[Gitarre] Spira S-450 TRD Transparent Red & Black

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Spira S-450 TRD Transparent Red & Black

Kennt Ihr schon Spira Guitars? Nein, dann vielleicht die Marke Jet? Auch nicht? Bei beiden Firmen handelt es sich um eine. Die Sparte Jet befasst sich mit klassischen Gitarrenmodellen wie der Stratocaster, Telecaster, Fender Bässe und modernisierte Strats. Um auch den Freunden der heftigeren Musik eine anständige Gitarre an die Hand zu geben, gründete man kurzerhand die Firma Spira. Spira bedeutet übersetzt „es fließt“. Passt ganz gut, denn man beschäftigt sich mit dem Thema Superstrat, aber auch die Themen Telecaster, Explorer und Flying V werden bedient.

Spira S-450 01_K.jpg


Auszugder Herstellerhomepage:
SpiraGitarren– Kraft, Präzision, Leidenschaft

Im Herzen Europas, eingebettet in die malerischen Landschaften Sloweniens, entsteht eine neue Legende in der Welt der E-Gitarren.Die Einführung von Spira Guitars – Die für die modernen Metalhead-Spira-Gitarren entwickelt wurde, dreht sich um hohe Leistung und schlanke, moderne Ästhetik und bietet gleichzeitig einen beispiellosen Wert.

Spira glaubt, dass jeder Gitarrist ein Instrument verdient, das sie inspiriert und sich darauf verlassen kann, ob auf der Straße oder im Studio. Trotz ihrer Zugänglichkeit machen diese Spira keine Kompromisse bei der Qualität. Jedes Modell ist mit Premium-Hardware, maßgeschneiderten Villain-Hochleistungspickups ausgestattet und aus hochwertigen Materialien gefertigt, was sie sowohl für aufstrebendeals auch für professionelle Spieler ideal macht.


Überschreiten Sie Ihre Grenzen, erhöhen Sie Ihr Spiel und machen Sie Ihre Spuren mit Spira Gitarren.

Starke Worte, man schafft als neue Firma neue Legenden in der Welt der E-Gitarren. Dabei bedient Spira mit den hochwertigsten Standardserie den heiß umkämpften Markt unter 600 € . Die teuerste Reihe bildet die 1000 Pro Series, deren Preis ab 1.249 € beginnen. Es gibt sogar einen Custom Shop. :)

Alle Modelle sind mit Humbucker bestückt. Es gibt viele 6-Stringvarianten und von denen einige 7-String. Aber hier gestaltet sich die Auswahl recht eingeschränkt. Nicht alle angebotenen Farben gibt es mit der Zusatzsaite.

Specs der S-450


Machine Head

Black, Locking

Neck

Canadian Roasted Maple

Shape

Modern D

Fretboard

Roasted Maple

Radius

14″

Nut Width

43mm

Nut

Artificial Bone

Truss Rod

Double Action

string Scale

25,5″

Number of Frets

24 Jumbo

Body

Roasted Poplar with Flamed Maple Top

Pickup

HH, Spira Villain, Custom Made, 12k output, Ceramic Magnet

Bridge

Fixed

Controls

1 Volume, 1 Tone

Hardware

Black

Finish

Gloss

20260104_130547.jpg


Einschätzung& Ausstattung
Ich stieß erst vor ein paar Wochen auf Spira und war gleich von ihnen angetan. Sehen richtig klasse aus, gerade in dieser Zweifarblackierung rot schwarz (normalerweise stehe ich nicht aufs olche Farbgebung, aber hier passt das gut zusammen). Da ich nicht wusste, was mich erwarten würde, wollte ich bei einem Händler wegen des Rückgaberechts kaufen. Fand in einem Shop eine S-450, die als B-Ware für einen reduzierten Preis anboten wurde. Die „Mängel“ konnte auf der Page nachgelesen werden und umfassten:
  • Klemmachse des E-Lockingtuner verbogen (auf den Fotos ersichtlich)
  • diverse Kratzer
Das alles schreckte mich nicht ab, also orderte ich die Gitarre, die dann auch recht schnell bei mir eintraf. Der erste Check offenbarte die o.g. Punkte. Auf der Bodyrückseite fand sich ein ca. 3 cm langer Kratzer, der bis zur Grundierung reicht. Daneben noch weitere, die jedoch wegen ihrer Größe nicht weiter ins Gewicht fallen. Das Top ist ohne Fehl und Tadel. Keine Kratzer oder Beschädigungen. Würde sie als neuwertig mit kleineren Schäden beschreiben, die der reduzierte Preis wettmacht.

Plus/Minus-Liste
Zuerst die Pluspunkte:
  • recht kräftiges D-Halsprofil
  • Gesamthaptik
  • ansträndig verrundete Bundenden
  • eigenständige & schöne Kopfplattenform
  • vieradrige Humbucker für nachträglichen Split
Und nun die Minuspunkte:
  • Direct mount Pickups
  • Lockingtuner laufen eckig & knarzen beim Stimmvorgang
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Verarbeitung
In Anbetracht der Tatsache, dass wir hier eine Gitarre im Preisgefüge von 400 € vorliegen haben, hinterlässt die Verarbeitung, als auch die Lackierarbeiten einen anständigen Eindruck. Ein Punkt, der bei vielen Gitarren zur Sprache kommt, sind die etwas vernachlässigten Bundenden. Hier kann ich wie oben erwähnt Entwarnung geben. Sie sind anständig verrundet, so dass dem Spielkomfort nichts im Wege steht. Der karamellisierte Hals fühlt sich ebenfalls hervorragend und angenehm an. Mit Sicherheit wird er mit der Zeit und mehr Spielstunden noch smoother. Im Griffbrett finden sich normale schwarze Dots, die allerdings nicht langweilig in der Mitteangeordnet wurden, sondern in den unter 12 Bünden unter E-Saiteliegen und ab dem 15. unter der e-Saite. Das ist zwar nichts neues, jedoch meine erste Gitarre mit dieser Ausführung. Mir gefällt das sehr gut.

Modifikation
Bevor ich mein eigenes Saitenset ausprobieren kann, tausche ich die Tuner gegen Kluson Locking mit einem Übersetzungsverhältnis von 1:18. Das war´s aber auch schon bei ihr. Vielleicht werde ich mich irgendwann an den Split der beiden Humbucker machen. Diese Option ist beider Spira gegeben und ich nutze die zusätzlichen Klangmöglichkeiten gerne.

Tone
Da sie wie oben beschrieben neue Tuner erhalten wird, kann ich nur den Klang mit den Stocksaiten wiedergeben. Die Höheneinstellung der Pickups verrichtete ich nur ganz rudimentär, denn da ich dickere Saiten verwenden werde, wird sich das Klangbild wieder ändern. Sie zeigt sich lebendig und schnell in der Toneentfaltung. Trotz Keramikmagneten sowie hohem Output verbreiten alle drei Schaltpositionen eine gewisse Wärme und Tragfähigkeit. Beißend an der Bridge und Wohlig am Neck. Gegenüber meine mit dickeren Saitenausgestatteten Gitarren allerdings noch ein wenig dünn. Mit Sicherheit werden neue Saiten das Ganze weiter nach vorne bringen. Mehr will ich an dieser Stelle noch nicht schreiben, da meine Einschätzung nicht final wäre. Nur so viel, die Humbucker wissen schon jetzt zu überzeugen. Denke, sie werden auch in der überarbeiteten Version der Gitarre keine Austauschkandidaten sein. Zudem besitzen sie pro Pickup insgesamt 12 einbestellbare Inbusschrauben, so dass wirklich das letzte Quäntchen an Tone aus ihr herauszukitzeln sein wird.

Fazit
Einmal abseits von den ausgetretenen Pfaden, gab ich einer neuen Marke eine Chance und kann sagen, dass ich begeistert bin. Vor allen Dingen, wenn ich den Preis betrachte (auch wenn ich die Gitarre voll bezahlt hätte). Ihr Look ist erfrischend, die Zutaten (mit Abstrichen) anständig und zielorientiert. Die Haptik tut ihr übrigens, um die Spira positiv zu bewerten. Sie muss sich als Neuling nicht hinter den etablierten Marken verstecken und kann ganz selbstbewusst auftreten. Hätte ich Verwendung für eine 7-String, würde ich wohl wieder eine Spira anschaffen.

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Cooler Bericht, wie immer! Warum sind ins Holz geschraubte PUs ein Minuspunkt?
 
Na, weil, wenn man wie ich viel mit den PU-Höhen experimentiert, Vorsicht geboten ist, damit die Schrauben nicht schnell ungangbar werden. Je nachdem wie tief man schrauben muss, überträgt man auf die Schraube größere Kräfte und da die nie von besonderer Quali sind, hat man sie auch schnell rundgedreht. Zudem kann man Schrauben in Rahmen besser einstellen. Eine 1/4 Umdrehung zuviel, erreicht man schnell wieder den Urzustand, bei dem es besser klang.
 
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Das macht natürlich Sinn, danke für die Erklärung! Ich bau was um, Rahmen weg, deswegen frag ich. Aber da da eh die Optik im Vordergrund steht, ist es okay :p
Muss nur auf wärmeres Wetter warten, Lack durch zu viel Drehzahl beim polieren versaut, kannste auch keinem erzählen:nix:
 
schönes Review

was Dich nicht betrifft @EAROSonic, was aber aus meiner Sicht auch ein Minus ist; Warum wird im unteren Preissegment Pappel für das Body verwendet. Das beobachte ich schon länger. Ja, Pappel ist leicht verfügbar, aber Fichte ist auch verfügbar. Fichte wird für Decken im Akustik-Bereich verwendet, das hat seinen Grund.
Fichte ist Nutzholz, es wird systematisch "angebaut", ein Mangel wird es nicht geben. Fichte ist auch ein härteres Holz. Muss ja nicht gleich A-Grade sein.
Was ich schreibe, ist nicht aus der Luft gegriffen, ich lese oft, auch hier auf MB, dass Poplar nicht die beste Wahl ist.

Das aber nur am Rande.
 
...Preissegment...Pappel...Fichte...verfügbar...Decken...Akustik-Bereich...
Aber bitte jetzt nicht auch noch die von Euch bzw. Euren Hobbykollegen mit Fleiss angelegten Reviews durch diese ständigen Holz&Co.-Tiraden verwässern :hail: .

LG Lenny (für die Moderation)
 
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schönes Review

...aber Fichte ist auch verfügbar. Fichte wird für Decken im Akustik-Bereich verwendet, das hat seinen Grund.
Danke sehr.

Ich las allerdings auch schon, dass Linde bzw. Pappel gerade im Highgainbereich, in dem diese Art von Gitarren betrieben werden, tonal Vorteile bringen. Sogar einige hochdotierte Musiker lassen sich ihre teuren Gitarren aus diesen Hölzern bauen. Wenn es klingt, ist es mir egal, aus welchem Holz der Body besteht. Zwar nicht Fichte aber Kiefer wurde, wenn ich mich recht erinnere von Fender für dessen erste Gitarren verwendet. Findet u.a. bei Squier immer noch Anwendung. Und schau mal hier in der Mitte der Seite.
 
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@C_Lenny
Nein! War nicht meine Absicht, deshalb sagte ich, "nur am Rande".

Noch wollte ich schreiben (hab es aber nicht gemacht), dass es ein Appel an die Hersteller sein soll; womöglich lesen die hier mit (sollten sie wohl, es gibt viel Anregung, wenn User Meinungen schreiben, daraus kann man viel an Verbesserung herausholen, wenn man denn will)

Kekse gibt es auch, für das Review, aber auch an Dich (warum, na, wegen dem netten Hinweis :))
 
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Ich las allerdings auch schon, dass Linde bzw. Pappel gerade im Highgainbereich, in dem diese Art von Gitarren betrieben werden, tonal Vorteile bringen. Sogar einige hochdotierte Musiker lassen sich ihre teuren Gitarren aus diesen Hölzern bauen.
ok, bitte jetzt keine weiteren Antworten. Ich will nur kurz noch mein Senf dazu geben.
Von Linde (Basswood) weiss ich, dass es eben der tonalen Eigenschaften wegen gerne verwendet wird, sehr oft im Bass-Bau, hat im Englischen dadurch seinen Namen, da es im unteren Fequenzbereich die Bässe betont.

Es werden auch Gitarren gebaut, deren Body aus Linde besteht, weil eben die tiefen Frequenzen gefördert werden. Das wird so gemacht, es wird so gebaut, weil es so verlangt wird.
Bislang habe ich noch nicht gehört, dass gestandene Bassisten, oder Gitarristen, zum Meister kamen und sagten, "bau mir bitte ein Instrument aus den Zutaten XY, der Body soll aber aus Pappel sein"
 

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