Statt Notizen ins Heft zu kritzeln
Muss man nicht, wie du selber sagst, man kann die Stunde aufnehmen und muss so nicht dauernd unterbrechen, um Notizen zu machen. Wenn in der Erwachsenenbildung(!) ein SchĂĽler dann zu doof oder zu faul ist, zuhause mit dieser Aufnahme zu ĂĽben und teure(!) Stunden nicht optimal zu nutzen: seine Sache!
Finde deshalb nicht, dass es Sache des GL ist, den Schüler über die Stunde hinaus zu unterstützen, es sei den, er bietet, für Schüler die das wünschen, einen solchen Service kostenpflichtig an, d.h. der Schüler zahlt nicht nur für die App, sondernn auch für jede Minute Arbeit, die der GL ausserhalb des Unterrichts individuell in ihn investiert. Wäre ev was, für GL die zu wenig Schüler haben.
Es ist die Vor- und Nachbereitung. Die Materialrecherche.
Ein erfahrener GL muss in Vor-und Nachbereitung vermutlich nicht sehr viel Zeit investieren. Wenn er gut ausgelastet ist, hätte er auch gar nicht die Zeit dafür. Und je besser er/sie einen Schüler kennt, umso weniger ist das nötig. Meine GL macht sich während der Stunde 2-3 Notizen, fragt zu Beginn der Stunde, was ich an Literatur dabei habe, damit sie den Teil mit den Übungen danach richten kann, das wars. Und trotzdem sind ihre Stunden super super toll!

Und auch die Materialrecherche ist für einen erfahrenen GL keine grosse Sache mehr. Man hat Literatur zur Hand für verschiedene Stimmlagen/Stimmfächer sowie für die verschiedenen Ausbildungsgrade und kann damit jeden Schüler passend bedienen. Und wenn die Schüler fortgeschritten sind, bringen die ohnehin selber ihre Stücke mit.
Oder wenn man den Schüler weiter voranbringen mag und dafür den Stimmumfang bestimmen möchte.
Den Stimmumfang "bestimmt" man eigentlich nicht, der entwickelt sich mit der Zeit des GU nach oben und (im beschränkteren Ausmass) auch nach unten. Ist also, zumindest bis zu einem gewissen Ausbildungsgrad, keine fix zu definierende Eigenschaft einer Stimme.