die Saitenspannung bewegt sich doch im elastischen Bereich.
das dehnen (nach dem aufziehen) verändert ja nichts im molekularen Bereich, sondern auf der absoluten Makro-ebene, d.h. wie fest die Wicklungen an der Mechanik liegen und wie gut der sitz auf den Saitenreitern verdichtet wird.
klares jein...
die von mir weiter oben eingefügte Graphik zeigt es:
Bis zu einer gewissen Kraft/Zug verhält sich Stahl elastisch. Da sind die Atome noch in der "Unordnung" ihrer Herstellung.
Dann wird der Zug so hoch, dass die zuvor noch "verknäulten" Atom-Ketten "gerade" gezogen werden. Das ist eine nicht elastische Verformung/Streckung, die irreversibel ist.
Sind die Atom Ketten "gereckt", verhalten sie sich wieder elastisch.
Wird der Zug noch höher reißen/brechen die Ketten.
Daher ist die "händische" Dehnung, die
@HD600 da macht, wahrscheinlich keine Einbildung, wenn er da nur genügend Kraft aufbringen kann.
Nur mache ich das lieber nach dem Saitenaufziehen, durch entsprechendes Dehnen/"Zerren" an der Saite. Da mache ich "Bendings" um bestimmt 2 Ganztöne und mehr und komme so schon in die Nähe der Bruch-Zugkraft. Probleme bei der Stimmstabilität sind dann aber nie mehr ein Thema.
(Btw. wer schon mal Nylonsaiten auf eine Konzert Gitarre ausgezogen hat, der weiß was "Dehnung einer Saite" bedeuten kann. Da ist krass, weit sich Nylon Saiten noch recken, bzw. dauert es Tage, bis die Saiten stimmstabil sind, wenn man sie nicht vorher über die Streckgrenze dehnt.)