Tips für Bassverstärker für Bass-Akkordeons?

  • Ersteller Gast 113247
  • Erstellt am
G
Gast 113247
Guest
Hallo an die Technik-Fachleute und Akkordeon-Bassisten hier im Forum.

Unser Orchester steht vor der Frage, welche Verstärker wir für unsere Bässe (2x Kratt, 1x Hohner) anschaffen sollen.
Es geht zunächst mal um die grundlegenden technischen Daten bzw. darum, welche Marken / Hersteller empfohlen werden können.
Da unsere bisherigen Verstärker nur geliehen waren und auch nicht wirklich im Klang überzeugten, wollen wir nun eigene Verstärker anschaffen.

Ich habe schon mit dem Bassisten des AO Baltmannsweiler telefoniert, der mir sagte, daß es ein normaler Bass-Gitarrenverstärker tut, dem man nur noch einen Equalizer spendieren müßte. Es gibt ja keine speziell für Bassakkordeons gebaute Verstärker. Oft sind ja auch Equalizer schon eingebaut.

Zunächst dürfen es auch gebrauchte Verstärker sein. Bei eBay gibt es massenhafte Angebote. Auf was muß man dabei achten?
Hilfreich wären Hinweise zur Leistung, die man für mittelgroße Säle mindestend braucht, sodann weitere nützliche Erklärungen. Was ist z.B. ein Kompressor (ist bei manchen Verstärkern als Besonderheit erwähnt).

Vielleicht schaut auch mal einer bei eBay rein und flöht die Angebote mal durch (im Suchfeld "Bassverstärker" eingeben).

Wir sind wirklich in Verlegenheit und brauchen in den nächsten 10 Tagen 2 Verstärker und auch noch einen für unser E-Piano.

Freue mich auf viele gute Tips!

Schöne Grüße
play_bach
 
Eigenschaft
 
frag mal den user Martin WPunkt, am besten per Mail, da er selten im Forum ist, der hat diese Situation gerade ausgiebig durchgetestet.
Es sollte auch einige Threads von ihm zum Thema geben, er hat die aber gestreut, die sind nicht nur im Akkordeon-Unterforum.
 
Hallo Norbert,

ein "Kompressor" hebt das Signal an, so daß eine gleichmäßigere Lautstärke zu Ungunsten der Dynamik erreicht wird.

Du solltest mal im Baßverstärkerforum nachfragen. Die Jungs haben da mehr Ahnung.

Bedenke aber auch, daß mit dem Mehreinsatz von Technik der klangliche Wert Eueres Ensembles Richtung Konserve sinkt. Ich habe mir ein paar Akkordeonorchestervideos angesehen - sicherlich war die Aufnahmequalität schlecht - aber mir fiel dabei auf, daß die Baßakkordeons viel zu laut waren.

In Bezug auf Klangabmischung Diskant/Baß empfinde ich diese Gruppe als recht gut gelungen, das aber einerseits einer guten Aufnahme, andererseits dem Weglassen von Baßakkordeons (ich bin nicht so der Freund der Baßßakkordeons, v.a. nicht, wenn sie durch Verstärker quaken) geschuldet ist. http://www.youtube.com/watch?v=tbBTW36DEn8&feature=related Negativ dabei: Das Klavier geht im Klang völlig unter. Aber die Gruppe sowie die Stücke wurden schon an anderer Stelle diskutiert.

Viele Grüße

Andreas
 
... ein "Kompressor" hebt das Signal an, so daß eine gleichmäßigere Lautstärke zu Ungunsten der Dynamik erreicht wird ...
er hat nix von einem Kompressor geschrieben und mit einem Equalizer kann er Frequenzbänder verändern - wenn er weiß was er macht, kann das durchaus günstig sein.

... Bedenke aber auch, daß mit dem Mehreinsatz von Technik der klangliche Wert Eueres Ensembles Richtung Konserve sinkt. Ich habe mir ein paar Akkordeonorchestervideos angesehen - sicherlich war die Aufnahmequalität schlecht - aber mir fiel dabei auf, daß die Baßakkordeons viel zu laut waren. ...
Kann man so sehen, muß aber nicht - ein gezielter Einsatz von entsprechender Technik wird nicht nach Konserve klingen, sondern den Sound in seiner natürlichen Weise ergänzen.
Das ist zugegebenermaßen eine recht komplexe Angelegenheit, besonders bei großer Dynamik nix für Einstellung A für alle Fälle - dann muß da ein Mensch ans Pult, der das auch kann.
 
Hallo WilliamBasie,

Norbert hat gezielt danach gefragt, was ein Kompressor ist. Das habe ich nur beantwortet.

Natürlich kann ein gezielter und maßvoller Einsatz von Technik vorteilhaft sein, allerdings gehe ich bei Norberts Anspruch von einem symphonischen Akkordeonorchester davon aus, daß es doch sehr klassisch sein soll und auch bei Symphonieorchestern versucht der Dirigent durch die Besetzung den optimalen Klang zu bekommen, nicht durch zusätzliche Technik.

Als Extrembeispiel schaue man sich dazu mal das "Penguin Café Orchestra" an. Eigene Besetzung, eigener Klang, klanglich hervorragend und alles ohne Technik.

Ich habe nur die Angst, daß die momentanen Entwicklungen Norberts Baby von dem Ursprung weg hin zu jedem anderen Akkordeonorchester schieben. So würde ich, wenn ich schon programmatisch 100 - 200 Jahre zurück liege, versuchen, die Bässe entweder so zu besetzen, daß sie mit ihrer eigenen Lautstärke den Charakter abrunden, oder ich würde mir - warum auch nicht - ein paar Kontrabässe holen. Andersrum: Warum können zwischendurch nicht auch die Bässe von ein paar ausgesuchten Akkordeons des Orchesters herhalten?

Grüße

Ippenstein
 
Hallo play_bach,

wie sieht denn generell Eure Beschallung aus? Nehmt Ihr die anderen Instrumente ebenfalls ab (wenn ja, einzeln oder in Gruppen)? Ist eine PA vorhanden? Oder sollen die Bass-Akkordeons als einzige verstärkt werden?

Interessanter Thread: https://www.musiker-board.de/mikrofonierung/354385-mikrofonierung-bass-akkordeon-2.html#post4229559

ein "Kompressor" hebt das Signal an, so daß eine gleichmäßigere Lautstärke zu Ungunsten der Dynamik erreicht wird.

Das stimmt nicht so ganz: Ein Kompressor senkt Signalspitzen ab bzw. verringert den Dynamikumfang (er macht also eigentlich erst einmal "leiser") - dadurch ist es möglich, das Signal höher auszusteuern: http://de.wikipedia.org/wiki/Kompressor_(Signalverarbeitung)
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, zunächst vielen Dank für die Hinweise.

Ich habe den Eindruck, daß es jedes Orchester / Ensemble anders handhabt und es nur darauf ankommt, daß es richtig gut gemacht wird.

Unser Orchester wird sich keineswegs von seiner ursprünglichen klassischen Linie entfernen. Verstärker haben wir nur für die Bass-Akkordeons und das E-Piano, sonst ist alles rein akustisch.

Bei unserem Debütkonzert hatten wir allerdings eine Beschallungsanlage gemietet, um damit etwas Nachhall zu erzeugen, nicht soviel wie in einer Kirche, aber gerade so, daß der Klang nicht stumpf wirkt.

Bei den Bassakkordeons ist es ja so, daß sie aus technischen Gründen nicht fortissimo gespielt werden sollen / können.
Deshalb brauchen sie eine angepaßte Verstärkung.

Über den Nutzen von Bassakkordeons kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Tatsache aber ist, daß wir nun mal zwei sehr gute Bassistinnen haben, und einzelne Bassintrumente durchaus sinnvoll sein können, besonders wenn es um Dynamik, komplizierte Bassläufe, etc. geht. Im Zusammenwirken mit der 4. Stimme ist diese Kombination meiner Meinung nach sehr flexibel und kann vom Dirigenten ganz gezielt angesprochen werden.

Mein Traum wäre ein Bass mit viel "Mozart" im Klang, gleichermaßen satt und weich. Noch habe ich ihn nicht gefunden.
Eine unserer Musikerinnen aus Baden-Baden hat sich mal die Mühe gemacht und bei Pietsch einen Tag lang 5 Bässe unterschiedlicher Hersteller getestet (Borsini, Pigini, Weltmeister-Multisound (einziger digitaler Bass im Test), Beltuna, Bugari.
Getestet wurden Ansprache, Tonqualität, Klangcharakteristik.

Alle hatten Probleme bei 16tel-Läufen, schnelle Quintolen schaffte keiner wirklich befriedigend. Hauchansatz ging gut bei Borsini und Bugari. Weltmeister-Multisound und Pigini fielen durch, Beltuna lag in der Ansprache zwischen Borsini / Bugari und Pigini. Pigini enttäuschte in der Ansprache und der Tonqualität, Multisound war im Klang zu "digital" und hatte zu geringe dynamische Möglichkeiten, auch die Ansprache war nicht zufriedenstellend.

Das war natürlich ein nach dem persönlichen Geschmack eingefärbter Test, zeigt aber dennoch große Unterschiede zwischen den einzelnen Bässen und hatte trotzdem seinen Wert, weil alle Bässe unmittelbar miteinander verglichen werden konnten.
Nach diesen Einschätzungen wird wohl ein Bugari oder Borsini-Bass für uns demnächst in Frage kommen, womit aber immer noch nicht die Frage des Verstärkers beantwortet ist. Bei Pietsch hat meine Mitspielerin einen Workingpro 12 im Test benutzt, es wurde aber auch Peavvey als empfehlenswerte Alternative genannt.

Ich dachte, daß hier im Forum jemand ist, der diese oder andere Modelle kennt oder ein paar grundlegende technische Hinweise geben kann.
Konkret: wieviel Watt, Größe des Lautsprechers (8' 10' 12' oder gar 15'), sonstige Qualitätsmerkmale.

Beste Grüße
play_bach
 
Ich bespiele seit gut 20 Jahren einen Gallien-Krüger-Bassverstärker mit einem Bugari-Bassakkordeon und kann mir nichts besseres vorstellen. Das war damals beim Testen verschiedener Verstärker ein richtiges Oha!-Erlebnis.
Habe in den Jahren viel positives feedback über den runden und "bassigen" sound der Kombination bekommen :D
Ich kann also guten Gewissens eine Empfehlung abgeben:

probiert doch einen: GALLIEN KRUEGER MB150S-112 III - Bass Combo

9061_800.jpg


* leicht, klein, super-beweglich mit süssem Ton
* Leistung 150W @ 4 Ohm
* Leistung 100W @ 8 Ohm
* interner 100W Speaker
* 1x 12" GK-Paragon 12LB100-8 Stamped Frame
* konventionelle Kühlung
* Klinkeneingang
* -14 dB Pad Dämpfungsschalter
* Volume Regler
* Low Boost Funktion
* Einstellbarer Contour and Presence
* Aktiver 4-Band EQ
* Master, Limiter (Switch, Level, LED)
* XLR, Ground Lift
* Send/Return
* Line Out
* Head Phone
* 2x 1/4" jacks
* Lautsprecher Out (AN/AUS Schalter für Lautsprecher)
* Stahl Grill
* Massive Heat Sink Top Cover
* Mikrofon Halterung anbaubar
* Maße ca.: 348 x 381 x 216 mm
* Gewicht: 11 kg

hier im Akkordeonquartett mit Bugaribass zu hören :
"weisse Mäuse"
"heisser Draht"
Quando Quando

Gruß Balgseele

.. und die 16tel muss/sollte man am Bassakkordeon VORGREIFEN hihi
(was ist jetzt das schon wieder :confused:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo nochmal.

Ich dachte, daß hier im Forum jemand ist, der diese oder andere Modelle kennt oder ein paar grundlegende technische Hinweise geben kann.
Konkret: wieviel Watt, Größe des Lautsprechers (8' 10' 12' oder gar 15'), sonstige Qualitätsmerkmale.

Watt sagt nicht besonders viel über Lautstärke und Klang aus, deshalb lässt sich diesbezüglich keine pauschale Aussage treffen.

Ich persönlich bin kein Freund von reinen Instrumentenverstärkern (Keyboard- oder Gitarrenamp) am Akkordeon, auch wenn man diese oftmals im Einsatz sieht, denn sie besitzen keine lineare Wiedergabe, sondern färben den Klang nachhaltig, im Gegensatz zu PA-Boxen (aktiv).
Aber das ist Geschmackssache - erlaubt ist, was gefällt. Also am besten verschiedene Geräte ausprobieren!
Generell gilt: Je größer der Lautsprecher, desto mehr Luft wird in Bewegung versetzt und umso tiefer spielt die Box theoretisch.

Hast Du eine bestimmte Budget-Vorgabe?
 
Wir haben im Verein das Bose Aktivsystem http://mistermusic.eu/product.php?pos=652 für Proben und kleinere Auftritte, beim Jahreskonzert (also "wenn's drauf ankommt") kommt leihweise noch ein zweiter "Turm" dazu.

Die Anlage "verkraftet" übrigens einiges an Eingängen (einmal hatten wir 2 oder 3 Keyboards / Digitalpianos + 1 Bassakkordeon dranhängen; 1 Digitalpiano + 1 Bassakkordeon kommt öfter vor), es wird also nicht für jedes Instrument ein eigener Verstärker benötigt.

Ja, bei der Anschaffung (Vorführgerät) war und fürs Ausleihen ist es von Vorteil, wenn der Dirigent da arbeitet, wo die Dinger verkauft werden :rolleyes: (am Tag unseres Jahreskonzerts darf dort im Laden keiner ein Mikro oder einen Mikroständer oder viele Kabel oder so ansehen oder gar kaufen kaufen wollen ... :D )

Gruß,
INge
 
...Hallo WilliamBasie,
Norbert hat gezielt danach gefragt, was ein Kompressor ist. Das habe ich nur beantwortet...
Großes Sorry!!
Ich habs heute morgen überlesen und nach Deiner Antwort min. nochmal 2-3mal - ich hätte gewettet, daß da nix vom Kompressor stand...:redface::rolleyes:

Aber mit Kompressor würde ich in diesem Bereich nicht arbeiten, das ist eine grundlegende Verfremdung der Dynamik - wenn die PA einen Kompressor nötig hätte, dann ist sie zu klein ausgelegt.
Einen baßverstärker möchte ich mir überhaupt nicht mit Kompressor vorstellen.

Der Brüllwürfel, den Balgseele vorgestellt hat ist ziemlich clean im Sound, wird gerne auch im Jazz von den Kontrabassisten benutzt.
 
Hallo play_bach,

großer Vorteil von PA-Boxen gegenüber den Instrumentenverstärkern ist, dass Du sie sehr flexibel einsetzen kannst, auch für andere Gelegenheiten (z. B. Ansagen etc.). Im genannten Preisbereich gibt es schon recht brauchbares Material, z. B.

RCF ART 310-A


FBT MaxX 2-A


LD-Systems LDEB-152A


Da 3 Instrumente über die Box verstärkt werden sollen, wird natürlich auch noch ein kleines Mischpult benötigt, z. B.

Yamaha MG-82 CX
 
hey Wil,
das sind sehr schöne Beschallungs-Sachen die Du da ausbreitest,
aber leider klingt ein Bassakkordeon damit nicht gut sondern schnauft und schnarrt und gurgelt.
Ich vermute da fehlt Dir die spezielle Erfahrung für ein spezielles Problem.


Ein Bassakkordeon-Equipment mit dem Gallien-Krüger kann man locker alleine tragen:
Combo links und Basskoffer rechts, an der Schulter eine Tasche mit 2 Kabeln und Noten, fertig.
Das ein Bassverstärker den Klang beeinflußt ist hier vollste Absicht, er wird zum Teil des Instruments. Equalizer absolut notwendig. Einstellbare Contour- und Presence-Filter sehr feine Sache wenn vorhanden! Reverb und/oder Chorus braucht man nicht, schadet nur dem Klang.
Wenn PA dann wird mit mikro am Combo abgenommen, aber das weisst Du eh.


@playbach wegen Bassakkordeon VORGREIFEN:
Man spielt den Basso nicht mit der Erwartungshaltung des sofortigen Tonerklingens sondern versucht bewußt die Taste schon früher drücken (und den leichten Balgakzent zu geben) kurz bevor der Ton erklingen soll um die Ansprechverzögerung auszugleichen.
Das ist leicht gesagt und schwer getan aber man gewöhnt sich daran vorausgesetzt man hört sich selbst zu und spürt wo der Ton hin soll.
Ein bischen zu früh ist besser als zu spät. Ein schleppender Bass ist der Tod des Orchesters :eek:

meint Balgseele
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist leicht gesagt und schwer getan

Das kann ich so bestätigen!

Ich durfte mal für ne Weile im Orchster Bassakko spielen - und muß ehrlich zugeben, dass ich den Dreh nicht rausgekriegt habe! Vor allem, weil die höheren Töne einen anderen Vorlauf brauchen, als die tiefen. Seit der Zeit habe ich richtigen Respekt vor Leuten, die Bassakkordeon richtig spielen können!

Gruß, maxito
 
Hallo Balgseele,

Ich vermute da fehlt Dir die spezielle Erfahrung für ein spezielles Problem.

ich gebe Dir recht, dass ich persönlich noch nicht mit der Abnahme eines Bass-Akkordeons konfrontiert worden bin. Allerdings frage ich mich, wie man über einen der genannten Bassverstärker, die Du erwähnt hast, die geforderten 3 Instrumente mit individuellen Klangeinstellungen wiedergibt (bei 2 Eingängen) :gruebel:. D. h. da ist dann entweder ein kleines zusätzliches Mischpult, oder ein zweiter Instrumentenamp notwendig...

Auch viele Gitarristen/Basser/Keyboarder spielen nicht über spezielle Instrumentenverstärker, sondern PA-Boxen - also sehe ich grundsätzlich kein Problem, warum das mit einem Bassakkordeon nicht funktionieren sollte, zumal ein Bassverstärker ja nicht speziell auf ein Akkordeon "angepasst" ist...?

Wenn PA dann wird mit mikro am Combo abgenommen, aber das weisst Du eh.

Nein, dann benutzt man eigentlich den DI-Out...

Generell: Interessantes Thema - also bitte mehr persönliche Erfahrungen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das Spielen über die PA ist immer ein klanglicher Kompromiß für das Einzelinstrument. Wenn es aber in diesem speziellen Fall Alternativen gibt, die zudem leichter und billiger zu realisieren sind, sollte man diese auch abklopfen.

Grüße

Ippenstein
 
Hallo Balgseele,
Allerdings frage ich mich, wie man über einen der genannten Bassverstärker, die Du erwähnt hast, die geforderten 3 Instrumente mit individuellen Klangeinstellungen wiedergibt (bei 2 Eingängen) :gruebel:. D. h. da ist dann entweder ein kleines zusätzliches Mischpult, oder ein zweiter Instrumentenamp notwendig...

Auch viele Gitarristen/Basser/Keyboarder spielen nicht über spezielle Instrumentenverstärker, sondern PA-Boxen - also sehe ich grundsätzlich kein Problem, warum das mit einem Bassakkordeon nicht funktionieren sollte, zumal ein Bassverstärker ja nicht speziell auf ein Akkordeon "angepasst" ist...?

Nein, dann benutzt man eigentlich den DI-Out...
Generell: Interessantes Thema - also bitte mehr persönliche Erfahrungen!

Oh, da gibts einiges richtigzustellen:

Das mit 3 Instrumenten habe ich total überlesen, meine positiven Erfahrungen sind nur: 1Combo für 1 Bassakkordeon - Punkt Ende, mehr kann ich nicht sagen.

Ein Bassakkordeon macht Probleme weil es im Grunde eine "klangliche Wildsau" ist. z.B. Obertöne die keiner hören will, und extrem unhomogenes Klangbild über den Tonumfang.
Die klangliche Wunschvorstellung:
in der Tiefe solls schön grundbassig klingen, wie ein gestrichener (oder sogar gezupfter!) Kontrabass
wenns dann nach oben geht soll es nahtlos übergehen in einen schönen, und schnellen, sonoren Stimmzungenklang
In wirklichkeit machts eben brumm-brumm wenn man Taste drückt und zieht/drückt :eek:

und wegen DI-out: ist für PA sicher besser
ich bin nur einmal Aufgenommen worden und da wurde ein mic vor dem Verstärker gestellt
 
... Nein, dann benutzt man eigentlich den DI-Out...
Bei hochwertigen Instrumenten und gutem Combo kommen DI-Boxen live bei überwiegend akustischer Musik nicht vor, das wird alles über Mikro abgenommen, wenns denn noch über die PA soll.
Im Studio sowieso.
Die DI-Box frißt komplett den individuellen Sound von Spieler/Instrument/Combo.

Je "elektrischer" das Signal wird, desto eher dann der direkte Weg über DI-Boxen.
 
Hallo William,

jein - bei E-Gitarren stimme ich Dir zu, dass ein Amp (oder eine Amp-Simulation) wichtig ist, bei Bässen (E- oder Kontrabass) bzw. Akustikgitarren nicht - aber das ist auch teilweise Geschmackssache.
Um nicht weiter ins OffTopic abzudriften, hier noch der Link zu einem hervorragenden Workshop, der sich zwar eigentlich auf die Abnahme von Bässen bezieht, aber speziell beim Thema Instrumentenamp vs. PA auch auf das Bassakkordeon übertragen werden kann:
https://www.musiker-board.de/faq-wo...ass-live-spielen-diesen-richtig-abnehmen.html
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben