus meiner Anfangszeit des Musikmachens. Da hatten wir Anfangs nur eigene Songs im Programm und eine kleine "Fanbase" mochte die Lieder und war voll dabei. Wenn wir dann aber so Klassiker wie "Verdamp lang her" oder ähnliches zwischendurch coverten, merkte man, dass die anderen Zuhörer nur auf so etwas gewartet hatten um auch mitsingen und "voll dabei sein" zu können.
Ich glaube am Ende war unsere Mischung etwa 3/4 eigene Songs und 1/4 Coversongs. Aber Rockmusik mit deutschen Texten war in den Neunzigern lang nicht so "in" wie heutzutage. Darum hatten wir uns dann auch nach dem vierten Bassistenwechsel und Nachwuchs beim Drummer, aufgelöst.

Doch zurück zum Thema:
Ich habe es auch interessiert gelesen, aber käme nicht auf die Idee so ein aufwändiges Konstrukt in irgendein Instrument von mir einzubauen.

Das kann ich absolut nachvollziehen und es ist einfach aus der Entwicklung und Unzufriedenheit der anderen Lösungen entstanden - und natürlich ist es stark von meinem Forscherdrang und Tüffteln getrieben.
Als ich am Ende dieses etwas nostalgisch anmutende Konstrukt mit Holzgriff in der Hand hielt und auch auf meine Gitarre legte, kam es mir schon ziemlich "oversized" vor.
Nach dem Einbau dagegen muss man sich aber tatsächlich ziemlich verrenken und anstrengen um schräg durch das Schalloch zumindest einen Teil des Mikrofons zu sehen:

Dass das erstmal niemand ohne Not, oder schon ähnlich vorhandene Teile nachbauen würde, war mir klar und wäre definitiv ungewöhnlich. Aber so ist es doch bei vielen Lösungen, die hier im Board vorgestellt werden: Jedes Effekt-Board, -Rack, viele E-Gitarren usw. geben zwar Inspiration, werden aber selten komplett nachgebaut. Und da sind noch viel zeitintensivere und aufwändigere Dinge zu sehen, als diese Mikrofonspinne. Die Metallteile zu erstellen dauerte insgesamt etwa eine Stunde, der Holzhalter ebenfalls und die Verdrahtung genauso. Wir sprechen hier also von einem "Null Euro"-Projekt und einer Dauer von 3 Stunden. Das ist für mich ein Kleinprojekt und ich habe für das Schreiben des Reviews und die Aufnahmen insgesamt deutlich länger gebraucht. Natürlich mache ich das alles freiwillig und keiner kann hier alles lesen und kommentieren.
Trotzdem finde ich es einfach gut, wenn Einschätzungen, Nachfragen, usw. kommen und so ein Thema durch eine Diskussion beleben. :great:
 
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Hmm, bei mir schlagen zwei Herzen in der Brust: Einerseits finde ich solche Arbeiten spannend und interessant, andererseits hat das Thema "Optimierung von Instrumenten für die Bühne" für mich eine immer geringere Bedeutung: Ich denke, dass beim Publikum jenseits einer - heute meist verfügbaren - Mindestqualität kaum etwas davon ankommt (jedenfalls hinsichtlich der Stimmung beim Zuhören), andererseits gibt es ordentliche Bühneninstrumente, die ok sind, bzw. ordentliche Simpel-Lösungen, die ok sind. Mein Tacoma Thunderchief bspw. hat keinen eingebauten PU, bei der Probe und bei manchen Konzerten (wenn's schnell gehen muss, "Gartenfestivals" oder schneller Bandwechsel bei räumlich beengten Verhältnissen) verstärke ich ihn mit einem billigen Schaller-Deckentransducer, wenn wir mehr Zeit haben, dann auch gerne mit einem externen SE-Klemmmikrofon. Beschwert hat sich noch niemand über die Sounds, weder Leute aus der Musikerpolizei noch aus dem Rest des Publikums, im Gegenteil.
Bei einer E-Gitarre fände ich solche Diskussionen spannend, auch bei Studioaufnahmen oder bei der Konstruktion akustischer Instrumente kann es mir selten nerdig genug sein. Aber bei der Verstärkung akustischer Instrumente für Livekonzerte reicht mir ein "gut genug" - dafür ist Musik "Zeitkunst", soll heißen, das Erlebnis der Musik in dem Moment zählt. Und dafür reicht mir eine "Mindestqualität". Die Zeit würde ich dann lieber in "Klangexperimente" stecken (vielleicht die Verstärkung eines Glockenspiels oder ähnlicher Quatsch - dafür gibt es AFAIK keine vernünftigen handelsüblichen Plug&P(r/l)ay-Lösungen
Insofern gab es hier von mir keine "nennenswerte" Reaktion. Was nicht heißt, das ich mich nicht vielleicht mal an den Beitrag erinnern werde, wenn es mal ein anderes Problem gibt, für das die Mittel hier eine Lösung sein könnten.
 
GeiGit

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Naja, es ist ja nicht nur ein "Live-Instrument" für mich. Ich verwende es genauso für Aufnahmen im Homestudio und unsere Streaming-Gottesdienste sind ja letzten Endes ebenfalls "Live-Aufnahmen", da man sie erst nach einer Woche auf die Predigt reduziert und sie solange komplett online bleiben.
Natürlich gibt es auch andere Instrumente, andere Ansprüche und verschiedenste Herangehensweisen an so etwas und auch hier im Board gibt es durchaus verschiedenste Meinungen unter den Gitarristen und auch im Recording-Bereich "wie gut" eine Gitarre klingen, bzw. abgenommen werden sollte.

Ich selbst bin eben nicht nur Gitarrist, sondern auch Tontechniker und freue mich total an einem guten Klang der wiederholbar und "plug'n play" verfügbar ist.
Ich liebe den akustischen Klang meiner Lowden und habe sowohl die Ideen, als auch die handwerklichen Fertigkeiten diese auch real umzusetzen um zu schauen, ob der Klang dann meiner Vorstellung entspricht. Warum sollte ich das dann nicht machen?

Würde ich Glockenspiel spielen, Akkorden, Klavier, oder etwas anderes, würde ich mir dafür ebenfalls solche Lösungen überlegen und sie wahrscheinlich auch umsetzen.
Mein Cajon hat ein fest verbautes Mikrofon bekommen, meine E-Geige hat einen fest verbauten Sender bekommen, meine A-Geige hat einen Piezo-Tonabnehmer zwischen Stegfuß und Decke, später ein Außenmikrofon und mittlerweile nun ein Lanzenmikrofon und eine passende Anschlußbuchse unter die Kinnstütze bekommen und meine Lowden (und noch zwei weitere Akustik-Gitarren) haben Piezo-Untersteg-Tonabnehmer und ein Mikrofon bekommen.
Auch meine E-Gitarren haben spezielle Schaltungen und ebenfalls Piezo-Tonabnehmer, insofern zieht sich bei mir diese Leidenschaft auch konsequent durch.
Es macht mir Spaß diese Dinge zu konstruieren, umzusetzen, zu optimieren und teilweise auch hier zu dokumentieren.
Falls es euch interessiert, dürft ihr hier in meinen Berichten, Reviews und Workshops stöbern, ich werde jetzt nicht alles einzeln verlinken, sondern belasse es einfach bei diesem Sammellink: Klick

Es ist doch schön, dass man hierzu verschiedener Meinung sein kann und darf und das jeder das so handhabt wie er möchte. Ich erinnere mich da immer wieder z.B. an diese Diskussion und es war nicht die einzige, bei der die "Standardlösung" nicht allen gut genug klingt: Klick
Manchmal wird da auch richtig Aufwand reingesteckt und das sogar für jede Aufnahme: Klick
 
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Ich selbst bin eben nicht nur Gitarrist, sondern auch Tontechniker und freue mich total an einem guten Klang der wiederholbar und "plug'n play" verfügbar ist.<...> Es macht mir Spaß diese Dinge zu konstruieren, umzusetzen, zu optimieren und teilweise auch hier zu dokumentieren. Falls es euch interessiert, <...>
Wie geschrieben - interessieren tut es, ich lese es gerne und ich bin auch an einem guten, wiederholbaren Klang interessiert. Aber für meinen eigenen Anwendungsfall reicht "ziemlich gut" an der Schnittstelle zur Verstärkung. Den Aufnahmeaspekt hatte ich beim ersten Lesen eher hintenan gestellt, da würde ich persönlich eher mit einem externen Mike arbeiten, (knapp) "frühkindliche Prägung". - Ich bin auf der anderen Seite jemand, der auch schon mal 2 Stunden auf der Suche nach einer einfachen Cow Bell für knapp 20€ im Laden verbringt und alle Leute verrückt macht. Da ernte ich dann schon mal dezentes Missverständnis:)
 
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Hier mal eine der erwähnten Live-Aufnahmen aus einem unserer Streams, die auch bleiben wird:

Beispiel aus dem Streaming-Gottesdienst (der Link springt zu 34:00min im Stream)
Gerade für solche Gelegenheiten habe ich den Einbau gemacht und liebe es einen guten, rückkoplungsarmen Mikrofonsound plug'n play mit Bewegungsfreiheit zur Verfügung zu haben! :love:
 
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@GeiGit - das ist einerseits toll gemacht (gespielt, gesungen, abgenommen), und andererseits wird hier das Problem deutlich, das ich oben versucht habe, zu skizzieren: Das Publikum vor Ort wäre vermutlich auch höchst zufrieden gewesen, wenn Du eine Salatschüssel (aka Ovation, ist nicht despektierlich gemeint, habe selbst eine und mag sie, übrigens auch akustisch) oder eine billige Ibanez mit PU gespielt hättest, und bei einer normalen Abhöranlage zu Hause (also Laptop, Smartphone, ... - nicht der Stand-PC mit Klein+Hummel-Monitoren) fällt der Unterschied auch nur a/b ins Ohr. Es macht DIR Spaß, und das ist gut, und das merkt man auch. DARIN sehe ich dann den wirklichen Wert von solchen Lösungen. Wie bei der o.a. Cowbell - deren Sound törnt mich als Spieler an, und das überträgt sich ggf. auch auf das Spiel und damit auf das Publikum.
 
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Ja, es macht mir Spaß und der ist spürbar.
Dieses “Problem“ zieht sich doch auch quer durch das komplette Musiker-Board.. :D
Trotzdem erhöht es bei uns Musikern den Spaß, die Motivation und Kreativität wenn uns der Klang besser gefällt, also ergibt es einen Unterschied.
Und er wird tatsächlich auch gehört weil es besser klingt (und das liegt an beiden Faktoren).
Ich gönne mir diese Lösung sehr gerne, anderen gefällt sie, wenn auch vielleicht nur in Kombination mit meiner Freude.
Es muss nicht für alle gut und hörbar sein. Warum auch? Das war und wird nie meine Intension, oder mein Anspruch sein.

Für mich muss es passen und mir muss es gefallen :engel:

Deine Suche kann ich übrigens absolut verstehen! Cow Bells können ebenfalls gut oder schlecht klingen! (Und Und die meisten klingen eher schlecht). Also verstehe ich, wenn du hier 2 Stunden aussuchst.
Das zeugt von Leidenschaft, einem sehr wichtigen Teil der Musik! :great:
 
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Ja, es macht mir Spaß und der ist spürbar.
Dieses “Problem“ zieht sich doch auch quer durch das komplette Musiker-Board.. :D
Trotzdem erhöht es bei uns Musikern den Spaß, die Motivation und Kreativität wenn uns der Klang besser gefällt, also ergibt es einen Unterschied.
Größere Rückkopplungen gibt es natürlich im Ensemble: Ich habe bei meiner aktuellen klassischen auch das Ensemble mitentscheiden lassen - also das Instrument aus dem Laden geholt, es zur Probe mitgeschleppt, gegen das alte gespielt, dann haben wir besprochen, ob es besser für den Zweck geeignet ist, als das bisherige Hauptinstrument.
 
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Ja, die ab und zu vorkommenden Rückkopplungen waren auch letzten Endes der Grund für die Weiterentwicklung dieses Systems: klick zum internen Mikrofon.

Auch bei der Geige kam zum Piezo (klick) das externe Mikro (klick). Und wegen gelegentlichen Rückkopplung dann die Weiterentwicklung zum internen Mikro: klick
Mittlerweile verwende ich auch da eine Mischung beider Quellen für Aufnahmen und im Livestream.

Die Weiterentwicklung ist für mich logisch und auch notwendig, egal ob das andere schon so machen, oder ob es aufwändig ist. Es macht Spaß so etwas zu entwickeln, als einziger zu haben, zu verwenden, in der Praxis zu prüfen, zu verbessern und letzten Endes zu veröffentlichen.
Klar hat da nur ein geringer Kreis eine Verwendung dafür - und nur ein geringer Teil hört den Unterschied heraus. Aber ich höre es, ich mag es, ich bekomme dadurch Freude, Sicherheit, Inspiration, spiele gerne und mehr und setze es einfach gerne ein.
 
FünfTon

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Naja, es ist ja nicht nur ein "Live-Instrument" für mich. Ich verwende es genauso für Aufnahmen im Homestudio und unsere Streaming-Gottesdienste sind ja letzten Endes ebenfalls "Live-Aufnahmen", da man sie erst nach einer Woche auf die Predigt reduziert und sie solange komplett online bleiben.
Natürlich gibt es auch andere Instrumente, andere Ansprüche und verschiedenste Herangehensweisen an so etwas und auch hier im Board gibt es durchaus verschiedenste Meinungen unter den Gitarristen und auch im Recording-Bereich "wie gut" eine Gitarre klingen, bzw. abgenommen werden sollte.

Ich selbst bin eben nicht nur Gitarrist, sondern auch Tontechniker und freue mich total an einem guten Klang der wiederholbar und "plug'n play" verfügbar ist.

Mit der Problemstellung "Live+Mitschnitt" sah ich mich letztes Jahr auch konfrontiert. Mein Fishman-Zargenradio liefert über die PA einwandfreien Sound, aber der Mitschnitt am Mischpult stellt mich auch nicht zufrieden. Da hätte ich auch gern noch ein Mikro vor der Klampfe. Kann deine Motivation also vollkommen nachvollziehen.
 
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Blues-Opa

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Ich habe den Thread heute eher zufällig entdeckt, weil er auf der Hauptseite oben stand.

Ich finde solche Berichte was zwar grundsätzlich immer interessant zu lesen ... aber was soll man dazu schreiben, wenn einem nicht zufällig was dazu einfällt, man eine Verbesserungsidee hat etc. , und man selbst keinen Bezug dazu hat, und keinen Bedarf hat so etwas umzusetzen???

Dass man etwas das einen selbst begeistert gerne auch präsentiert, und natürlich auf etwas Feedback hofft, ist die eine Sache ... und dass ganz allgemein immer weniger Leute Feedback geben, sich einfach nur noch durchklicken, die andere. Das geht nicht nur dir so, das sehe ich immer wieder auch bei vielen andern interessanten Beiträgen, quer durch alle Foren ... Auch bei mir selbst ist es nahezu die Regel, wenn ich z. B. gelegentlich zu "meinem" Thema schreibe und Soundbeispiele hochlade - Feedback, oder wenigstens mal das "Gefällt"-Knöpfchen drücken ist nur noch die Ausnahme, ich hätte es genau so gut sein lassen können ...

Aber ich sage mir, es ist nun mal MEIN Thema, MIR macht es Freude, und ebenso macht es MIR Freude es wenigstens zwischendurch mal in Beiträgen zu präsentieren ... Wenn es dann wider Erwarten doch auch paar anderen gefällt, und vielleicht wirklich mal ein bisschen Austausch zustande kommt, dann freuts mich doppelt ... und wenn nicht, ist es auch ok.

Lass dich nicht unterkriegen und mach dein Ding, so wie es dir Freude macht!
 
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Saul_Hudson

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Sehr beeindruckend und der Klang des E865 gefällt mir in den Beispielen richtig gut... Ich kann diesen Optimierungswahnsinn gut verstehen. Werde selber immer als Nuancenhörer in der Band verhöhnt.... ;) Ja, auf der Bühne hört aus dem Publikum niemand den Unterschied, bzw. wird der nicht beachtet, aber am Ende des Tages spiele ich doch so ein Instrument viel mehr für meine Ohren, als für das Publikum und da soll es halt so klingen, wie man es sich vorstellt.

Wirklich klasse gebaut, leider habe ich weder das Werkzeug, noch die Fähigkeiten dazu.... 😁
 
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Lass dich nicht unterkriegen und mach dein Ding, so wie es dir Freude macht!
Das mache ich sowieso ;)
Wenn ich solche Ideen bekomme, lassen sie mich oft nicht mehr los bis ich sie ausprobiert habe!
Ja, auf der Bühne hört aus dem Publikum niemand den Unterschied, bzw. wird der nicht beachtet, aber am Ende des Tages spiele ich doch so ein Instrument viel mehr für meine Ohren, als für das Publikum und da soll es halt so klingen, wie man es sich vorstellt.
Genau so ist es. Und so nehme ich eben eher mal was auf, auch wenn ich z.B. wenig Zeit habe, da der Aufbau von Abnahmemikrofonen entfällt, der Raum akustisch nicht unbedingt optimal sein muss und ich eben wiederholbar auch bei mehreren Sessions den selben Klang zur Verfügung habe.

Live hört man den Unterschied nur im direkten Vergleich. Da "hört" ja auch das Auge mit und gleicht auch vieles aus.
Im Livestream dagegen ist der Klangvorteil sehr deutlich hörbar und hebt die Qualität und auch die Freude daran dem Stream weiterhin zu folgen.
Da ist das Publikum durch all die professionellen Aufnahmen doch durchaus kritischer - wenn auch nur unbewusst.
Das merken wir sehr deutlich, seit wir unsere Gottesdienste streamen und trotz gutem Klang im Saal einen zweiten Tontechniker für den Stream benötigen, der doch deutlich aufwändiger und kritischer abmischen muss. Ich mache diesen Mix ziemlich oft und höre da auch deutlich mehr Anmerkungen als bisher nach den Präsenz-Gottesdiensten im Saal!

@SlapBummPop
Vom Klang her gefällt mir der Shertler M AG6-Abnehmer in den beiden YouTube-Videos jetzt nicht wirklich gut (klick, klick). Natürlich ist das eine der vielen möglichen Lösungen für eine Akustikgitarre. Sie käme für mich und meine Lowden allerdings nicht in Frage.
Die Decke meiner Lowden kann und soll bei mir frei schwingen und den natürlichen Klang weiterhin ungebremst abgeben können. Das schrieb ich ja schon als Vorteil oben in meinem Fazit:
Für das Mikro ist nur eine Endpinbuchse erforderlich. Es werden keinerlei Teile auf die schwingende Decke geklebt. Kein Abnehmer, keine Regler - sie kann weiterhin völlig frei und ungedämpft schwingen! Der Gitarrenklang bleibt unverändert!

Für eine magnetische Tonabnahme mit gutem Akustikklang habe ich meine Worship-Gitarre "Paulus" (klick). Sie kommt durch die spezielle Schaltung und den zusätzlichen Piezo unterm Steg einem guten Akustik-Klang schon ziemlich nahe. Wenn ich z.B. bei einem Gebetsabend mit einem Looper arbeite und erst die Begleitung einspiele um dann die Melodie dazu instrumental zu spielen, verwende ich "Paulus" mittlerweile sogar lieber als meine Lowden, auch wenn die Lowden durch den Untersteg-Piezo und das eingebaute "Spinnenmikro" klanglich noch natürlicher und vielschichtiger verstärkt und aufgenommen werden kann.
 

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