16er GenX-Crash "umgestülpt" / Temperaturunterschied?

  • Ersteller derYosh
  • Erstellt am
derYosh
derYosh
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
30.03.22
Registriert
19.08.03
Beiträge
1.110
Kekse
833
Ort
Neuwied
Hi Leute!!
Ich besitze unter anderem ein "Meinl GenerationX 16er Synthetik-Crash (Thomas Lang)".
Als ich gestern Abend in den Proberaum kam, war es "umgestülpt". :eek: Das heißt das es von der Glocke an nicht mehr abwärts, sonder aufwärts ging. Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine, ansonsten kann ich eine kleine Zeichnung anfertigen.
Ich habe es dann vorsichtig wieder auf die normale Form "zurückgebogen". Das Becken besteht aus einer weicheren Legierung als B20. Daher ging es sehr leicht und es ist auch keine Beule, Unebenheit oder Ähnliches zu sehen. Es sieht wirklich tadellos und wie neu aus und es klingt auch zum Glück immernoch so. Schwein gehabt!!

Nun frage ich euch: Wie konnte das passieren?
Wir hatten in der Nacht davor noch die Heizung angeschaltet ==> Normale (+X), angenehme Zimmertemperatur
Wir haben den Raum dann gegen 3uhr Nachts verlassen und die Heizung wieder abgeschaltet (Stromkosten). Da war alles noch in Ordnung. In dem Raum dürfte es schnell wieder kalt werden. Nachts müssten es im Raum so um die 10 bis 15°C gewesen sein.

Sooooo heftig war die Temperaturschwankung nun nicht, das sich ein Metall derart verformen dürfte, wenn sie es normalerweise nichtmal beim Spielen tut???
Ich bin ratlos!! Was kann ich dagegen tun? Was ist da geschehen?
gruß
-yosh

PS: Das Becken hat seinen Dienst in der Probe direkt nach dem "Umbiegeprozess" wieder 1A getan. Konnte nicht im Geringsten klagen.
 
Eigenschaft
 
Wa?s wer? wie? wo? :eek: :screwy:
Das klingt echt unglaublich! o_O Ich glaube ich weiß, was du meinst, aber ich kann mir das irgendwie nicht erklären. Eigentlich dürfte die Legierung nicht so weich sein, dass man es einfach so, ohne es zu erhitzen, verformen kann. Denn dann wäre ja nach jedem Schlag eine Verformung im Becken.
Frag' mal die Leute von Meinl. Das darf nicht passieren. Und wenn es häufiger passiert, wird auch die Beckenqualität flöten gehen!
 
Eigentlich dürfte die Legierung nicht so weich sein, dass man es einfach so, ohne es zu erhitzen, verformen kann.

Es wurde ja nicht direkt verformt, lediglich umgestülpt. Dabei bleibbt die Form ja eigentlich gleich, nur halt in die andere Richtung. Gespiegelt könnte man sagen. Wie das passieren kann, kann ich mir auch nicht vorstellen. Das Becken muss in der normalen Form ja so unter Spannung geraten, dass es sich umstülpt. Wie bei den halben Tennisbällen, die man umstülpt und auf den Boden legt und die dann wegspringen.
 
Ist da vielleicht zwischenzeitlich ne andere Band im Proberaum gewesen?

Nur son Gedanke...
 
wudu
  • Gelöscht von mb20
  • Grund: Du hast es selbst gesagt, OT ;)
Vollkommen unerklärlich! Zudem mechanisch nicht vorstellbar, denn das Metall müsste sich dann ja "nach oben" verformen, was einer sehr intensiven Hitzeentwicklung bedarf, welche widerum die strukturellen Eigenschaften des Metalls schwer in Mitleidenschaft nehmen würde. Daß dazu noch eine "Kaltverformung" von Dir möglich war, ist dann endgültig erstaunlich, zumal Du sagst, daß es weder optische noch klangliche Einbußen gegeben hat.

BumTac
 
:eek: Ich hab das hier gelesen und da hat es mich in den Fingern gejuckt .... Hab mich also Registriert, um hier nun meinen Senf dazuzugeben & einen Erklärungsversuch abzuliefern :great:

Also:

Bei einer homogenen Legierung (also gleichmäßiger Verteilung der verschiedenen Komponenten, wovon man ja bei becken ausgehen kann) kann es eigentlich zu so einer von dir beschriebenen umstülpung Physikalisch gesehen nicht kommen :D

Die Enstehen nämlich nur, wenn sich die Unterseite des Beckens / Metalls stärker ausdehnt als die Oberseite. In dem Fall verbiegt sich das Metall nach Oben, je nach Temperatur und Unterschied der Ausdehnung der verschiedenen Materialmischungen an Ober und Unterseite mitunter auch so Stark, wie es bei dir geschehen ist. (Dieses Prinzip findet man in Form von Bimetallstreifen häufiger mal als mechanische Schalter, die temperaturabhängig schalten...) Deine "fehlerbeschreibung" passt allerdings ganz gut, da die Glocke ja aufgrund ihrer Form wesentlich resistenter gegen dieses spannungsbedingte umstülpen (Spannung zwischen unter und Obermaterial) ist, also ihre Form beibehalten würde.

Das wäre die einzige Erklärung dir mir einfallen würde, aber da stinkt ja auch einiges:

Das Problem an sich ist mir und meinen Vorrednern völlig neu. Wenn es solche Fertigungsfehler öfter mal geben würde, dann wäre das bestimmt einigen hier bekannt. Außerdem weiß ich zwar nicht, welche Materialien in deinem Becken letztendlich verwendet wurden und wie die sich bei erhöhter Temperatur verhalten, aber der Unterschied müsste schon gigantisch sein damit es zu solchen Formverschiebungen kommt wie bei dir ... (Mal davon abgesehen, das 10°C erst eine relativ kleine Abweichung zu "normaler" Raumtemperatur darstellen). Andererseits scheint es ja generell nicht so schwierig zu sein, Einfluss auf die Form der nach deinen Worten weichen Legierung zu nehmen (Was sie zweifellos ist, wenn du sie mit den Händen zurückbiegen konntest ;) ) Es bleibt aber die Frage, wie Wahrscheinlich es ist, das bei der Herstellung eine Legierung nicht vernünftig Zustande kommt (was ja vorraussetzung für meine Erklärung ist), ohne das das sehr deutliche Klangveränderungen nach sich zieht :D

Interessant wäre jetzt vielleuicht noch zu wissen, ob das Becken unter Spannung stand, in dieser "neuen" Form. hast du es beim zurückbiegen stück für Stück wieder in Originalausführung bringen müssen oder ist es quasi dahin "gesprungen", nachdem du Druck auf den Beckenrand ausgeübt hast :confused:

Ansonsten könnte man ja bei Meinl mal fragen, was die zu dem Problem zu sagen haben, wie Gunnarsen vorgeschlagen hat. Für mich klingt es wie gesagt auf jeden Fall nach irgendeiner extrem seltenen Form von Fertigungsfehler... Ist aber kein Neues Becken, oder ? .... Wäre ja schon Mysteriös, wenn so ein Problem "auf einmal" zu Tage tritt :screwy:

LG, TeRroRbErNd
 
ein paar Antworten:
Das Becken ist "relativ" neu. Ein Ausstellungsstück aus dem Laden.
Das Becken wurde von niemandem ausser mir benutzt. Ein anderer Musiker hat an dem Abend noch gespielt, aber da war ich dabei und da ist nichts passiert. Habe danach selbst noch gespielt und da war alles in Butter.
Der Proberaum gehört uns allein. Also keine andere Band oder anderer Musiker.

Mir könnte es (wie im Eingangsposting schon gesagt) eigentlich am Allerwertesten vorbeigehen, da ich keine auf den ersten und zweiten Blick bemerkbare Veränderung im Sound bzw. in der Optik festgestellt habe. Muss allerdings dazu sagen das ich nicht das Gras wachsen höre, wie manch andere hier im Forum, aber das es sich einfach umgebogen haben soll, ohne das da etwas passiert ist. :screwy:
Vielleicht hat ja noch jemand eine Erklärung.
gruß
-yosh

[Tante Edith:] Als ich das Becken zurückgebogen habe, musste ich es sehr langsam Stück für Stück umbiegen. Die umgebogenen Stücke habe ich fixiert (zwischen Arm und Oberkörper. weiß aber nicht mehr so genau) und dann mit den Händen weitere Stücke umgebogen. Ab einem gewissen Punkt ist das Becken wieder in die Ausgangsstellung gesprungen.
Die Legierung des Beckens nennt sich FX9 (69%Kupfer, 15%Zink, 15%Mangan, 1%Aluminium) und ist laut Hersteller "weich und flexibel".
 
Kannst du es jetzt immer hin- und zurückstülpen oder ist es jetzt wieder fest?
Ich kann mir das nicht erklären, es sei denn, die Becken sind aus einem Gummimetall. Das schließe ich aber aus, weil solch eine Legierung - wenn es sowas überhaupt gibt - nicht (brauchbar) klingen würde.
Terrorbernd hat meiner Meinung recht.
 
Ich bins nochmal ;)

Auch wenn die Legierung als "weich und flexibel" beschrieben wird, ist sie das wohl nur im Vergleich zu anderen Beckenbau-Legierungen der Fall. Eine wirklich weiche Legierung wäre fürn Beckenbau ja auch völliger Schwachsinn, das Einmalbecken mach wenig ökonomischen Sinn :rolleyes: Auf jeden Fall machen diese Eigenschaften diese Becken anfälliger für dden oben beschriebenen Effekt ;)

Zu möglichen Beschädigungen:

Wenn es sich wirklich um einen Materialfehler handelt, könnte das Problem wohl auch öfter auftreten. Insbesondere Mangan und Aluminium sind spröde Materialien, die zu Rissen führen könnten, wenn das ganze öfter passiert... Deswegen würde ich mit der ganzen Sache nicht zu sorglos umgehen, auch, wenn es noch keine negativen auswirkungen gab ;)

LG, TeRroRbErNd
 
Ich hab (ich glaub bei den Cymbalholics) so etwas ähnliches gelesen. Jemand hatte schon Jahre lang ein altes Sabian (oder noch älteres Zildjian) Flatride. Als vor ein paar Jahren in USA die Sabian Vault Tour war, hat er das mal mitgenommen. Dort meinte dann ein Mitarbeiter, dass es falschrum sei (da keine Glocke vorhanden sieht man das nicht unbedingt).

Der Mitarbeiter hat es eingespannt/festgehalten o.ä. und feste draufgeschlagen, worauf es mit einem großen Krach "umgesprungen" ist in die ursprüngliche Form. Beschädigung hat es wohl keine davongetragen. Material war die allseits bekannte B20-Bronze.
 
Ich werde mich mal bei Meinl deswegen melden. Vielleicht ist es ja schon öfter vorgekommen. Dann kann ich weitere Schritte einleiten (umtauschen z.B.).

Wenn es in der nächsten Zeit nicht noch einmal geschieht, dann behalte ich es einfach. Bin mit dem Sound ja nach wie vor zufrieden. :p
Ich halte euch auf dem Laufenden was das Statement von Meinl angeht.
bis bald
-yosh
 
Hm ja sowas gibt es des öfteren..., mein Opa (damals Dirigent) hat mir mal erzählt das das Schlagwerk unserer blasmusik öfter mal ein Becken "umgestülpt" hat, aber dann anscheinend einfach wieder draufgetreten is und dann wars wieder in der ursprünglichen Form.

Aber das war vor gut 15 jahren also kein Vergleich zur Qualität der heutigen Becken.

Edit: Weis net obs stimmt kann ja sein das mei Opa mir mist erzählt, ich frag mal an Kumpel von mir der spielt schon 20 Jahre Schlagzeug.
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben