Beruf: Dipl.-Tontechniker

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Hallo,

wir waren vergangenen Dienstag mit unserem Politikkurs im Berufs- Informationszentrum (BIZ), der Bundesagentur für Arbeit. Nach einer kurzen Einführung in nem Gruppenraum wurden wir an die Computer losgelassen, die uns aufgrund unserer Interessen Berufe vorgeschlagen haben. Ich fand den Berf Dipl.-Tontechniker am interessantesten.

Vielleicht kennt ja hier jemanden der diesen Beruf ausübt, oder übt ihn viell. sogar selbst aus.
Ich würde mich freuen wenn jemand mir was zum Studium sagen könnte, zu der Zukunft des Berufes, in welchen Fächern ich gut sein müsste, Praktika usw..

Danke schonma im Vorraus

Sascha
 
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Ich fand den Berf Dipl.-Tontechniker am interessantesten.

Vielleicht kennt ja hier jemanden der diesen Beruf ausübt, oder übt ihn viell. sogar selbst aus.
Ich würde mich freuen wenn jemand mir was zum Studium sagen könnte, zu der Zukunft des Berufes, in welchen Fächern ich gut sein müsste, Praktika usw..

Vorweg: Ich bin kein' Studierten - wie man im Pott sagen würde :)

Berufenet sagt: "Der Beruf Diplom-Toningenieur/in wird bei Fernsehen, Film, Hörfunk, Schallplattenproduktionen, in Konzerthallen, Theatern und in Tonstudios, bei Open-Air-Konzerten auch im Freien ausgeübt."

Muhaha.

In welche Richtung willst Du denn?
Live? Studio? TV?

Praktika sind aus meiner Sicht sehr wichtig, ebenso jegliche Praxiserfahrung.

Obwohl ich das nicht studiert habe, fällt mir immer wieder auf, dass zwar viele studierte Tonleute in der Theorie sehr fit sind, vor allem in typischen Live-Situationen iaber mmer wieder Probleme haben.

Bestes Beispiel war ein SAE-Absolvent, der zwar hervorragende Orchesteraufnahmen macht (das muß ich anerkennen, mir wär das z.B. nix...), am Monitorpult einer 5-köpfigen Band aber komplett versagt hat.

Andersherum würden vermutlich einige Leute etwas blöde schauen, wenn sich ein typischer Live-Techniker an Orchesterklamotten im Studio versucht ;-)
Gut, man kann alles lernen. Was ich sagen will: Die ganze schöne Theorie ist ohne Praxis einfach komplett für den Eimer.

Also: Praktika in allen möglichen Bereichen machen (Kameraassi, PA-Verleih, Studio, Radio...) und vielleicht auch während des Studiums viel Praxiserfahrung sammeln.
WDR und Co. mehmen eigentlich nur noch studierte, ich für meinen Teil würde einem guten Praktiker ohne Diplom u.U. den Vorzug geben - aber das sind eben zwei verschiedene Welten...
 
Ja, spiele auch mit dem Gedanken, am SAE Institute den Tontechniker zu studieren.
Kostet leider ne Kleinigkeit. Musst mit 10.000 Euro rechnen.
 
Gibt es hier im Board viele SAE-Studenten? Von ein paar habe ich hier schon gehört, und die sind auch ganz zufrieden. Aber insgesamt habe ich mittlweile nicht mehr so ein gutes Bild...
Ich war auch mal dran interessiert, war auch auf dem Tag der offenen Tür. Hab es dann aber vor allem aus finanziellen Gründen gelassen.
Ich habe von vielen gehört, dass sie im Endeffekt oft irgendwo als Kabelträger landen... Weil sie vielleciht nichts halbes und nicht ganzes sind?
Auf der einen Seite ist es wohl so, dass gerade im Pop/Rock-Studio-und Live-Bereich eigentlich nu rdie Praxis zählt, und dort sehr viele unstudierte Selfmade-Leute sind. Wenn man sich da also für interessiert sollte man eben möglichst viel Praktika machen etc.
"RaumKlang" zählt jetzt die SAE-Absolventen zu den Studierten. Aber so anerkannt wie ein echter Diplom-Ingenieur sind die wohl doch nicht, zumindest nicht bei WDR und Co.
Daher mal eine gewagte These von mir: Das SAE-Diplom ist also entweder nicht ausreichend (weil man für bestimmte Jobs dann doch nur "echte" Ingenieure nimmt), oder nicht nötig (weil in anderen Bereichen eh nur die Praxis zählt). Auch wenn man dort bestimmt so einiges lernt stellt eben die Frage, ob das dann tatsächlich 10000€ wert ist.
 
Ich habe von vielen gehört, dass sie im Endeffekt oft irgendwo als Kabelträger landen... Weil sie vielleciht nichts halbes und nicht ganzes sind?

Etwas extrem formuliert, kommt aber so ungefähr hin.
Die gute Ausbildung in der Theorie will ich garnicht in Abrede stellen.


"RaumKlang" zählt jetzt die SAE-Absolventen zu den Studierten. Aber so anerkannt wie ein echter Diplom-Ingenieur sind die wohl doch nicht, zumindest nicht bei WDR und Co.
Daher mal eine gewagte These von mir: Das SAE-Diplom ist also entweder nicht ausreichend (weil man für bestimmte Jobs dann doch nur "echte" Ingenieure nimmt), oder nicht nötig (weil in anderen Bereichen eh nur die Praxis zählt). Auch wenn man dort bestimmt so einiges lernt stellt eben die Frage, ob das dann tatsächlich 10000€ wert ist.

Mit "studiert" meine ich einfach die, die mal eine Ausbildung oder eine Art Studium genossen haben.

Wie überall ist es auch in diesem Bereich so, dass man nicht allein auf Grund einer bestimmten Ausbildung sofort das große Los zieht. Das, was z.B. die "Fachkraft für Veranstaltungstechnik" lernt, reicht für meine Begriffe auch nicht aus, um ein guter FoH-Mann (oder Frau...) zu werden. Es sei denn, man hat zufällig bei jemandem gelernt, der sich hauptsächlich damit beschäftigt und das auch entsprechend vermittelt hat.

Selbst mit Ausbildung heißt es noch lange nicht, das große Los zu ziehen.
Da sind erstmal kleine Brötchen angesagt. Der Rest kommt dann mit dem notwendigen Glück, Talent und den richtigen Kontakten - und ein wenig Zufall.

Ein BWL-Student frisch von der Uni wird auch nicht gleich Vorstand der Deutschen Bank werden:)

Ich selbst bin als Quereinsteiger ans Pult gekommen und fahre damit bisher sehr gut.
Problematisch wird es an den Stellen, wo inzwischen die "Fachkraft" bzw. ein Meister VA-Technik gefragt sind. Dem kann man kaum aus dem Wege gehen, obwohl es in meinem Arbeitsbereich bisher auch ohne hervorragend funktioniert hat.
Da kommt wieder der typisch deutsche Regulierungswahn zum Tragen.

Meister und Fachkräfte sollten zwar auf Grund ihrer Ausbildung in der Lage sein, entsprechende Arbeit zu tun und Gefahren erkennen zu können - ob sie das dann auch tun, steht auf einem anderen Blatt.
Ich kenne z.B. durchaus Meister, die zu blöd sind, eine Traverse so anzuschlagen, dass sie auch oben bleibt.
Ich kenne Fachkräfte, die nicht in der Lage sind, einen Frontplatz so aufzubauen, dass er dann auch tatsächlcih funktioniert.

Beim Tontechniker/-meister ist es ähnlich: Wer Interesse und Begabung mitbringt, kann da viel reißen und wird, mit der Zeit, auch nicht in der "Stadtfestliga" stehen bleiben müssen - passende Kontakte, Zufälle und vor allem sehr gute Arbeit vorausgesetzt.
 
Ähm, die bilden doch aber Tonmeister aus - und das zu studieren ist ein sehr hartes Brot mit sehr hohen Voraussetzungen. Oder irre ich mich und sie haben auch den Ing. bzw. Techniker dabei?
 

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