Der große Korg Kronos Thread

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Meine Frage ist ja auch, warum man das Ding, trotz des altbackenen Konzepts und der Tücken trotzdem liebt? Bisher hab ich nur das rausgehört: viele Synthesen, man muss weniger mitschleppen - Ende.

Was sind denn dann noch die tollen Features an dem Ding? Sagts mir, dafür frag ich das ja, damit ich dem Kronos nicht Unrecht tue!

Hallo Clipnotic,

ich denke, dass ich nicht in dein obiges Schema passe, denn ich bin weder Alleinunterhalter, noch Bandmusiker und auch kein Soundtüftler. Für mich war der Kaufgrund einzig und allein, dass es 9 unterschiedliche Klangerzeugungsverfahren gibt. Die Bedienbarkeit bezüglich Combi, Programs und auch der Set Lists finde ich sehr überzeugend - auch wenn ich es wahrscheinlich nie live benötigen werde.
In einigen anderen Bereichen finde ich das Yamaha Bedienkonzept überzeugender, zum Beispiel verstehe ich nicht, warum es keine globalen Schalter gibt, um zu transponieren.
Warum werden wenig Änderungen am Workstationkonzept gemacht? Ich nehme an, weil ein solches Gerät nicht unbedingt im Preisrahmen eines Teen- oder Twen-Jungmusikers liegt und die älteren sich einfach nicht an neue Konzepte gewöhnen wollen. Das Gerät selber ist sehr komplex und die Bedienungsanleitung sehr, sehr umfangreich. Könnte ich nicht den "einfachen" Weg gehen und das mir vertraute Cubase zum Aufnehmen der Midispuren nutzen, dann würde ich mich wohl auch in die Produktionsumgebung einarbeiten. Als Berufstätiger mit nur nächtlichen Musizierzeiten möchte ich aber die Zeit nicht darauf verschwenden.
Hier liegt auch das einzige, was mich an Korgs Produktpolitik wirklich stört (und auch sauer macht): Der Kronos Editor wurde als Super Verbindung in die DAW-Software angepriesen, genau dieses Versprechen hat Korg bislang aus meiner Sicht nicht wahr gemacht.
Sehr schön für die Bedienung empfinde ich auch den Touchscreen. Die Fenster sind aus meiner Sicht übersichtlich und (meist) leicht verständlich.

Meine "Liebe" zu dem Gerät kommt vermutlich daher, weil es in allen Bereichen viele Möglichkeiten bietet und für meinen Musikgeschmack die meisten Dinge bietet, die mir soundtechnisch gesehen wichtig sind. Im Vergleich dazu klingt die Synthesizer Sektion des MM6 (mit den Sounds vom Motif XS) einfach furchtbar langweilig und eintönig.

Der Kronos ist ohne Frage ein Gamechanger, wenn auch nicht der ultimative alles verdrängende Synthesizer. Es gibt viele andere Geräte da draußen, die mir aus unterschiedlichen Gründen gefallen (NordStage, Accelerator, OpenLabs) und die sicher auch gut sind, aber jetzt und in den nächsten Jahren hatte ich nur einmal die Möglichkeit ein Gerät in dieser Preisklasse zu kaufen und aus meiner Sicht ist das die Investition, die am meisten Spaß bringt.
 
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@Jens:

na ja also wenn ich jetzt mal auf die Produktseite von Korg gehe, dann steht da oben schon direkt unter der Unterschrift:

"Live | Producing | Synthese"

nur ein Beispiel .. und das war bei Workstations doch immer schon so, angepriesen als Vollmilchsäue vom Hersteller und das dem nicht so ist, haben die User dann in den Foren einem erklärt ... früher hat da auch mal funktioniert aber heute nicht mehr

Na ja und ich kann jetzt nur von den Leuten berichten die eben so wie ich Musik produzieren und online verbreiten also eben alle die, die nicht mit ner Band Musik machen sondern sozusagen Songs alleine produzieren ... ob das so ein kleiner Markt ist, möchte ich mal bezweifeln, eigentlich wird der doch immer größer? Aber auf jeden Fall ist der Bandbereich ein ebenso großer. Aber ob die Hersteller das produzieren was der Markt will und gekauft wird, glaub ich schon lange nicht mehr ... meiner Meinung nach wird eher in große Reißermarketing Strategien, gefakte Testberichte und zig Award Siegel investiert um ein Produkt immer sofort als Goldgrube darzustellen ... gut aber das ist eigentlich jetzt dann wirklich ein Off Topic Thema ... was ich aber sagen kann ist, dass von allen Musikern die ich kenne, und das sind einige hundert, die ich richtig gut kenne, sich keiner mehr ne Workstation antun würde nach dem Konzept bisher, einen kenn ich noch der nen Oasys hat und dem aber vieles stinkt ...

Und na ja nicht zufrieden sein, soviel verlang ich doch gar nicht:

- stabile Hardware
- nen ordentlichen Sequencer der einem auch praktisch was nützt
- nen ordentlichen Workflow grad bei so vielen Synthesen um die auch toll steuern zu können
- vielleicht ein paar Regler noch mehr oben drauf packen, grad für die analogen Synthesen ...

- klasse Vorschläge auch von Dir mit dem Bildschirm anschließen - gibts übrigens auch schon im Rhizome ..

Also so ganz Future ist dann nämlich mittlerweile alles gar nicht mehr, sowas wird tatsächlich auch schon gebaut! Und das sind doch keine große Wünsche und da müsste man das Rad auch nicht neu erfinden, soweit war Korg doch selbst schon mal ansatzweise als sie das Update für die M3 gemacht hatten ... (Piano Rolle Sequencer z. B., Radias als Modul draufpacken können ... )

Ne, also ich empfinde das nicht als übermäßige Wünsche und nicht zufrieden sein ist es auch nicht, sondern das erwarte ich bei nem neuen Gerät. Für mich hat Korg sich einfach gedacht, wir packen jetzt den Oasys in ne günstigere Kiste und gut ists ... das reicht mir nicht, vor allem weil ja auch Oasys User auf vieles vergeblich gewartet hatten ... auch ein anderes Thema.

Aber wo Du auf jeden Fall Recht hast, ist natürlich das Risiko nen wirklichen "Game Changer" zu bauen und ob das dann auch angenommen wird, grad von den bisherigen Workstation Freunden, denn das würde dann doch ein großes Umdenken für diese bedeuten ... ich würd mir auf jeden Fall so nen Game Changer dann auch auf Money Back nach Hause holen ! :)

Ach ja meine zig tausend DX7 Sound lad ich den FM8 von NI ... hat bei Ebay 80 EUR gekostet ...

Aber echt jetzt:
Als Livegerät versteh ich, dass man den Kronos sehr schätzt, mir gehts nur um den Rest ...


@SillySybok:

Vielen Dank für Deine Einschätzung, das ist mal sehr interessant auch zu hören, von Jemandem der nicht in die typische Kategorie der Liebhaber passt ..

Und ja also ne neue EMX soll das nicht werden, bin ja auch kein Teen mehr und mach seit ein paar Jährchen rum mit Soundstöpsellei :)

Und absolut, das mit dem Editor ist auch so ein Ding! Einerseits will man den Sequencer nicht ausbauen und mit dem Editor hat man dann so ein Geschiss wieder - damit macht man das Gerät erst Recht noch zu ner Standalone Kiste die man nur mit Gefummel und über Interfaces dann irgendwie in den PC aufnehmen soll ... das tu ich mir 2012 nicht mehr an, da könnten auch 20 Synthesen drin, ne echt nicht ... die nützen mir nix, wenn ich sie nicht stressfrei raus aus dieser Kiste kriege ...

Das sind genauso diese kleinen Dinge, wäre das nicht so, könnte so ein Kronos mit 9 Synthese ne wirklich Allroundwaffe für alle werden!
 
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Moin!
Och nö. Hypes sind mir ziemlich egal, für meine Zwecke ist der Kronos (trotz kleiner Schwächen) die Maschine schlechthin - genau die Kombination auf die ich immer gewartet habe: Schwerpunkte auf Piano, EP und Orgel, eine Sampleschleuder mit der Möglichkeit, auch selbst zu samplen, und dazu noch ein bisschen was für fette Analogsounds. Die Krone setzt dem auf, dass mein erster Synth (DX7) quasi 1:1 auch mit drin ist und ich endlich mit den Setlists meine Sounds nicht nur sauber verwalten, sondern mir auch noch meine Akkord- und Ablauf-Spickzettel sparen kann.

Was ich nur bedingt verstehen kann, ist, dass einige dann immer noch nicht zufrieden sind (mit dem Konzept als solchem!) und sich wundern, dass das Ding nicht auch noch Kaffee kochen und Gigs buchen kann. Ich meine, 3000 Schleifen sind viel Geld, aber im Bereich der Top-Workstations nicht viel mehr als die Konkurrenz verlangt. Beim Preis eines OASYS hätte ich das verstanden, aber so? ...

Dem (und deinem ganzen post) kann ich mich nur anschließen.

Im übrigen ist hier gar nichts Ärgerliches passiert. im Gegenteil. Die Wiederholungsschleife von für Kronos-User uninteressanten (weil in ihrer alltäglichen Praxis längst beantworteteten) Fragen hat nur inzwischen dazu geführt, dass neben dem allgemeinen auch ein User-Thread eröffnet wurde. Beide haben ihren Sinn, und nichts daran ist auch nur ansatzweise ein Problem.

Ich finde genau wie Jens die hier diskutierten Fragen nicht besonders aufregend, auch wenn manche mir genau wie ihm etwas seltsam vorkommen.
Der Kronos wird von seinen Nutzern besonders gern live eingesetzt, weil das einfach Spass macht, mit dieser vielseitigen Kiste und ihrem Sertlist-Komfort. Wenn man dann noch auf dem Klang, besonders auf dem der selbst angepassten oder programmierten Sounds steht, mehr oder weniger alle erforderlichen Klänge und Syntheseformen in einem Gerät griffbereit hat und dazu noch dauernd erstaunt-positives Feedback von Mitmusikern und Zuhörern kriegt, ist es ja klar, dass man hier - trotz weniger berechtiger Kritikpunkte - insgesamt wenig Anlass für Unzufriedenheit hat.

Soweit ich das überblicken kann, benutzen Kronos-Spieler die Kiste aber wegen vieler hervorragender Sounds genauso zum Aufnehmen. Dabei ist kaum jemand so bescheuert, den eingebauten Sequencer als Ersatz für Cubase, Sonar, Logic, Reaper, Studio One oder andere komfortable Software-Sequencer misszuverstehen.

In meinem Alltag funktioniert das ganz anders: ich sitze vorm Kronos im Heimstudio und hab eine Idee. Bevor ich auf dem (direkt neben dem Kronos stehenden!) Musik-Notebook das Sequencer-Programm anwerfe, finde ich es viel bequemer, direkt am Kronos die Idee aufzunehmen, indem ich das gerade gespielte Programm oder die Combi per simpler Tastenkombination spielbereit in den Sequencer hole und loslege. Anschließend speichere ich die Idee(n), oft samt Bass-Riff und ungefähr passendem drumgroove, als SMF auf USB Stick. Dann habe ich später alle Möglichkeiten, aus den Idéen in meiner DAW Stücke zu machen.

Und innerhalb der Software DAW wird dann auch wiederum niemand so bescheuert sein, sich selbst Möglichkeiten zu nehmen. Da bevorzuge ich zum Teil die Sounds meiner Hardware (Kronos, Moogs, TI, Rhodes MkI) und zum Teil Software (Drums, einzelne Sounds) je nachdem. So etwas wie eine grundlegende Entscheidung zwischen Kronos (oder anderer Hardware) und Software gibt's nach meiner Erfahrung in der Wirklichkeit der mir bekannten Keyboarder überhaupt nicht: das ist eine völlig künstliche, hypothetische und praktisch komplett irrelevante Alternative, die hier in den Raum gestellt wird.

Hätte ich ein zu kleines Budget, um Hard- und Software nebeneinander zu benutzen, und würde nie live spielen, wäre ganz klar eine reine Software-Lösung die sinnvollere Alternative. Das würde ich dann aber nicht in einem Kronos-Thread diskutieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Clipnotic,

In einigen anderen Bereichen finde ich das Yamaha Bedienkonzept überzeugender, zum Beispiel verstehe ich nicht, warum es keine globalen Schalter gibt, um zu transponieren.


Gibt es doch oO .... Global -> Page0 "Basic Setup" -> oben links "Key Transpose"
Im Handbuch übrigens auf Seite 156.
 
...das problem bei dieser funktion ist allerdings, dass er die transponierung dadurch erreicht, dass sozusagen die komplette tastatur verschoben wird und sich somit die splitpunkte mit verschieben

transponieren innerhalb einer combi sollte man immer über die pitch-parameter der einzelnen timbres machen

achja und was ich unbedingt noch loswerden wollte
vollmilch ist sicher was feines
aber wenn schon dann ist es die "eierlegende Wollmilchsau"
das andere macht nicht so richtig sinn
 
@defrigge:

Zitat:
"Dabei ist kaum jemand so bescheuert, den eingebauten Sequencer als Ersatz für Cubase, Sonar, Logic, Reaper, Studio One oder andere komfortable Software-Sequencer misszuverstehen." - Zitat Ende -


Hab ich in keinem Wort so gesagt, es geht lediglich darum warum man dem Kronos Sequencer nicht wenigstens ein paar mehr Features gönnen will, die einfach Standard sind - ich red hier nicht von ner Cubase Oberfläche .. ! So ist der aber jetzt ein schlechter Witz von übergestern sogar für Korg selbst! Denn in der M3 und sogar in der Kiddi EMX haben sie gezeigt, dass sie eigentlich mehr könnten, wenn sie wollten ...


Zitat:
"In meinem Alltag funktioniert das ganz anders: ich sitze vorm Kronos im Heimstudio und hab eine Idee. Bevor ich auf dem (direkt neben dem Kronos stehenden!) Musik-Notebook das Sequencer-Programm anwerfe, finde ich es viel bequemer, direkt am Kronos die Idee aufzunehmen, indem ich das gerade gespielte Programm oder die Combi per simpler Tastenkombination spielbereit in den Sequencer hole und loslege. Anschließend speichere ich die Idee(n), oft samt Bass-Riff und ungefähr passendem drumgroove, als SMF auf USB Stick. Dann habe ich später alle Möglichkeiten, aus den Idéen in meiner DAW Stücke zu machen." - Zitat Ende -

Ne interessante Arbeitsweise! Mir persönlich wär das nur irgendwie doppelte gemoppelt ... aber jeder arbeitet anders!

Versteh ich das auch richtig überhaupt ?:

Du haust also ne Idee in den Kronos, der eigentlich die dicksten Sound und Synthesemöglichkeiten schon drinne hat. Und aus Stücken davon machst dann in der DAW übertragen weiter? Und wenn Du was an der Idee ändern willst also grad am Sound selbst z. B., gehst wieder zurück zum Kronos und das Spiel geht von vorne los?

Also ich arbeite so, ich schalte meine PC Kiste ein und in ner Minute ist die da, dann öffne ich meine DAW und dort ein vorbereitetes Template mit Basisautomationen usw. .. und dann spiel ich rum, mach also ne Idee rein und dann bau ich die Idee gleich aus, programmiere Sounds, mische die noch dabei zurecht ... drück auf Export, wenn der Song sitzt und schick die Einzelspuren dann an ein Masteringstudio. Ich kann da eben jederzeit was ändern, nachbessern usw. .. ohne irgendwas hin und her zu transportieren ... denn das würde mir die Kreativität zerstören weil ich oft auch einfach mal irgendwas rumprobiere ...

Zitat:
"Und innerhalb der Software DAW wird dann auch wiederum niemand so bescheuert sein, sich selbst Möglichkeiten zu nehmen. Da bevorzuge ich zum Teil die Sounds meiner Hardware (Kronos, Moogs, TI, Rhodes MkI) und zum Teil Software (Drums, einzelne Sounds) je nachdem. So etwas wie eine grundlegende Entscheidung zwischen Kronos (oder anderer Hardware) und Software gibt's nach meiner Erfahrung in der Wirkleichkeit der mir bekannten Keyboarder überhaupt nicht: das ist eine völlig künstliche, hypothetische und praktisch komplett irrelevante Alternative, die hier in den Raum gestellt wird." - Zitat Ende -

Hab ich ebenfalls nicht gesagt und seh es sogar ähnlich wie Du, was den Soft- Hardwarevergleich betrifft - bitte auch erst lesen was ich schreibe und dann antworten! Steht nämlich in meinem vorigen Post drin!


Zitat:
"Hätte ich ein zu kleines Budget, um Hard- und Software nebeneinander zu benutzen, und würde nie live spielen, wäre ganz klar eine reine Software-Lösung die sinnvollere Alternative. Das würde ich dann aber nicht in einem Kronos-Thread diskutieren." - Zitat Ende -

Wenn ne Workstation wie der Kronos groß als "Game Changer" damit wirbt, mit so Dingen wie DAW Einbindung über Plugin und was weiß ich noch alles, dann muss sich so ein Gerät 2012 dann auch mit entsprechenden VST-Softwärevergleichen auseinandersetzen können! Denn das nutzen DAW User nun mal oder nicht? Nen alten Analogsynthesizer bräucht man sicher nicht damit vergleichen aber nen Kronos find ich schon!? Das hat sich Korg diesmal selbst zu zu schreiben!
 
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@defrigge: Wenn ne Workstation wie der Kronos groß als "Game Changer" damit wirbt, mit so Dingen wie DAW Einbindung über Plugin und was weiß ich noch alles, dann muss sich so ein Gerät 2012 dann auch mit entsprechenden VST-Softwärevergleichen auseinandersetzen können! Denn das nutzen DAW User nun mal oder nicht? Nen alten Analogsynthesizer bräucht man sicher nicht damit vergleichen aber nen Kronos find ich schon!? Das hat sich Korg diesmal selbst zu zu schreiben!


Korg hat die Editor/Plugin-Entwicklung ausgelagert und dabei, wie fast alle Kronos-User übereinstimmend und zu Recht finden, komplett in den Sand gesetzt. Trotzdem kann man den Kronos immer noch mühelos multitimbral in einer Software-DAW aufnehmen und kriegt vom Editor dafür immerhin die kompletten Instrument-Definitionen aus dem Kronos in die gebräuchlisten DAWs importiert.

Alles andere halte ich für ein reines Missverständnis auf Deiner Seite.

- "Gamechanger" ist erstmal ein reiner Werbebegriff, der inhaltlich auf die Summe der Kronos-Eigenschaften zielt.
Als Kronos-User stimme ich dem Begriff dennoch aus einem ganz simplen Grund zu: es war für mich noch nie auch nur annähernd so gut möglich, so viele hochwertige Sounds unterschiedlicher Soundkategorien mit einem Synth bei einem so leistungsfähigen und kompfrtablen OS auf einem einzelnen Gerät zu nutzen. Ich hatte nie einen anderen Synth, von dem ich das in annähernd vergleichbarem Umfang sagen könnte, und ich sehe auch keinen einzigen aktuellen, von dem ich das auch nur annähernd in diesem Umfang sagen würde. Also hat der Synth mein "game" ganz sicher geändert.

Die andere Forderung, dass so ein Gerät sich mit enstprechenden VST-Softwarevergleichen auseinanderzusetzen habe, halte ich aus den oben schon genannten Gründen für reinen Unsinn, weil die künstliche Alternative Hardware-Synth und Software-DAW nicht das geringste mit der heutigen Alltagswirklichkeit der mir bekannten Keyboarder zu tun hat, und mit meiner eigenen am allerwenigsten.

P.S.
Deinem Nachtrag zur Arbeitsweise Kronos/DAW merkt man wirklich an, dass Du das nicht verstehst, weil du den Kronos nicht kennst und nicht benutzt, also halt dich mal lieber mit vorschnellen Urteilen zurück. In meiner Software-DAW habe ich Templates, in denen einige Spuren für den Kronos reserviert sind. Und auf dem Kronos habe ich Kombis, die ich jederzeit diesen Spuren zuweisen kann (beliebige Midi-Routings all meiner Hardware über ein Motu Midi Express). So lässt sich völlig mühelos Midi-Material vom Kronos im der Software-Daw verarbeiten (da wird nicht irgenwas hin- und her transportiert). Dort kann ich dann frei zuweisen, was für Sounds ich bevorzuge, egal von welcher Hard- oder Software. Nichts daran ist umständlicher als ein Arbeiten mit vielen verschiedenen Software VSTis. Du würdest das wahrscheinlich besser verstehen, wenn Du es mal in der Praxis erlebt hättest.
 
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gut jetzt versteh ich dich besser - du siehst das natürlich aus der Sicht von nem Keyboarder - ja gut ein Keyboarder ist natürlich auch ne ganz eigene Musikergruppe wieder! Also das für Dich dann solche Vergleiche weniger zählen, kann ich verstehen ... aber wie gesagt es gibt noch andere Musikergruppen! Und die fühlen sich vom Kronos eben nun angesprochen weil eben auch andere Synthesen drinne sind! Wenn das nur Piano und Orgel wären ... dann tät ich zum Beispiel gar nicht fragen! Aber da ist ja eben viel mehr nun drin auch ...

Und mit dem Editor:

Das ist mal sehr interessant zu hören. Könntest Du mal kurz beschreiben wie das praktisch läuft, also wie man praktisch diese Einbindung realsiert - also mal ganz simpel, wie kriegt man dann z. B. 8 oder 16 Einzelspuren aus dem Kronos raus in die DAW übertragen?

Genau deshalb frag ich ja so blöd rum, wenn mich Leute die das Ding gut checken von anderen Dingen überzeugen können, bin ich da dankbar für!
 
Dem Post von defrigge habe ich kaum etwas hinzuzufügen, ein paar Sachen nur:

na ja also wenn ich jetzt mal auf die Produktseite von Korg gehe, dann steht da oben schon direkt unter der Unterschrift:
"Live | Producing | Synthese"
...sehe ich auf der .com Seite nicht, aber auf der deutschen steht sinngemäß das gleiche. Wenn man da mal draufklickt (http://www.korg.de/produkte/synthesizer/kronos-produktinfo/kronos-produktinfo-2.html), dann wird der Sequencer eher am Rande erwähnt. Hauptsächlich wird für den Einsatz des Kronos im Studio (nicht als solches) geworben - wie gesagt, da besteht auch noch Nachholbedarf.
Aber mal ehrlich: Wer wirklich aufgrund solcher Marketing-Aussagen erwartet, dass ein Synthesizer mit eingebautem Sequencer ein komplettes Studio auch nur ansatzweise ersetzen kann, dem ist nicht zu helfen. Und ich kenne BTW auch wirklich niemanden, der alleine mit einer Workstation - ob heute oder vor 15 Jahren - ernsthaft Musik produziert oder das wirklich will.

nur ein Beispiel .. und das war bei Workstations doch immer schon so, angepriesen als Vollmilchsäue vom Hersteller und das dem nicht so ist, haben die User dann in den Foren einem erklärt ... früher hat da auch mal funktioniert aber heute nicht mehr
Die Wollmilchsäue... Also, nur, weil ein Gerät (ob laut Aussage des Herstellers oder tatsächlich) "alles" kann, heißt das noch lange nicht, dass es für die einzelnen Dinge, aus denen sich "alles" zusammensetzt, jeweils besser ist als eine Speziallösung. Am Schweizer Messer ist auch "alles" dran. Trotzdem gibt es wesentlich bessere Korkenzieher, die Heizung repariere ich lieber mit einer ausgewachsenen Wasserpumpenzange usw. Was du forderst, ist, dass Hersteller XYZ von allem das beste nimmt und es in ein Gerät packt. Also quasi das Leatherman mit Damaszenerklinge, Gripzange, Akkuschrauber, Laserpeilung etc. Unbezahlbar. Oder ein LKW mit dem Innenraumkomfort einer S-Klasse, 40t Zuladung, 300 Spitze und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 3 Sekunden. Ich behaupte: das ist auch in 2012 nicht für 3000 Euro zu machen.

Na ja und ich kann jetzt nur von den Leuten berichten die eben so wie ich Musik produzieren und online verbreiten also eben alle die, die nicht mit ner Band Musik machen sondern sozusagen Songs alleine produzieren ... ob das so ein kleiner Markt ist, möchte ich mal bezweifeln,
Der Markt derer, die Musik produzieren ist sicher nicht klein. Aber der Markt derer, die zum (ernsthaften / professionellen) Musikproduzieren genau ein Gerät haben wollen, das alles kann, ist nahezu 0. Ich fände es z.B. von Korg aus Sicht ihrer Kunden viel wichtiger, dass sie die längst versprochene DAW-Anbindung sauber umsetzen, als dass sie den internen Sequenzer verbessern.

Und na ja nicht zufrieden sein, soviel verlang ich doch gar nicht:

- stabile Hardware
- nen ordentlichen Sequencer der einem auch praktisch was nützt
- nen ordentlichen Workflow grad bei so vielen Synthesen um die auch toll steuern zu können
- vielleicht ein paar Regler noch mehr oben drauf packen, grad für die analogen Synthesen ...
Wieviele Regler brauchst du denn noch? Ansonsten würde ich sagen: Such dir was aus, es gibt genug Auswahl. Und wenn dir dann das Konzept der Workstation an sich das alles nicht bieten kann, dann bleib beim PC - Wenn du dann noch einen Hardwarecontroller drauflegst, hast du alles, was du willst:
102300d1228324910-custom-studio-workstations-s.f76-studio.jpg


Stabile Hardware, viele Knöppe, den Workflow deiner Wahl, und auch den Sequencer deiner Wahl. Kostet halt mehr als 3000...

Man kann übrigens den Schuh auch umdrehen: Warum sollen die 90% Live-Keyboarder das ultimative Komplettstudio mitbezahlen, wenn es nur eine Minderheit braucht?
Vielleicht kommt ja auch 2014 der Kronos XXL für 6000,-, der dann all das hat, was du gerne hättest...

---------- Post hinzugefügt um 12:09:36 ---------- Letzter Beitrag war um 12:00:13 ----------

Das ist mal sehr interessant zu hören. Könntest Du mal kurz beschreiben wie das praktisch läuft, also wie man praktisch diese Einbindung realisiert - also mal ganz simpel, wie kriegt man dann 8 Einzelspuren aus dem Kronos raus in die DAW übertragen?
...fertig gerenderte Audiospuren? 6 simultan über die Analog-Outs + 2 wahlweise über USB oder SPDIF. In der Regel wird man aber so nicht arbeiten. Wenn man mit einer PC-DAW arbeitet und den Kronos als Soundengine benutzt, wird man wohl sinnigerweise den internen Sequencer nicht mehr benutzen. Sollte man vorher eine Idee am Kronos ausgearbeitet haben, überspielt man die Midi-Daten einmal(!) in die DAW und macht den Kram dann von da aus. Über das Plugin steuert man die Soundparameter fern (z.B. Automation) und gibt "Kronos" als Summe auf bis zu 6 analogen plus 4 digitalen Kanälen aus, wobei der Kronos jeweils live die Sounds erzeugt. Gerendert wird am Schluss. Und wenn man dabei wirklich nicht mit einem Downmix auf 6-10 Spuren auskommt, dann rendert man halt in zwei Durchgängen.
 
@Jens:

Ich fände es z.B. von Korg aus Sicht ihrer Kunden viel wichtiger, dass sie die längst versprochene DAW-Anbindung sauber umsetzen, als dass sie den internen Sequenzer verbessern.

Absolut! Wir sind gar nicht soweit auseinander eigentlich! Wenn die DAW Anbindung sauber läuft, dann bräuchte auch einer wie ich keinen ausgefuchsteren Sequencer mehr - nur wenn beides nicht gegeben ist, wie es ja scheinbar ist beim Kronos ... ?


Der Markt derer, die Musik produzieren ist sicher nicht klein. Aber der Markt derer, die zum (ernsthaften / professionellen) Musikproduzieren

Ja das klingt immer so, aber vielleicht versteh ich das falsch? So mit dem ernsthaften / professionellen Musikproduzieren. Gut ich hab jetzt auch ein paar Mal was released schon aber halte mich vielleicht grad mal für semiprofessionell, aber ein kleiner Noob bin ich nicht mehr und Nexus Massenmusik mache ich auch nicht ... und ich kenn Leute die produzieren ebenfalls ernsthaft auf Topniveau auch mit was anderem als mit nem Keyboard! Also diese Reduzieren ist heutzutage nicht mehr angebracht ... das nur mal so, falls ich was falsch verstanden hab - dann steht dieser Absatz nicht da! :)

Hast übrigens nen schönen Soundraum!

Mit nem Hardwarecontroller hast Recht, hat man eh schon rumfliegen!

Zum Preis:

Na ja ein Sequencer- oder Plugin Update müsste eigentlich nicht unbedingt den Preis erhöhen oder ... ? Und schau, jetzt zahlt ihr das doch eh schon alles mit .. ist doch alles schon drin, müsste man nur noch optimieren!


Vielen Dank auch für die Erklärung mit der Anbindung! Also hört sich für mich schon noch ein bissle nach Stöpselei an? Aber ist gut zu wissen, dass man das zumindest halbwegs umgesetzt kriegt ... könnt aber doch ein bissle bequemer sein vielleicht? Grad bei so vielen Synthesen wird man ja doch viele Spuren aus dem Kronos haben wollen oder? Wenn man da ewig am Hin- und Her Rendern ist ... puh :)
 
gut jetzt versteh ich dich besser - du siehst das natürlich aus der Sicht von nem Keyboarder - ja gut ein Keyboarder ist natürlich auch ne ganz eigene Musikergruppe wieder! Also das für Dich dann solche Vergleiche weniger zählen, kann ich verstehen ... aber wie gesagt es gibt noch andere Musikergruppen! Und die fühlen sich vom Kronos eben nun angesprochen weil eben auch andere Synthesen drinne sind! Wenn das nur Piano und Orgel wären ... dann tät ich zum Beispiel gar nicht fragen! Aber da ist ja eben viel mehr nun drin auch ...

Und mit dem Editor:

Das ist mal sehr interessant zu hören. Könntest Du mal kurz beschreiben wie das praktisch läuft, also wie man praktisch diese Einbindung realsiert - also mal ganz simpel, wie kriegt man dann z. B. 8 oder 16 Einzelspuren aus dem Kronos raus in die DAW übertragen?

Genau deshalb frag ich ja so blöd rum, wenn mich Leute die das Ding gut checken von anderen Dingen überzeugen können, bin ich da dankbar für!

Jetzt verblüffst Du mich aber:
Ich würde den Kauf eines Kronos überhaupt nicht in Erwägung ziehen, wenn ich kein Keyboarder wäre.

Konkrete Fragen lassen sich leichter beantworten als lange Statements:
ich belege innerhalb der Software-DAW nie mehr als 4-6 Spuren mit multitimbralen Kronos-Sounds, eben weil ich ja auch andere Hard- und Software verwende.
Das ist in der Praxis sehr unterschiedlich: es kann auch vorkommen, dass ich nur ein einziges Kronos-EP zwischen Moog-Sounds und Software-Sounds aufnehme, oder dass ich umgekehrt das meiste mit Kronos-Sounds abdecke und nur drums und ein oder zwei andere sounds ergänze.

Aber das Aufnehmen einer Idee, die am Kronos entsteht (und da entstehen wegen des schnellen Zugriffs über ein integriertes Gerät mit allem wichtigen an Bord und spielbereiten Combinations nun mal die meisten Ideen), lässt sich natürlich auf keine andere Weise mit besserem und schnellerem workflow realisieren als direkt am Kronos. Für mich geht das wesentlich schneller und effektiver als über Software. Alles Weitere beim Aufnehmen lässt sich dann besser innerhalb der Software (mit dort vorhandenem Zugriff auf Hardware Sounds über midi) umsetzen und anschließend mastern und exportieren.
 
ja ich hatte den Kronos mal in Erwägung gezogen eben wegen der vielen Synthesen. Ich mein, soundtechnisch hat das Ding alles drin was man sich wohl vorstellen kann ... und das ist ja der Trumpf von dem Gerät auch im Moment. Nur wenn ich die "nur" spielen kann .... aber keine ordentlichen Arrangments direkt integrieren kann oder eben nur mit Hin- und Her Rendern / Midis übetragen und sowas ... ja dann bleib ich natürlich bei meinem Software Setup, denn da geht das alles von Haus aus. Dann kann ich aber gleich ne Melo Idee an nem Plugin spielen .. und als Begleit Groove zieh ich eben mal schnell nen Loop als Idee rein .. um dann später nen eigenen Beat zu bauen ..

Vielleicht sollte ich das auch mal umformulieren:

Da steckt soundtechnisch soviel drin in dem Kronos, da will man doch dann ganz viele Spuren von haben und das Ding auch ausreizen oder nicht? ... wäre doch schade, wenn man für 3000 EUR dann immer nur so ein paar Spuren nur davon hat oder? Und wenn ich mir vorstelle, ich will da vielleicht mal 15 Spuren aus dem Ding haben - bis ich das hin und her geschoben und hin und her gemischt krieg ... da würde ich irre werden ! :)

Aber nicht falsch verstehen, ich mag den Korg Sound ja sehr, sonst würde mich das nicht interessieren ... nur ich hätte den gern auch mal angenehm gesteuert gekriegt ...

Wenn der Kronos im Prinzip nur als Zusatz Synth in nem Hardware Park angesehen wird, also eben für ein paar Spuren nur - also dann zahlt man aber ne Menge drauf oder nicht, auch als Keyboarder?
 
Ja das klingt immer so, aber vielleicht versteh ich das falsch? So mit dem ernsthaften / professionellen Musikproduzieren. Gut ich hab jetzt auch ein paar Mal was released schon aber halte mich vielleicht grad mal für semiprofessionell, aber ein kleiner Noob bin ich nicht mehr und Nexus Massenmusik mache ich auch nicht ...
Das sollte kein Seitenhieb sein. Du machst doch offensichtlich schon Musik auf der PC-DAW-Ebene, warum willst du das ändern? Ich habe gerade mal in ein, zwei deiner Tracks reingehört - ich kann mit der Art Musik nichts anfangen, aber das klingt doch ordentlich. Nur: So, wie du das jetzt umsetzt, wirst du das (gerade in Puncto "Workflow") nicht in einem all-in-one-Gerät machen können. Und wenn doch irgendwann in 5 Jahren, dann fängst du letztlich wieder bei null an, weil dein Workflow sicher nicht der selbe ist, den RolaKorYamaNord dann in sein Gerät gepackt hat.

und ich kenn Leute die produzieren ebenfalls ernsthaft auf Topniveau auch mit was anderem als mit nem Keyboard!
Eben! Wer es ernst meint, baut nicht auf eine All-in-one-Lösung, sondern stellt sich sein Setup modular nach seinen Bedürfnissen zusammen. Was ich nur nicht verstehe, warum du dich ausgehend von so einer Situation daran festbeißt, dass der Kronos das alles ersetzen können soll? Du hast doch Erfahrung genug, um die Marketingsprüche auch mal richtig deuten zu können, denke ich...

Hast übrigens nen schönen Soundraum!
Das ist der von Herrn Google, nicht meiner, leider ;)


Zum Preis:
Na ja ein Sequencer- oder Plugin Update müsste eigentlich nicht unbedingt den Preis erhöhen oder ... ? Und schau, jetzt zahlt ihr das doch eh schon alles mit .. ist doch alles schon drin, müsste man nur noch optimieren!
Ach so, Software kostet kein Geld, oder wie? Dir ist schon klar, dass
a) ein guter Teil des Preises des Kronos in der Software steckt und nicht in der Hardware
b) man auf die 3000,- nur kommt, weil man damals mit dem OASYS schon gute Vorarbeit geleistet hat, die man sich (wohl nicht ganz so wie gehofft) von den wenigen, die sich das Teil leisten konnten und wollten, ansatzweise hat finanzieren lassen?

Bis dato sind schätzungsweise 7-8000 Kronos maximal verkauft (wenn man nach den Seriennummern im Netz geht), lass es mal 10000 sein. Nach Abzug von Steuern, Montage, Bauteilkosten, (Zwischen-)handel etc. wirft eine Einheit vielleicht noch 300 Euro ab - und da bin ich schon optimistisch. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Support usw. davon nicht bezahlt wird und alles in die Entwicklung geht, heißt ca. 3 Millionen für Hard- und Softwareentwicklung im Idealfall, bis sich das Ding amortisiert hat. Das reicht in 5 Jahren für maximal(!) 10 Mann. Softwareentwicklung kostet Geld!

Vielen Dank auch für die Erklärung mit der Anbindung! Also hört sich für mich schon noch ein bissle nach Stöpselei an? Aber ist gut zu wissen, dass man das zumindest halbwegs umgesetzt kriegt ... könnt aber doch ein bissle bequemer sein vielleicht? Grad bei so vielen Synthesen wird man ja doch viele Spuren aus dem Kronos haben wollen oder?
Das läuft genauso, wie man seit Jahrzehnten mit Sequencer-losen Synths in einer DAW-Umgebung Musik gemacht hat - mit Tendenz zu "einfacher"...
 
Noch mal: da wird nix hin und hergeschoben.

Eine am Kronos (und aus guten Gründen genau da entstandene) Idee wird in die Sofware-DAW importiert.
Wie ich nachher welche Sounds zuweise oder welche zusätzlichen Spuren hinzufüge, ist damit überhaupt nicht vorweggenommen.
Das ist ein erster, völlig separater Arbeitssschritt, der die endgültige Form des Songs in keiner Weise festlegt.

Beim Fertigstellen nutze ich den Kronos dann als eine mögliche (multitimbrale) Soundquelle (mit allen Optionen: mit oder ohne interne Effekte, mit mehr oder weniger Spuren). Warum sollte ich mehr als die 4-6 Sounds aus dem Kronos verwenden? Ich gehöre sowieso nicht zu denen, die auf 60 Spuren Soundmatch erzeugen, und für die Spuren, die ich aufnehme, wähle ich aus Hard- und Software das aus, was gerade am besten zu meinen Zwecken passt. Das kann z.B. der Orange Tree Jaco Bass und die Orange Tree E-Gitarre neben Toontrack Drums, einem Obi Software-Synthpad und vom Kronos Piano, EP, ein Polysix und ein MS-20 Sound sein oder was auch immer.

Motto "Mischen possible"
 
Zuletzt bearbeitet:
@defrigge:

Ah ok, vielen Dank auch für die Beschreibung noch mal! Ist super mal so die verschiedenen Herangehensweisen gesagt zu kriegen! Und ja 60 Spuren Matsche brauchts wirklich nicht - bei mir hat ein Song so zwischen 12 und 30 im Schnitt :)

@Jens:

Warum will ich das Setup ändern? Gute Frage, um die zu beantworten muss ich aber ein bisschen Off Topic werden, hat aber schon mit dem Kronos zu tun!

Beim reinen DAW Setup ist das mit dem Live immer noch so ne Sache. Klar geht das sehr gut, ein Kumpel von mir macht das rein mit nem Laptop und damit dann auch ein ganzes Electronic Konzert! Hört sich fett an und der kriegt das auch gesteuert. Aber das sieht aus auch ... :D Und ne Mischung also Hardware und DAW, das hab ich ja grad ist auch wieder so ein Stöpselding, Latenzen kompensieren hier, Kabelsalat da ... gut ich hab mir für meine RME mal ne Expansion mit ein paar Line In Eingängen geholt und so krieg ich auch den Virus und TR Rack reingeschliffen aber das dann mit zig Spuren so zu machen ... wäre mir zu stressig, dann mach ich gleich ein East West Pluck auf oder den Omnisphere ...

Meine TrintiyV3 hab ich vor x Jahren eigentlich immer nur für Flächen und FX Atmosphären genutzt, da hatte ich auch noch nen Mixer und ne Jomox Drumkiste rumstehen ... usw. Aus dem Mixer ging das dann raus auf Tape ... Als Sequenzer hatte ich auch ne zeitlang nen Atari Mega St ...

So, und nun sind ja viele Jahre vergangen und für mich wäre mal ein optimales Hardwaregerät eines, das sämtliche Vorteile beider Welten vereint! Also dicke Sounds, genialer Sequencer und ne Möglichkeit die Einzelspuren sauber und stressfrei zu übertragen - noch nen VGA Anschluss dran für nen Monitor - wunderbar!

Und der Kronos hat nun im Prinzip schon mal die Soundengine dafür drinne und auch Karma ist ja ne feine Sache auch, grad für experimentelle Geschichten .. also der hätte durchaus das Potential oder - zumindest wenn Korg das auch mal wollen würde .. ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Also entweder hast du eine sehr eigenwillige Art, Musik zu machen, oder ich versteh es einfach nur nicht...

Ah ok, vielen Dank auch für die Beschreibung noch mal! Ist super mal so die verschiedenen Herangehensweisen gesagt zu kriegen! Und ja 60 Spuren Matsche brauchts wirklich nicht - bei mir hat ein Song so zwischen 12 und 30 im Schnitt :)

Selbst das wäre im Studio kein Problem. Wobei ich wirklich nicht verstehe, wofür man bei Electro simultan 30 reine Midi-Spuren brauchen sollte. Du scheinst das Konzept zu verfolgen, jede Synth-Spur direkt als Audiospur zu rendern, anstatt das Rendering erst zu machen, wenn der Song und der Mix stehen. Wenn das so ist, ist es eine sehr ineffiziente Arbeitsweise. Wenn es nicht so ist, dann hast du mit dem Kronos einen 16- oder im Extremfall 32-timbralen Tonerzeuger, dem so schnell nicht die Puste ausgeht.

Wenn man das Rendering ans Ende setzt, braucht man nicht zwingend einen separaten Audio-Kanal für jeden Sound.

Beim reinen DAW Setup ist das mit dem Live immer noch so ne Sache. Klar geht das sehr gut, ein Kumpel von mir macht das rein mit nem Laptop und damit dann auch ein ganzes Electronic Konzert! Hört sich fett an und der kriegt das auch gesteuert. Aber das sieht aus auch ... :D
Also, mit der Art von Musik live zu performen, setzt doch immer voraus, dass ich vorher schon einen Großteil vorproduziere. Nicht im Sinne fertiger WAV-Tracks - aber z.B. eines vorproduzierten Arrangements aus Midi-Spuren und dem jeweiligen Sound-Setup. Das kann man sowohl am Laptop machen (und wenn ich am PC vorproduziere, würde ich das auch ganz genauso machen) - als auch, indem man die vorproduzierten Teile einmal auf die Workstation überträgt und loslegt. Geschmackssache. Wie das aussieht, ist dann eine andere Frage. Das kann man aber - wenn man will - auch so einrichten, dass es zur Performance passt. Man kann sich ja immer noch was fettes für die Optik danebenstellen ;)

Und ne Mischung also Hardware und DAW, das hab ich ja grad ist auch wieder so ein Stöpselding, Latenzen kompensieren hier, Kabelsalat da ... gut ich hab mir für meine RME mal ne Expansion mit ein paar Line In Eingängen geholt und so krieg ich auch den Virus und TR Rack reingeschliffen aber das dann mit zig Spuren so zu machen ... wäre mir zu stressig, dann mach ich gleich ein East West Pluck auf oder den Omnisphere ...
Ich weiß ja nicht, was du hinter den Synths noch alles mit den Sounds anstellst. Eine Mischung aus Hardware und DAW für live würde bei mir so aussehen: DAW steuert Midi-Spuren und liefert ggf. Audiospuren zu. Die Ausgänge der Synths gehen in einen Hardware-Mischer oder in ein passend ausgestattetes Rack und ab die Luzie. Kabelsalat kann man aufräumen, Latenzen sind bei guter Organisation auch kein großer Akt.

So, und nun sind ja viele Jahre vergangen und für mich wäre mal ein optimales Hardwaregerät eines, das sämtliche Vorteile beider Welten vereint! Also dicke Sounds, genialer Sequencer und ne Möglichkeit die Einzelspuren sauber und stressfrei zu übertragen - noch nen VGA Anschluss dran für nen Monitor - wunderbar!
Lange Rede, kurzer Sinn: was du dir wünscht, gibt es (noch) nicht. Punkt. Je mehr ich von dir lese, umso mehr gewinne ich den Eindruck, dass eine Laptoplösung für dich auf der Bühne das Mittel der Wahl ist. Vielleicht ergänzt um den Kronos oder eine andere Workstation als Tastatur, Kontrollpult und Tonerzeuger. Das Live zum Funktionieren zu kriegen, ist Fleißarbeit. Die kann dir niemand abnehmen, denn egal mit welcher Kiste: Arbeit ist es immer - nur andere.

Und der Kronos hat nun im Prinzip schon mal die Soundengine dafür drinne und auch Karma ist ja ne feine Sache auch, grad für experimentelle Geschichten .. also der hätte durchaus das Potential oder - zumindest wenn Korg das auch mal wollen würde .. ?
Wenn Korg weiß, sie kriegen es in Stückzahlen verkauft, dann wollen sie. Da kannst du dich drauf verlassen. Und zwar noch eher als die Big Player, die ihr Hauptgeschäft mit ganz anderen Massenprodukten machen. Da sind - nimm es mir nicht übel - ein paar Leute, die Electro live performen wollen, und gleichzeitig keinen PC auf der Bühne wollen, nicht genug.
 
- Off Topic - das letzte Mal, versprochen! -

@Jens

ich sag mal so ich hab nach zig Jahren des Rumbastelns eigentlich schon nen Weg gefunden, der sehr bequem ist und dadurch spar ich mir viele Schritte. Ich hab schon Songs an 2 Tagen so rausproduzieren können, das ist manchmal notwendig auch wegen knappen Abgabezeiten ... und für Electro sind 30 Spuren gar nichts! Da musst du wissen, das ich alles selber mache, also ich bau meine Beats mit Samples Stück für Stück selbst und nehme auch keine Loops oder sowas, alleine das sind schon gut mal 12-18 Spuren für die einzelnen Beatsounds locker, die liegen auch per Midi einzeln verteilt damit ich ne Übersicht hab ... Und dann noch die Synths drauf, ich verwende meist auch keine Presets sondern bau alle Sounds im Turbogang selber ..

Der Grund für Einzelspuren ist ganz einfach: Das Mastering! Ich mastere nicht selbst sondern mische nur so zurecht wie du das ja gehört hast. Wenn die Sachen veröffentlicht werden, geht das je nach Wunsch des Veröffentlichers an ein Masteringstudio, die dass dann entsprechend optimieren. Und ich empfinde gemasterte Ergebnisse besser wenn ich Einzelspuren hinschicke, also wirklich jeden Sound als eigene Audiospur, anstatt wenn ich nur meine gemischte Summen Wave hinschicken tät, hab ich auch schon probiert - na ja da kam schon mal ne Veröffentlichung raus dann, die klingt nun wie Schrott .. mit Einzelspuren kann der Ingenieur viel gezielter noch eingreifen!

Diese Einzelspuren krieg ich durch 3 Klicks in der Daw direkt raus exportiert in ein paar Minuten - so muss das sein!

Und klaro ich rendere schon auch am Schluss erst, wenn der Mix steht, macht vorher keinen Sinn!

Mit den Latenzen, na ja ich hab da schon viel probiert. Und ich schleif meinen Virus B z. B. auch über die Line Ins ein in die DAW und per Midi wird der gesynct. Da gehts aber schon wieder los mit Latenz Kompensierung, dass das halbwegs sitzt aber beim Virus geht das gut noch. Bei ner Elektron Monomachine hab ich das auch mal probiert und kam dann auf das Ergebnis, dass ich mir noch ne Midi Sync Clock für ein paar hundert Eur kaufen darf damit das noch halbwegs tight läuft alles ... usw. ... also ich hab eigentlich schon ne gute Ausrüstung und auch ne fette Soundkarte und das liest sich alles ganz toll aber in der Praxis ists dann oft leider nicht so prickelnd ... und daher kommt auch mein Wunsch mal endlich ne Kiste zu kriegen die zumindest auf gutem Live Mische Niveau mich mal meine doch recht einfach gestrickte Elektro Musik machen lässt. Nur eben nicht wieder ne Groovebox - weil das ist wirklich Spielzeug, wenn auch ziemlich kreatives zum Teil ..

Ich sags mal so, ich bin diese Stöpselzeiten langsam einfach leid und will endlich mal was bequemes haben ohne Gefuzzel ! Denn guten Sound gibts schon ewig und im Mix ist das nicht das unbedingt wichtigste Kriterium für mich ... Und ich bin überzeugt die können das schon lange bauen und vielleicht lesen ja noch mehr Leute mit, die auch sowas wollen? :)

Und wie gesagt, soviel tät dem Kronos für so nen Einsatz nicht mehr fehlen! Soundtechnisch ist er schon optimiert ... nur leider fehlen so ein paar Dinge, die das unmöglich machen ...

Vielleicht lesen wir uns zu dem Thema auch wieder wenn der Kronos Expanded kommt in dem dann ein dicker Sequencer und was weiß ich noch drinne ist ? :D

Jetzt aber wirklich Schluss mit Off Topic !! Das gehört hier auch nicht mehr rein ... vielen Dank für Eure vielen Antworten und Tips!
 
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