Wunder der KI

Ja, letztlich wird es darauf ankommen, das jeder einzelne (Musikmachende) sich gemeinschaftsförderlich verhält; im Kern ein Effekt von Bildung & Information.
Sarkasmus funktioniert im Internet nicht.
 
War auch aufmunternd gemeint, denn Sarkasmus funktioniert nie …

Kommt drauf an. Google ist jedenfalls derzeit noch sehr vorsichtig
Mit Regulierung bzw. Player meinte ich eigentlich Staaten (USA, China, u.ä.), nur sie könnten regulieren …
 
Soweit ich die Funktionsweise heutiger KI verstehe, wird die Qualität des Outputs von Suno, ChatGPT und Co. sinken. Vermutlich haben wir heute schon Peak AI erreicht.

DIe KIs modellieren ihren Output anhand von Vorbildtexten. ("Text" kann in diesem Zusammenhang alles Mögliche sein: Bilder, Bücher, Reden, Musikaufnahmen, Notenblätter, etc.) Je mehr Output von KIs generiert wird, um so mehr wird dieser als Lernvorlage für die KIs benutzt. Bislang orientierte sich die KI an menschlichen Texten. Zunehmend verschiebt sich das in Richtung KI-Texte. Je öfter ein Producer sich Songs à la "Meine Mumu brummt wie ein Traktor" generieren lässt, um so stärker lernt die KI von Songs à la "Meine Mumu brummt wie ein Traktor".

Wir erleben eine Veränderung weg von "Garbage In, Garbage Out" bin zu "Garbage Out, Garbage In, Garbage Squared Out".

Es ist ein systemisches Problem. Ab einem bestimmten Punkt heißt es: je mehr wir KI benutzen, um so schlechter wird die KI.

Denn letztendlich ist unsere heutige KI zwar sehr K, aber kein bisschen I. KI heute ist T9, nur besser. Es ist sehr beeindruckend, was sie produzieren kann, aber in ihrer Funktionsweise ist sie sehr beschränkt.
 
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Es ist ein systemisches Problem. Ab einem bestimmten Punkt heißt es: je mehr wir KI benutzen, um so schlechter wird die KI.
Systeme stabilisieren sich eher, da wird nichts „schlechter“ … diese Hoffnung kann trügerisch sein.
 
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getimage


Ich habe bisher nur 32 Seiten dieses Buches gelesen. Aber schon jetzt überlege ich mir, ob ich ChatGPT und andere "Künstliche Intelligenz" oder Social Media zukünftig nutzen möchte. Da tun sich Abgründe auf, das sag ich Euch!
Lasst die Finger weg von KI-Spielereien und versucht die Nutzung von sog. KI und sozialen Netzwerken so weit es geht einzuschränken. Wir machen uns mitschuldig an der Ausbeutung von tausenden Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass diese Programme so laufen, wie sie sollen.

 
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Dachwitz, Ingo / Hilbig, Sven | Digitaler Kolonialismus
Ich habe das vor ein paar Monaten angefangen und schnell erschöpft zur Seite gelegt. Mag an meiner Stimmung gelegen haben, weil ich eigentlich aus dem "Genre" schon viel lese; meist aber eher lange Artikel. Zur guten Laune trägt sowas nicht bei, verbessert aber das Informationsniveau.

Wenn du es bis zum Ende schaffst, berichte mal, wenn du magst.
 
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Systeme stabilisieren sich eher,
... oder kippen. Darauf wird es vermutlich bei dem Ökosystem hinauslaufen, wenn wir so weiter machen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Je mehr Output von KIs generiert wird, um so mehr wird dieser als Lernvorlage für die KIs benutzt.
Dafür gibt es dann die menschlichen "Klickworker", die Müllabfuhr hinter diesen sog. KI-Systemen - soweit ich das verstanden habe (siehe Buch oben). Die sorgen dann dafür, dass die KI das lernt, was sie lernen soll.
 
... oder kippen. Darauf wird es vermutlich bei dem Ökosystem hinauslaufen, wenn wir so weiter machen.
ich sach mal, da kippen nur die Menschen ... nicht umsonst sagen die Wissenschaftler, dem System Erde ist es ziemlich humpe, wenn wir Menschen uns sozusagen aus Geldgier selbst abschaffen. Das System Erde wird weiter existieren.

Lasst die Finger weg von KI-Spielereien und versucht die Nutzung von sog. KI und sozialen Netzwerken so weit es geht einzuschränken.
Das ist der Kern. Einfach mal verzichten. (Dann müssen wir es später den Kindern nicht verbieten 😉)

Und um was direkt zur KI zu sagen; gerade lass ich in der SZ ein Interview mit einer Entwicklungspsychologin, die meint es sei „… wichtig, dass Kinder verstehen, dass KI keine Gefühle hat und dahinter statistische Modelle stehen“.
Das ist m.M. nach eine große Fehleinschätzung. Es geht nicht um die Frage ob Ki Gefühle hat oder nicht (gibt ja auch Menschen ohne Gefühle). Es geht um die Frage, ob und wie KI in der Lage ist, in Menschen Gefühle zu wecken, Gefühle zu steuern usw..
 
Grund: ergänzt
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Einfach mal verzichten.
Es dürfte heute nahezu unmöglich sein auf KI zu "verzichten" wenn man im iNet unterwegst ist. Die meisten Suchmaschinen, Streamingdienste, Browser/Sicherheitsprogramme nutzen KI, oder werden mit ihr gebaut. Auch die MB-Betreiber und Mods setzen sie sicherlich ein, das nur am Rande. Der von mir geschätzte Gründer hat schon vor relativ langer Zeit hier berichtet wie er sie einsetzt, da war das alles noch sehr "neu".
Im Musiker-Board, einem der größten deutschen Foren für Musiker, hat der Gründer und Administrator Johannes Hofmann das Thema KI schon sehr früh und auf eine sehr praktische Weise aufgegriffen – oft lange bevor der aktuelle Hype um ChatGPT & Co. begann:


Hier sind die wichtigsten Punkte dazu:

1. KI als Experiment (Aprilscherze und Testläufe)​

Johannes Hofmann ist dafür bekannt, im Forum technische Experimente durchzuführen. Ein markantes Beispiel war der Aprilscherz 2023, bei dem er eine "Künstliche Intelligenz" im Forum freischaltete, der die User Fragen stellen konnten. Auch wenn dies oft mit einem Augenzwinkern geschah, diente es dazu, die Möglichkeiten von Sprachmodellen innerhalb der Community auszuloten und die Reaktionen der Musiker zu testen.

2. Automatisierung im Marketing und Content​

Abseits des öffentlichen Forenbetriebs setzt Johannes Hofmann KI schon länger professionell ein. Er tritt mittlerweile auch als Experte für die Automatisierung der Content-Produktion auf. Dabei nutzt er KI-Tools, um:

  • Repetitive Prozesse zu verschlanken.
  • Marketing-Inhalte effizienter zu erstellen.
  • Die Datenqualität im Hintergrund zu verbessern.

3. KI zur Moderation und Strukturierung​

Schon vor dem Durchbruch von LLMs (Large Language Models) wurden im Musiker-Board Algorithmen zur Unterstützung der Moderation genutzt – etwa um Spam zu erkennen oder Threads besser zu kategorisieren. Hofmann hat früh erkannt, dass ein Forum dieser Größe (mit Millionen von Beiträgen) ohne technische Assistenzsysteme kaum noch zu bändigen ist.

4. Kritische Begleitung der Community-Diskussion​

Er hat zudem frühzeitig Forenbereiche für die Diskussion über KI in der Musik (z. B. Kompositionshilfen oder KI-generierte Stimmen) geschaffen. Sein Ansatz war dabei weniger das "Ersetzen" von Musikern, sondern das Verständnis der KI als ein neues Werkzeug, ähnlich wie es früher der Synthesizer oder die DAW waren.

Zusammenfassend: Während viele die KI erst seit kurzem auf dem Schirm haben, hat Hofmann sie im Musiker-Board schon vor Jahren als effizienzsteigerndes Werkzeug im Hintergrund und als diskussionswürdiges Thema für die Musikproduktion etabliert.
Es geht um die Frage, ob und wie KI in der Lage ist, in Menschen Gefühle zu wecken, Gefühle zu steuern usw..
Ganz genau.
 
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Es dürfte heute nahezu unmöglich sein auf KI zu "verzichten" wenn man im iNet unterwegst ist.
Klar, unbestritten, es ging mir bei Verzicht um den Rest von „nahezu“; das, bei dem wir uns entscheiden können.

Es gibt genug, das wir oft einfach „nur“ benutzen. Wenn dann jemand auf die vielfältigen (schädlichen) Auswirkungen hinweist, wird dies oft abgetan.
 
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Je öfter ein Producer sich Songs à la "Meine Mumu brummt wie ein Traktor" generieren lässt, um so stärker lernt die KI von Songs à la "Meine Mumu brummt wie ein Traktor".
Keine Ahnung wieso, aber das inspiriert mich gerade voll :ROFLMAO:

Es ist ein systemisches Problem. Ab einem bestimmten Punkt heißt es: je mehr wir KI benutzen, um so schlechter wird die KI.
Gut so. Dann verschwindet der Schrott vielleicht irgendwann wieder in der Versenkung.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Dafür gibt es dann die menschlichen "Klickworker", die Müllabfuhr hinter diesen sog. KI-Systemen - soweit ich das verstanden habe (siehe Buch oben). Die sorgen dann dafür, dass die KI das lernt, was sie lernen soll.
Dann möchte ich aber gerne mal wissen, was für wahnsinnige "Klickworker" für Grok arbeiten!
 
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Er hat zudem frühzeitig Forenbereiche für die Diskussion über KI in der Musik (z. B. Kompositionshilfen oder KI-generierte Stimmen) geschaffen. Sein Ansatz war dabei weniger das "Ersetzen" von Musikern, sondern das Verständnis der KI als ein neues Werkzeug, ähnlich wie es früher der Synthesizer oder die DAW waren.
Hier wird ein mMn ganz entscheidener Punkt angesprochen (der nicht nur auf die Musikbranche zutrifft sondern generell):
Setze ich KI als Werkzeug ein, welches mich in meiner Arbeit unterstützt oder setze ich die KI ein, damit sie die komplette Arbeit für mich erledigt.

Wenn ich ein Haus bauen möchte, kann ich verschiedene Leute um Unterstützung / Mithilfe bitten.
Ich kann aber auch ein fertiges Haus kaufen oder einen Architekten beauftragen "Bau mir ein Haus" ohne selbst Hand anzulegen - dann darf ich aber hinterher
nicht behaupten, dass ich das Haus selbst gebaut habe.
 
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Setze ich KI als Werkzeug ein, welches mich in meiner Arbeit unterstützt oder setze ich die KI ein, damit sie die komplette Arbeit für mich erledigt.
Die Vorstellung vosn "Werkzeug" hat sich aber auch über die Jahre geändert, bzw ändert sich ständig.
Eine Handbohrmaschine nutzt heute keiner mehr, man könnte aus der Sicht eines Arbeits von vor 100 Jahren genauso fragen, ist es überhaupt noch "selbst" gemacht, wenn der Elektromotor die ganze Arbeit macht?
Wenn der Bagger unter Absonderung von Gestank und Dreck das Loch gräbt, was ja locker von 10 Arbeitern in einer Woche gegraben werden könnte?
Wenn die Bauteile computergestützt CNC geschnitten werden?

oder wieder zur Musik: Wenn alles digital nachbearbeitet, hin- und hergeschoben, mit Effekten aufgehübscht wird, deren Funktionsweise 99% der Anwender nicht ansatzweise verstehen?

Ich weiß selbst nicht, wo da die Grenze zu setzen ist. Was bedeutet "selbst gemacht", und welche Werkzeuge lasse ich zu und welche nicht?
Oder zählt nur das Ergebnis, weil sich unbeteiligte Hörer/innen sich sowieso nicht dafür interessieren, wie es entstanden ist?
 
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Die Kunst liegt und lag schon immer darin, Tools kreativ zu nutzen. Das gilt für ein simples Delay oder einen Chorus genau so wie für einen Prophet, Oberheim oder eben heute ein KI-Tool. Auch bei denen dreht man nur an Knöpfen, nutzt Möglichkeiten, die die Ingenieure geschaffen haben und freut sich, wenn es gut klingt. Genau wie heute bei der KI 😉
 
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Ok, ich wollte nicht off-topic gehen, kehren wir zum Musikbereich zurück. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass die KI auch in anderen Bereichen immer mehr an Einfluss gewinnt (z.B. im Gesundheitswesen)
und dass uns die ganze KI-Wunderwelt eines Tages ganz übel auf die Füße fallen kann, wenn wir so weiter machen und der Entwicklung ohne jegliche Regulierung freie Hand geben...

Das Thema "Was bedeutet selbst gemacht" haben wir ja hier ein Stück weiter oben schon mal diskutiert.
Für mein Verständnis ist ein vollständig KI generierter Song - sprich mit KI-generierten Lyrics, Instrumentierung, Melodie, Gesang, Arrangement, Genre, Mix usw. usf. - definitiv zu 0% selbst gemacht.
Die Eingabe von irgendwelchen Prompts (oder wie das heißt) in ChatGPT oder Suno ist für mich weder sonderlich kreativ, geschweige denn im Result ein von Menschenhand gemachtes Kunstwerk.
Und jemand, der hunderte KI-generierte Songs hochlädt, um damit die Streamingplattformen abzucashen, ist in meinen Augen kein Künstler sondern ein Krimineller.
 
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Die Eingabe von irgendwelchen Prompts (oder wie das heißt) in ChatGPT oder Suno ist für mich weder sonderlich kreativ, geschweige denn im Result ein von Menschenhand gemachtes Kunstwerk.
Letzteres unterschreibe ich gern, wobei ich schon unterscheiden würde ob man sich einen kompletten Song erstellen läßt oder nur Teile davon. Suno kann jetzt ja auch sehr kurze Samples, wie Kick, Snare usw. oder Drops oder wie das heißt auf Wunsch erstellen.
Man kann sich auch schon etwas länger Gesangsspuren mit der eigenen Stimme erzeugen, die dann plötzlich die Töne trifft. Solche Sachen würde ich mir in einer richtigen DAW wünschen, ich kann nämlich nicht besonders gut singen.

Derzeit nutze ich Suno selbst nicht mehr, denn ich bin gerade dabei mich mit dem Erstellen von Sounds mittels Softwaresynthies (deren analoge Vobilder das Abendland musikalisch auch schon in's Verderben gestürzt haben) zu beschäftigen.

Und jemand, der hunderte KI-generierte Songs hochlädt, um damit die Streamingplattformen abzucashen, ist in meinen Augen kein Künstler sondern ein Krimineller.
Kommt auf die Plattform an. Bei Youtube nervt es ohne Ende und die sollten das zeitnah unterbinden können (wenn sie es denn wöllten).
Napster geht hingegen gezielt diesen Weg und wird reiner KI-Steamingdienst.
 
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Letzteres unterschreibe ich gern, wobei ich schon unterscheiden würde ob man sich einen kompletten Song erstellen läßt oder nur Teile davon. Suno kann jetzt ja auch sehr kurze Samples, wie Kick, Snare usw. oder Drops oder wie das heißt auf Wunsch erstellen.
Man kann sich auch schon etwas länger Gesangsspuren mit der eigenen Stimme erzeugen, die dann plötzlich die Töne trifft. Solche Sachen würde ich mir in einer richtigen DAW wünschen, ich kann nämlich nicht besonders gut singen.
Ich auch nicht - aber ich tu's trotzdem 😁
Wie gesagt, KI als Unterstützung partiell einzusetzen ist ja okay, bzw. werden wir uns wohl daran gewöhnen. Aber die Massenproduktion von irgendwelchen 0-8-15-Songs, ausschließlich zum Geld verdienen?
 
Aber die Massenproduktion von irgendwelchen 0-8-15-Songs, ausschließlich zum Geld verdienen?
Es gab von Rick Beato schon vor einiger Zeit die Befürchtung dass die Stremingdienste selbst ihre Seiten damit fluten würden um sich die Zahlungen an echte Künstler komplett zu sparen. Ich denke dass er da einen Punkt hat den ich teile, denn Geld verdienen ist denen sicherlich um einiges wichtiger als handgemachte Kunst unter die Menschheit zu bringen.

Im Prinzip kann man froh sein, dass es noch echte Stars gibt (mit mächtigen Labels und szs. eigenen Vermarktungsmaschinerie usw.) deren Musik Leute hören wollen und mit denen die Streamer noch Geld machen, sonst würde neue echte Musik vlt. zeitnah aus diesen Diensten verdrängt. Die Algorithmen die das bewerkstelligen könnten haben sie ja leider.
 
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Die Streamingdienste werden ja inzwischen geflutet.
Gegen die Algorithmen hilft (statt Empörung) nur Hirn & tun.
 
Es gab von Rick Beato schon vor einiger Zeit die Befürchtung dass die Stremingdienste selbst ihre Seiten damit fluten würden um sich die Zahlungen an echte Künstler komplett zu sparen.
Das ist wohl auch so - aber nicht um sich die Auszahlung an "echte Künstler" zu sparen, sondern zum Geld verdienen, eventuell in die eigene Tasche.
 

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