Wie wichtig ist der Sound im Metal?

  • Ersteller pilot-of-faith
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sagt mal leute, aber eine Telecaster ist doch eigentlich DIE perfekte old school black metal gitarre. hoch, spitz und dünn...

Den Witz kapiere ich nicht, Black Metal ist doch sowas wie Venom, oder? Wie passt denn da die Telecaster rein?
 
frage ist wirklich schwachsinn, weil geiler sound kommt vom equipment, erfahrung und gitarrero ... Gib Kerry King eine billig gitarre für 50 euronen und ein amp der voll beschissen is und er zaubert dir trotzdem gute sounds raus (Ich weiss, is übertrieben, aber nur durch solche krassen sachen kann man manche leute überzeugen ... und ich mag es zu übertreiben ^^).
Im Metal wird immer der geilste sound gesucht, aber nicht der geilste sound allgemeinen, sondern der geilste sound für den einzelnen.
 
Venom ist kein Black Metal.
Nimm deinem Amp mal ohne Boxensim am Lineout auf, DAS ist Black Metal :D

Da hörst du des : http://www.youtube.com/watch?v=1WcsV7hQ1V4
bei 2.20 spielt er den Amp, dann schaltet er das Pedal ein. So geil^^
Eines der geilsten Videos. Der Bass und die Drums durch das Pedal sind geilo :D
 
Venom war zwar unfreiwilliger Namensgeber, hat aber trotz stilechtem Cover nicht viel mit dem gemein, was man heute unter Black Metal versteht.

so, BTT

Also ich werde wohl nie den perfekten Sound für mich finden. Heute war ich schon wieder der Meinung dass der Demonizer an meinem Peavey Bandit viel geiler klingt als der Blackstar mit Eigenzerre. Das wechselt aber täglich :rolleyes:

Edit: Oder sind nicht die ewigen SG und Paulaspieler und alle die wie Angus Young und Slash an ihrem Equip hängen die Ewiggestrigen, die bloß Potenzial verschenken weil sie immer auf den gleichen ollen Klampfen schrabbeln?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab schon gelegentlich Effektkombinationen gefahren, dass das Publikum völlig ungläubig gekuckt hat. Aber bloß so zwischendurch zum Auflockern. Grundsätzlich bin ich soundmäßig eher konservativ. Das Herzstück meines Equipments ist ein Zoom G7.1ut Modeler, der gibt mir immer Gelegenheit zum Soundfrickeln. :D

Alex
 
Ist die Suche nach dem Heiligen Gral des Sounds bei Gitarren, Amps und Zubehör gerade im Metal überhaupt aktuell?

Mir ist der Gitarrensound im Metal extrem wichtig. Das geht sogar so weit, dass ich manche Alben allein deswegen nicht hören mag, weil mir der Gitarrensound nicht gefällt - egal, wie die Songs sind ... Das finde ich manchmal selbst übertrieben, kann es aber nicht ändern ;-) Ohne einen Gitarrensound, der mir gefällt, kickt mich eine Produktion nicht.

Andererseits könnte allgemein für Deine provokante These sprechen, dass sich die Gitarrensounds "moderner" Metal-Produktionen oft ähneln. In den 80ern/frühen 90ern war das noch anders, viele Bands (Metallica, Slayer, Anthrax, Pantera, Prong usw.) hatten einen unmittelbar zu identifizierenden Gitarrensound.

Meine - bauchmäßige - Erklärung dafür: Es gab damals noch weniger "metaltaugliches" Equipment, die Musiker mussten auf der Suche nach extremeren Sounds einfach viel mehr experimentieren. Heute geht man in den Laden, kauft einen der "amtlichen" Amps (z.B. 6505, diverse Engl) und stellt dessen Sound auch anschließend nicht in Frage - schließlich benutzen das ja alle ... Im Ergebnis haben viele Bands dann aber für meinen Geschmack sehr ähnliche Gitarrensounds - und insofern könnte an Deiner These was dran sein, dass ein spezieller, unverwechselbarer Sound im Metal (heute) nicht mehr so wichtig ist.

Im Jazz ist das klar, im Cleanbetrieb kommen kleinste Nuancen raus und es macht schon einen Unterschied wenn etwas besseres Holz verwendet wird, bestimmte Tonabnehmer etc.... aber inwieweit höre ich solche Unterschiede im (High)Gainbereich überhaupt noch?

Jaja: Jazz = Anspruch, Metal = Stumpfsinn. Gähn.

Aber im Ernst: Ich habe neulich zufälligerweise einen sehr, sehr guten Jazzgitarristen beim Anchecken diverser Amps zuhören dürfen. Was für mich marginale, wenn denn überhaupt zu hörende Unterschiede waren, machte für ihn Welten aus.

Für mich wiederum liegen zwischen diversen, durchweg guten High-Gain-Amps klar hörbare Unterschiede, die mich einen Amp mögen oder ablehnen lassen. Losgelöst vom Sound kann gerade das Spielgefühl sehr unterschiedlich sein, wenn man z.B. einen eher komprimierenden oder einen dynamisch reagierenden High-Gain-Amp (die gibt es tatsächlich ...) hat!

Schlussfolgerung: Kennt man sich in einem Metier aus, hört man Unterschiede. Für die jeweils andere "Sportart" kann man es mangels Kenne schwer einschätzen ;-)

Ich habe mehr und mehr das Gefühl dass es kaum lohnt immer mehr Aufwand und Ausgaben zu treiben, mehr Effekte auszuprobieren, doch das teurere Modell zu nehmen (nat. gibt es Grenzen, v.a. nach unten) ...

Alles eine Frage des Anspruchs und individuellen, subjektiven Hörempfindens.

Ich selbst habe just in den letzen paar Jahren die Erfahrung gemacht, dass zwischen an sich schon sehr ordentlichem Equipment und "echten High-End-Teilen" tatsächlich noch mal riesige Unterschiede sein können, bei Amps genauso wie bei Gitarren (wobei man die Unterschiede zwischen Gitarren überhaupt nur an einem dynamischen, ehrlichen Amp hört ...) Ob es für einen persönlich Sinn macht, für die letzten paar Prozent an Qualität noch zusätzlich Geld auszugeben, muss jeder selbst entscheiden.
 
Mir ist der Gitarrensound im Metal extrem wichtig. Das geht sogar so weit, dass ich manche Alben allein deswegen nicht hören mag, weil mir der Gitarrensound nicht gefällt - egal, wie die Songs sind ... ....

ich kann die "Spheres" von Pestillence deswegn nicht hören und die Scheiben von Vicious Rumors aus den späten 90er auch nicht .... grausam!
 
Ach das geht doch den Meisten so :)
Liegt leider oft in der Natur der Sache. Gitarristen meckern über Gitarrensound (und mögen deswegen Alben/Bands womöglich nicht, geht mir haargenauso), Drummer über einzelne Drumelemente (scheiss Snaresound, China klingt müll...) usw usf.
Man muss sich allerdings vor Augen führen, dass Musik nun mal in erster Linie nicht für Musiker gemacht ist. Wir limitieren uns quasi selbst, in dem wir natürlich ganz andere Ansprüche in den Sound haben, als jene, denen eher der musikalische Gesamteindruck wichtig ist.

Das geht schon in Ordnung und ich werde auch weiterhin gepflegt die Nase rümpfen, wenn mir ein Gitarrensound auf 'ner Platte nicht gefällt und vllt sogar einen Bogen um die Band machen. Sei's drum... :)
 
Fühlt sich doch schon ein bisschen gut an sagen zu können: Ich spiele: "..." und dann eine schier nie enden wollende Liste aus Buchstabenkombinationen, Zahlen und Markennamen präsentieren zu können, sodass jedem Laien vor Konfusion die Kinnlade zu Boden fällt.

Noch besser fühlt es sich an, auf die Frage "Wow, das klingt, geil, das bekomm ich mit meinem [hier oben genannte Liste aus Zahlen und Buchstaben einsetzen] nicht hin, was spielst du denn?" ein 400€-Gitarre und einen nicht wesentlich teureren Hybridamp zu nennen :D



Nochmal zum Thema: Das skurrilste finde ich ja immer, dass bei solchen Sounddiskussionen eigentlich immer nur Equipment und spielerisches Können als Faktoren genannt werden. Das letztlich aber doch wohl ausschlaggebendste ist eigentlich das Songwriting. Und gerade bei Liveauftritten kommt dann ja auch noch die Bühnenperformane dazu, die durchaus auch wichtiger sein kann, als der Sound.
 
Wenn der Sound auf den Alben nicht wichtig wäre hätten z.b. Nevermore niemals ihr Album neu gemastert (hat sie ja auch Geld gekostet) und andere Bands auch wie z.b. Dimmu Borgir etc.
 
Ich denke der Sound is extrem wichtig im Metal. Anders allerdings als im Jazz. Im Metal kommt es denk ich weniger auf Holz und so weiter an, sondern vielmehr auf den Amp, Tubescreamer oder nicht, Equalizer usw. Da muss der Sound drückend, aggressiv und durchsetzungsfähig sein
 
Wenn der Sound auf den Alben nicht wichtig wäre hätten z.b. Nevermore niemals ihr Album neu gemastert (hat sie ja auch Geld gekostet) ...

Ich glaube nicht, dass sie das gemacht hätten, wenn sie das Geld nicht wieder locker durch den Verkauf reinbekommen und noch ne Menge dabei verdient hätten.
 
Ich denke der Sound is extrem wichtig im Metal. Anders allerdings als im Jazz. Im Metal kommt es denk ich weniger auf Holz und so weiter an, sondern vielmehr auf den Amp, Tubescreamer oder nicht, Equalizer usw. Da muss der Sound drückend, aggressiv und durchsetzungsfähig sein

Falsch!!! Das Holz des Instruments ist ebenso ein Teil der Kette, die den Ton beeinflusst egal ob da am Ende Blues, Jazz, Rock oder Metal rauskommt. Und warum das im Jazz wichtiger sein soll, ist mir nicht klar. Es gibt auch Jazzgitarren mit allen erdenklichen Konstrukionen aus allen erdenklichen Holzkombinationen ebenso, wie es unzählige Amps gibt und daraus resultiueren auch unendlich viele Kombinationen und "Sounds".... ich bin sogar derMeinung, dass es schwieriger ist, einen "klaren" verzerrten Ton zu erzeugen, als einen sauberen cleanen Ton.
 
Für jeden Gitarrist ist der Sound wichtig, sogar für jeden Musiker und über die Jahre findet auch jeder sein eigenes Rezept.
Mein Rezept nach vielen Jahren Irrweg und suchen:
Eine gute Gitarre ein gutes Kabel und ein guter Amp, fertig.
 
Wenn der Sound auf den Alben nicht wichtig wäre hätten z.b. Nevermore niemals ihr Album neu gemastert (hat sie ja auch Geld gekostet) und andere Bands auch wie z.b. Dimmu Borgir etc.
Ein Remastering verändert aber nicht den Sound einzelner Instrumente, sondern ist nur eine Summenbearbeitung mit Equalizer, Kompressor, Limiter, etc. - meist mit dem Ziel größerer Transparenz, strafferer Basswiedergabe und größerer Lautheit.

Um den Sound einzelner Instrumente nachträglich zu verändern, muss man in die Multitrackaufnahme zurückgehen und einen Remix machen - der dann natürlich auch noch gemastert werden muss. Oder man geht noch weiter zurück und macht ein partielles oder sogar vollständiges Re- Recording - das man dann noch mixen und mastern muss.

Ein komplettes Re- Recording haben z.B. Saint mit ihrer 84er Debüt- EP "Warriors of the Son" fast 20 Jahre später gemacht. Der Sound hat sich dabei erwartungsgemäß um 100% verbessert, aber der Kultfaktor ist leider deutlich niedriger als beim Original.

saint84b.jpg
saint04b.jpg


Ein partielles Re- Recording haben z.B. Final Axe mit ihrem 89er Debüt "Beyond Hell's Gate" gemacht; hier wurden anno 2009 hauptsächlich neue Drumspuren aufgenommen, um den etwas käsigen Drumcomputer der Originalaufnahme zu ersetzen. Gitarren und Vocals wurden neu gemixt, aber nicht neu aufgenommen. Das Ergebnis ist ziemlich geil geworden - zumindest finde ich das.

finalaxe89.jpg
finalaxe10.jpg


Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne das von Sabaton - Ich habe die Metalizer Version mit 2CDs, einmal die neue und einmal die Version vom Demo. Ich mag die Demoversion lieber, sie ist schlechter gemixt und vom Gesang her nicht so gut, aber dafür rotziger weil nicht so glattgebügelt. Irgendwie ist das ähnlich wie bei einer Liveversion.

Aber mir gehts hier auch nicht um den Studioaspekt den Masterff angesprochen hat, das ist wieder was anderes.

Ich nenn mal ein anderes Beispiel: Mir gefällt der Ride the Lightning Sound wesentlich besser als der Death Magnetic Sound, obwohl letzterer deutlich professioneller und sicher mit teurerer Hardware eingespielt ist!
 
... ich bin sogar derMeinung, dass es schwieriger ist, einen "klaren" verzerrten Ton zu erzeugen, als einen sauberen cleanen Ton.

der meinung bin ich auch. glaubt mir bloß nie einer, aber einen richtig geilen metalsound hinzubekommen, der Dir z.b. vom ersten ton an die schuhe auszieht und Dich plattdrückt ist sogar mit das schwerste überhaupt im bereich tontechnik/tonaufnahmen. gerade weil es im vergleich zu vielen anderen musikrichtungen recht "extrem" zugeht. da noch die "ordnung" zu finden/halten ist wirklich nicht so leicht (hört man ja auch immer wieder live. fast schon unverschämt, was man da so manchmal vorgesetzt bekommt).

gruß
 
der meinung bin ich auch. glaubt mir bloß nie einer, aber einen richtig geilen metalsound hinzubekommen, der Dir z.b. vom ersten ton an die schuhe auszieht und Dich plattdrückt ist sogar mit das schwerste überhaupt im bereich tontechnik/tonaufnahmen.

nein.
 
Ja.. das ist einfach nicht so ;) was soll ich da mehr zu schreiben....
 

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