1966er RIO Gitarre Hilfestellung erbeten

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JulianHSt

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Hallo liebes Forum!
Mein Name ist Julian und ich bin komplett neu hier und auch ein Anfänger was Gitarre betrifft. Ich habe in meiner Schulzeit 12 Jahre lang in Geige gespielt kann also mit einem Instrument umgehen und die Finger sind nicht ganz unbegabt 🙂
Gitarre war aber schon immer mein Wunschinstrument. Leider waren meine Eltern dagegen und später hatte sich keine Gelegenheit ergeben damit anzufangen. Ich habe über eine Weitergabe innerhalb der Familie vor einigen Jahren eine RIO Konzertgitarre gebaut von Karl Schneider in Basel erhalten (die Gitarre hat mich als Kind bereits magisch angezogen).
Die Gitarre wurde 1966 produziert und stammt wohl aus einer limitierten Sonderserie für einen Kunden (Gitarrist Jean Sapp aus Frankreich?). Leider ist das Archiv der Firma Karl Schneider bei einem Brand vor einigen Jahren zerstört worden und es existieren keine Unterlagen mehr (ich hab dort angefragt).
Der ehemalige Besitzer ist mittlerweile gestorben, ich kann also nicht mehr herausfinden wie er in den Besitz kam. Muss aber in den späten 70ern gewesen sein.
Jedenfalls möchte ich jetzt endlich mit dem Gitarre spielen anfangen und hab ein paar Fragen zu der Gitarre da sie im Vergleich zu heutigen einige Besonderheiten aufweist. Youtube hat mir bereits etwas geholfen, die KI erzählt mir so einiges aber da kann ich nicht mit Sicherheit sagen was stimmt.
Ich hoffe hier kann mir weiter geholfen werden und ich will euch das Instrument auch nicht vorenthalten.
Die Bilder der Ganzaufnahmen sind entstanden als ich das Instrument erhalten hatte, die Detailaufnahmen nach dem säubern und neue Saiten aufziehen.
Nun meine Fragen:
1. Habe ich die Saiten richtig befestigt beim aufziehen? Wie macht man es bei den verbauten Mechaniken mit Loch und Nut richtig?
Die Mechaniken habe ich geölt. Leider verstimmt sich die Gitarre trotz Vorsehung der Saiten über Nacht um eine Umdrehungen nach unten.
2. Sattel und Steg sind jeweils Lose eingelegte Hartholzstücke. Der Sattel hat einen losen Messingstab als "0" Bund und der Steg hat Rillen und einen Messingstab welcher Lose in einer Rille liegt. Ich habe ihn aktuell in der ersten Rille eingelegt. Die Stäbe werden nur durch die Saitenspannung der Saiten gehalten. Was ist der Sinn dieser Konstruktion und was muss ich beachten?
3. Der Hals hat eine leichte Krümmung. Ca. 0,8 mm am 12. Bund. Im Foto durch das Schalloch ist eine Schlitzschraube zu sehen. Sie sitzt recht tief unten, ist also kein Halsspannstab. Wenn man von außen schaut wo der Hals am Korpus befestigt ist sieht man einen Schlitz zwischen Boden und Hals. Der ist da wohl absichtlich. Ist das eine frühe Konstruktion um die Halskrümmung zu beeinflussen?

So, das war's erst mal und vielen Dank schon mal.
Hier die Fotos.
VG Julian
 

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Erst einmal willkommen im Forum. Das sind eine Menge Fragen und ich fange mit dem an, was mir als Erstes einfällt. Zunächst denke ich, daß die Schraube am Hals durchaus auf einen Halsspannstab hinweist. Ich besitze Gittaren bei denen er auch so ungünstig angebracht ist. Also einfach mal vorsichtig probieren. Ob der Hals zu stark gekrümmt ist beurteilt man allerdings nicht am 12., sondern am 7. Bis 9. Bund, bei abgedrückter Saite auf Bund 17.
Die Saiten sind, abgesehen von D und e eigentlich korrekt aufgezogen. Es kann durchaus sein, daß die Mechaniken altersbedingt nicht mehr okay sind. Zudem waren die in den 60er Jahren verfügbaren Materialien nicht so "optimal". Hier sollte man auch über einen Austausch nachdenken.
Bei Bund und Sattel sehe ich kein Problem?
So, nun erst einmal probieren.
 
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