2x Tonepoti = 2x Kondensator? (..to avoid coupling)

von Ray, 13.12.04.

  1. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.12.04   #1
    Dat is ne normale (wenn auch gut abgeschirmte ;) ) Strat mit 2 Tone Controls und einem Kondensator für beide. Die Klangkontrolle ist über die zweite Ebene des 5-way verschaltet.

    [​IMG]

    dat is ne HSS Strat, wo die zweite Ebene des 5-way für den Autosplit des HBs herhalten muss. Deshalb hängt die Klangkontrolle einfach direkt an der ersten Ebene, da wo die heissen PUs auch hängen.

    [​IMG]


    Soooo: im ersten Bild reicht EIN Kondensator. Im zweiten Bild sinds zwei getrennte. Der Typ schreibt dazu, dass das nötig ist, um "PU-coupling" zu vermeiden. Es sagt, es MÜSSEN zwei Kondensatoren sein.


    Frage: wieso?

    was ist denn für den Stromfluss der Unterschied der beiden Schaltungen?

    Wenn wir z.B. den Neck-PU nehmen:

    1. Bild:

    Saft kommt vom Neck-PU linke Ebene, geht zum Ausgang linke Ebene raus, Brücke zum Ausgang zweite Ebene, dort, weil Neck-PU-Stellung aktiviert, liegt das Neck-Poti samt Kondensator parallel zum heissen Ausgang zum Volpoti.

    2. Bild:

    Saft kommt aus dem Neck-PU raus, kann von da über Ausgang linke Ebene zum Volpoti fliessen oder zum direkt paralle angeschlossenen Neckpoti samt Kondensator.

    dasselbe gilt für das Midpoti.

    Warum zum Henker reicht im zweiten Schaubild nicht auch EIN Kondensator (samt entsprechender Brücke vom Mid-Poti zum Neck-Poti natürlich, wie im oberen Bild halt)???
     
  2. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 13.12.04   #2
    Natürlich kann man nur einen Kondensator nehmen, allerdings ist (übrigens in beiden Fällen) die Wirkung nicht unabhängig voneinander. Dazu ein Beispiel:

    Benutzt wird der Mid.PU Der Neck ist ausgeschaltet, hat aber über sein Tone-Pot und den gemeinsam genutzen Kondensator einen Weg nach Masse.
    Poti und Kondensator stellen also die Last für den Neck-PU dar.
    Durch den Tone-Kondensator fließt jetzt also der Strom von Neck- und Mid-PU. Der daraus resultierende größere Spannungsabfall am Kondensator ist dann auch am Ausgang der Gitarre "hörbar". Das Resultat ist dann also der Klang vom Mid- und ein Teil des Neck-PU.

    Für den Betrieb des Neck-PU od Mid. gilt das Umgekehrte.

    Möchte man dieses Verhalten nicht haben, setzt man getrennte Bauelemente für Pti und Kondensator ein. Auch in einer Standard Strat-Schaltung. (Besser is das)

    Ulf
     
  3. Ray

    Ray Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.12.04   #3
    oooops. Voll übersehn. :o

    Alles klar.

    Jetzt seh ich auch den Unterschied der beiden Schaltungen.


    DAS versteh ich jetzt aber nicht.

    Nehmen wir wieder das Mid-Beispiel: Schalter steht auf middle-PU:

    Der Weg für Neck auf Masse gibt es im oberen Beispiel dann nicht, sondern nur, wenn auch Neck aktiviert ist. Ist am Schalter der Neck aus und steht auf mittel PU, kann der Strom von Neck NICHT zur Masse. (denn die Klangkontrolle hängt ja NICHT direkt am heissen Ausgang von Neck, sondern auf der rechten Ebene am entsprechenden Kontakt. Und die Verbindung dahin ist nur offen, wenn Neck aktiviert ist).

    Im unteren Beispiel dagegen besteht tatsächlich immer einer Verbindung von Neck-PU und Klangkontrolle.

    Deshalb sagt der Typ ja auch, es MÜSSEN da zwei Kondensatoren sein. im oberen Fall dagegen reicht einer.
     
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