Barre-Akkorde lernen?

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LW97
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Hallo, inzwischen habe ich immensen Fortschritt mit meiner Klassikgitarre gemacht, und beherrsche die Akkorde und wechselt richtig gut. Nur an den Barre-Akkorden scheitert es noch? Wie sollte ich die greifen? Habe für Cm immerhin Alternativen gefunden:

View: https://www.youtube.com/watch?v=xRtvS5d7cZA
(ich verwende letztere Variante)
 
moin, mit den 'alternativen' hinderst du dich nur daran, barré akkorde zu lernen - und da führt kein weg dran vorbei. suche dir jemanden, der dir dabei hilft und deine hand- und fingerhaltung korrigiert.
gruß, horst
 
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Barre Akkorde brauchen auch einfach bisschen Zeit. Ist nicht so, dass man weiss wie und dann geht es.....lass paar Monate ( bei mir waren es Jahre) vergehen und dann kommt das schon mit ständiger Übung. In 4 Wochen lernt man das wohl nicht so richtig....lasse dir Zeit. Gruss Horst (schon der zweite :) )
 
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Es gibt für jeden Akkord immer unterschiedliche Greifweisen/Möglichkeiten, je nach Lage auf dem Griffbrett.
Wie ich einen Akkord greife, hängt sehr oft davon ab, von welchem Akkord ich komme und zu welchem ich als nächstes wechsle. Hier gilt, möglichst wenige Finger zu versetzen und keine weiten Wege zurückzulegen.

Als Anfänger rate ich - wie auch oben schon geschrieben - die jeweilige Grundform eines jeden Akkord zu lernen und das eben ausgiebig zu üben - daran führt kein Weg vorbei, wenn du sicher auf dem Griffbrett sein willst.

Ohne Barre-Akkorde wirst du auf Dauer nicht auskommen ...
 
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Ohne Barre-Akkorde wirst du auf Dauer nicht auskommen
Doch ... ganz schnell immer einen Capo hin- und herschieben:engel::evil:

Spaß beiseite, gleicher Rat wie von den anderen: lerne die verschiedenen Barre-Formen, dann kannst du alles spielen.

Eventuell wäre noch ein Blick auf das Setup sinnvoll. Wenn der Saitenabstand zu hoch ist, wird es sehr schwer zu greifen. Häufig sind die Sattelkerben zu hoch. Dann ist das Spiel in den unteren1-3 Bünden schwer. Oder Steg zu hoch, dann wird es zu höheren Lagen anstrengend. (Oder beides zu hoch)
Es sollte auf jedne Fall jemand drauf schauen, ob die Saitenlage stimmt.

Weitere Möglichkeit: es gibt auch Nylon-Gitarren mit schmalerem Griffbrett. Das ist aber eine individuelle Entscheidung - und wenn man ausschließlich Klassik spielt, eventuell notwendig, dass man das breite Griffbrett hat.
Ich habe mit klassischer Gitarre angefangen , habe aber inzwischen meine 2 Nylon Akustik mit schmalerem Griffbrett. Auf denen kann ich durchaus auch klassische Stücke spielen. Treiber war bei mir, dass ich wechsle zwischen verschieden Gitarrentypen (auch mitten in Auftritten von Stück zu Stück) und mit dem schmaleren Griffbrett ist der Unterschied nicht mehr so krass.

Und sonst gibt es durchaus auch Akkorde, die Barree vermeiden. Beim Jazz, und vor allem beim Gipsy Jazz gibt es überwiegend Akkorde, die ohne Barree arbeiten, allerdings werden da nicht alle Saiten angeschlagen sondern diejenigen, die nicht klingen sollen, mit den Fingern der Greifhand elegant gedämpft. Muss man aber auch üben und können. Wenn ich beim Jazz den ganzen Abend Barree spielen müsste (weil Bläser mit Bb und Eb Instrumenten dabei sind), hätte ich nach einer halben Stunde einen Krampf.
Gerade beim Jazz wird gerne minimalistisch gegriffen, häufig sogar der Grundton weggelassen, weil den der Bass ohnehin spielt.
Beispiel Das hier ab ca. 2:30
Oder das hier ab ab 0:50
Oder der ganze Semon hier mit Beispielen wo der Akkord im Kontext auf 2 Töner reduziert wird (hinten im Video).
 
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weil man gerade am anfang leicht in versuchung kommt den vermeintlich einfacheren weg zu gehen.
alle griffe haben ihre berchtigung, three- und four finger chords genauso wie barré.
und du sprachst von einer alternative weil du probleme hast barré zu greifen, und das sind sie nicht.
 
Das kann man so nicht pauschalisieren. Üben beinhaltet kompromisse.
 
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Moin, bei mir wars umgekehrt
Brauchst nur 4 Akkorde zu lernen dann kannste alle auch giss un ciss in Dur und in Moll
Brauchst nicht umgreifen einfach den Hals entlang drauf lospunken

Zum üben erstmal Teilanschlag oben 3 oder unten 3 Saiten spater dann abwechselnd
wir greifen E Dur Zeigefinger 5 ,Bund dangdam dangdam dann 3 ,Bund dangdam dangdam un 5 un 3,,,,,
Mistone ignorieren weiterspielen grooven
Anschlagtechniken ausprobieren grooven
Das klingt irgendwann gaanz sauber

Dann darf obendrein der Zeigefinger wieder gehoben und Leerseite mitklingen
Für spezielle Grooves
Das andere kam mit beatels komplett lernbuch
Hab dann natürlich auch die barregriffe erweitert, Weils auch anders klingt
 
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Tipps die mir beim Barre geholfen haben:

Etwas mehr mit der festeren Außenseite des Zeigefingers greifen, statt nur mit der weicheren Vorderseite, also den Finger etwas "seitlich ans Griffbrett anschmiegen". Den Zeigefinger leicht krümmen statt Schnurgerade gestreckt. und mit der Position/Höhe des Zeigefingers experimentieren - am Besten mit A-Typ Barres, denn da ist es nicht schlecht, wenn man sich eine Position angewöhnt, wo man mit der Fingerkuppe noch die tiefe E-Saite berührt und somit dämpft.

Edit: Oh, sehe jetzt erst - es geht um Klassik-gitarre - Da habe ich keine Ahnung von :rolleyes:
 
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Hi,
Barregriffe sind ein absolut wichtiges Thema da sie die Möglichkeiten auf der Gitarre enorm erweitern.
Deshalb lohnt es sich diese zu lernen und zu üben. Und an besten lernt man diese im Zusammenhang mit Songs.
Natürlich gibt es noch andere Griffmuster, man denke nur an die Gypsy-Spieltechnik. Aber diese Griffe werden nie so klingen wie ein sauberer F-shape Barregriff.
 
es geht um Klassik-gitarre - Da habe ich keine Ahnung von

Die Ärzte covern fällt jetzt weniger in den Klassikbereich. Mit "Klassik-Gitarre" ist wohl nur die Bauform des Instrumentes gemeint.


Das kann man so nicht pauschalisieren. Üben beinhaltet kompromisse.

Dein Anliegen war doch "wie soll ich die greifen?" und nicht "wie vermeide ich Barrégriffe?". Denn dafür hast du ja bereits Lösungen gefunden.

Was spricht überhaupt dafür, Barrégriffe zu lernen?

Gerade für Anfänger bieten einfache Barréakkorde einen enormen Vorteil: Man muss nur sehr wenige Fingerpositionen lernen, um alle Dur- und Mollakkorde in jeder beliebigen Tonart spielen zu können. Barrégriffe sind zwar nicht immer die eleganteste Variante, aber man kann bei Jamsessions oder beim Songwriting immer wieder schnell darauf zurückgreifen. Man muss sich nur noch merken, im welchem Bund sich welche Tonart befindet.

Ein weitere Grund pro Barré sind abgedämpfte Akkorde (ich nenne sie mal spaßeshalber "Dead Chords"). Bei einem offenen Akkord klingen die offenen Saiten gern etwas nach, was besonders bei sehr rhythmischer Spielweise (zB Reggae, Funk) nicht immer gewollt ist. Einen Barrégriff kann man jederzeit exakt beenden, in dem man einfach die Finger locker auf dem Brett liegen lässt.

Wie sollte ich die greifen?

Das Greifen von Dur/Moll-Barrégriffen ist eigentlich rein technisch recht simpel: Der Zeigefinger ersetzt sozusagen den Kapodaster, die übrigen Finger greifen genau das, was du bei offenen Akkorden auch spielst – nur eben um einen Finger versetzt: Mittelfinger ersetzt Zeigefinger, Ringfinger ersetzt Mittelfinger, kleiner Finger ersetzt Ringfinger.

Dass es am Anfang schwierig ist, ist hauptsächlich eine Frage der Kraft: Du musst mit dem Daumen recht viel Gegendruck erzeugen, damit der Zeigefinger so fest auf dem Griffbrett aufliegt, dass nichts mehr schnarrt und alle Töne sauber klingen. Wie bei jedem Training verbessert sich das mit der Zeit ganz von selbst.

...
 
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Bei mir ist es so daß ich mir mit manchen Gitarren sehr schwer tue Barree zu spielen mit anderen gehts auch bei gleicher Saitenlage wieder leichter.
Das liegt an auch der Form meines Zeigefingers der nicht bei allen Gitarre alle 6 Saiten zum Schwingen bringen will.
Daher mein Tip (und ich spiele überwiegend klassisch mit Konzertgitarre) zuerst nur mit dem Zeigefinger alle Bünde
Barreeartig durchspielen und schauen obs mit der Gitarre klappt. Wenn der Zeigefinger alle Saiten sauber klingen läßt
kann man dann ganz gut Barreeakkorde spielen. Und obwohl ich ziemlich lange Finger habe bevorzuge ich auch
Nylongitarren mit Sattelbreiten < 52mm.
 
Und wenn man einen Song mit einem solchen Akkord spielen möchte?
Falscher Ansatz. Lern es richtig und übe.
Die Antwort darauf hattest Du von mir schon erhalten. Es versteht sich von selbst, dass man nicht "auf Halde" lernt - ich ging davon aus, dass Du einen konkreten Song im Auge hast.


Bei mir ist es das Lied vom Scheitern von den Ärzten, und da verwende ich die Alternative. Bringt keinen um ;)
Du triffst also das erste Mal auf ein Hindernis und willst von uns eine Abkürzung zum Ziel genannt bekommen. Was an Ratschlägen kommt, wird mit fadenscheinigen Ausflüchten von Dir abgebügelt. Da bin ich raus. Meine Erfahrung nach gilt "wie Du eine Sache machst, machst Du alle Sachen". Viel Spaß mit Abkürzungen, die meist "keinen umbringen" aber niemals jemanden weiterbringen :hat: .
 
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Der erste Barré-Akkord, auf den man als Anfänger trifft und oftmals daran verzweifelt, dürfte F-Dur am 1. Bund sein. Ich habe es gehasst!
Häufig sind die Sattelkerben zu hoch. Dann ist das Spiel in den unteren1-3 Bünden schwer.
Da hat @chris_kah völlig Recht: wenn die Sattelkerben zu hoch sind, und das sind sie in den meisten Fällen, tut man sich ausgerechnet bei diesem Akkord extrem schwer.
Das würde ich mir vom Gitarrenlehrer mal ansehen und ggf. von einem Techniker nachfeilen lassen.

Ansonsten gebe ich den Vorschreibern Recht: Da muss man durch!
Üben, üben, üben! :opa:

LG, Anderl
 
Da hat @chris_kah völlig Recht: wenn die Sattelkerben zu hoch sind, und das sind sie in den meisten Fällen, tut man sich ausgerechnet bei diesem Akkord extrem schwer.
Oder, zumindest zu bekömmlichen Üben einen Kapodaster in den 1. Bund klemmen. Dann ist die Saitenlage erstmal angenehmer. ;) Mit der Zeit entwickelt der Zeigefinger ja mehr Kraft und Gefühl, dann geht's ja ohne Kapo.
 
Du triffst also das erste Mal auf ein Hindernis und willst von uns eine Abkürzung zum Ziel genannt bekommen.
Wie gesagt, diese "Abkürzung" ist nur vorübergehend. Wir sind als Kinder auch mit Stützrädern gefahren, bevor wir ohne fahren konnten.
 
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...dennoch halte ich es auch für gut, wenn du Alternativen kennst. Das hilft dir, deinen Spielfluss zu organisieren und irgendwann wirst du auch hören können, dass ein Cm Akkord, unterschiedlich gegriffen auch anders klingt. Auch damit wird man irgendwann arbeiten. Nur Mut!
 

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