"World Wide Band": neue Online-Plattform zum Musikmachen

melmac

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Hi zusammen,

ich möchte euch eine Plattform zum "online Musikmachen" vorstellen, die seit dem 1. Oktober 2026 aktiv ist. Ich konnte sie in der Betaphase testen und bin sehr angetan von den Möglichkeiten und der Performance. (Ich habe auch einen guten Vergleich, da ich in der Vergangenheit auf ähnlichen Plattformen aktiv war.)

Die Idee hinter World Wide Band: Musiker aus aller Welt können sich vernetzen, gemeinsame Songs entwickeln, Tracks austauschen und zusammen Musik machen, ohne im selben Proberaum zu stehen.

Gerade wenn man in seiner Region keine passenden Mitmusiker findet oder einfach mal neue Einflüsse und Ideen kennenlernen möchte, eröffnet das ganz neue Möglichkeiten. Statt nur lokal zu suchen, kann man mit Musikern aus anderen Städten oder Ländern zusammenarbeiten und Projekte starten, die sonst vielleicht nie entstanden wären. Natürlich kann man hier auch einfach nur zusammen jammen und Coversongs spielen, was dem Spaß jedoch keinen Abbruch tut.

Klar, die Zahl der Musiker ist in der jetzigen Startphase noch relativ gering, aber das kann sich ja schnell ändern.

Wichtig noch in diesem Zusammenhang: Man spielt nicht in Echtzeit miteinander, sondern nimmt die Tracks (Video und Audio) bei sich zuhause auf und lädt sie anschließend hoch. Die fertigen Collabs kann man abschließend dann auch herunterladen.

Vielleicht ist das ja auch für den einen oder anderen hier interessant.

ww-band.com
 
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Ich hätte da gerne ein paar Informationen:

- Kann man Musiker für eigene Songs finden? Oder nur Coverversionen? Auf den ersten schnellen Blick finde ich nur zweiteres.
- Kann man Tracks in der eigenen DAW aufnehmen oder geschieht das irgendwie in der App (wenn zweiteres, schwindet mein Interesse, weil die Tracks dann vermutlich nicht bei mir liegen)
- Wie ist das mit den Verwendungsrechten?
- Habe ich als Produzent Zugriff auf die Dateien, die andere meinem Projekt beigesteuert haben? Also: Kann ich wie gewohnt in meiner DAW mischen?

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre die Plattform für Projekte mit professionellem Anspruch nicht geeignet.
 
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Für mich wäre das nichts, aber die Idee finde ich durchaus interessant.

Aber als bekennender Nörgler störe ich mich am fehlenden Impressum und Cookie-Hinweis. Oder braucht man das heutzutage nicht mehr? ;)
 
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  • #4
Aber als bekennender Nörgler störe ich mich am fehlenden Impressum und Cookie-Hinweis. Oder braucht man das heutzutage nicht mehr? ;)
Vielleicht sehen die das in den USA nicht so eng 😅.

Ich hätte da gerne ein paar Informationen:

- Kann man Musiker für eigene Songs finden? Oder nur Coverversionen? Auf den ersten schnellen Blick finde ich nur zweiteres.
- Kann man Tracks in der eigenen DAW aufnehmen oder geschieht das irgendwie in der App (wenn zweiteres, schwindet mein Interesse, weil die Tracks dann vermutlich nicht bei mir liegen)
- Wie ist das mit den Verwendungsrechten?
- Habe ich als Produzent Zugriff auf die Dateien, die andere meinem Projekt beigesteuert haben? Also: Kann ich wie gewohnt in meiner DAW mischen?

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre die Plattform für Projekte mit professionellem Anspruch nicht geeignet.
Die Plattform ist sicher kein Ersatz für professionelle DAW-Aufnahmen, will es auch gar nicht sein. Der Spaß am Musikmachen steht im Vordergrund. Ich sehe es als gute Möglichkeit für Leute, die aus welchen Gründen auch immer nicht in einer "richtigen" Band spielen können oder wollen und trotzdem nicht nur für sich im stillen Kämmerlein spielen wollen.

Meine Erfahrung mit ähnlichen Plattformen zeigt, dass die Mehrzahl der Songs Covers sind, wie gesagt "just for fun". Es spricht aber nichts dagegen, auch eigenes Material zu machen oder einfach nur zu jammen.
Und ja, man kann auch in seiner DAW aufgenommenen Tracks ohne die Aufnahmefunktion der Plattform hochladen und so an Collabs teilnehmen.
Man kann die fertigen Songs herunterladen (Video und Audio (nur mp3), wobei ich mir bei den einzelnen Tracks nicht sicher bin).

Zum Copyright steht hier einiges: https://ww-band.com/legal
 
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Ich fürchte, das ist mal wieder ne gut gemeinte Idee, die nach einiger Zeit sang- und klanglos verschwindet, weil der Aufwand zu hoch und die Nachfrage/der Ertrag zu gering ist.

Ich glaube ehrlich gesagt auch, bis vielleicht auf einige Digital Natives machen die meisten Menschen Musik wegen des Zusammenspiels. Deine Plattform bietet dafür keinen wirklichen Ersatz, soweit ich erkennen kann. Wer ein Flugzeug fliegen will, wird am Flugsimulator auch nicht glücklich. 😉
 
Ich fürchte, dass man jede neue Idee per se plattmachen kann, wenn man darin einen Support für Musiker findet. Die Gründe sind mir nicht klar, eigentlich sollte man alles bejubeln, was irgendwem nützlich sein könnte.
Als damals "Icomposition" in den USA abgeschaltet wurde, hatten unglaublich viele Musiker sehr viel Lebensarbeit verloren. Alle Musik war über Nacht still. Keine Ahnung, ob es auch Recycling von gelöschter Musik aus abgeschalteten Plattformen gibt.
Konkurrenz belebt das Geschäft und alles, was unbekannte Künstler supported, ist m.E. per se positiv. Die Leute wollen Resonanz und freuen sich über Kontakte. Mir ging das jedenfalls immer so.
 
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  • #7
Deine Plattform bietet dafür keinen wirklichen Ersatz, soweit ich erkennen kann. Wer ein Flugzeug fliegen will, wird am Flugsimulator auch nicht glücklich. 😉
Das ist übrigens nicht meine Plattform, ich bin nur Benutzer seit 1. Oktober und durfte sie zuvor mit ein Dutzend anderer Leute testen.

Selbstredend ist eine Online-Plattform kein "Ersatz" für eine richtige (reale) Band oder die Erfahrung des Live-Zusammenspielens. Es bietet aber u.a. Musikern wie mir, die ausschließlich Homerecording machen und weder Zeit noch Gelegenheit für eine Band vor Ort haben, die Möglichkeit, Musik mit anderen zu machen.
 
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Es bietet aber u.a. Musikern wie mir, die ausschließlich Homerecording machen und weder Zeit noch Gelegenheit für eine Band vor Ort haben, die Möglichkeit, Musik mit anderen zu machen.
Natürlich, ich wollte auch nicht zum Ausdruck bringen, dass die Seite nicht für manchen einen Mehrwert hat. Nur schätze ich das Potenzial für diese Prognose
Klar, die Zahl der Musiker ist in der jetzigen Startphase noch relativ gering, aber das kann sich ja schnell ändern.
nicht allzu hoch ein. Und ich erinnere mich an diverse gute Portale, die sich nicht wirklich durchgesetzt haben, entweder irgendwann weg waren oder bis heute vor sich hindümpeln. Solche Sachen leben einfach von der Reichweite, und da bin ich zugegebenermaßen inzwischen sehr skeptisch.
 
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  • #9
Nur schätze ich das Potenzial für diese Prognose nicht allzu hoch ein. Und ich erinnere mich an diverse gute Portale, die sich nicht wirklich durchgesetzt haben, entweder irgendwann weg waren oder bis heute vor sich hindümpeln. Solche Sachen leben einfach von der Reichweite, und da bin ich zugegebenermaßen inzwischen sehr skeptisch.
Ja, diese Gefahr besteht leider wirklich. Wenn zu wenig zahlende Benutzer dabei sind, wird es wirtschaftlich schnell eng. Da bräuchte es einen potenten Sponsor, wie Sweerwater oder so.
 
  • #10
Weil Du Homerecording ansprichst: Ich fände so eine Plattform als Kontaktbörse, um Hobby-Mitmusiker für Song-Projekte zu finden, schon sehr reizvoll.

Für mich bleibt aber einiges undurchsichtig: Zum Beispiel: schließe ich ein Abo ab, das monatlich kündbar ist oder nicht?

Ich wäre durchaus bereit, dem Projekt eine Chance zu geben. Aber der Export von "Raw materials" ist erst für 20 EUR / Monat zu haben, ich weiß nicht, wie lange das Abo läuft und ich kann vorher nicht ausprobieren, ob ich passende Leute für mein Projekt finde. Das Risiko ist mir zu hoch.
 
  • Ersteller
  • #11
Apropos Kontaktbörse: ich war von 2015 bis 2019 auf der ähnlichen Plattform "Bandhub" und habe in der Zeit nicht nur in über 700 Collabs mitgespielt, sondern es entstanden Freundschaften (nicht nur musikalische) mit Musikern auf der ganzen Welt, die bis heute andauern (obwohl es diese Plattform nicht mehr gibt).

Es gibt die Möglichkeit, kostenlos mitzumachen, aber dann kann man sich nur bestehenden Collabs anschließen. Ansonsten kann man jederzeit, also monatlich das "Abo" kündigen bzw. ändern (laut FAQ).
 
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  • #12
Kannst Du ungefährt einschätzen, wieviele Musiker sich dort derzeit regelmäßig beteiligen und wie das musikalische Niveau angesiedelt ist?
 
  • #13
Wenn Zeit, checke ich das mal. Bin ja erprobter virtueller Kollab Musiker.
 
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  • #14
Apropos Kontaktbörse: ich war von 2015 bis 2019 auf der ähnlichen Plattform "Bandhub" und habe in der Zeit nicht nur in über 700 Collabs mitgespielt, sondern es entstanden Freundschaften (nicht nur musikalische) mit Musikern auf der ganzen Welt, die bis heute andauern (obwohl es diese Plattform nicht mehr gibt).

Es gibt die Möglichkeit, kostenlos mitzumachen, aber dann kann man sich nur bestehenden Collabs anschließen. Ansonsten kann man jederzeit, also monatlich das "Abo" kündigen bzw. ändern (laut FAQ).
Was ist der Unterschied der neuen US-Plattform zu Wikiloops.com ? Da gibt es zwar keine Coversongs, aber gerade das macht den Reiz aus für Hörer. Ist auch juristisch deutsch mit klarer Rechtslage, wem was wo und wie und warum gehört und wie lange.
700 Collabs sind fleißig👍
 
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  • #15
Wikiloops.com ? Da gibt es zwar keine Coversongs, aber gerade das macht den Reiz aus für Hörer. Ist auch juristisch deutsch mit klarer Rechtslage, wem was wo und wie und warum gehört und wie lange.
Interessant. Ist die Rechtslage einsehbar irgendwo? Oder muss ich mich da erst anmelden?
 
  • #16
Es gibt bestimmt wo alle Informationen und ein Impressum. Ich schildere dir meine Erfahrung:
1. Du lädst einen Gema-freien Song hoch. Du bist Urheber. Du bist Besitzer der Datei. Du kannst die Datei löschen.
2. Sobald ein "Studiomusiker" diese Datei - in der Lizenz - nutzt und sein Instrument dazu fügt, kannst du deine Datei nicht mehr löschen, weil das Audio ja Teil der Arbeit des anderen geworden ist.
Du bleibst aber Urheber, du trittst keine Rechte ab.
Der "Kollaborationspartner" tritt auch keine Rechte an dich ab.
3. Keiner hat Vorzugsrechte. Wenn z.B. ein Drummer in die "Band" eintritt, kann ein anderer Drummer den gleichen "Teilsong" bearbeiten. Usw. usw.
4. Du kannst auch alles alleine machen und komplette Songs als eine Art Visitenkarte zum Hören einstellen. Da könnte dann jemand z.B. Tambourin drauf spielen.
5. Was du online gestellt hast, kann man weltweit hören und downloaden mit allen Konsequenzen, über die jede KI bestimmt informieren kann.
Fazit: Alles, was du machst, darf nicht die Rechte anderer verletzen.
Natürlich hat alles im Leben immer irgendwo auch Lücken und Grauzonen. Das Hauptproblem ist, die eigene Attraktivität zu pflegen und "bandfähig" zu sein.
 
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  • #17
Wenn Zeit, checke ich das mal.
Also, habe mich schon mal auf ww-band.com angemeldet und meine Skills = Instrumente und so eingetragen.
Allzu viel ist da wohl noch nicht los, so mein Eindruck.
Beim browsen an Projekten bin ich da so auf 40 gekommen, meist bekannte Cover-Nummern. Die Präsentation der Beiträge/Musiker mit Web-Cam. Haare kämmen nicht vergessen und 'ne gute Hose anziehen.
Es funzt bei mir nicht wirklich, wenn da jetzt tausende von Musikern, ob Hobby oder auch erfahrene im Band oder Profis, wäre das mal was anderes.
Ob das eine Chance hat, glaube ich eigentlich nicht wirklich, kann mich da aber auch täuschen.
 
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  • #18
Klingt ein wenig nach 'nem halbgaren Wiki Loops. Aber dort sind kaum/keine Cover-Versionen zu finden - jedenfalls nicht in den Bereichen in denen ich aktiv war. Was ist an ww-band denn neu/anders, was ist der Unterschied?
 
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  • #19
Klingt ein wenig nach 'nem halbgaren Wiki Loops. Aber dort sind kaum/keine Cover-Versionen zu finden - jedenfalls nicht in den Bereichen in denen ich aktiv war. Was ist an ww-band denn neu/anders, was ist der Unterschied?
Ich musste erstmal schauen, was Wiki Loops überhaupt ist, hatte noch nie davon gehört.

Der Hauptunterschied ist wohl, dass WW-Band mit Video-Collabs arbeitet. D.h. in der Regel nimmt man Audio und Video gleichzeitig auf und baut so mit anderen Musikern sukzessive die Songs zusammen. Das Endergebnis ist eine Art Video-Collage. Man kann aber auch (z.B. per DAW) produzierte Tracks hochladen.

Das Problem bei einer neuen Plattform ist logischerweise, dass die Anzahl der Nutzer noch relativ gering ist. Eine ganz ähnliche Plattform ("Bandhub.com") hatte von 2014 bis 2019 existiert und hatte (soweit ich weiß) vierstellige Benutzerzahlen. Sie litt aber unter chronischen technischen Problemen, einer grundsätzlich nur mäßigen Audioqualität und am Ende auch unter finanziellen Problemen.

Mal sehen, was wird. Zumindest sind Audioqualität und Performance bei der neuen Plattform deutlich besser.
 
  • #20
WikiLoops hat eine recht große Comunity und funktioniert recht gut.
Jeder kann irgenwo reingrätschen und Alternativen einspielen. Die Files der Songs werden in Baumstruktur dargestellt, und wenn Du mitten in einem älteren Song-"Baum" etwas neues einspielst, dann entsteht dort ein neuer Zweig in der File-Struktur.
 
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