"behind the beat/quasi shuffle" übungen, tipps & tricks!

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heyho leute,

momentan beschäftige ich mich mit dem thema "behind the beat" bzw. "quasi shuffle". ich bin nicht ganz sicher, ob ihr diese rhythmischen phänomene auch so nennt, deshalb gibts an dieser stelle klangbeispiele:

"behind the beat" ab 0:08 und 1:38 (aber auch komplett sehenswert!)
http://www.youtube.com/watch?v=1q8kkQhS97g

"quasi shuffle" ab 0:15 (da gibt es auch andere beispiele, wie "think" von james brown oder div. grooves von benny greb oder daniel donelli aka "zorro")
http://www.youtube.com/watch?v=jwp7z6r1UMc

ich frage mich - wie würdet ihr das üben? oder (wenn ihr dieses feeling beherrscht) wie habt ihr es geübt? mir fällt es wirklich schwierig dieses feeling zwischen binär und ternär zu halten, ohne die geschwindigkeit zu verlieren oder mehr und mehr ins ternäre zu rutschen.

irgendwelche tipps und ideen? natürlich ist mir klar, dass man erstmal üben muss! aber vllt. gibts eselsbrücken von euch, die das üben erleichtern?!

grüße
 
Eigenschaft
 
es ist + bleibt ein Körpergefühl...

Nimm ein Metronom, nicht zu schnell, und spiel ganz einfach Triolen, diese Triolen "ziehst" Du dann immer weiter in Annäherung an die binären Achtel - ganz wichtig ist es halt, immer das Metronom als Pulsgeber zu beachten.

Das Verziehen darf sich nie auf den Puls auswirken, muß immer innerhalb des Microtimings bleiben.


...ich weiß, damit kannst Du vermutlich wenig anfangen... - ich habe damals mit stark shuffeliger Musik geübt, z.B Zeug von Bill Hailey und bin dann diekt übergegangen zu den frühen Jazzdrummern, hatte allerdings immer das Glück, das ich in Proben + live gefordert wurde von Musikern, die das schon besser gekonnt haben...
 
Das Verziehen darf sich nie auf den Puls auswirken, muß immer innerhalb des Microtimings bleiben.

und das ist das schwierige!
wie sollte ich denn deiner meinung nach meine anderen gliedmaßen einsetzen, wenn ich mit meiner rechten hand ne 8tel begleitung im "quasi-shuffle-feeling" versuche? natürlich - erstmal 1+3 bass, 2+4 snare. jedoch wenn ich jetzt in den 8tel bereich gehe - spielst du dann die snare auch im "quasi-shuffle-feeling" oder würdest du die dann tight auf das UND setzen?

grüße
 
wir sind musikalisch halt wohl ziemlich weit auseinander, für mich ist die Bassdrum nicht wichtig, damit setz ich nur Akzente, mein Puls kommt ganz stur im Offbeat von der HiHat und beide Händen können quasi triolisch (z.B. beim Besenspiel) sein, in der Regel aber immer die rechte Hand, alles was im Achtelbereich läuft, ist "verzogen".
Da mein Offbeat eh schon von der HiHat kommt, spiel ich selten parallel auch mit der linken Hand das gleiche, da kommen dann Ghostnotes im Achtelbereich dazwischen.

Aber ehrlich gesagt, ich könnte das nicht korrekt (also notiert wie gehört) aufschreiben, sondern immer nur die Standard-Swing- Notierung aufschreiben.

Da gibt es auch theoretische Hintergründe nachzulesen, nur mal grob, die Verschiebung hin zum straighten Achtel ist tempoabhängig, je langsamer, desto triolische, je schneller, desto näher an den Achteln. Irgendwo hab ich mal eine Tabelle gesehen, irgend ein Wissenschaftler hat verschiedene Jazzdrummer analysiert, es gibt selbst im Personalstil noch deutliche Unterschiede!
 
Da gibt es auch theoretische Hintergründe nachzulesen, nur mal grob, die Verschiebung hin zum straighten Achtel ist tempoabhängig, je langsamer, desto triolische, je schneller, desto näher an den Achteln. Irgendwo hab ich mal eine Tabelle gesehen, irgend ein Wissenschaftler hat verschiedene Jazzdrummer analysiert, ...

SwingTimingUntersuchung.jpg

Auch, wenn das mit der konkreten Fragestellung hier, glaube ich, nicht mehr viel zu tun hat ...

Thomas

PS: Bzw. hier die ausführliche Fassung:

http://www.speech.kth.se/prod/publications/files/2968.pdf
 
...Auch, wenn das mit der konkreten Fragestellung hier, glaube ich, nicht mehr viel zu tun hat ...

Danke für die Tabelle!

...war auch eher von mir als (dezenter) Hinweis gedacht, daß es da keine Schablone oder exakte Vorschriften gibt, sondern immer auch auf das individuelle persönliche Spiel ankommt
 
ich bin auf ne gute übung gestoßen:

1. metronom einschalten - wie so häufig ;) zunächst erstmal 8tel
2. 1&3 bass; 2&4 snare
3. hihat begleitung beliebig verändern. zunächst rhythmische bezüge nutzen, sämtliche offbeat varianten und dann versuchen freetime zu spielen, während bass und snare im gleichen tempo bleiben.

die übung ist jetzt nicht speziell auf den quasi-shuffle ausgelegt, sollte aber die wahrnehmung der time verändern.
 
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Wenn ein Musiker, und das gilt für einen Schlagzeuger nicht mehr und nicht weniger als für alle anderen, rhythmishc etwas gestalten will, wird er IMMER versuchen, alle rhythmischen Ebenen, die sich gerade bieten, auszunutzen und zwischen ihnen herumwechseln, wenn nicht gar neue Ebenen einziehen.

Das ist es, was (wirklich) rhythmische Musik aufregend macht: Die Reibung - und dann wieder die Koppelung - zwischen den verschiedenen rhythmischen Ebenen.

Davon abgesehen hat jeder, wirklich JEDER (Jazz-)Musiker seine eigene Auffassung von geswingten Achteln - abhängig von Stil des Grooves und vom Tempo.
Und jeder Groove, der so oder so ähnlich ist, wie der zweite von Dir verlinkte, wird immer irgendwas ZWISCHEN den Extremen "Reinformen" Ternär und Binär sein. Wichtig ist dann nur, daß alle Bandmitglieder da synchron laufen, und die selbe Auffassung (verinnerlicht) haben ...

LG - Thomas
 
Wenn ein Musiker, und das gilt für einen Schlagzeuger nicht mehr und nicht weniger als für alle anderen, rhythmishc etwas gestalten will, wird er IMMER versuchen, alle rhythmischen Ebenen, die sich gerade bieten, auszunutzen und zwischen ihnen herumwechseln, wenn nicht gar neue Ebenen einziehen.

ich denke, dass das ein wenig zu einfach gesagt ist. es kommt schon sehr auf die musik an, ob man "alle ryhthmischen ebenen" mit einbeziehen sollte. ein disco-beat, der "behind the beat" läuft, könnte vllt. ein wenig irritierend wirken. ebenso wie quintolen in einem 16tel pattern.
und zumindest geht es mir bei meiner übung oben nicht darum verschiedene rhythmische ebenen zu betreten, sondern dinge zu spielen, die wir mit unserer notation nicht oder nur sehr schwer rhythmisch greifen können.
 
OK. Belassen wir´s dabei ...

Thomas
 
nur weil mir grad nochwas dazu einfällt: dein zweiter link ist sehr wahrscheinlich ein drumloop. wenn du solche drumloops erstellst setzt du die midi-noten zuerst auf 8tel, komplett straight. cool wirds dann erst wenn du den swing prozentuell einstellst, also werden immer jeweils 2 noten einander angenähert. dann swingt das oder man bekommt sogar einen richtigen shuffle. ich würd das vielleicht auch mal so spielen, 2 takte straight 8's und 2 takte shuffle. dann bekommst du für beides ein gefühl und kannst auch in den bereich dazwischen leichter einsteigen.


ein disco-beat, der "behind the beat" läuft, könnte vllt. ein wenig irritierend wirken.

tatsächlich gab es in den 80ern (oder 70ern, irgendwann vor meiner zeit halt) einen drum computer den jeder haben wollte weil er so gut geklungen hat. als man dann die firma gefragt hat WARUM er denn so gut klingt kam heraus das die interne clock von schlechter qualität war. dadurch waren die schläge immer um einen winzigen teil daneben. dadurch wurde der beat als frisch und treibend wahrgenommen. ;) ich wette bei psy's song gentleman ist ebenfalls sowas am werk, der beat ist irre!
 

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