Abdämpfen rein mit der Anschlagshand

Argh
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Hi Leute,

ich habe den Entschluss gefasst in meiner Spieltechnik mal etwas aufzuräumen und bin in diesem Zuge zu dem Entschluss gekommen auf die als "Floating Thumb" bekannte Technik umzusteigen, da diese sich für mich am natürlichsten und saubersten (gerade bei höheren Geschwindkeiten) anfühlt. Alles unterhalb der gespielten Saite (also zu den tiefen Saiten hin) lässt sich damit jetzt auch wunderbar "automatisch" ruhighalten und ist auch abgedämpft, wenn ich aufwärts wandere - aber ich stehe jetzt vor der Frage, was ich mache, wenn ich absteige.

Da gibt es ja diese interessante Technik von Gary Willis, die ich teilweise auch versuche zu übernehmen, die bei mir allerdings so einige Fragen offenlässt... wie soll ich das z.B. machen, wenn ich schnell zwischen der E- und der D-Saite wechsele, sagen wir jeweils einen Ton darauf spiele? Dann kann ich ja nicht immer einen Finger dazu abstellen, die schwingende hohe Saite abzudämpfen, das wird doch viel zu aufwändig - oder ist das nur Übungssache?

Hat hier jemand Erfahrung bzgl. des Abdämpfens mit der rechten Hand? Mein Ziel ist es, letzendlich das komplette Abdämpfen der Anschlagshand zu überlassen.

Ich bin für Tipps sehr dankbar :)

Gruß
Andre
 
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Moin!

Die Frage interessiert mich auch, bis jetzt mache ich es so, dass ich mit der Greifhand versuche zu dämpfen.
 
Ich mache es so, dass die hohen Saiten von der Greifhand bedämpft werden, wenn man "abwärts" geht. Funktioniert einwandfrei. Würde mMn auch weniger Sinn machen, das Dämpfen mit der Schlaghand zu versuchen, weil dadurch der Wechselschlag behindert wird. Das Gefühl habe ich zumindest...
 
Ich mache es so, dass die hohen Saiten von der Greifhand bedämpft werden, wenn man "abwärts" geht. Funktioniert einwandfrei. Würde mMn auch weniger Sinn machen, das Dämpfen mit der Schlaghand zu versuchen, weil dadurch der Wechselschlag behindert wird. Das Gefühl habe ich zumindest...

dito! Beim Pick-Spiel gibts ja diese Shredding-Haltung (von der Eierschneiderfraktion), geht beim Bassen auch ganz gut, dann kannste mit der Anschlaghand alles Abdämpfen übernehmen.
Allerdings gibt es keine Handhaltung, die es einem beim gewöhnlichen Fingerspiel (Wechselschlag) erlaubt, zu jeder Zeit alle Saiten zu erreichen (wäre schließlich erforderlich, um aus jeder Situation heraus jede Saite dämpfen zu können) und dabei auch noch den Spiel-Komfort nicht beeinträchtigt.
 
Also ich dämfe mit Ring- und kleinem Finger die tieferen Saiten unterhalb (oberhalb??) der momentan bespielten.
Der Daumen wandert bei mir mit.
 
Hi Leute,

Das Problem, welches ich beim Abdämpfen mit der Greifhand habe ist, dass es nicht immer sauber funktioniert, schon allein der Flagolett-Töne wegen - aber wahrscheinlich ist das auch nur wieder Übungssache.

Aber gut, vielleicht stimmt das schon und ich sollte es mit "Abdämpfwut" nicht übertreiben... hmm ;)
Es ist halt ein schöner Gedanken, die Links Hand dann komplett frei von solchen Aufgaben zu halten, aber naja...

Also ich dämfe mit Ring- und kleinem Finger die tieferen Saiten unterhalb (oberhalb??) der momentan bespielten.
Der Daumen wandert bei mir mit.

Das verstehe ich nicht so ganz: Du meinst doch, dass wenn du auf einer Saite spielst, der Daumen die tieferen darunter abdämpft, oder? ...wozu brauchst du dann aber noch den Ring- und den kleinen Finger? ;)
 
Das verstehe ich nicht so ganz: Du meinst doch, dass wenn du auf einer Saite spielst, der Daumen die tieferen darunter abdämpft, oder? ...wozu brauchst du dann aber noch den Ring- und den kleinen Finger? ;)

Spätestens beim 6Saiter wirst du mit nur einem Daumen zum Dämpfen nicht weit kommen ;). Daher werden dritter und vierter Finger auch zum Dämpfen abkommandiert.
 
Das verstehe ich nicht so ganz: Du meinst doch, dass wenn du auf einer Saite spielst, der Daumen die tieferen darunter abdämpft, oder? ...wozu brauchst du dann aber noch den Ring- und den kleinen Finger? ;)

Wenn Du erst auf der D-Saite spielst, gehst danach auf die E-Saite, dann rutscht der Daumen ja mit runter bzw. Dämpft da ja gar nix mehr, schon gar nicht die D-Saite!
Wenn Du dann aber die beiden Finger die gerade nix tun zum Dämpfen nimmst, nämlich Ring- und kleiner Finger, dann kannst Du auch drüber liegende Saiten dämpfen!!!
 
Wenn Du erst auf der D-Saite spielst, gehst danach auf die E-Saite, dann rutscht der Daumen ja mit runter bzw. Dämpft da ja gar nix mehr, schon gar nicht die D-Saite!
Wenn Du dann aber die beiden Finger die gerade nix tun zum Dämpfen nimmst, nämlich Ring- und kleiner Finger, dann kannst Du auch drüber liegende Saiten dämpfen!!!

so kann mans natürlich machen, obwohl das denk ich mal nen größerer Übungsaufwand wäre, vor allem, weil man die entsprechenden Finger ja doch recht weit strecken muss. Am einfachsten isses wirklich, wenn man, wie schon beschrieben, mit dem wandernden Daumen die unteren Saiten dämpft und die oberen mit der Greifhand.
@Argh: dein Problem mit der Greifhand ist sicher, wie du selbst schon erkannt hast, hauptsächlich Übungssache.
 
Wenn du mit dem Daumen versuchst mehr als eine darunter liegende Saite zu dämpfen (du spielst also die D-Saite, der Daumen liegt auf der A-Saite und versucht E und H-Saite zu dämpfen) führt das automatisch zu einer etwas strangen Handhaltung und einem unsauberen Anschlag. Kleiner Finger und Ringfingern jedoch schaffen das Problemlos und geben darüber der Schlaghand noch mehr Stabilität. Nachteil: 3 Finger-Wechselschlag führt zu einem Ressourcenkonflikt
 
Hi Leute,

sorry, ich bin nicht wirklich zum Antworten gekommen in den letzten Tagen...

@Boerx:
Puh, na ich glaube da gehts dann mit der Ansichtssache los ;) ...was du schreibst ist ja das, was ich mir eigentlich gerade versuche anzugewöhnen: Nämlich die Handfläche so flach wie möglich über den Griffbrett zu halten, mit den Fingern gekrümmt und mit so wenig Bewegung wie möglich zu spielen - den nur noch aufliegenden (und keinerlei Kraft ausübenden) Daumen kann man bei der Handhaltung ja auch quasi bis runter zum Arm zum Abdämpfen nutzen.
Nettes Video dazu übrigens: http://www.youtube.com/watch?v=nXFn6Ad7VAM (lustiger, irgendwie leicht esotherisch angehauchter Typ übrigens...)
 
Bei mir is es so, dass der Daumen die tiefen Saiten dämpft und die Greifhandfinger die Hohen. Das funktioniert insofern hervorragend, weil ich meine Greifhandfinger nur sehr leicht krümme, und die Finger praktisch parallel zum Griffbrett über den Saiten liegen, ergo automatisch alles dämpfen, was "hinter der Fingerkuppe" liegt (ich weiß grad nicht, wie ichs besser ausdrücken soll, aber ihr wisst sicher alle was ich meine!). Wenn man die Greifhandfinger stark krümmt und praktisch mit den Fingerspitzen rechwinklig ("senkrecht von oben") greift, hat man da natürlich Probleme mit...
Schau dich mal auf Youtube um, es gibt massig Tutorials zu dem ganzen. MarloweDK hat auf seiner Site ein kurzes Lehrvideo zum korrekten Dämpfen zB...
Ich versuch grad, mich etwas an meinem Basslehrer zu orientieren, der meine Dämpftechnik zwar nie bemängelt hat, aber etwas völlig anderes, imho sehr Sinnvolles macht: er lässt die gerade nicht gebrauchten Finger der Greifhand meistens ausgestreckt über allen Saiten liegen und hebt sie nur kurz für den Zeitraum in dem die gegriffene Saite klingen soll. Das erfordert zwar wesentlich mehr Koordination, als ich meinen bewegungslegasthenischen Fingerchen momentan abringen kann :D, aber dafür klingen seine Basslines immer so sauber wie frisch von der CD... *neid*

grühs
Sick
 
Interessant.
Ich wusste gar nicht, dass die Technik so etabliert ist. Über die Jahre habe ich mir genau diese Technik autodidaktisch angeeignet, ohne zu wissen, dass das "floating Thumb" heißt und mir das auch jemand hätte zeigen können :D
lerne: öfter auf youtube surfen!
 
lerne: öfter auf youtube surfen!

...definitiv! Selbst wenn man von 100 ausprobierten Tipps nur einen für sich rausfiltert, der einem weiterhilft und der einfach zu einem "passt" ist das schon 'ne Menge wert, denke ich!
 
jo *offtopic* übrigens geile platte haste in deinem avatar
die beste pestilence meiner meinung nach.
 
Hi XNOR,

ah, gut, dann hab ich ja mal jemanden mit der Spieltechnik an der Strippe, den ich ausquetschen kann :p
Was mich gerade am meisten interessieren würde dazu: Hast du bei dieser Anschlagsart bisher irgendwelche Einschränkungen oder ähnliches entdeckt?
Mich wurmt ja vorallem die Tatsache, dass ich geschwindkeitsmässig jetzt erstmal etwas schlechter gestellt bin, so direkt nach dem Wechsel von der "normalen" Technik - aber das wird sicher mal wieder Übungssache sein.
Ausserdem macht mir das leicht wackelige Gefühl der fehlenden Daumenstütze etwas sorgen - ich habe allerdings irgendwann gemerkt, dass ich eben mit diesem Stützen viel Kraft auf den Daumen ausübte (warum auch immer, vll. war es eine Art Hebelwirkung oder weiss der Geier - es führte jedenfalls teilweise sogar zu Schmerzen).

(Achja: Offtopicerweise: Ich steh ja eher auf die seltsame Spheres, aber die alten Scheiben haben natürlich auch was... und die Consuming Impulse hat immer noch das fieseste Cover ^^)
 
Zuletzt bearbeitet:
die fehlende Stütze vermisse ich überhaupt nicht. Wenn ich nur auf einer Saite bleibe, stütze ich meinen Daumen schon manchmal auf der Saite darunter ab, ansonsten aber muss der Arm halt einfach stabil sein.
Einschränkungen aufgrund der Technik sehe ich auch nicht. Man ist auf jeden Fall sauberer bei Läufen, wo man die linke Hand nicht zum Abdämpfen der unteren Saiten nehmen kann.
 

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