Moonchild - Rory Gallagher (Cover)

Ja wunderbar, von A bis Z. (y) Gallagher auch einer meiner, vor meiner Zeit, Heros. Immer so auf Augenhöhe mit Alvin Lee. Calling Card habe ich sogar noch auf Vinyl. Anlass genug mal wieder in den Archiv-Keller zu gehen. 🎧
 
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Ja, er ist und war unerreicht, wie er zusätzlich zu seinem exzellenten Spiel Live das Publikum mitgerissen hat mit seiner Performance. :juhuu:
 
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Ich finde das Thema Cover im Spannungsverhältnis zwischen 1:1 Kopie und eigenständiger musikalischer Substanz sehr vielschichtig.

Und das ist ja auch immer wieder einmal Gegenstand leidenschaftlicher (bis hin zu dogmatischer) Diskussionen.
Das strenge covern, bei dem man tatsächlich 1:1, Note für Note nachspielt, finde ich persönlich (schon lange mehr) nicht wirklich interessant - sowohl als Musiker, der covert als auch als Zuhörer.

Wie hier ja auch schon erwähnt, gibt es eine Menge Songs, die "gecovert" so viel Strahlkraft besitzen, dass sie sogar das Original damit in den Schatten stellen. Solche Songs finde ich selbst auch großartig und die Musiker, denen das gelingt, haben meinen Respekt.

Wie nah oder fern man sich an's Original heranmacht, ist halt auch sehr stark vom jeweiligen Song abhängig. Ich habe vor Jahren schon irgendwo einmal in einem anderen Beitrag am Beispiel von "Sultans Of Swing" meine Sichtweise erklärt: Diesen Song, mit seinen vielen tollen Fill-Ins und Solopassagen kann man fast nicht weit weg vom Original interpretieren, weil die Leute es einfach genauso hören wollen. Zumindestens bei uns in Franken würde man bei einem derartigen Versuch das zu interpretieren "vom Hof gejagt werden":D

Bei Interpreten wie Rory Gallagher sehe ich das anders: Da hat man, solange man in seiner Spielweise bleibt, schon Freiheitsgrade seine eigene Duftnote unterzukriegen. Allerdings geht es halt nicht bloß um eine "andere Version", sondern um eine Art neuer muskalischer Substanz, die man in ein Cover (ich nenne es lieber Interpretation) hineinbekommt. Das kann, rein musikalsich gesehen, manchmal einfach klasse klingen.

Da ich mir auch eine ganze Reihe von Live-Sachen (YouTube sei Dank) von ihm und seiner Band angehört und angesehen habe, ist es bei einem spielfreudigen Musiker/Band wie er einer war, auch fast schon schwierig vom "Original" zu sprechen. Den Song Moonschild habe ich ihn nie 1:1 wie im Original spielen sehen (auch nicht das Intro-Riff). Sogar die Signature-Licks hat er manchmal in einer ganz anderen Lage und dann auch mal mit anderen Pickuppositionen (wie auch bei Moonchild) gespielt.

Einen Königsweg gibt es wohl auch beim covern nicht bzw. auch Cover bieten mitunter genügend gestalterischen Raum für kreative Musikerköpfe!
 
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Ich gehe davon aus, dass Rory Gallagher das ähnlich sah:



 
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... ein klasse Beispiel !!! Man kann eigentlich gar nicht (mehr) sagen wessen Song es ist! Rory Gallagher macht den Song zu seinem eigenen Ding.
 
Wahnsinn, es reißt mich immer wieder vom Hocker...! :juhuu:

Selbst über einfache Laptop-Speaker eben, höre es mir nachher noch mal über KH's an...:great:
 
Die Fassung von Rory steht auf meiner Liste: "Lieder, die ich mir nicht mehr anhöre, wenn ich auf der Autobahn fahre" ;)
 
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Mir gefallen Covers von alter Musik, die nochmal aufgenommen wurden mit neuer Technik. Da fällt mir als bestes Beispiel Led Zeppelin ein.

Die Musik genial, die Aufnahmen oft nicht so toll.

Aber hier z.B. Black Dog:



Faszinierend, dass man das auch zu dritt so toll hinbekommt.



Sorry das gehört vielleicht nicht in diesen Thread.
 
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macht den Song zu seinem eigenen Ding.
Aber genau das kann jeder Musiker, meiner Meinung nach.
Ein bißchen Mut braucht man und die Musikerpolizei ist natürlich manchmal nicht weit.

Ich bin ganz ganz sicher nicht der Supergitarrist oder Spitzenmusiker aber das ist eine Selbsverständlichkeit für mich.
Wenn ich den Song nicht zu meinem machen kann spiele ich ihn gar nicht.

Das ist auch was was ich immer wieder höre als "Kritik". "Du machst den Song zu deinem."
Die meisten meinen es positiv aber ich hab das auch schon mit negativer Konnotation gehört.
Das finde ich dann irgendwie seltsam. Als ob ich den Song dem Originalinterpreten wegnehmen würde.
Ich sage auch alle Songs in guter Tradition an, Name des Songs und Originalinterpret.
 
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Das strenge covern, bei dem man tatsächlich 1:1, Note für Note nachspielt, finde ich persönlich (schon lange mehr) nicht wirklich interessant - sowohl als Musiker, der covert als auch als Zuhörer.
genau.
es ist halt gut zum Üben, aber niemand brennt seine Etüden auf CDs.


Ich gehe davon aus, dass Rory Gallagher das ähnlich sah
sensationell!


Aber hier z.B. Black Dog:
aufnahmetechnisch modern, aber die Coverband kriegt traurigerweise den groove nicht hin
 
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Augenhöhe mit Alvin Lee
das find ich nicht! Alvin Lee (I'm going home) hängt so sehr an seinem Woodstock Solo, das alles spätere immer wieder zu diesem Solo gerinnt.
Kann man mit Rory nicht vergleichen. Es gibt es ein YT wo er mit JackBruce Politician spielt. Bruce summt ihm das vor hinter der Bühne, weil Rory es nicht zu kennen scheint und macht was völlig Neues draus!
 
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das find ich nicht! Alvin Lee (I'm going home) hängt so sehr an seinem Woodstock Solo, das alles spätere immer wieder zu diesem Solo gerinnt.

Stimmt wohl, Alvin Lee ist nicht ganz auf dem ausdrucksstarkem Niveau in seinem Spiel wie ein Gallagher, Beck oder Clapton, dennoch ein großartiger Rock'n'Roll/Blues Rocker mit beeindruckender Subtilität. Alvin Lee ist auch jazzig und sogar funky, schon auf dem ersten Album von Ten Years Afters, als Lee erst 19 war. Lee war zudem etwas älter und ist auch älter geworden.
 
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Musiker/Band wie er einer war, auch fast schon schwierig vom "Original" zu sprechen.
(y)
gerade bei Musik in dieser Richtung vergisst man leicht, daß man meist nur die jeweilige "bekannte" Aufnahme eines Stückes kennt.
Das ist aber nur eine "Momentaufnahme", von Original kann da keine Rede sein. Die jeweiligen Stücke, gerade von Rory, wurden vorher gespielt und auch nachher.
Musiker wie er, haben sich halt die "Freiheit" genommen, jeweils neue/andere Interpretationen zu spielen. Deshalb ist es auch Unsinn sowas 1:1 covern zu wollen, mM..
 
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Da bin ich voll bei Dir!

Ich habe das Original Solo-1 (in der Songmitte) und das Intro weitestgehend nahe am Original gecovert. Ganz einfach auch deshalb, weil es sehr schöne und - wie ich finde - prägnante Songteile beinhaltet.

Das Outro-Solo allerdings von Rory Gallgher sollte man meines Erachtens auch deshalb gar nicht covern, weil ein solches Solo den besonderen situativen Moment der Improvisation bedarf. Da entsehen dann Elemente, die man selbst im Nachhinein nicht mehr so einfach reproduzieren könnte.
Die längeren Soli von Rory waren nie durchgehend konstruiert, sondern er arbeitete mit ein paar wenigen feststehenden Licks (wie steige ich ein, in welche lage wechsele ich nach 8 Takten, wie komme ich wieder heil aus dem Ding raus, etc.). Der Rest ist dann getragen vom Moment auf der Bühne , den Mitmusikern und dem Publikum. Und das sind für mich am Ende auch die wichtigen Zutaten für außerordentliche Soli.
 
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Das wäre vielleicht mal einen eigenen Thread wert: "Bekannte Interpretation und originale Version"
 
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berühmten Soli zutrifft, von vielen Gitarristen.
ich glaube, daß auch viele klassische Klavierstücke erstmal Improvisationen der Komponisten waren, und die dann von ihnen notiert
wurden und heute pedantisch nachgespielt werden, oder vielleicht noch nicht mal, irgendwie ist da ja auch immer noch ein gewisser
Spielraum für die Interpreten. Oder John Coltrane, der gerade etwas gespielt hatte, gebeten wurde das nochmal zu spielen, und er
meinte nur, das könne er nicht, daß sei zu schwer:rolleyes:.
So ist das mit Soli, eigentlich leben sie vom Moment.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

eigenen Thread wert: "Bekannte Interpretation und originale Version"
mach das doch, das für und wider fände ich auch interessant.
 
Da ich mir auch eine ganze Reihe von Live-Sachen (YouTube sei Dank) von ihm und seiner Band angehört und angesehen habe, ist es bei einem spielfreudigen Musiker/Band wie er einer war, auch fast schon schwierig vom "Original" zu sprechen. Den Song Moonschild habe ich ihn nie 1:1 wie im Original spielen sehen
das Original gibt es sowieso nicht. die Studioversion auf Platte ist genau so eine von vielen Möglichkeiten wie die live-Sachen.
Wir haben uns nur daran gewöhnt, dass eine Aufnahme immer gleich klingt.
Wird man keine Platten, CDs, Radio hören oder streamen würde, sondern hauptsächlich Musik live erleben, gäbe es diese Frage gar nicht.

David Byrne in seinem Buch "how music works": "What was originally a simulation of a performance — the recording — has supplanted performances, and performances are now considered the simulation."

stellen wir uns mal vor - nur als Gedankenexperiment - Gallagher hätte keine Platte aufgenommen sondern immer live gespielt. dann hätten wir eine Mediathek mit seinen live Auftritten.
welche davon ist das original?
und wenn er dann doch ne platte aufgenommen hätte, nach -zig Auftritten: wär das dann das original?

und so abwegig ist der Gedanke ja nicht. es git ja jeden menge bands, die ihre Nummern erst auf Tournee aufpueppenn und anschliessend aufnehmen. oft ist das nicht so geil, wie es sich live angefühlt hat. muss das dann das original sein, weil es eben die aufnahme ist? oder ist die aufnahme nicht eben eine bestimmte version unter bestimmen Bedingungen?


Das wäre vielleicht mal einen eigenen Thread wert: "Bekannte Interpretation und originale Version"
https://www.musiker-board.de/threads/welcher-cover-song-toppt-das-original.266884/
 
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Einschub:

Ich nehme ausnahmsweise mal hier Stellung zum uns erreichten Klingeln bzgl.
Das wäre vielleicht mal einen eigenen Thread wert: "Bekannte Interpretation und originale Version"
Na ja, in jedem Fall besser als in diesem Thread ;) , in dem wir uns b.t.w. auf das vom TS vorgestellte Cover (seine Interpretation) eines R.G.-Songs mit Schwerpunkt E-Gitarre beschränken sollten :).

In allen anderen Fällen wären je nach Schwerpunkt vermutlich sogar ganz andere MB-Bereiche dafür zuständig (Genre-Diskussionen / Recording / Musik-Praxis / Musikalisches OT); eben der Blick über den Tellerrand, denn wir können aufgrund der Forumstruktur nicht über "GottunddieWelt" im E-Git-Sub plaudern. Dass es solche oder ähnliche Themenstellungen schon im MB gibt (na ja, eher -> gab), erwähne ich mal nur am Rande. Viele davon wurde jedoch auch geschlossen, weil es, wie hier bereits "ahnungsvoll" angemerkt
Ich finde das Thema Cover im Spannungsverhältnis von 1:1 Kopie und eigenständiger musikalischer Substanz sehr vielschichtig.

Und das ist ja auch immer wieder einmal Gegenstand leidenschaftlicher (bis hin zu dogmatischer) Diskussionen.
nicht immer einvernehmlich "zur Sache ging" :redface:.

Wenn's aber wirklich NUR um Gitarren-Soli ginge (so verstehe ich Deine Bezugnahme auf den dem Deinen vorangegangenen Beitrag??) und eher s(f)achlich zugehen soll, dann würde ich bei so etwas die "Griff-/Spieltechnik", bei mehr bzw. doch zu erwartendem Plaudereibedarf den "Biergarten" sehen, denn die Hörproben sollen ja in erster Linie eigenen Elaboraten vorbehalten sein (vgl. Headertext dieses Subforum).

Stünde in Deinem Vorschlag nicht "bekannte..." sondern "eigene...", würde ich ja glatt auf den Thread hinweisen -> https://www.musiker-board.de/threads/der-wenn-ich-auf-titel-xy-gespielt-haette-thread.717243/ ;).

Zum Schluss aber nochmal die Bitte, hier in diesem Thread beim Austausch über @wolbai 's (wirklich tolle :great:!!!!) Hörprobe bleiben.

LG Lenny (für die Moderation)

Einschub Ende
 
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