Beruf-A&R Manager?

heyho
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Hallo zusammen,

ich bin 15 und bin auf der suche nach`nem richitgen Beruf für mich.
Ich liebe es Musik zu machen und schreibe eigene Songs auf meiner Gitarre....
also wollte ich einen Beruf, der mit Musik zutun hat, haben.
Ich ahb mir einige Berufe angeshen udn einer fiel mir gleihc ins auge "A&R MANAGER"
und so wie der Beruf beschrieben wurde, entspricht er mir, wie ich finde.

Nun wollte ich fragen, ob Ihr einige Seiten kennt, wo es nähere Infos über den Beruf gibt...oder wnen Ihr noch was über diesen Beruf wisst, einfach mal posten!

was für vorraussetzngen bruache ich? muss ich ein instrument spielen können? ist der beruf empfehlenswert in der Musik industrie krise? usw...
Danke=)

PS: Ich ahbe bereits gegoogelt und nur dinge gefundne, die ich shcon über den Beruf wusste
 
Eigenschaft
 
Früher waren A&Rs meistens Seiteneinsteiger in der Branche, die ein Näschen für Trends hatten. Wichtiger als Basiswissen über Musik war/ist die Fähigkeit zu erkennen, welche Musik bei potenziellen Käufern Emotionen auslöst und in der Folge konsequenterweise auch zum Kaufen anregt.

Heutzutage durchlaufen - zumindest bei etablierten Firmen - die Mitarbeiter im Erststadium meist eine Ausbildung zum Kaufmann für audio-visuelle Medien.

VORGESCHALTET ist meist noch, dass man Bewerber nimmt, die schon ein oder mehrere Praktika in Plattenfirmen oder Szene-relevanten Unternehmen absolviert haben.

Irgendwann kommt dann der Umstieg zum Junior-A&R und die Erfahrung, dass der A&R meistens auf dem Schleudersitz einer Firma sitzt. Zum einen soll er/sie das Näschen im Wind haben und jedem Mucker oder Produzenten, der auf der Schwelle steht, ansehen, wie viel Rendite man mit ihm machen kann. Andererseits - WENN ES EIN FLOP WIRD - braucht man in Unternehmen immer eine/n Schuldigen: den/die A&R-Manager/in.

Viele A&Rs sitzen nur zeitlich begrenzt auf ihren Stühlen. Aus dem vorgenannten Schleudersitzgrund oder auch, weil man in der Tat nur eine überschaubare Zeit den Zugang zu bestimmten Szenen hat oder haben kann.
Lies dazu vielleicht mal, was uns Patrick Orth, damals als A&R bei Virgin dazu gesagt hat. Patrick wechselte später zu V2 und wurde danach Chef des "Tote Hosen"-Labels JKP.
http://www.allmusic.de/tool.php?tool=sites_1_0&fid=1&kurz=musikertippsmarktaundrorth

Dieser Weg ist meist typisch. A&Rs werden dann z.B. Product-Manager oder kümmern sich - je nach Unternehmensgröße - um andere relevante Bereich (vom Special Product bis zu Gott weiß was).

Meine EMPFEHLUNG.
Versuch' mal ein paar Praktika bei Labels zu bekommen (ist schwer genug, weil auch da vieles nur über Vitamin-B läuft).
Auch solltest Du Dich mal über die Popakademie in Mannheim informieren. Deren wenigen Studienplätzen stehen jedes Semester auch ein mehrfaches an Bewerbern gegenüber.

Es gibt zwar auch private Ausbildungswege für diesen Bereich (www.deutsche-pop.de , www.ebam.de etc.) , aber die kosten halt ersteinmal Geld.

Viel Erfolg
& lass Dich nicht desillusionieren, auch wenn der Einstieg zunächst einmal schwer fällt
(P.S.: ein Instrument musst Du nicht können / schau Dir mal auf unserer Seite www.alllmusic.de unter dem Menü-Punkt "Seminar Record-Company" die Vita unseres Dozenten Tom Büscher an. Der kam von einem Backmittelhersteller dereinst zur BMG und stieg dort als A&R für den Schlagerbereich ein. Tom erzählt die Geschichte immer gerne als Seminarauftakt. Mit Schlager hatte er damals nichts am Hut. Was er daraus gemacht hat, kannst Du selbst nachlesen!)
 
Wow, vielen dankk für die reichliche Info
Ich werd mich nach einem praktikum erkundigen und auch danke für den Link:)
 
Umfassende Antwort rockbuero :great:

A&R ist mit Sicherheit der zweitunsicherste Job der Branche (nur Musiker stehen meist noch wackliger da...). Abgesehen davon: Wie viele A&R-Jobs gibt's eigentlich in Deutschland? Ich denke mal, nicht mehr als die ungefähr 1000 Profifußballer in Deutschland.

was für vorraussetzngen bruache ich?

# Bereitschaft, Risiken einzugehen, die Dich heute erfolgreich machen, Dich aber schon morgen den Job kosten können.

# Mit dem Geld andere Leute umgehen zu können, die erwarten, dass Du daraus tächlich noch mehr Geld machst.

# Die vorgegeben Produktlinie einer Firma mit Inhalten (sprich: auf dem verkaufbaren Musikern) zu füllen

# "Erschnüfflen" können, welche noch in den Kinderschuhen steckenden Trends möglicherweise erfolgreich sein könnten und dabei möglichst keine Nieten ziehen.


muss ich ein instrument spielen können?

Nein. Das "Wissen" darüber, wie gut ein Produkt ist oder werden könnte, läuft auf einer anderen Ebene ab als selbst ein Instrument zu spielen.

Oder so: Um festzustellen, dass meine Oma konkurenzlos guten Kuchen backt, muss ich nicht Bäcker sein. Ja, er muss mir perönlich nicht mal schmecken! Aber ich muss überzeugt sein, dass er vielen anderen Leuten schmecken wird. Dazu muss ich 1.) wissen, was andere backen und in Zukunft backen werden, 2.) welchen Geschmack die Kunden gerade haben (oder bald haben werden) und 3.) meine Chefs davon überzeugen, dass das Geld für das Super- Rezept der Oma gut angelegt ist, weil es natürlich ein Marktknaller wird.
 
auch dankeschön=)
 
Ich empfehle http://www.hitquarters.com als nützliches Infoportal für die Musikindustrie. Am besten liest du dir die Interviews mit A&Rs durch um was über die Arbeitsweise von denen zu erfahren.

Viel Glück!
 
Also ich habe schon zwie kennengelernt die diesen Beruf machen und kann dir nur raten:

Lass es, der Bruf macht dich zum Arschloch.

Ich als Musiker aus dem Herzen finde das Vorgehen, die Einstellung und die Geldgier dieser Berufsparte sowas von charakterschwach und oberflächlich dass ich am liebsten nichts mehr mit solchen menschen zu tun haben will.

Meine Erfahrungen (mit Zitaten untermauert):

Zitat 1:
"Scheiß auf die Texte, die liest eh keiner. Es muss kommerziell sein und sich verkaufen lassen"

Ungefähr so musst du denken, wenn du diesen Beruf erfolgreich meistern willst. Es geht in diesem Beruf um die Aufgabe, junge Bands zu nem Plattenvertrieb, zu nem deal, zu geld und zu Ruhm zu verhelfen. In einem der härtesten Businesses der Welt. In diesem Beruf musst vor allem folgende Vorraussetzungen erfüllen:

- Skrupellosigkeit
- Gutes Lügen (Bands mit deinen Versprechen Hoffnungen machen, viel geld dafür
verlangen und sie dann fallen lassen)
- Du musst deinen Musikgeschmack ausschalten und die Musik nur nach kommerzieller
Verwertbarkeit beurteilen
- Du musst beides oben verdammt gut können, weil du sonst keine Chance gegen die hast,
die es können

Zitat2:
"Wenn du ein schlechtes Review hast, Schmeiß alles weg. Deinen Namen, dein Logo, deine Homepage. Lass die selbe CD unter nem anderen Namen pressen und versuch es nochmal."

Zitat3:
"was euer basser hat ne Firma? Schmeiß ihn raus, der bringt euch gar nix, wenn ich euch helfe. Weil bei der ersten Tour zieht er den Schwanz ein."

Zitat4:
"Ich kenn zig Plattenfirmen die euch sofort nehmen würden."
"Ok rück mal mit den Adressen raus, wir gebens an unsern promoter weiter"
"Wenn du die Rechnung dafür bezahlen kannst."


So und nun noch die Quellen der Zitate, was das schlimmste ist.
Diese Zitat stammen alle von nem A&Rler, der auch noch ein alter Kumpel unseres Sängers ist. Er hat schon einige Größen Promotet und viele Bands zu deals verholfen. Wir haben uns mit ihm getroffen weil wir uns erhofft haben, dass er uns evtl als Freundschftsdienst ein paar Tips gibt (und nur das). Die Zitate oben sind so das was mir im Kopf geblieben ist....

Also mein persönliches Fazit:
A&Rler wollen nichts als Kohle machen und scheren sich einen Dreck um Musik oder das Wohl der Bands.
 
Also ich habe schon zwie kennengelernt die diesen Beruf machen und kann dir nur raten:

Lass es, der Bruf macht dich zum Arschloch.

Ich als Musiker aus dem Herzen finde das Vorgehen, die Einstellung und die Geldgier dieser Berufsparte sowas von charakterschwach und oberflächlich dass ich am liebsten nichts mehr mit solchen menschen zu tun haben will.

Meine Erfahrungen (mit Zitaten untermauert):

Zitat 1:
"Scheiß auf die Texte, die liest eh keiner. Es muss kommerziell sein und sich verkaufen lassen"

Ungefähr so musst du denken, wenn du diesen Beruf erfolgreich meistern willst. Es geht in diesem Beruf um die Aufgabe, junge Bands zu nem Plattenvertrieb, zu nem deal, zu geld und zu Ruhm zu verhelfen. In einem der härtesten Businesses der Welt. In diesem Beruf musst vor allem folgende Vorraussetzungen erfüllen:

- Skrupellosigkeit
- Gutes Lügen (Bands mit deinen Versprechen Hoffnungen machen, viel geld dafür
verlangen und sie dann fallen lassen)
- Du musst deinen Musikgeschmack ausschalten und die Musik nur nach kommerzieller
Verwertbarkeit beurteilen
- Du musst beides oben verdammt gut können, weil du sonst keine Chance gegen die hast,
die es können

Zitat2:
"Wenn du ein schlechtes Review hast, Schmeiß alles weg. Deinen Namen, dein Logo, deine Homepage. Lass die selbe CD unter nem anderen Namen pressen und versuch es nochmal."

Zitat3:
"was euer basser hat ne Firma? Schmeiß ihn raus, der bringt euch gar nix, wenn ich euch helfe. Weil bei der ersten Tour zieht er den Schwanz ein."

Zitat4:
"Ich kenn zig Plattenfirmen die euch sofort nehmen würden."
"Ok rück mal mit den Adressen raus, wir gebens an unsern promoter weiter"
"Wenn du die Rechnung dafür bezahlen kannst."


So und nun noch die Quellen der Zitate, was das schlimmste ist.
Diese Zitat stammen alle von nem A&Rler, der auch noch ein alter Kumpel unseres Sängers ist. Er hat schon einige Größen Promotet und viele Bands zu deals verholfen. Wir haben uns mit ihm getroffen weil wir uns erhofft haben, dass er uns evtl als Freundschftsdienst ein paar Tips gibt (und nur das). Die Zitate oben sind so das was mir im Kopf geblieben ist....

Also mein persönliches Fazit:
A&Rler wollen nichts als Kohle machen und scheren sich einen Dreck um Musik oder das Wohl der Bands.

... Ich kenn dutzende A&Rs von Universal, Sony, Warner Bros. oder anderen "bösen" Majors und hatte auch schon einige aufreibende Situationen. Das Musikbusiness ist echt nicht gerade ne grüne Spielwiese, aber KEIN A&R würde sich herablassen, so etwas zu sagen oder so zu denken. Allerdings hätte ich in diesem Forum nun auch nicht wirklich etwas anderes erwartet...

Praktika machen in der Tat Sinn, einfach um den Alltag bei einem Plattenlabel kennenzulernen. Die Popakademie in Mannheim ist eine Institution der Majors, an der man direkt das Musikbusiness "studieren" kann... Hast du dich da mal umgesehen?

Cheers
 
aber KEIN A&R würde sich herablassen, so etwas zu sagen oder so zu denken.

Sagen tun sie es net, aber denken schon eher. Es gibt auch "korrekte", die auch ein "Herz" für Musik haben und sich reinhängen (solange Geldfluss absehbar ist.. und wehe, wenn nicht mehr...). Aber klar bleibt: Es gibt auch jede Menge arroganter Säcke darunter. Und alle (die "Guten" und die "Bösen") sitzen auf einem einsenharten Schleuderstuhl, der sie von heut auf morgen in die Umlaufbahn katapultieren kann.
 
.aber KEIN A&R würde sich herablassen, so etwas zu sagen oder so zu denken. Allerdings hätte ich in diesem Forum nun auch nicht wirklich etwas anderes erwartet...

Der ders zu mir gesagt hat wohl schon....
Und das trotz freunschaft zu nem Bandmitglied...
 
Die Popakademie in Mannheim ist eine Institution der Majors, an der man direkt das Musikbusiness "studieren" kann... Hast du dich da mal umgesehen?

Lass die Anführungsziechen ruhig weg.
An der Popakademie kannst alle 5(?) Arten der Manager'kunst' studieren. Eventmanager, aber auch Artistmanager ;-)

Klick dich doch mal rein.. ein Bekannter hat dort Gesang studiert und *nicht lachen* ein Kumpel einer meiner Lehrer studiert in Mannheim Musikrecht...
 
Der Thread ist seit 11 Monaten tot, ich glaube kaum, dass der Threadersteller das heute noch liest ;)
 

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