"Altmodische" Westerngitarre bis 1k€

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Seid gegrüßt liebe Kollegen!

Seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einer ganz einfachen aber guten Mittelklasse-Gitarre, aber die Suche gestaltet sich schwieriger als gedacht. Es gibt zwar ungalublich viele Gitarren, doch irgendwie ist mir das alles etwas zu modern, oder zuviel "blingbling". Auch Tonabneher, oder ein besonderes Finish brauch ich nicht, also nur farblos lackierte Gitarren.
Besonders gut von der Optik gefallen mir Gitarren mit heller Decke und der Rest aus dunklem Holz, oder Gitarren die schon ein paar Jahre alt sind und das Holz so schön vergilbt. In erster Linie möchte ich mal Gitarren nach Specs und Optik eingrenzen, da ich mir wahrscheinlich keine Gitarre kaufen werde die mich nicht von allen Anforderungen anspricht.

Mit folgende Gitarren habe ich mich bereits beschäftigt:
Alte Yamahas wie z.B. DW (günstig, keine Ahnung wie sie klingen)
Neue Yamahas z.B. FG (neu, günstig, klingen für mich gut)
Sigma DR28 (optisch super, preislich ok, klanglich aber kaum "besser" als die Yamaha FG)
Alte Ibanez Concord (optisch super, preislich super, keine Ahnung wie sie klingen)

Hättet ihr vielleicht noch Ideen welche Modelle ich mir ansehen könnte?

Der Fragebogen:

(1) Wie hoch ist das (eingeplante) Budget? Wo liegt die finanzielle Grenze, die auf keinen Fall überschritten werden soll?
So viel wie nötig, so wenig wie möglich :p Bei 1000€ ist aber definitiv Ende


(2) Soll es eine Westerngitarre, Klassische Gitarre, 12-String, oder sonstiges sein?
Western. 6-saitig.

(3) Welche Arten des Kaufs kommen in Frage? Neukauf, Gebrauchtkauf? Internet- oder Ladenkauf? In letzterem Falle: Möchtest du eine Empfehlung für ein Fachgeschäft? Wenn ja, welche Gegend?
Neu, oder gerne auch gebraucht. Gebrauchsspuren nehme ich gerne in Kauf.


(4) Wo setzt du das Instrument primär ein (Zu Hause, Bühne, Studio?) und wie groß ist deine Erfahrung mit akustischen Gitarren?
Hauptsächlich für Zuhause und zum Home-Recording, live derzeit nicht. Ich besitze bereits eine Yamaha FG730S in schwarz. Sie klingt eh recht gut, aber von der Optik gefallen mir schwarze Gitarren mittlerweile gar nicht mehr.


(5) Suchst du eine Gitarre für einen bestimmten Stil ?
Fingerstyle und Singer/Songwriter-Zeug wird Primär gespielt.


(6) Welche Korpustypen / Korpusgrößen kommen für dich in Frage?
Dreadnought würde ich bevorzugen. Speziell die Korpusform einer Martin D28 finde ich toll, die sind wesentlich weniger geschwungen als die der anderen Hersteller.


(7) Welche Sattelbreite würdest du bevorzugen? Gibt es Vorlieben zu Halsdicke oder -form?
Ist in erster Linie mal egal.


(8) Welche Features sind dir besonders wichtig?
[] Massive Decke
[] Massiver Boden und Zargen
[] Cutaway
[] Tonabnehmer



(9) Hast du Wünsche bezüglich der Holzsorten?
Auch hier möchte ich mich erstmal nicht einschränken.


(10) Weitere Wünsche wie Optik, klangliche Eigenschaften (mit Vergleich?) oder sonstiges:
Die Optik ist mir doch relativ wichtig, da sie nicht nur ein Arbeitswerkzeug sein soll, sondern neben mir im wohnzimmer steht.
Mir gefallen keine "modernen" Gitarren. Cutaway geht leider gar nicht, zu viele Verzierungen leider auch nicht. Besonders gut gefällt mir die Kombi aus heller Decke, Zargen und Boden dafür aus dunklem Holz.
 
Eigenschaft
 
Die Furch würde ich unterstützen, wobei ich fast etwas irritiert bin bei den Bewertungen. Aber das kann auch daran liegen, dass ich die Holzkombination Zeder-Mahagoni sehr gerne mag.

Ich würde dann gleich nochmal eine in den Raum werfen, die eine Fichtendecke hat, etwas günstiger ist und tendenziell besser bewertet wird:
 
klanglich aber kaum "besser" als die Yamaha FG
Ich habe diese Bemerkung mal aus 2 Gründen rausgepickt, um eine Nachfrage anbringen zu können: erstens scheint sie im Widerspruch zu der Aussage zu stehen, dass Du "nach Specs und Optik eingrenzen" willst, und zweitens weil ich mich - natürlich ohne die konkret angespielten Instrumente zu kennen - , darüber wundere, dass hier das Wort "besser" auftaucht.

Ich hätte nämlich erwartet, dass in Bezug auf den klanglichen Unterschied zwischen einer Sigma und einer Yamaha nicht "klanglich besser" (oder "klanglich schlechter") kommt, sondern "klanglich ganz anders" - also ohne Qualitätsurteil - kommt (was A dann gefällt, kann B nicht ansprechen). Wie gesagt - ohne die konkreten Instrumente zu kennen, nur auf Grund des Eindrucks, dass die Leute bei Sigma ein anderes Klangideal verfolgen als die bei Yamaha).

Vor diesem Hintergrund die Frage, ob Du den Fragebogen nicht präzisieren kannst.
 
erstens scheint sie im Widerspruch zu der Aussage zu stehen,

Najaaa, so wörtlich muss ich das ja nicht nehmen. Auch wenn ich mich zuerst nach Optik und Specs umsehe, kann ich mir ruhig schon Infos, oder Meinungen über den Klang sammeln.


darüber wundere, dass hier das Wort "besser" auftaucht.

Natürlich, du hast recht. Aber die genaue subjektive Erklärung zum klanglichen Unterschied wäre mir zu lange und zu wenig sinnvoll an dieser Stelle gewesen, weswegen es nur ein nichtssagendes "besser" unter Anführungszeichen bekommt, was eigentlich eh einen ausreichenden Informationswert hat. Für mich klingt sie nicht ansprechender als die FG, trotz wesentlich höheren Preis, folglich ist sie in meinen Augen nicht, oder nur geringfügig "besser".
 
Hättet ihr vielleicht noch Ideen welche Modelle ich mir ansehen könnte?
Eastman AC-Serie:

AC 120/220 - matt lackiert, gesperrter Boden und Zargen
AC DR-1/DR-2 - matt lackiert, massiver Boden und Zargen
AC 320/420 - glänzend lackiert, massiver Boden und Zargen

Die 420 hat eine Rosette aus Perlmutt, ansonsten ohne Blingbling. Preise zwischen 500 und 1000 €.

Wenns richtig Vintage sein soll, dann die Classic-Serie:

E6D - Sitka-Fichte / Mahagoni
E8D - Sitka-Fichte / Palisander
E10D - Adirondack-Fichte / Mahagoni
E20D - Adirondack-Fichte / Palisander

Bis auf die E6D dürften die aber alle über deinem Budget liegen.

Alle diese Modelle haben mit 44.5 mm eine vergleichweise breites Griffbrett. Alle sind klar lackiert, entweder matt oder glänzend, und haben wenig blingbling.
 
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Hey,

Toxxi spricht mir aus der Seele!:great:
Wenn Gitarren im positiven Sinne "Old Style" sind, dann sind es die Eastmans!
Schon bei den günstigen bemerkt man dieses klassische "Ton-Plus" gegenüber anderen Gitarren, 320/420 sind auf hohem Niveau schön neutral mit klassischem Einschlag, während die E-Serie noch nen fetten Touch Vintage-feel reinbringt, sind sie doch an den Vorbildern der 30er-50er Jahre angelehnt...

Gruss,
Bernie
 
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Also die Furch ist einfach nur fantastisch und erfüllt alle Vorgaben des TE. Steckte alles andere +/-500 Euro, was ich angespielt habe in die Tasche.
 
Vielen Dank schon mal!
Also Furch und Eastman sind wirklich höchst sympathisch. :great:
 
http://www.btm-guitars.de/offers_akustik_gitarre.html

Link zu BTM-GUITARS, haben Furch und Eastman und Bilder dazu.

Noch kurz zu Eastman. Ich kenne die E10D, die E20D und die AC DR1 und 2 (kostet ca. 650€ ). Mir hat die AC sogar noch besser gefallen.

Letztendlich habe ich das Spiel dann noch mit den OM's aus diesen Serien gemacht.
Es wurde bei mir die AC OM2 und mir gefällt sie immer noch.
 
Noch kurz zu Eastman. Ich kenne die E10D, die E20D und die AC DR1 und 2 (kostet ca. 650€ ). Mir hat die AC sogar noch besser gefallen.
Inswiefern, wenn ich fragen darf? Was genau hat die an der AC besser gefallen? Das würde mich sehr interessieren. :)
 
Grund: Rechtschreibfehler
Zuletzt bearbeitet:
Gerade ist mir noch was über den Weg gelaufen...
OK, eigentlich bin ich bei Fender kein sonderlicher Fan von akustischen Gitarren, aber hier schmeiße ich mal eine Ausnahme ein:


Eine vollmassive Dreadnought ohne Cutaway mit Tonabnehmer und inklusive Koffer für unter 500€ ist schon recht krass. Wenn ich mich richtig erinnere, hat die vor einem Jahr noch rund 1000€ gekostet.
 
...vollmassiv ist kein Allheilmittel!

Behaupte das Gegenteil: massive Hölzer müssen von guter Qualität und gut abgelagert sein um mechanisch und klanglich Vorteile zu bringen. Außerdem gehören sie ins richtige Umfeld, soll heißen, dass es zB kontraproduktiv ist, eine vollmassive Gitarre dann mit ner dicken Schicht Polyesterlack vollzukleistern! Mit Grausen erinnere ich mich da an so manche "Hauptsache vollmassiv"- Gitarre. Da waren leider auch Fenders dabei!

Meist sind mit solidem Know How erdachte und dann optimal Verarbeitete Gitarren ala Cort Earth 70-200, Seagull S6, Eastman AC 100er/200er usw. spätestens auf längere Sicht (Verziehen...!) die besseren Instrumente bis ca. 700 Euro.
Und unter 1000.- gibt`s auch nur wenige Hersteller die es schaffen, die potenziellen Vorteile einer vollmassiven Bauweise (mehr Klangfarben) so umzusetzen, dass wirklich ein sinnvolles Instrument dabei rauskommt. Was nützt zB. eine vollmassive Baton Rouge oder Crafter wenn sie nur zahmer klingt als eine zB gut gemachte Cort Earth 100 und trotzdem starr und ungelenk in den Klangfarben?

Bei Eastman zB klingen die AC100/200er Gitarren sehr ausgewogen, laut, sonor, kraftvoll und dynamisch-alles gut soweit. Ab der vollmassiven 300er Serie entsteht ein deutlich zu merkender Sprung: der deftig-polternde plakative "Drucksound" geht etwas zurück, dafür treten plötzlich Merkmale wie Sensibilität, Ansprache, Klangfarbenreichtum und räumliche Klangausbreitung usw mehr in den Vordergrund.
Mechanisch wird ab den AC300er Serien das ganze mit poliertem Ebenholz-Griffbrett/Steg und sehr dünner Hochglanz Nitrolackierung komplettiert.

Gruss,
Bernie
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ich auch nach alten gebrauchten Modellen ausschau halte, weiß zufällig jemand bescheid wie gut man alte Yamahas aus den 70er/80er (z.b. FG365), oder Ibanez Concord mit heutigen Gitarren im mittleren und unteren Preissegment vergleichen kann. Man findet tatsächlich weniger Infos darüber als man vermuten würde.
 
weiß zufällig jemand bescheid wie gut man alte Yamahas aus den 70er/80er (z.b. FG365), oder Ibanez Concord mit heutigen Gitarren im mittleren und unteren Preissegment vergleichen kann. Man findet tatsächlich weniger Infos darüber als man vermuten würde.

Auf Youtube findet man viele Klangbeispiele ...
 
Vielen Dank schon mal!
Also Furch und Eastman sind wirklich höchst sympathisch. :great:

Mir gefällt halt an Furch besonders, dass da keine Kinderhände dran waren, bzw. dass es in Europa gefertigt wird und trotzdem - einigermassen - bezahlbar ist. Allerdings bekunden viele Leute mit der CM-20 Probleme wegen der hohen Saitenlage. Aber ich komme super damit klar.
 
Mechanisch wird ab den AC300er Serien das ganze mit poliertem Ebenholz-Griffbrett/Steg und sehr dünner Hochglanz Nitrolackierung komplettiert.
Uuuuh... dann braucht man spezielle Ständer und Halter dafür? :confused: Viele sind doch nicht für Nitrolack geeignet.
 
...einfach die von K&M nehmen, dann kann nix passieren. In diese "Rockstand" Racks mit "Fluffgummipuffern" sollte man die nicht allzu lang reinstellen-wie alle Nitro-Gitarren.

Bei Eastman wird übrigens nix von Kindern gebaut, auch keine Wanderarbeiter. Das ist n Betrieb mit richtigen Angestellten-nicht immer üblich in der Branche!
 
https://www.musiker-board.de/threads/bilder-von-euren-akustikgitarren.319201/page-47#post-8075961

Inwiefern, wenn ich fragen darf? Was genau hat dir an der AC besser gefallen? Das würde mich sehr interessieren. :)

Meine rein subjektiven Eindrücke. Spaß beiseite. Ich hatte bei Hals und Griffbrett ein besseres Gefühl. Kann natürlich auch an der Einstellung gelegen haben. Die 10er war relativ schnell aus dem Rennen. Dann musste die OM1 mit der Fichtendecke gehen. Zum Schluss waren noch die E20 und die OM2 im Rennen. Und da gaben dann der "weichere, wärmere Klang", die dunklere Farbe des Sapele und der deutliche Preisunterschied den Ausschlag. Für den ersparten Betrag habe ich mir ein paar Monate später noch eine Guild M-240E Troubadour gegönnt.

Gruß Hermanson
 
Vielleicht wäre es diese hier Wert, probiert zu werden:


Die Jumbo-Schwester davon hab ich mir beim Weihnachtsgewinnspiel gewunschen :D

Ich habe außerdem die 12-saitige Guild D1212e, ebenfalls aus der Westerly Serie. Damals habe ich viele Instrumente Probe gespielt, und zumindest im 12-Saiter Mikrokosmos war im Preisbereich bis 1000 Euro mit Abstand nichts annähernd gleich tolles zu finden. Saitenlage, Verarbeitung, Klang - alles traumhaft. Eventuell verhält es sich hier ja ähnlich?
 

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