Fehlende Zargenbefestigung Mangel?

kiagualuna
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Ist eine fehlende Zargenbefestigung ein Mangel? Und weiß jemand wie diese Zargenbefestigung heißt?
Ich kenne das nur so, dass alle Ukulelen diese Befestigung haben und habe noch nie eine ohne gesehen. Merkwürdigerweise ist sie bei dieser (teureren) Islander Ukulele nicht vorhanden, bei der sehr billigen (Harley Benton) Ukulele aber schon.
 

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Hmm, ja, eine Art Verstärkung an den Kanten zu Decke und Boden haben eigentlich alle meine akustischen Instrumente, so was wie bei der Islander sehe ich auch zum ersten Mal.
Hab ein bisschen was von Zigarrenkiste. :gruebel:
Ob das grundsätzlich ein Qualitätsmangel ist, kann ich aber auch nicht sagen, da müsste in Gitarrenbauer was dazu sagen.
Kannst du sehen, wie es oben bei der Verbindungskante zur Decke aussieht?
 
ich bilde mir ein, vor langer Zeit mal wo gelesen oder in einem Video gesehen zu haben, das diese Art von Zargenbefestigung die wir heute auf gut wieder A-Gitarre sehen, der modernen Industrialisierung geschuldet ist, und es aber auch einen klassischen Bauprozess gibt, der auf diese verzichtet. :nix:
 
Kannst du sehen, wie es oben bei der Verbindungskante zur Decke aussieht?
Fehlt zur Decke hin auch komplett.
Und ist eigentlich eine moderne Industriefertigung, nix spezielles oder “klassisches” von Hand gebautes oder so.
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Habe inzwischen ChatGPT befragt und der meint das wäre ein Mangel. Die Befestigungen heißen Reifchen und dienen der Stabilität. Ohne kann es langfristig Probleme geben, da nur wenig Klebefläche wenn nur an den schmalen Stirnsaiten von Boden und Decke verleimt. Leuchtet mir auch ein.
 
Ich habe jetzt auch nochmal auf der Produktseite von Thomann von dieser Ukulele geschaut, da sieht man auf den Fotos auch eindeutig Reifchen wenn man durchs Schalloch guckt. Also ist das hier wohl ein Montagsprodukt. Hier ein herausgezoomter Screenshot von der Thomann-Seite:
 

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OK, wie sang schon Elvis: "return to sender" :m_git_a:

Ich halte es zwar auch für möglich, dass es inzwischen andere Methoden gibt, aber die Erfahrung lehrt schon, dass ein rechter Winkel verstärkt auf Dauer auch eher einer bleibt.
 
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:hat: einige Ukulelen haben keine Reifchen z.B. die von KoAloha. Die Zargen sind bei diesen so dick, dass auf eine Vergrößerung der Leimfläche verzichtet werden kann.
Was ist das denn für eine Uke? Welche Preisklassse?
 
Das ist eine Islander AT-4. War B-Stick bei Thomann für 82 Euro. Ist also nicht hochpreisig aber auch kein absolutes Billiginstrument. Wie gesagt ich habe mehrere Ukulelen (von 500 Euro bis ganz billig) und sogar die billigste darunter eine Harley Benton Ukulele für ca. 30 Euro hat diese geschlitzten Reifchen. Die teuerste hat ein nicht geschlitztes Reifchen, das wie Leiste aussieht, meine beiden Konzertgitarren haben auch Reifchen (Leistenform ungeschlitzt) aber keine ist “blank”. Besonders dicker Boden oder Zargen scheint das auch nicht zu sein, die Ukulele ist federleicht. Ich habe schon Rücksendung angefordert.
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Es handelt sich zwar um B-Stock, aber ich kenne das von Thomann normalerweise nicht so dass B-Stock technische Mängel hat, sondern höchstens optische und dass es keine defekten Instrumente sind sondern nur “gefällt mir nicht Retouren”.
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Es handelt sich zwar um B-Stock, aber ich kenne das von Thomann normalerweise nicht so dass B-Stock technische Mängel hat, sondern höchstens optische und dass es keine defekten Instrumente sind sondern nur “gefällt mir nicht Retouren”.

So ist es ja auch gedacht.

Aber genau wie bei "A-Stock" kann es auch da natürlich zu übersehenen Mängeln kommen.

Wenn das Instrument ohne Gründe oder mit einer anderen Begründung zurückgesendet wurde und der Mitarbeiter den Mangel nicht sieht, kommt das Instrument halt mit dem unentdeckten Mangel als B-Stock wieder in den Handel.

Daher: Zurücksenden und ausdrücklich auf den offenbar vorhandenen Mangel (siehe Produktbild) hinweisen.
 
Thomann und B-Stock, ich denke die kontrollieren nicht mal die reklamierten Mängel.
Ich hatte eine B-Stock gekauft, eine E-Gitarre, lag wohl schon ewig im Lager, erst nach öfteren Drehbewegungen des Volumereglers kam ein Ton raus, ich musste noch etwas WD40 in den Poti sprühen damit die volle Lautstärke erreicht wurde.
Unter den ein Sterne Bewertungen hat sich einer beschwerd dass die Gitarre keinen Ton von sich gibt und er sie zurückschickte. Die haben sie wahrscheinlich ungesehen zu mir geschickt, ich habe aber nicht gleich aufgegeben nachdem ich über hundert Euro weniger bezahlte.
Es gibt nix was es nicht gibt.
P.s.
Die Dame vom Service wollte nur wissen ob ich sie behalten möchte,
ich habe ihr erklärt dass man wenigstens eine B-Stock Gitarre prüfen könnte vor dem Versand, na ja, you get what you pay for, es ist mir eine Lehre.
 
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:hat:Auf einem der Thomann Bilder kann man deutlich das Reifchen sehen. Also zurück damit:bad:
 
Thomann und B-Stock, ich denke die kontrollieren nicht mal die reklamierten Mängel.

Das kann ich mir kaum vorstellen. Sowohl die Versandkosten als auch die Kundenzufriedenheit sprechen klar dagegen. Ware wissentlich mit sofort erkennbaren Mängeln (Gitarre gibt verstärkt keinen Ton von sich) ergibt aus unternehmerischer Sicht keinen Sinn.

Ich hatte eine B-Stock gekauft, eine E-Gitarre, lag wohl schon ewig im Lager, erst nach öfteren Drehbewegungen des Volumereglers kam ein Ton raus, ich musste noch etwas WD40 in den Poti sprühen damit die volle Lautstärke erreicht wurde.
Unter den ein Sterne Bewertungen hat sich einer beschwerd dass die Gitarre keinen Ton von sich gibt und er sie zurückschickte

Bei dem Umsatz den Thomann fährt ist ein Zufall keineswegs unwahrscheinlich. Das die Elektronik irgendwo einen Wackler hat oder ein Poti nicht richtig funktioniert und kein Ton rauskommt, ist nun auch kein so exoticher Fehler.

Und wenn Du schon selber schreibst "Gitarre lag ewig im Lager" dann kann sich durchaus da Feuchtigkeit im Poti abgesetzt haben. Der Fehler muss also keineswegs bei dem Testen der Retoure schon vorlegen haben.

Oder ein Mitarbeiter hat halt an dem Tag nicht gut genug geprüft. Kommt vor, sind auch nur Menschen und die werden da nicht 20 Minuten Zeit pro Gitarre haben.
 
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Kommt ihr jetzt bitte zur Uke zurück … es geht hier nicht um Thomann B- Stock Waren …
Und um E-Gitarren schon gar nicht!
 
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Die Frage ist allerdings schon erschöpfend beantwortet.

Das Produktbild zeigt die zargenverstärkung, also dürfte hier ein Mangel vorliegen.
 
Das Produktbild zeigt die zargenverstärkung,
Es ist nicht unüblich, dass auch mal die Specs bei gleicher Modellbezeichnung geändert werden. Wenngleich sehr viel für einen Mangel spricht, ist es aus der Ferne nicht ganz eindeutig zu klären. Frag doch auch mal beim Hersteller nach. (Und nicht nur beim Distributor.)

Nachtrag: Offenbar gibt es auch Hersteller, die im hochpreisigen Segment auf Reifchen verzichten: "KoAloha verzichtet auf die „Reifchen“, mit denen man normalerweise die Zargen an Boden und Decke leimt. Sie erhöhen die Dicke der Zargen und können so Boden und Decke direkt aufleimen." (https://gute-ukulele.de/products/koaloha-opio-tenor-kto-10s-34, 999€)
 
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Alles richtig.

Das hier bei einer 99 Euro Ukulele auf eine aufwendigere Bauweise umgestellt wurde, ist aber unwahrscheinlich.

Wenn dem te die Ukulele hervorragend gefällt, kann er aber ja noch Detektiv spielen...
 
Wenn das meine wäre, würde ich beim Verkäufer anrufen und mich dort erkundigen, ob die fehlenden Reifchen so korrekt sind. Dann kann man sich viel Zeit und unnötige Spekulationen ersparen.
 
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Rein aus Interesse habe ich meinen Instrumentenpark durchgecheckt. Zwei Gitarren (eine deutsche und eine spanische), zwei voigtländer Waldzithern, eine Mandriola und eine Flachmandoline, (sogar mit gewölbten Rücken) - alle haben Reifchen! Ausnahme: einealte thüringer Waldzither von Theodor Heym, Suhl, mit flachem Rücken. Datieren lässt sich das Instrument auf etwa 1920. Die Klebenähte halten noch! (y)
Cheers,
Jed
 
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Ich habe auch mal bei meinen Ukulelen geschaut: Von 6 akustischen Ukulelen haben nur 2 Reifchen. Und das sind die 2 günstigsten (Ovation Applause und Ibanez).
Die 3 K-Waves und die Fender haben die nicht.

Grüße
mittelblau
 
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Ich halte es zwar auch für möglich, dass es inzwischen andere Methoden gibt, ...
Moderne Kleber kann ich mir da gut vorstellen. Die halten sehr viel fester als der tradtionelle Leim von anno dunnemals.
Bei größeren und edleren Instrumenten können der alte Leim trotzdem sinnvoll sein, um Arbeiten im Innern oder am abgenommenen Boden auszuführen.
Bei einer korrekt ausgeführten modernen Verklebung würde eher das Holz in der Nähe abreißen als die Verklebung.

Meine ultragünstige Stagg Sopran und die ebenfalls preiswerte Luna Concert haben Reifchen.

Stagg Soprano Ukulele.jpeg Luna Guitars Ukulele Lizard Solid Cedar.jpeg

Gruß Claus
 
Grund: Bilder ergänzt
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