b' bzw. ais' auf der deutschen Klarinette

  • Ersteller Mozartkugel
  • Erstellt am
wie ist der alternative denn bei der boehm??
 
bei der deutschen Klar. kenne ich keinen Hilfsgriff aber es gibt Klarinetten da klingt das "Bb" einwandfrei. Das ist dann schon erstmal dem Klarinettenbaumeister geschuldet und zweitens kann man in dem Bereich selbst an der Tonbildung arbeiten.

Beim Böhmsystem gibt es einen alternativen Griff indem man nur die A-Klappe drückt (öffnet) und dazu die 3. Seitenklappe, für schnelles Spielen ist der nicht so toll und klangmäßig hängt es auch von der Klarinette ab, aufpassen muß man auch bei der Intonation.
Auch hier gibt es Klarinetten da klingt das "Bb" mit dem normalen Griff fad und flach, da hilft auch Tonbildung etwas weiter. Dass da der alternative Griff wesentlich besser klingt ist mir bisher noch nicht untergekommen.
Eher zielführend ist auch hier an der Tonbildung zu arbeiten

Bei meinen beiden etwas teureren Klar. (Festival und "RZ") klingt das "Bb" schon mal grundsätzlich gut.

Eins meiner "Ziele" war immer "ein Ton muss klingen wie der andere", über die Jahre hin kann ich sagen, keine leichte Aufgabe aber wenn man neben den techn. Übungen die Tonbildung nicht vergisst ......

Grüße

atrofent
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
hier ein Video zum Thema, auch Sie sagt... "worst note on the clarinet"

 
.."worst note on the clarinet"...

naja dies zu wissen ist ein alter hut - und erklärbar wenn wir etwas physik betreiben........


nebenbei gilt das auch für die oboe, englisch horn, quer und blocki und... es ist eben der kürzeste ton (tonsäule)

der einzigste der sich mit dem thema beschäftigt hat auf der DEUTSCHEN klarinette war m.w. Graesel und ein paar andere - womit sich die frage stellt, wer war der erste (denker).

bei boehm ist mir diesbezüglich nichts bekannt, lerne aber gerne dazu!

mal schauen was das thema von mozartkugel noch bringt (hoffentlich von mozartkugel :) )
 
Zuletzt bearbeitet:
tja, da bleibt die frage in der BEZEICHNUNG ist es ein Bb oder ein ais?

die frage ist für mich beantwortet, aber was meint ihr = ==== lernstunde.....
 
Hi Mozartkugel,

Das a' und das b' werden auf der deutschen Klarinette in Bb- und A-Stimmung "abgedeckt". Das heißt, du drückst beim a' die entsprechende Klappe und lässt zusätzlich den Ringfinger der linken sowie Zeige- Mittel- und Ringfinger der rechten Hand auf den Löchern bzw. Platte. Je nach Modell bringt das Drücken der tief-F-Klappe (rechter kleiner Finger) auch noch Verbesserung kann aber u.U. die Intonation nach unten drücken. B' gleiche Weise nur wird der Zeigefinger der rechten Hand gehoben bzw. das Loch geöffnet.
Bei anderen Stimmungen (es, alt, bassett, bass usw.) ist dies mit Vorsicht zu genießen. Je nach Hersteller werden die Töne viel zu tief oder klingen matt.
Vg Leo
 
Das a' und das b' werden auf der deutschen Klarinette in Bb- und A-Stimmung "abgedeckt". Das heißt, du drückst beim a' die entsprechende Klappe und lässt zusätzlich den Ringfinger der linken sowie Zeige- Mittel- und Ringfinger der rechten Hand auf den Löchern bzw. Platte. Je nach Modell bringt das Drücken der tief-F-Klappe (rechter kleiner Finger) auch noch Verbesserung kann aber u.U. die Intonation nach unten drücken. B' gleiche Weise nur wird der Zeigefinger der rechten Hand gehoben bzw. das Loch geöffnet.
Hallo Leo

Ehrlich gesagt verstehe ich deinen Rat nicht so richtig. Ist dieser nur gemeint, wenn das a' und das b' nicht gut klingen? Ich spiele eine Yamaha YCL 458 VDHM und auf meiner Klarinette klingt das a' wenn ich nur den Zeigefinger der linken Hand benutze nach meinem Gefühl gut und es ist auch sauber. Das ais ist manchmal etwas zu tief, aber nicht wirklich schlecht. Ich habe schon gelesen, dass diese Töne machmal problematisch sind, aber bisher habe ich das auf meiner Klarinette nicht wirklich so empfunden. Die Finger der rechten Hand lasse ich zwar manchmal liegen, aber nur wenn das praktisch, weil ich wieder ins mittlere Register wechseln muss und nicht um den Klang zu verbessern.

LG von Michael
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
hier ein Video zum Thema, auch Sie sagt... "worst note on the clarinet"


Ich habe mir gerade das Video angeschaut. Sehr interessant! Obwohl die Lehrerin anscheinend eine Böhmklarinette hat, hat meine deutsche Klarinette auch die vier Seitenklappen. Und das b' klingt nach meinem Gefühl wirklich besser, wenn ich die zweite Seitenklappe von oben drucke. Es ist auch etwas sauberer. Interessanterweise habe ich mich vor kurzem gefragt, wozu diese Klappe überhaupt dient. Bei den Grifftabellen, die ich bisher benütze, wird sie nämlich nie verwendet.

Wenn ich es richtig verstanden gibt es tatäschlich einen Alternativgriff für b', weil die Lage so ungünstig ist, wird sie normalerweise nicht verwendet.
 
Zuletzt bearbeitet:
die Dame hat eine Klarinette mit Böhmsystem.

was es aus meiner Sicht zu den beiden Tönen "a" und "ais" zu sagen gibt habe ich weiter oben schon geschrieben.

Grüße

atrofent
 
Es ist typisch für die sog. "kurzen Töne" auf der Klarinette, dass sie weniger voll tönend und schnell etwas matt und stumpf klingen, im übrigen unabhängig vom verwendeten Griffsystem. "Kurz" deutet auf den Umstand hin, dass bei diesen Tönen die Luftsäule nur kurz ist. Üblicherweise werden dazu die Töne G1-Bb1 gezählt. Verschärft wird die klangliche Schwäche bei der Klarinette durch die Tatsache, dass bei diesen Tönen die Mensur (das Verhältnis Länge der Luftsäule zu ihrem Durchmesser) erheblich zu weit ist, da die Klarinette ja eine zylindrische Bohrung hat. Bei Oboe, Fagott und Saxophon ist die klangliche Verschlechterung aufgrund ihrer konischen Bohrung / ihres konischen Korpus etwas weniger ausgeprägt, da die Mensur konstanter bleibt. Zum Vergleich: Bei Pfeifenorgeln, wo jeder Ton seine eigene Pfeife hat, kann man die Mensur über den ganzen Tonumfang optimal halten.

Schon Carl Baermann hat sich mit diesem Mangel in seiner Schule beschäftigt und versucht, durch das sog. "Abdecken" Abhilfe zu schaffen. Das ist jedem halbwegs fortgeschrittenen Klarinettisten vertraut und gemeint ist das Liegen-lassen der Finger der rechten Hand bei den Tönen G1-Bb1.
Nun muss man aber zwischen den Abdecken als grifftechnische Erleichterung beim Register-Wechsel und dem Abdecken zur Klangverbesserung unterscheiden. Bei schnellen Passagen bzw. Tonwechseln/Tremoli wie z.B. A1-C2 bleiben stets alle Finger der rechten Hand unten einschließlich 5. Finger (C2-Klappe) [respektive auch 5. Finger links beim Wechsel zum H1 / nur 2.,3. und 4. Finger beim Wechsel zum D2 usw.].
Dasselbe Liegen-lassen bringt aber für die Klangverbesserung z.B. eines länger gehaltenen A1 meistens noch nicht das gewünschte Ergebnis.

In diesem Fall wird etwas anders abgedeckt und man spricht dann besser von "Resonanz-Griffen".
Für A1 und Bb1 decke ich wie folgt ab (deutsches Griffsystem): 4. Finger links + 2. Finger rechts auf ihren Tonlöchern und dazu schließt der 5. Finger rechts die C2-Klappe. Der klangliche Unterschied ist nicht bombastisch, aber man verleiht den Tönen doch spür- und hörbar mehr Glanz.
Da diese Kombination auf meiner Wurlitzer Konzertklarinette und meinem "Unterrichts-Arbeitstier", einer Yamaha YCL-22 gleichermaßen hilft und auch auf allen anderen Klarinetten bei denen ich das so probiert habe, nehme ich an, dass sie vielfach übertragbar und anwendbar ist.

Für technisch schnelle Passagen bleibt es beim vollständigen Abdecken, aber da fällt ein leicht matterer Klang sowieso nicht auf.
Ohnehin ist meiner Erfahrung nach bei allen wirklich guten, "modernen" Klarinetten die klangliche Einschränkung nicht wirklich gravierend, wenn nicht sogar minimal - ein gutes Mundstück, gutes Blatt und die üblichen Klangstudien natürlich vorausgesetzt. So lässt sich (bzw. sollte sich lassen) auch dieses Register in der gleichen klanglichen Güte und Schönheit spielen wie die anderen Register auch.

Die weiter oben erwähnten Seitenklappen sind eigentlich Triller-Klappen, um etwa Gis1-Ais1, A1-H1, Bb1-C2 trillern zu können. Ein alternatives Bb1 wäre zwar mit der Trillerklappe auch möglich, würde aber nur in Ausnahmefällen grifftechnisch sinnvoll (oder gar besser) sein, ansonsten aber grifftechnisch umständlicher und dazu noch schlechter in der Intonation.
 
Hallo,
Meine Abdeckempfehlung oben ist genau wie oben beschrieben immer anzuwenden. Auch wenn die Töne schon pasabel klingen, tragen diese dann noch besser und bekommen mehr Kern. Während meines Studiums waren sechs verschiedene Dozenten teilweise Professoren, allesamt von namhaften Orchestern an der Hochschule tätig und dieses Abdecken wird von allen so gelehrt. Ich schließe mich LoboMix an, bzgl. der schnellen Wechsel ins mittlere Register. Wenn natürlich die Töne eh schon super klingen, dann einfach meinen Tipp ignorieren und so weiter machen wie bisher. Ausnahmen bestätigen die Regel ;-)
@LoboMix hast du meine Griffvariante mal probiert? Wir hatten auch viele Wurlitzer-Spieler und das Abdecken war immer gleich. Bei meiner jetzigen Wurlitzer mach ich das auch so. Ich probiere morgen Deine Variante auch mal aus...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ach ja, hab ich vergessen: Bei Klarinetten wie Schwenk und Seggelke, Leitner und Kraus und andere Hersteller, welche zusätzliche Heber oder Resonanzklappen oder -löcher einbauen wird sich das Abdecken erübrigen. Mit diesen zusätzlichen Features soll das ja genau das Spiel erleichtern und den gleichen Effekt bringen. Zu LoboMix's Ausführung möchte ich noch anmerken, dass dieser Effekt durch die Überblashülse zusätzlich verstärkt wird. Deshalb kann er mit einem zusätzlichem Loch (siehe z.B. Schw. Und Seggel.) oder mit zusätzlichen Heber ( siehe z.B. Leitn. Und Kraus) abgeschwächt bzw. aufgehoben werden.
@michaeldewerd wenn das b' zu tief ist, kann auch die Hülse verdreckt sein. Man glaubt nicht, was z.B. so manche Flusen von Wischern anrichten können. Klappe abbauen und mit nem Pfeifenputzer reinigen...
 
Meine Abdeckempfehlung oben ist genau wie oben beschrieben immer anzuwenden. Auch wenn die Töne schon pasabel klingen, tragen diese dann noch besser und bekommen mehr Kern.
Das von Dir beschriebene Abdecken, wo auch der 4. Finger der linken Hand sein Tonloch abdeckt, nutze ich natürlich auch. Da aber genau das Schließen dieses Tonlochs am Oberstück den Ton bei mir deutlich in der Intonation zu tief macht, nutze ich diesen Finger zusätzlich nur dann, wenn ich mal außerordentlich hoch stimmen muss (z.B. 444/445 Hz) und dann die notwendige sehr kurze Birne mir die kurzen Töne viel zu hoch macht. Dann hilft mir insbesondere dieser Finger zusammen mit dem vollständigen Abdecken der rechten Hand, wieder sauberer zu intonieren.

Ach ja, hab ich vergessen: Bei Klarinetten wie Schwenk und Seggelke, Leitner und Kraus und andere Hersteller, welche zusätzliche Heber oder Resonanzklappen oder -löcher einbauen wird sich das Abdecken erübrigen.
So sollte es jedenfalls sein, allerdings hatte ich (leider) noch kein Instrument dieser Hersteller in den Händen.
Zu Zeiten meines Musikstudiums in den 80-er Jahren machte Hammerschmidt mit Klarinetten von sich reden, die ebenfalls eine Wechselmechanik am Oberstück hatten mit einer Bb- und einer speziellen Überblasklappe die automatisch wechselten, je nachdem, ob man ein Bb! spielte (also mit der A-Klappe zusammen) oder überblies (vergleichbar der Mechanik an den Bassklarinetten).
Diese Mechanik sollte insbesondere das Bb1 klanglich und von der Intonation her verbessern. Da die Hammerschmidt-Klarinetten aber leider nicht wirklich gut waren und auch gerade diese spezielle Mechanik sehr störanfällig war (ich hatte mal so ein Instrument als Leihinstrument), konnten sich diese Modelle nie durchsetzen und Hammerschmidt hat diese Zusatzmechanik später auch selber nicht mehr gebaut.
Den damals praktisch allein maßgebenden Herbert Wurlitzer-Klarinetten konnten diese Instrumente jedenfalls nicht annähernd das Wasser reichen.

Schwenk & Seggelke, Leitner & Kraus und vergleichbare sind allerdings qualitativ ein ganz anderes und auf jeden Fall absolut professionelles Niveau.
 
...Zu Zeiten meines Musikstudiums in den 80-er Jahren machte Hammerschmidt mit Klarinetten von sich reden, die ebenfalls eine Wechselmechanik am Oberstück hatten mit einer Bb- und einer speziellen Überblasklappe die automatisch wechselten, je nachdem, ob man ein Bb! spielte (also mit der A-Klappe zusammen) oder überblies (vergleichbar der Mechanik an den Bassklarinetten).
Diese Mechanik sollte insbesondere das Bb1 klanglich und von der Intonation her verbessern....

geht alles auf Kolbe, bzw Schmitt zurück und das war ca 1910. Graessel hatte sich hier auch versucht (erfolgreich)
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben