2 oder 4 Zugriegelsätze? Was braucht der moderne Clone-Orgler?

Wie "Selbender Sing" richtig bemerkt hat es nichts mit der XK5 zu tun sondern es geht hier um die Frage 2 oder 4 Zugriegelsätze. In meinem Fall ist´s halt auch eine Xk5.

Prinzipiell diskutieren hier 2 Gruppen mit verschiedenen Zugängen zu einem Thema:

Zum einen die "B3-Reiter" die hin und wieder einen Ausflug ans Wurli, Rhodes oder Clavinett machen und für die sich diese Frage ohnehin nicht stellt und
zum anderen die Multikeyboarder, die für ihre Musik eben gefühlte 800 verschiedene Sounds brauchen und dann eben mal einen vernünftigen Orgelsound wollen.

Auf Grund dieser Unterschiedlichkeiten wird´s hier also meiner Meinung nach keine klare Lösung/Aussage geben können

Just my 50 Cents;)

Gruß

GertB3
Das finde ich aber auch gut an der Sache, dass es in dieser Frage keine klare Lösung oder Aussage geben kann. Es ist eine Frage des Spielstils, des Musikstils, des Ausdrucks und nicht zuletzt auch der Performance.

Wir spielen nun mal Rockmusik der 70er, da stellt sich die Frage schon, es stellt sich aber auch die Frage der Finanzen. Da ich zunächst vorhatte, alle benötigten Instrumente über ein Master-Keyboard zu spielen, kam nur noch das JamKey in Frage, den vorrangig sollten 2 Manuale sein, und wenigstes 2 Sätze Zugriegel.

Der Hintergrund war, dass meine E100 meine Wohnung nicht verlässt. Sie st sakrisch schwer, mir ist sie zu schade, um sie durch die ganze halbe Weltgeschichte karren zu lassen. Es verbindet mich mehr als nur der Geldwert der Orgel, ein Wert, der mit Geld nicht zu bezahlen ist.

Die E100 hat auch nur 2 Sätze Zugriegel, sodass ich das Spiel damit gewohnt bin. Es mag durchaus für den einen oder anderen Sinn machen, mit nur einem Manual sogar 4 Sätze Zugriegel zu haben, das klingt dann aber auch wieder mehr nach Preset Voreinstellerei und nur noch auf einen bestimmten Satz Zugriegel umschalten. Gut, man kann dann noch in die Einstellungen eingreifen, aber ob das dann noch sinnvoll ist, lasse ich dahingestellt.

Und wie gesagt, es ist aber jede/r/m seine eigene Spielweise, und das ist gut so. Was jemand für ideal oder wenigstens spielbar hält, sollte man dann auch machen lassen.

Und ja klar, bei der Musik, die wir spielen, brauche ich gelegentlich mal einen Piano Sound oder ein Wurly, und einmal Pfeifenorgel. Bei meinen Versuchen am JamKey wurde mir schnell klar, das Teil ist zum Orgel spielen da, hier mit Pianos herumhantieren bringt nichts. JE mehr Software-Instrumente es werden, umso mehr geht es an den Arbeitsspeicher des Lappis.

So habe ich mir ein Stage Piano gekauft. Eigentlich zum Klavier und Wurly spielen, aber das Teil hat ja heutzutage Sounds ohne Ende. Bei den Orgelsounds merkt man dann aber schnell, welche Sounds unbrauchbar sind. Orgel ganz ohne Zugriegel, das geht überhaupt nicht. Dann ist man froh, wenn man wenigstens 2 Sätze zur Verfügung hat.

So mein Fazit zu der Sache, aus einer Orgel kann man kein Klavier machen, umgekehrt aus einem Klavier keine Orgel. Die anderen Sounds wie Strings und Pads und dergleichen brauche ich am Piano auch nicht, wenn ich Synthesizer spielen will, kaufe ich mir einen.
 
Meine ursprüngliche Frage war:
Wieviele Zugriegelsätze braucht der moderne Clone-ORGLER.
Also jemand, der mit 2 Manualen richtig Orgel spielen möchte.
(unabhängig davon, ob man unten eine Orgeltastatur oder etwas anderes stehen hat)
 
Meine ursprüngliche Frage war:
Wieviele Zugriegelsätze braucht der moderne Clone-ORGLER.
Also jemand, der mit 2 Manualen richtig Orgel spielen möchte.
(unabhängig davon, ob man unten eine Orgeltastatur oder etwas anderes stehen hat)
Ich komme ja von der Orgel und mein Hauptinstrument war lange Zeit die Hammond Console. Theoretisch brauche ich gar keine Zugriegelsätze, wenn die Presetverwaltung gut gemacht ist. Wenn Zugriegel vorhanden sind, sollten Sie in mindestens 1facher Ausführung pro Manual vorhanden sein. (1 mechanischer Zugriegelsatz für 2 Manuelle finde ich sehr verwirrend) Zwei Zugriegelsätze pro Manuale, wie es früher bei der Hammond Console üblich war, finde ich gut und nützlich, wenn auch die Perc. sich auf beide Zugriegelsätze anwenden lassen würden. Idealweise sogar getrennt steuern lassen würde, also auch die Perc. 2 fach vorhanden wäre. Ich habe nie verstanden, warum alle die alten Hammonds nachbauen wollen, aber niemand die "alten" Restriktion aufheben möchte. Dazu zählt für mich, die Perc. die nur auf ein Zugriegelsatz und nur für das Obermanual nutzbar ist. Oder auch der Chorus/Vibrato den ich nicht für jedes Manual getrennt beinflussen kann. Oder die selbst auferlegte Beschränkung auf ein 25 Tasten Pedal. All das macht aus meiner Sicht, in der heutigen Zeit nicht mehr wirklich Sinn.
 
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Vielleicht liegt es einfach daran, dass man die Orgel als ein richtiges Instrument empfindet. Und sich vielleicht auch nicht den Rückweg zur original Hammond verbauen möchte.

Außerdem empfinde ich Beschränkung eher als etwas herausforderndes, was meine Kreativität anfeuert . Zuviele Möglichkeiten sind nicht unbedingt sinnvoll.

(Als Pianist fragt man sich am Anfang ja auch, warum zur Hölle die Hammond-Orgel nicht anschlagdynamisch ist.) ;-)
 
Vielleicht liegt es einfach daran, dass man die Orgel als ein richtiges Instrument empfindet. Und sich vielleicht auch nicht den Rückweg zur original Hammond verbauen möchte.

Außerdem empfinde ich Beschränkung eher als etwas herausforderndes, was meine Kreativität anfeuert . Zuviele Möglichkeiten sind nicht unbedingt sinnvoll.

(Als Pianist fragt man sich am Anfang ja auch, warum zur Hölle die Hammond-Orgel nicht anschlagdynamisch ist.) ;-)

Das hat etwas vom Stockholm Syndrom... Vor Jahren wurde in einem Produkt eine damals notwendige Restriktion eingeführt. Heute wissen wir, dass es ein großer Fehler war, dass Hammond die Tonradorgel nicht weiterentwickelt hat und die Produktion eingestellt wurde. Die Folge davon ist, das es Hammond nicht mehr gibt. Dennoch schreiben wir den Beschränkungen eine so hohe Bedeutung zu (fördert die Kreativität), das wir anfangen eine Verringerung der Möglichkeiten gut zu finden und ignorieren dabei die Tatsache, dass exakt dies zum "aussterben" der Original Consolen beitragen wird...
 
Ja jetzt setzts Euch doch einfach an die Kiste(n) und spielts, Herrschaftszeiten!!!
;-)
 
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Ein doppelter Zugriegelsatz hat eigentlich nur Vorteile.
Er vereinfacht eine sehr schnelle Soundumstellung.
Eine Presettaste für den jeweiligen ZR Satz ist schneller gedrückt als 9 Zugriegel
auf eine neue Position zu bringen.
Obendrein ist durch die Zuordnung der Percussion auf den "B" Satz diese mit einem Wechsel auf den
"Bb" Satz schnell ausgeschaltet.
Das per Hand zu machen dauert, weil der Percussionsschalter auf der rechten Hälfte des ZR Brettes
liegt und es etwas umständlich ist hier handübergreifend zu betätigen. Die linke Hand hat hier einfach kürzere Wege

Bernd Wurzenrainer zB nutzt diese Möglicheit der Presetumschaltung - und damit der ZR Sätze -
recht häufig
http://shop.keyboardpartner.de/epag...s/HX3-Magazin/Bernd_Wurzenrainer_am_BASSStand
im Video ab ca 1:00 min
Ein weiterer Vorteil ist es den zweiten Satz während man mit dem anderen spielt bereits "vorregistrieren" zu können

Last not least ......
Wenn schon Clone , dann auch richtig mit allem drum und dran ( und auch an derselben Stelle ).
Nur so fühlt sich jemand der vom Original kommt SOFORT " zuhause " - er bedient sie blind.
 
Meine ursprüngliche Frage war:
Wieviele Zugriegelsätze braucht der moderne Clone-ORGLER.
Also jemand, der mit 2 Manualen richtig Orgel spielen möchte.
(unabhängig davon, ob man unten eine Orgeltastatur oder etwas anderes stehen hat)
Minimum 2 Sätze, damit kann man gut zurecht kommen, wenn man sich bemüht, 4 Sätze ist der Idealfall.
 
Vielleicht sollte man mal einfach den Begriff
" moderner Clone Orgler " definieren .........

Orgel bedeutet eigentlich im Minimum 2 Manuale plus Pedal
Instrumente mit einem Manual und ohne Pedal bezeichnet man jedoch als Keyboard.

Gibt natürlich auch eine Ausnahme:
Einmanualige Orgel jedoch auf jeden Fall mit Pedal ( sowas war bis Mitte der 70er zB von Böhm mit der BnT der Fall )
 
Vielleicht sollte man mal einfach den Begriff
" moderner Clone Orgler " definieren .........

Orgel bedeutet eigentlich im Minimum 2 Manuale plus Pedal
Instrumente mit einem Manual und ohne Pedal bezeichnet man jedoch als Keyboard.

Gibt natürlich auch eine Ausnahme:
Einmanualige Orgel jedoch auf jeden Fall mit Pedal ( sowas war bis Mitte der 70er zB von Böhm mit der BnT der Fall )
Also jetzt entfernen wir uns zu sehr an der Frage, wieviele Zugriegel. Die Pedalerie habe ich weiter oben schon erklärt.

Und ein Instrument wie z.B. das Roland RD2000 ist kein Keyboard, obwohl es ein Dämpfer-Pedal mitbringt. Es ist ein Piano, kein Keyboard und keine Orgel. Über das reden wir hier allerdings nicht.

Entschuldige bitte, musste gesagt sein.
 
Also jetzt entfernen wir uns zu sehr an der Frage, wieviele Zugriegel.

Sehe ich nicht so, daß wir uns entfernen.
Zum einen, daß hier mit Begriffen diskutiert wird und man sich der Bedeutung derer
noch nicht einmal klar ist.
Die Frage " wieviel Zugriegel " kann nur beantwortet werden wenn man weiß wieviel Manuale
das Instrument hat und wieviel Zugriegelsätze jeweils dem Manual zugeordnet sind.
Ein Zugriegelsatz besteht nach dem Vorbild Hammond aus insgesamt 9 Zugriegeln gleichbedeutend
der Fußlagen 16´ bis 1´ .
Hat ein Instrument zwei Manuale mit je einem Satz sind das nach Adam Riese 18 Zugriegel
Hat es pro Manual zwei Sätze sind das schon 36 Zugriegel.
Ein Pedalzugriegelsatz bei Hammond besteht aus zwei Zugriegeln 16 ´und 8 ´.
Diese beiden Zugriegel sind eigentlich Mixturzugriegel weil insgesamt 8 Fußlagen auf die beiden
Zugriegel verknüpft sind.

Die Frage muß also lauten wieviel Zugriegelsätze

In früheren Heimorgeln wurden auch teilweise Potis für die Vibratogeschwindigkeit oder Rhytmuslautstärke
etc als Zugriegel ausgebildet. In diesem Fall charakterisiert der Zugriegel die Bauart des Potis -
hat aber nichts mit dem üblichen Begriff Zugriegel bei einer Hammond zu tun.

Zurück zum Thema .....
Minimum dürfte ein Zugriegelsatz pro Manual sein - schließlich geht es ja darum im Livebetrieb die
gewünschte Klangfarbe damit einzustellen.
Wer sich hier nur auf Presets mit voreingestellten Zugriegeleinstellungen beschränkt wird eine klangliche Vielfalt eines Zugriegelsatzes nie ausschöpfen. Um hier dann etwas zu ändern in den Einstellungen muß der Spielmodus verlassen werden um die gewünschte Einstellung zu programmieren.
Er wird auch nie in der Lage sein im Livebetrieb einen WAHWAH Effekt per Zugriegel zu spielen.
 
Vielleicht sollte man mal einfach den Begriff
" moderner Clone Orgler " definieren .........

Orgel bedeutet eigentlich im Minimum 2 Manuale plus Pedal
Instrumente mit einem Manual und ohne Pedal bezeichnet man jedoch als Keyboard.

Gibt natürlich auch eine Ausnahme:
Einmanualige Orgel jedoch auf jeden Fall mit Pedal ( sowas war bis Mitte der 70er zB von Böhm mit der BnT der Fall )
ist zwar nicht das Zugriegelthema, trotzdem in meinen Augen wichtig
in den 70er Jahren war mein Verständnis auch so wie Freddy das beschreibt. Heute würde ich den Unterschied eher so ziehen, dass Instrumente wie XK5, HX3, Legends, und noch etliche mehr Orgeln sind, unabhängig von der Fußbasspedalerie. Diese Instrumente stellen keine weiteren Klangfarben außer Orgel zur Verfügung.
Keyboards wären m.E. dann alle die Instrumente, die mehr können.
 
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Also eine einmanualige Orgel, die im wesentlichen nur Orgel kann, ist auch ohne Basspedal eine Orgel,
man kann sie dann aber auch Orgel-Keyboard nennen, da sie ja auch gleichzeitig ein Keyboard ist.

Auch eine zweimanualige Orgel ist ohne Basspedal natürlich eine Orgel. Das ist doch klar.
Nur der klassische Begriff einer Orgel ist mit der Notwendigkeit eines Basspedals verbunden.

Wenn eine Orgel-Keyboard nur 9 Zugriegel hat, ist das sich eine grenzwertige Bestückung,
aber man kann ja nach Keyboard-Split die linke Hand über Preset konstant halten und nur
rechte Hand-Part in Real-Time steuern, auch das geht sogar noch, z.B. mit einer Numa Orgel.
Bei der kann man wenigstens die Presets gut anwählen.

Besser ist da natürlich ein ganzer Zugriegelsatz, damit geht alles gleich viel besser.
Ein zweiter ist Luxus, muss aber nicht sein. Ist letzten Endes eines Sache des Geldes.
Wer genug Kohle hinblättern kann, wird zweiten Zugriegelsatz als Anforderung festschreiben.

Die Grundanforderung an ein Orgel-Keyboard ist aber, und das ist viel wichtiger als die Frage
der Anzahl Zugriegel, dass man nach Split den linken Part unabhängig vom rechten um eine
Oktave nach oben transponieren kann. Das wird mitunter nicht ermöglicht bei diesen Teilen.
Dann fällt es auch mir schwer, diese Teile noch Orgel zu nennen. Denn dann ist eigentlich
auch die Anbindung eines Basspedal unsinnig, wenn ich mit linker Hand ohne völlige Kastration
der Zugriegel keine Akkorde mehr greifen kann. Das sind dann Keyboards, die zufälligerweise
auch wie eine Orgel klingen können, aber keine richtige Orgel mehr.
 
Das hat etwas vom Stockholm Syndrom... Vor Jahren wurde in einem Produkt eine damals notwendige Restriktion eingeführt. Heute wissen wir, dass es ein großer Fehler war, dass Hammond die Tonradorgel nicht weiterentwickelt hat und die Produktion eingestellt wurde. Die Folge davon ist, das es Hammond nicht mehr gibt. Dennoch schreiben wir den Beschränkungen eine so hohe Bedeutung zu (fördert die Kreativität), das wir anfangen eine Verringerung der Möglichkeiten gut zu finden und ignorieren dabei die Tatsache, dass exakt dies zum "aussterben" der Original Consolen beitragen wird...

Hammond hat doch viele Versuche unternommen, die Orgel zu modernisieren. Passte dann aber nicht mehr in die Zeit.
Weder in den 70ern noch in den 80ern spielte die Orgel eine besondere Rolle in der Musik.

Irgendwann gab es dann eine Rennaisance. Und alle wollen wieder B3 und C3 und A100 spielen.
Viele auch in der Originalversion mit 100kg und oft kaputt.
(Ich würde das weniger als Stockholm Syndrom sonder als Liebe bezeichnen - analog dazu quälen sich ja auch viele Klassiker mit historischen Instrumenten rum und finden es super, obwohl es modernere Versionen gibt)

Ich liebe es auch, den Sound und die Haptik der alten Orgeln zu spielen, bin aber für Geschleppe und Gebastel zu faul. Also bin ich den Herstellern der modernen Varianten sehr dankbar.

Wenn dir das zu gestrig ist, kannst du sicherlich modernere Varianten mithilfe von PC Plugins selber kreieren. Ich hätte da gar keine Lust zu. Wo willst du da auch anfangen und aufhören? Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Und ja: Beschränkungen empfinde ich als das A und O. Wenn man mir 3 sounds gibt, mache ich daraus einen schönen Song. gibt man mir 100, verirre ich mich und verliere irgendwann die Lust.
 
Hammond hat doch viele Versuche unternommen, die Orgel zu modernisieren. Passte dann aber nicht mehr in die Zeit. Weder in den 70ern noch in den 80ern spielte die Orgel eine besondere Rolle in der Musik.
Die ICH heute heute vermisse. Vieles ging auch wieder verloren, was gut war. Beispielsweise die Möglichkeiten das Pedal aufzuwerten, durch zusätzliche Register, Stringbass etc..., die auch einer B3 oder verwandten Baureihen nicht schaden würden....

Und ja: Beschränkungen empfinde ich als das A und O. Wenn man mir 3 sounds gibt, mache ich daraus einen schönen Song. gibt man mir 100, verirre ich mich und verliere irgendwann die Lust.
Ich glaube du hast mich falsch verstanden, es ging mir nicht darum aus einer Hammond Orgel eine 2 manualige Workstation zu machen, dann könnte ich auch gleich eine Wersi oder Böhm kaufen. Nimm die XK5 als Beispiel. Bei dieser ist vieles mehr möglich als am Original, Veränderung des Grundsounds, jetzt sollen mit dem Update noch neue Klangfarben kommen. Die Perc. ist heute schon auf beide Zugriegelsätze anwendbar. Weiterhin kann man an ihr ein größeres Pedal als 25 Tasten verwenden. Machen diese Optionen die XK5 zu einem Instrument an dem du unkreativer bist?
 
Die Frage muß also lauten wieviel Zugriegelsätze

Ich glaube, das wahr wohl nur ein Verschreiber. Im thread heißt es ja auch "Zugriegelsätze"
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Machen diese Optionen die XK5 zu einem Instrument an dem du unkreativer bist?

Nein, gar nicht. Aber, wie schon oben gesagt, möchte ich mir nicht den Weg zur echten Hammond verbauen, indem ich mir angewöhne, lauter Dinge zu tun, die am Original nicht funktionieren.

Da ich leider keinen Fußbass spielen kann, ist das Thema "mehr als 25 Tasten" allerdings bei mir auch irrelevant.

Du hast ja völlig recht. Wem die Hammond zu langweilig ist, der holt sich eine Wersi. Ich kenne aber so viele zufriedene Hammond-Organisten, dass ich glaube, dass du mit deiner Einstellung etwas alleine stehst.

Einer unserer besten Hammondisten hier in Hannover hat auf Wersi angefangen und spielt heute fast nur noch B3 mit Lesley.

Vergleiche es doch mal mit der Geschichte der E-Gitarren. Was hat es da nicht alles für abenteuerliche Entwicklungen gegeben.
Heute spielen sehr viele wieder Strat oder Les Paul (am besten noch Originale aus den 60ern oder 70ern) und viele nach wie vor mit alten Amps.
 
Also eine einmanualige Orgel, die im wesentlichen nur Orgel kann, ist auch ohne Basspedal eine Orgel,
man kann sie dann aber auch Orgel-Keyboard nennen, da sie ja auch gleichzeitig ein Keyboard ist.

das Dilemma was wir haben ist eigentlich der falsche Name für ein (elektronisches) Instrument.
Orgel war lange Zeit im weitesten nur mit dem Begriff Kirchenorgel verknüpft, also dem sakralen Bereich.
Heute wird der gleiche Begriff " Orgel " neben der reinen sakralen Kirchenorgel auch für eine Hammondorgel, eine Theater / Kinoorgel und auch Keyboards benutzt - wenn dieses eben mindestens
eine der vorgenannten typischen Klangfarben erzeugen kann : Sakralregister ,Sinus, Tibias oder Flöten.

Was FrankH hier jedoch meint, wenn er sagt " kann nur Orgel ", ist daß er damit meint , sie kann nur Sinus.

Einmanualige Instrumente sind und bleiben Keyboards - egal welche Klangfarben sie wiedergeben können.
Es würde auch niemandem einfallen ein Masterkeyboard als einmanualige Orgel zu bezeichnen.

Das grandiose an der Erfindung von Hammond ist ja der Zugriegelsatz mit dem man auschließlich
Sinustöne verschiedener Fußlagen zu einem Klang einstellen kann.
Nach der Fouriersynthese besteht jeder Klang aus einer Vielzahl harmonischer Sinustöne und genau das
macht eben der Zugriegelsatz. Man könnte diesen mit noch mehr Harmonischen ausstatten um hier noch feiner in die Strukturen vorzudringen - kein Problem. Für Hammond haben sich diese 9 Zugriegel jedoch
als bester Kompromiß von Praxis und Kostenseite ergeben.
Mit 9 Zugriegeln , jeder mit 8 Stellungen , ist man beim Durchprobieren der Einstellungen, wenn jede nur eine Sekunde Zeit beansprucht, bereits etliche Jahre NONSTOP beschäftigt...........
Wer das in einzelnen Presettastern unterbringen will hat ein ernstes Problem derart, daß es garnicht realisiert werden kann - geschweige bedient.
Somit bleibt der Zugriegelsatz die kompakteste Form was Möglichkeiten und Haptik angeht.
Kann man dann noch schnell zwischen zwei Zugriegelsätzen pro Manual wechseln - um so besser.
 
Einmanualige Instrumente sind und bleiben Keyboards - egal welche Klangfarben sie wiedergeben können.

Ich finde das etwas wortklauberisch.
Die XK-5 gibt es doch auch einmanualig. Für mich ist das trotzdem ein Hammondorgelclon.
Schließlich kann sie ja nur Hammondorgelsound und wird bendient wie eine Hammond.

Es gibt schöne Videos von begnadeten Hammondisten, die auf einmanualigen Orgeln zeigen, wo der Hammer hängt. ;-)

Keyboard ist ein schlecht definierter Begriff.
Steng genommen ist er ein Oberbegriff für Tasteninstrumente (ist ja auch eigentlich die wörtliche Übersetzung)
Leider werden diese Begriffe aber lustig durcheinandergeworfen. Ich glaube, man sollte da nicht zu kleinlich sein und lieber versuchen, zu verstehen, was gemeint ist.
 
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Ich kenne aber so viele zufriedene Hammond-Organisten, dass ich glaube, dass du mit deiner Einstellung etwas alleine stehst.
Das denke ich nicht, ich bin einer davon. Spiele selbst C3 ohne Pedal und RT3 mit Pedal. Aus diesen oben genannten Gründe ist für mich die XK5 derzeit der beste Hammond Clone, nicht vom Klang sondern vom Gesamptpaket.

Vergleiche es doch mal mit der Geschichte der E-Gitarren. Was hat es da nicht alles für abenteuerliche Entwicklungen gegeben.
Heute spielen sehr viele wieder Strat oder Les Paul (am besten noch Originale aus den 60ern oder 70ern) und viele nach wie vor mit alten Amps.
Das kann man jetzt so oder so sehen. Am Anfang hatten die Strats 3 Schalter Stellungen, heute haben sie 5. Früher hatten Sie Single Coil, heute Splitbare Humbucker... Es sind aber immer noch Strats...
 
Einmanualige Instrumente sind und bleiben Keyboards - egal welche Klangfarben sie wiedergeben können.

Eine einmanualige Vox Continental ist für mich ganz klar eine Orgel.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Weder in den 70ern noch in den 80ern spielte die Orgel eine besondere Rolle in der Musik.

Auch wenn es OT ist, was die 70er betrifft, sehe ich das völlig anders.

Emerson, Lake, and Palmer
Deep Purple
Uriah Heep
Yes
Genesis
Pink Floyd
Ekseption
Traffic
Brian Auger's Oblivion Express
Colloseum
Allman Brothers
Manfred Mann
Beggars Opera
Rare Bird
Sly & the Family Stone
Argent
Eloy
Birth Control
Frumpy / Atlantis
Triumvirat
etc.
 
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