Frauenbands Quotenfrauen in der Musikszene

  • Ersteller mikroguenni
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falls nochmal jemand fragt, ob es genug Bands gibt, die gut genug sind, dann kann er sich hier jede Woche 2 stunden lang die Ohren zuballern lassen:
Die frage ist ja nicht bezüglich der absoluten Anzahl sondern in Relation zu männlichen/vorwiegend männlichen Bands. Wenn das Verhältnis in etwa ähnlich ist passt das dann auch mit RaR, Wacken usw.
 
Wieder ein Bericht von der rockenden Band Jesters.
(Das Geschlecht soll nach eigenen Angaben bei der Präsentation einfach weggelassen werden)

Ich sage dazu nichts.

 
dann andersrum: warum taucht das wort "quote" im titel auf?

Oder auch - warum wurde das (?) vergessen …

Ich lese im Zusammenhang mit dem Text und Links des Startbeitrages da durchaus ein nicht geschriebenes Fragezeichen.

Gruß
Martin
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Natürlich habe ich auch schon von sexistischen Texten einiger Rapper gehört. Ist das aber wirklich ernst zu nehmen? Oder ist das einfach eine Form der Provokation, weil es in Ermangelung von Tabus heutzutage schwer ist, mit anderen Themen zu schocken?

Ich würde sagen … Kundenorientierung! Mit solchen Texten punkten sie bei ihrem Klientel. Und Machos gibt es reichlich da draussen. Es werden schlicht Klischees bedient. (P.S. und meine eigentlich sehr auf political correctness bedachte Tochter, hört die Sachen auch - eben weil ihre Peer-Group das auch hört).

Und da sind wir - für mich - mal wieder beim Kernthema. Erfolg kommt von vielen Kunden die das Produkt wollen. Sicher wird da im Hintergrund auch „gesteuert“ was die Kunden wollen (wie bei Apple, Miele und Co. auch), aber so funktioniert „verkaufen“ halt.

Gruß
Martin
 
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# 1000
Yeahh , das wollte ich schon immer mal schaffen.
Thanks!

Ja, Ja … Akkordeon … du solltest für Gleichberechtigung des Instrumentes zu E-Gitarren eintreten. P.S. Habt ihr keine Tonholz Diskussion, die die Anzahl an Thread Seiten rechtfertigen würde?

:) Smile …

Gruß
Martin
 
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da sind wir wieder bei der frage.....machen frauen viel rockmusik?

Kann uns im Zweifelsfall doch eigentlich egal sein.

und gibt es ausreichend bekannte und berühmte weibliche bands um bei rock am ring aufzutreten?

Keine Ahnung.

Das sind Fragen, die wir auch nach 5000 Beiträgen nicht beantworten werden können – und auch nicht beantworten müssen. Damit müssen sich Veranstalterinnen beschäftigen, die mehr Frauen auf die Rock-Bühne bringen wollen.

...
 
Nicht lang her, ich habe ein Gesuch einer Band gefunden "Suche [Instrument]IN" . Ich (m) trotzdem interessiert, habe gefragt ob es wirklich weiblich sein muss. Die Antwort: ja, die Band ist gegen Ausgrenzung.

Auch interessant:
Es gibt Gefängnisse und Frauengefängnisse.
Es gibt Fußball und Frauenfußball.
Es gibt Bands und Frauenbands.

Auch interessant: Ponyhöfe sind voller Mädels. Obwohl kaum jemand seinem Sohn speziell das Reiten verbietet. Schlagzeuge werden fast nur von Männern verprügelt, obwohl wir es den Frauen doch eigentlich nicht verbieten.

Männer und Frauen sind verschieden. Girls- oder Boys-Day? Ja netter Versuch aber die meisten Frauen wollen einfach nicht mit heraushängendem Arsch auf der Baustelle Beton verlegen. Männer haben selten Bock den einfühlsamen Kuschelgerd in der Kita zu machen. Es muss nicht immer eine gesellschaftlich verwurzelte Konvention sein, die man überwinden muss. Manchmal sind es auch die instinktiven, in allen Kulturen zu findenen, Unterschiede.

Klischee: Männer lieben Dominanz und Führung (Schlagzeug) und dies äußert sich im Kampf darum wer der Beste ist (endloses Gitarrengefrickel, höher schneller weiter, im Musikladen, beim Soundcheck bei Vorbildern in der Musik, epische Guitar- oder BandBattles). Ein Mann erringt seine Männlichkeit, wenn er seine erste Gazelle selbst erlegt oder den Teufel mit einem Bluessolo vertrieben hat. Männer lieben das Detail wie Doublethumping und Tapping (Bass) - sinnlos aber "Hey guckt mal was ich kann!". - "Ja Fred... aber wir sind doch ne Countryband...".

Und Frauen? Frauen haben den Blick für's Ganze, organisieren (Veranstaltungsbranche?), kümmern, verstehen (Drogentherapie für Gitarristen)... ist nur ein Klischee. Wo landen gefühlt 90% (95?) der Frauen? Genau: am Mikrophon. Blablabla, singsingsing. Am: "Schaut mal wie ich meine Gefühle ausdrücken kann."

Nichts davon ist schlimm. Ich möchte alle Frauen ausdrücklich dazu auffordern sich mal an's Schlagzeug zu setzen. Und wenn man sich da icht gut fühlt, dann ist das aber auch okay. Die Gesellschaft ist deswegen nicht schlecht oder krank. Welchen Song von Metallica würdet ihr live lieber hören: Nothing Else Matters oder Creeping Death. Man könnte vermuten, dass Männer und Frauen hier signifikant unterschiedlich antworten. Muss uns das stören?

Heikles Thema, haltet davon was ihr wollt. Ich habe 4 der 1004 Beiträge hier gelesen und bin auch schon wieder raus :)
 
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Die Fraktion antwortet:

ja klar, aber hast Du nicht die Frauenstimmen gehört, die abgelehnt wurden? Die schlecht behandelt, schlecht bezahlt und schlimmeres werden?
Was ist mit den Dieter Bohlens und Stefan Raabs die sich in "üblich männlicher" Manier über Frauen lustig machen.
Du siehst eben nicht alles in dem Text wie Du ihn schreibst, aber das gibts "viel zu oft" auch wenn Du das nicht siehst.

Was sagst Du nun?

(Ich schreibe für einen Freund)
 
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Tatsächlich habe ich hier endlich mal etwas Themenrelevantes zur Frage "gibt es überhaupt genug Frauen", was über Küchenpsychologie hinausgeht.

Die Organisation keychange.eu setzt sich seit 2018 u.A. für einen höheren Frauenanteil bei Festivals in Europa ein. Die Zitate und Zahlen stammen aus dem Jahr 2019.

"...Um das zu ändern, schlossen sich 2018 Festivals der Initiative Keychange an. Mittlerweile haben sich fast 45 Festivals und 100 Konferenzen aus dem Popkultur-Bereich freiwillig dazu verpflichtet bis 2022 auf eine Fifty-Fifty-Verteilung hinzuarbeiten."

Heißt also: 45 Festivals hatten keine Sorgen, Frauen-Acts zu finden. Allerdings wusste man damals noch nicht, dass Corona den Zeitplan ein bisschen bremsen wird.

„Natürlich ist es für Festivals, die sich auf bestimmte Genres wie zum Beispiel Heavy Metal und Rock fokussieren oft tatsächlich schwerer." (Marta Pallerès, Festival-Sprecherin)

Um also noch mal auf @DarkStar679 einzugehen: Ja, in bestimmten Genres ist/war es tatsächlich schwerer, Acts zu finden. Damit wäre wohl auch diese Frage beantwortet.

"Mehr als 50 Prozent der 226 Künstler, die in diesem Jahr im Parc del Fòrum in Barcelona auftreten werden, sind Frauen und Genderqueer-Künstler – Teil jener Gruppe also, die bisher auf anderen internationalen Bühnen nach wie vor peinlich unterrepräsentiert ist."

Das Zitat bezieht sich auf das "Primavera Sound Festival". Eines der größten europäischen Festivals mit internationalen Acts, 16 Bühnen und jährlich über 100.000 Besuchern. Hatte bereits 2019 eine 50%-Quote, obwohl es nicht zu den Partnern von keychange gehört. Also ohne jegliche Verpflichtung oder Auflagen.

"Wenn wir die beste Musik der vergangenen Monate nach Barcelona holen wollen, dann ergibt sich eine Gender-Equality fast von allein." (Marta Pallerès, Festival-Sprecherin)

Soll heißen: Während hier unter Hobbymusikern noch darüber spekuliert wird, ob es denn überhaupt genügend Frauen gibt, um die Festivals zu bereichern, ziehen Veranstalter das bereits völlig selbstverständlich und ohne Not durch.

Quellen:
https://www.musikexpress.de/primave...perfekte-moment-fuer-gender-equality-1204189/

https://www.keychange.eu/
 
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das deckt sich ja wunderbar mit meinem post über top 40 charts and den top 40 metal charts.

da ich nur metal konzerte besuche.....wundert es mich nicht, in der regel nur männer zu sehen.

man könnte ja die veranstaltung am nürburgring zu pop am ring wandeln, dann finden sich auch problemlos weibliche acts.
 
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da ich nur metal konzerte besuche.....wundert es mich nicht, in der regel nur männer zu sehen.
Das halte ich für stark übertrieben. Grad bei den größeren Festivals ist der Frauenanteil zum Glück doch erheblich.

BA.jpg
 
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auf der bühne, das publikum hatte ich nicht gemeint.
mein fehler.
 
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ich hab gerade die finale Bandliste für den Juli, bis mitte August, bekommen. Von 15 Band sind drei reine Männer Bands. Wobei da bei einer Band die Drummerin wegen einer Terminkollision von einem Mann substituiert wird. Der Rest mit gemischter Besetzung. Instrumentierung querbeet verteilt. Aber es ist kein Metal dabei, da mache ich schon lange einen Bogen drum rum. Bluesrock ist quasi das härtere, was passieren wird.
 
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Ich stelle mal eine Hypothese in den Raum: vielleicht liegen die Genre-Interessen in der Musik ja auch geschlechtsspezifisch unterschiedlich verteilt.
So wie ich immer wieder bei Gesprächen im Betrieb feststelle, dass Frauen mehr über Kinder, Männer mehr über Autos reden.
Das muss nicht grundsätzlich geschlechtsspezifische Gründe haben. Vielleicht liegt es ja auch mehr an der Sozialisation. Wenn dem so wäre, dann wäre aber eher das Elternhaus "schuld", und nicht der Veranstalter.
Es gibt ja auch niemand VW die Schuld, wenn tendenziell eher Männer über Autos reden.
Was das Ganze wieder als gesellschaftliche Problemstellung klassifizieren würde. Schwer zu lösen, was soll man machen? Wandfarbenquoten für Kinderzimmer einführen?
 
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Was das Ganze wieder als gesellschaftliche Problemstellung klassifizieren würde.
Ich glaube, das bezweifelt auch keiner.
Die Festivals machen das nur deutlich - die Ursache sind nicht "die Veranstalter".
 
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BTW heute nacht gibts im Ersten eine Doku und Highlights vom diesjährigen DCKS Festival.
 
Natürlich.
Ich glaube, das bezweifelt auch keiner.
Die Festivals machen das nur deutlich - die Ursache sind nicht "die Veranstalter".
Na ja, das sah mir schon etwas danach aus. Wieso auch sonst das Thema im Musiker-Board?
Wenn es nicht um gelebte Gleichberechtigung geht, sondern um anerzogene Rollenverhalten aus der primären Sozialisation, dann können wir hier das Thema zumachen und auf Erziehungsforen verschieben.
 
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z.B.
In der Gegenwart beschäftigen sich die Gender Studies damit, was dem Patriarchat entgegengesetzt werden kann. Sie untersuchen die Rolle des Geschlechts in unserer patriarchalen Gesellschaft. Das Patriarchat existiert noch, das steht außer Frage. Doch wo sind diese patriarchalen Strukturen zu erkennen? Bereits alltägliche Situationen zeigen diese Strukturen. Beispielsweise ist der Familienname nach einer Eheschließung oft der des Mannes. In Deutschland existiert eine Ungleichverteilung bei der Bezahlung auf dem Arbeitsmarkt. Zudem arbeiten Frauen oft nur in Teilzeit, weil sie häufiger die Erziehung und die Care-Arbeit übernehmen. Diese unentgeltliche Arbeit, die Frauen leisten, würdigt man kaum in der Gesellschaft. Und das sind nur einige von unzähligen Beispielen.

https://frauenseiten.bremen.de/blog/was-ist-eigentlich-das-patriarchat/

Die 5000 Jahre Patriarchat sind ja mit "Erziehung" nicht zu ändern.
Max Weber nennt das den "Glauben an die Unverbrüchlichkeit des immer so Gewesenen“ - was anderes kann man sich manchmal gar nicht vorstellen.
Die Unterrepräsentation von Frauen in der Politik und in Führungsetagen ist ja ein Beispiel, und das Thema ist in der Musik ähnlich.
Das ist gesellschaftlich ein Riesenthema, und eine Patentlösung hat keiner.

Meine Meinung: man muss gegen Antifeminsimus bzw. Sexismus eintreten (genau wie gegen Rassismus und Rechtsextremismus),
Verharmlosen, Relativieren und seine Existenz abstreiten sind dagegen keine Lösung, genausowenig wie darauf zu warten, dass sich das von selbst löst.
 
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In der Gegenwart beschäftigen sich die Gender Studies damit, was dem Patriarchat entgegengesetzt werden kann. Sie untersuchen die Rolle des Geschlechts in unserer patriarchalen Gesellschaft. Das Patriarchat existiert noch, das steht außer Frage. Doch wo sind diese patriarchalen Strukturen zu erkennen? Bereits alltägliche Situationen zeigen diese Strukturen. Beispielsweise ist der Familienname nach einer Eheschließung oft der des Mannes. In Deutschland existiert eine Ungleichverteilung bei der Bezahlung auf dem Arbeitsmarkt. Zudem arbeiten Frauen oft nur in Teilzeit, weil sie häufiger die Erziehung und die Care-Arbeit übernehmen. Diese unentgeltliche Arbeit, die Frauen leisten, würdigt man kaum in der Gesellschaft. Und das sind nur einige von unzähligen Beispielen.

Sehr schön. Sämtliche Phrasen des Gender Schwätzpertentums in einem Absatz. (y)
 
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