Hi-Hat mit Kabelzug, aber welche?

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Hallo


Auch wenn dies mein erster Post ist, so bin ich doch seit einiger Zeit begeisterter Mitleser und hoffe, auf meine Frage eine fundierte Antwort zu kriegen :)

Wie der Titel vermuten lässt bin ich auf der Suche nach einer Hi-Hat mit Kabelzug wie der Pearl RH-2050 (https://www.thomann.de/de/pearl_rh_2050_eliminator_cable_hihat.htm?ref=search_prv_6). Angestiftet wurde ich von der Idee dieses jungen Herren, ohne mich auch nur im Ansatz auf seinem Niveau zu bewegen:


Meine Frage also: Gibt es zuverlässige Alternativen zur doch recht teuren Pearlvariante mit denen ihr persönlich Erfahrung habt? Voraussetzung ist, dass eine Fußmaschine daneben passt und ich den Kauf auch in 5 Jahren noch nicht bereue. Hat jemand vllt. auch Erfahrung mit der Pearl und legt sie mir ans Herz?


Vielen Dank!
 
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Hallo und willkommen "on Board". :)

Wenn die Remote-Hihat als Haupt-Hihat fungieren soll, wird es kaum günstiger werden. Es gibt zwar günstige Modelle, auf deren Zuverlässigkeit würde ich mich aber eher nicht verlassen.

Remote-Hihats sind jetzt auch nicht so überaus gängig und die Modelle eher begrenzt. Mir fallen da nur je eins von DW und Tama ein, die preislich wohl noch über der Pearl-Vairiante liegen.
 
Danke für die freundliche Aufnahme :)

Ja, diese beiden habe ich tatsächlich auch gesehen, hatte aber gehofft, dass es die "billige" Pearl auch tut und jmnd. hier damit bereits Erfahrungen hat oder evtl. noch ein weiteres Modell empfehlen kann.
Da die ganze Konstruktion als Haupt Hi-Hat dienen soll muss ich die verschiedenen Modelle ohnehin anspielen, leider kriege ich davon aber keine Angaben zur Langlebigkeit etc. Werde mich dann wohl zwischen dem Pearl- und dem Tama-Modell entscheiden müssen.

Oder findet sich doch noch eine weitere Meinung? ;)
 
Vielleicht wäre es interessant zu erfahren, was du GENAU vor hast.

Wenn es diesen "Open-handed"-Ding sein sollte: das könnte man auch so üben, dass man mit der "schwachen" Hand die Hihat spielt. Dann bliebe die Hihat, wo sie normalerweise immer steht und man bräuchte kein Remote-Teil. ;)

Die Pearl-Maschine taugt schon. Mit billigen Maschinen meinte ich solche, die für teilweise unter 100 € angeboten werden. Die sind eher nicht brauchbar.
 
Vielleicht wäre es interessant zu erfahren, was du GENAU vor hast.

Ja, es soll genau dieses "Open-Hand" Ding sein ;) Ich mag den Ansatz und die Idee von Harry Miree einfach. Als ich das Video gesehen habe dachte ich mir sofort: "Warum macht das nicht jeder so?!". Es erscheint mir viel natürlicher, vor allem nachdem ich die Chance hatte an einem Linkshänder-Kit zu setzen, auch wenn hier die vertauschten Pedale ein Hindernis waren. Klassisch open handed zu spielen wäre definitiv auch eine Option, aber wieso nicht schummeln? ;)

Da ich noch ziemlich am Anfang der Schlagzeugkarriere stehe finde ich es sinnvoll, mir die klassische Variante (in der Musikschule) und die alternative simultan anzueignen. Sollte es sich als zu schwierig, unpraktisch oder sinnlos erweisen kommt die Remote halt wieder unter den Hammer, ich habe ein paar Euro Lehrgeld bezahlt, aber es zumindest versucht.
 
Hallo Treverer,

Wie genau lang spielst Du denn schon. Ich war bei einem Workshop von Claus Hessler und hab sein Buch
Open Handed playing, dass er zusammen mit Dom Formularo geschrieben hat.

Dort wird schon einiges über das Konzept beschrieben und wie man sich selbst als langjähriger
Spieler umgewöhnen kann und wie man das Set am besten aufbaut.

Ich würde mal behaupten, da Du noch relativ neu am Schlagzeug bist, dass Du beim Umgewöhnen am
wenigsten zu verlieren hast, sprich es wäre ja jetzt noch die ideale Zeit.

Zudem denke ich mal als reiner Handwerker, dass auch eine teure Kabel Hi Hat nicht so lange
halten kann wie ein normale Hi Hat, rein konstruktiv. Ein Handbremsenseil ist ja auch irgendwann durch :)

Bevor Du nun defintiv eine Ü300€ Hi Hat einkaufst, würde ich an Deiner Stelle echt mal dieses Buch kaufen
und rein technisch probieren, dieses Vorhaben anzugehen. Das Ding ist ja auch dass "normale" Schlagzeuger
mit allen möglich Übungen angehen, die linke Hand gleich stark zur rechten zu kriegen. Wer sich von Anfang
an mit Open Handed playing beschäftigt, braucht sich nie über die Stärke der linken Hand Gedanken machen.

Grüße Peter
 
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@Peacefrog
Erstmal danke für deine ausführliche Antwort!

Ich hatte am Wochenende bei Thomann die Gelegenheit die Pearl Hi-Hat anzuspielen und sie gefällt mir vom Spielgefühl gut genug, um sie mir mittelfristig auch zu kaufen und als main Hi-Hat zu nutzen. Das schöne an meiner Situation ist, genau wie du sagst, dass ich noch am Anfang stehe und die Chance habe, direkt beide Varianten zu üben (zuhause bzw. Unterricht). Ich würde nur ungern meine linke Hand vernachlässigen, bloß weil ich auf einem open handed "Cheater-Kit" spiele, das ist ja nicht Sinn und Zweck der Übung ;)
Was die Haltbarkeit angeht bin ich mir im Klaren, dass das Kabel ein Verschleißteil ist, aber das gilt für viele Dinge am Kit und es ist ja durchaus zu ersetzen. Es ging mir eher darum zu erfahren, ob gewisse Modelle von vornherein schlecht/billig konstruiert sind und ich denke, da kann man das Modell von Pearl definitiv ausnehmen.
 
Diese Bouwenzüge sind generell so eine Sache.

Ich spiele seit ein paar Jahren eine Kabel Hi_Hat.

Bei mir hats aber den Grund, dass ich 2 Hi-Hats am Set habe und seit einiger Zeit auch das komplette Links Spiel Trainiere. Also Beidhändig.
Ich kann dazu nur sagen, dass keine kabel-HiHat tatsächlich mit einer (guten) Hi-Hat Maschine von der Feinfühligkeit mithalten kann. Gerade die günstigeren, wie die, die ich habe, haben zu große Reibungskräfte in den Zügen. Feine Fußtechniken sind damit nicht so wirklich drin.

Aber wenn du dir eine Kabel Hat schon anschaffen willst um sie auch als Main Hat zu verwenden, dann spare nicht und lass dich vom Preis der Pearl nicht beirren. Die sind vom Spielgefühl natürlich wesentlich besser als Billig Nachmachprodukte.

Was den Setaufbau angeht: ich verstehe das vollkommen. Ich habe am Anfang auch eine Menge experimentiert. Eine mehr oder minder symetrische / Halbsymetrische Anordnung war für mich die logischste Wahl.

Und ein "Cheater-Kit" gibt es nicht. Das Schlagzeug an sich ist ein Cheater Instrument. In den frühen anfängen ging es einfach darum, mehrere Instrumente von einer Person spielen zu lassen. Die ersten "Sets" waren ne Pauke, die mit dem Fuß beprügelt wurde und eine Snare auf einem Stuhl.

vor der Hi-hat gabs nen Lowboy. Davor wurde ein Becken an der Bassdrum mit einem Fortsatz am Beater angepingt. Guckt man sich die Trap Sets der 20er und 30er an, sieht man, dass da auch viele chinesische Instrumente erst den vorläufer heutiger Trommeln mimten. Und so hat sich der Kram entwickelt.

Warum also sollte ein alternativer Aufbau Gecheate sein? Das Instrument lebt von "Innovationen" und Kreativität. Und sowas wiederum ist Lobenswert. Eine Gute Technik kann man sich auch auf einem alternativen aufbau aneignen. Sowas find ich dann klasse.
 
Das mit dem Cheaten steht ja nicht umsonst in Anführungszeichen ;)

Mir ging es nur darum, dass ich nicht durch das umgebaute Kit meine linke Hand vernachlässigen möchte, das wäre definitiv kontraproduktiv. Deshalb habe ich das so formuliert. Dass nach wie vor Arbeit und Zeit in das Schlagzeugspiel fließen müssen ist hier glaube ich allen klar. Aber danke für deine Einsichten, gut auch mal von ein paar Leuten zu hören die Kabel Hats benutzen.
 

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