Welches sanfte und singende Overdrive à la "Nothing else matters"?

BeWo
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Hallo Leute,

ich brauche so einen singendes Overdrive wie die 2.te Gitarre bei Nothing Else Matters, die bei etwa 1:23 einsetzt
Ich vermute, dass das mit irgendeinem Studiotool gemacht wurde und mir ist schon klar, dass das 32 Spuren mit 8 verschiedenen Gitarren bei Vollmond, Kerzenschein und einem Pick aus Einhorn-horn oder ähnlichem Urban Myth Voodoo eingespielt ist. Ich war dann doch einige male bei Metallica und Live haben die das nie so reproduziert und selbst das lange Sustain am Ende vom Solo rettet James immer mit nach Situation wechselndem rumgetappe, überzogenem Vibrato oder mehr Anschlägen.

Aber mir gelingt es nicht einmal dieses "sanfte" Overdrive nachzubilden. Meine Pedale sind immer gleich alle viel zu "rau" und um MS-3 hab ich jetzt auch nichts wirklich brauchbares gefunden.
Das hat doch sicher jemand von euch so in der Richtung schon mit einem (oder mehreren?) Pedal(en) oder einem Bow oder ??? reproduziert?
 
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Hallo,
man möge mich jetzt bitte nicht gleich Steinigen wenn ich falsch liege, aber ich glaube dass es sich hier nicht um eine Gitarre, sondern um Streicher handelt...
Live hab ich den Sound jedenfalls auch noch nie so gehört, lediglich auf der S/M Tour, aber da war ja eh ein ganzes Orchester dabei...
Ansonsten wäre der Bow evtl. eine Alternative, ich hab ihn mal ausprobiert und kam aber damit nicht zurecht...braucht wohl etwas Übung.
Vielleicht kennt sich aber jemand besser aus und kann dir da weiterhelfen...
Mich würds allerdings auch interessieren...
 
man möge mich jetzt bitte nicht gleich Steinigen wenn ich falsch liege, aber ich glaube dass es sich hier nicht um eine Gitarre, sondern um Streicher handelt...
Naja, ohne dich zu kennen, fände ich es doch schöner, wenn du weiterlebst ;) Aber mit Streichern liegst du definitiv falsch. Das muss ein E-Bow sein. Mit nem normalen Bogen auf der E-Gitarre klingt es nicht so. Mit sehr viel Gain sollte es auch gehen, dass der Ton zwischen den Anschlägen (die im Original keine Anschläge sind) nicht merklich leiser wird. Man muss natürlich mit dem EQ arbeiten, dass die Anschläge möglichst wenig hervorstechen. Am Ende wird das aber nicht klappen. Das ist endloser Sustain, wobei die Spuren dann einfach ausgefaded werden. Also: E-Bow heißt der Kandidat ;)
 
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:juhuu:Erstmal Danke für die Überlebenswünsche...

Musste ein wenig schmunzeln, ich meinte natürlich richtige Streicher (Geige, Cello, etc.) ;)

Hab mich mal ein wenig im Internet umgeschaut, "Nothig Else Matters" wurde tatsächlich mit einem Orchester eingespielt
(der Orchesterpart wurde von Michael Kamen geschrieben,der später auch die S/M-Tour Orchestral leitete),
welches dann jedoch sehr leise abgemischt wurde, so das man es auf dem Studioalbum kaum hört...

Im Video wird das ab ca 3:00min. erklärt...


Sind also wohl doch echte Streicher...

Als Alternative würde mir aber auch nur der E-Bow einfallen, zusammen mit einem leichten und recht warmen Overdrive...
Ich nutze für solch warme, leicht angezerrte Sachen den MojoMojo von tc electronic... ist aber Geschmackssache...
 
Auf jeden Fall Humbucker, Halsposition, vllt. Tonpoti etwas runter........
 
Naja. Also was alles so im Internet kursiert glaub ma mal nur zur Hälfte und das ist schon optimistisch, vor allem wenns anfängt mit "Die Wahrheit über ..." ;-)
Man hört ja das da auch Streicher sind und so weiter. Warscheinlich ist das gemeint.
Also wenn - ich nenns jetzt mal die zweite Gitarre - tatsächlich Streicher sind, dann ist das auf alle Fälle auch durch ein Overdrive gejagt worden. So hört sich keine Geige oder Cello an.
 
Es ist eine Mischung aus Streichern und einer verzerrten Gitarre.
Es ist aber recht leise, so dass man es nicht ganz genau raushören kann was die Gitarre macht. Ich schätze aber, dass es eine Kombi aus ganz viel Gain und Legato ist.

Und wenn ich es jetzt nicht besser wüsste, würde ich sagen, da ist bestimmt irgendwo ein Wah dabei ;)
(kleiner Scherz)
 
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Um erstmal sicherzustellen, dass wir über das Gleiche reden: Ich denke, BeWo geht es um den Part, der hart nach links gepannt ist. Da höre ich drei E-Gitarrenspuren, die sich zu Dreiklängen ergänzen. Hart rechts hört man tatsächlich Streicher, die aber etwas anderes spielen.

Sind also wohl doch echte Streicher...
Nö, der Part, der (wahrscheinlich) gemeint war, klingt immer noch für meine Ohren nach 100% E-Gitarre. Natürlich ist es immer denkbar, dass da noch etwas drin ist, das man praktisch nicht bemerkt. Bei Studioproduktionen ist das ja in vielen Genres die Normalität. Trotzdem ist der wirklich wahrnehmbare Part mit einer E-Gitarre mit dem E-Bow gespielt.

Es ist aber recht leise, so dass man es nicht ganz genau raushören kann was die Gitarre macht. Ich schätze aber, dass es eine Kombi aus ganz viel Gain und Legato ist.
Hmmm... also, ich finde ehrlich gesagt, dass man ziemlich gut raushören kann, was die Gitarre da tut. Ich meinte ja auch, dass "viel Gain" die beste Lösung ist, wenn man keinen E-Bow hat. Aber so ein Sustain wie am Ende des Teils bekommst du nur mit einem E-Bow hin, weil es nämlich nur leiser wird, aber der Klang sich nicht verändert. Das würde er ja, wenn die Saite leiser wird und damit auch die Verzerrung abnimmt. Dass Kirk Hammett den Teil so nicht live spielt, spricht auch dafür. Ich hab selbst keinen E-Bow, aber man sagt ihm nach, dass das Ding wahnsinnigen Output generiert (pickupseitig). Das heißt, es könnte sein, dass da nicht mal so viel Gain im Spiel war. Aber das ist an sich auch nicht entscheidend. Legato ist es dann durch den E-Bow ohnehin.
 
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Mhh...denke schon, das die Infos im Beitrag grundsätzlich richtig sind, (auch wenn es stimmt, das nicht alles was im Internet wahr ist auch wahr war...) was die spezielle Frage angeht habt ihr aber wahrscheinlich recht.
Bin zur Zeit unterwegs, muss mir das ganze nochmal in Ruhe zuhause anhören...
Handy ist ja dann doch keine Anlage:rolleyes:
Vielleicht hab ich aber auch unterwegs ein wenig an der Frage des TE "vorbeigehört":confused:
Vielleicht kann ja ein evtl. E-Bow Besitzer etwas Licht ins Dunkel bringen...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
@ BeWo: Oh...den Titel hab ich ehrlich gesagt gar nicht so genau gelesen :embarrassed:
Stimmt natürlich...ist ein wenig, ich sag mal "übertrieben"
Wie gesagt...ich höre nachher in Ruhe nochmal rein, damit wir auch wirklich vom gleichen Part sprechen...
 
Ich würde ebenfalls auf einen E-Bow tippen. Hier mal ein Video dazu:

 
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aber man sagt ihm nach, dass das Ding wahnsinnigen Output generiert (pickupseitig). Das heißt, es könnte sein, dass da nicht mal so viel Gain im Spiel war. Aber das ist an sich auch nicht entscheidend. Legato ist es dann durch den E-Bow ohnehin.

Ja der Ebow generiert je nach Abstand zum pickup wenig bis enormen output.
So lassen sich wunderbare swell sounds und violinartige passagen generieren.
Gepaart mit nem EQ , Compressor/sustainer und etwas langem delay oder reverb geht da einiges.

Alternativ könntest du den Auf- und Absteigenden Effekt, das Einfaden der Noten, auch mit Volumepoti oder -pedal in Verbindung mit einem langen Delay erzeugen.
Auch gibt es Swell Effekte, Quasi langsame Gates, wie das Boss SlowVolume oder der Guyatone SV? welche dies übernehmen können.

In den meisten Fällen helfen hier Noisegate, param EQ und / oder Compressor Sustainer das Signal kompakt und dynamisch klar zu halten.
Note anschlagen/tappen und dann langsam lauter machen.
Ob und welche Zerre du verwendest ist dann dir überlassen.

Versuch mal die "noten auf delay einfaden"methode das kommt schon gut.
Ebow braucht etwas Übung was sich jedoch auszahlt.

Ein , ne Zwei Tipps noch zum Ebow.

Der hohe Output welchen der Ebow generieren kann lässt so manchen Amp, Fuzz oder Zerrer ungeahnte Grade an Kompression, Sustain und Dichte erzeugen.

Ich hab die Erfahrung gemacht das zu flache Saitenlagen beim Ebow mitunter hinderlich sind.


Viel Erfolg
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ach ja bei 1.23 das ist definitiv ein Ebow.
Sogar ganz rudimentär und nicht sehr virtuos aber stillsicher eingesetzt.
Bekommste mit dem ebow recht schnell, ohne viel Übung, hin.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Noch was .
- Einfäden mit VolumePedal macht Sinn beim
Ebow.
-Auch auf Akustischen Instrumenten interresant.
Sofern die Saiten magnetisch und nicht zu
schwer sind.
-Ebow und Slide ist ganz witzig
-Es gibt noch Sustainer Gitarren und Pickups
siehe Schecter und Fernandes.
-Auch gibt es inzwischen weitere Alternativen
auf dem Markt.


So jetzt ists aber gut.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Einer noch. ;-)

http://www.vibesware.com/guitar_resonators_0.html
 
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Hallo Leute,
danke für die Diskussion, ich bin am Wochenende meist "Offline" und kann da nicht wirklich reagieren.

Genau, ich meine die bei dem Part links. Das Aeon String Video trifft eigentlich ziemlich genau das was uns vorschwebt. Einzige was mich ein bissl schreckt ist, dass man bei nem Bow immer wieder liest, dass das gar nicht so einfach sei und Live nur schwer einsetzbar. Das Vibesware ist ja supersahne, wäre später mal ein Überlegung wert. Ich werd mir erst mal nur einen EBow ansehen.
 
Einzige was mich ein bissl schreckt ist, dass man bei nem Bow immer wieder liest, dass das gar nicht so einfach sei und Live nur schwer einsetzbar. Das Vibesware ist ja supersahne, wäre später mal ein Überlegung wert. Ich werd mir erst mal nur einen EBow ansehen.

Nun ja ein bisschen Übung braucht der Ebow schon. Egal ob live, im Studio oder nur zu Hause.
Mit der entsprechenden Übung ist das Ding in jeder Situation einsetzbar.
 
Auf jeden Fall ein E-Bow, hört man doch dass der Ton gar nicht ausklingt sondern immer weiterschwingt. Was aber nicht heisst, dass man einen äquivalenten Ton nicht so hinbekommen könnte (natürlich weniger lang) mit nem outputstarken Halspickup und nem Sustainer
 

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