Roadmap oder wie geht's weiter?

Thoho
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Hallo zusammen,

ich spiele nun seit ca 2,5 Jahren wieder Bass.

Angefangen habe ich mit Tabs.... Einfach erst einmal paar bekannte Lieder nachgespielt und mein Repertoire erweitert.

So weit so gut

Wurde aber relativ langweilig. Also habe ich mich an die Intervalle und Pausen gesetzt, gelernt verinnerlicht und mit rumexperimentiet. Das hat mich auch wirklich weiter im improvisieren gebracht.

Noten sind so ein Thema....ich quäle mich nebenbei da durch.... Wirklich einen Fokus habe ich aber im Moment noch nicht darauf.

Was mich immer noch sehr stört ist, ich muss zuviel denken beim Spielen und dadurch verkacke ich den takt.

Spielen an sich kann ich sehr viel... Teilweise schaffe ich das Tempo aber "noch" nicht.

Seit 2 Wochen bin ich nun aktiv auf der Suche nach netten Leuten die Bock haben was gemeinsam zu machen. Ich denke die Entwicklung mit anderen Musikern ist nochmal nen Sprung nach vorne.
Leider hat sich bisher nur ein Kontakt zu einem Gitarristen aus der Ukraine ergeben.... Sprachlich schwierig freue mich mich dennoch sehr auf das erste Treffen.

Was würdet ihr mir raten sollte ich den Fokus legen?

Tägliches Training ist

Fingerübung
Tonleitern
2-3 Lieder
Freies spielen 😢Problempunkt

Bin für jeden den Rat offen.

Danke habe fertig 😜
 
Für eine Roadmap brauchst du Ziele, Etappen usw. Das können zB sein:

Was willst du können?
Welche Zwischenschritte brauchst du (Technik, Ausdauer, Sound, Lehrmaterial)?
Was sind die langfristigen Ziele?
 
@Korken hat nun gerade die Fragen gestellt, die ich auch stellen würde ;)

Aber mal ausgehend von
ich muss zuviel denken beim Spielen und dadurch verkacke ich den takt
würde ich für mich genau da ansetzen und analysieren (so gut es eben geht): Was konkret muss ich denn "zuviel denken", was beschäftigt mich so, dass ich den Takt nicht mehr gebacken bekomme? Zum Beispiel:
- Wo müssen jetzt die Finger der rechten / linken Hand hin?
- Wo bin ich gerade auf dem Griffbrett und wie geht es jetzt weiter (bleibe ich in dieser Lage oder wechsle ich)?
- Bin ich an dieser Stelle des Stücks durch irgendetwas abgelenkt? Amp klingt komisch, Kopfhörer knackt etc.

Ich bin kein wirklich guter Bassplayer und habe öfter mal mit schnelleren Passagen spielerische Probleme. Mir hilft es, die Problemstellen eines Stücks so lange zu üben, bis ich überhaupt nicht mehr drüber nachdenken muss, weil das feinmotorische Gedächtnis die Steuerung übernimmt und dieser Teil dann wie automatisch einfach abläuft. Das geht bei mir nicht ruckzuck, das dauert - aber irgendwann klappt's. Vielleicht auch bei Dir ...
 
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Hallo,

wie du schreibst.... Wo bin ich und wo geht's weiter gerade beim improvisieren... Welche Optionen habe ich und welche passen usw usw.
Die Intervalle habe mir schon geholfen..

Aber zb der Lagenwechsel will nicht so wie er sollte dann hakt es.

BG
 
Wo bin ich und wo geht's weiter gerade beim improvisieren
"Gerade beim Improvisieren" hat es mich weitergebracht, mit Standard-Griffmustern ("Riffs" aus der Pentatonik) vom 1. bis zum 12. Bund einzusteigen auf der Basis "diese Töne passen in dieser Tonart immer". Das läuft nach einer gewissen Zeit (bei mir waren es ein paar Wochen) dann wie von selbst. Nebenbei übt man dabei automatisch die Lagenwechsel...
Nächster Schritt: Zwischentöne ... komt ein Quart-, Sext- oder Septakkord (z.B. A4, A6 oder A7), dann baue ich genau diesen Ton mit ein (wenn's passt), bei A4 also das D, bei A6 das Fis, bei A7 das G. Und schon bin ich a) beschäftigt und b) beim Improvisieren in der "Pentatonik plus".
Das kann man dann immer weiter ausbauen. ... aber evtl. ist das nur ein System für meine Denkweise ;)
 
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Hallo und vielen Dank für die Antworten. ❤️

Habe mir das zu Herzen genommen. Nun nochmal eine Frage zum Thema Wechselschlag.

Beim dem schnellen Teil von SOAD- Toxicity bin ich mit dem ZF alleine schneller als das original wenn ich es drauf anlege aber versuche ich den Part mit ZF/MF komme ich nicht mit dem Tempo mit.

Wie habt ihr das trainiert. Ich merke kaum einen Fortschritt.

BG
 
Okay,

hat lange gedauert, bis ich überhaupt gepeilt habe, was du vermutlich meinst!? Hab das "Wechselschlag" überlesen!

Wenn es mit dem Zeigefinger alleine schneller / besser klappt, dann mach das doch so! Zwingt dich ja niemand, Zeige- und Mittelfinger zu benutzen...ich hab den Song noch nie gespielt und würde sehr sehr wahrscheinlich ein Plek benutzen! So what...hauptsache es funktioniert!

Und wenn es für dich nur so funktioniert, dass es im Wechselschlag in dem Tempo original wiedergegeben werden muss, dann mußt du wohl auch bei "kaum Fortschritte" so lange weiter trainieren, bis es funktioniert!?

Hast du denn noch Spaß an "Toxicity"? Wenn nicht - skippen - gibt bestimmt auch andere Songs, die mehr Spaß machen weil man sie spielen kann!?
 
Hi,

Hast du denn noch Spaß an "Toxicity"?
Ne so gar nicht, ist mir bei dem Song halt extrem aufgefallen.


Wenn es mit dem Zeigefinger alleine schneller / besser klappt, dann mach das doch so!
Dachte ich mir auch. Dann habe ich den Teil aber auch noch mal anders gespielt. Der Song behält seinen Charakter aber halt bißchen anders. War dann einfacher.

Plektrum habe ich auch getestet...geht natürlich einfacher... Ist schon komisch damals mit 18 habe ich nur Plektrum gespielt. Nun nachdem ich wieder angefangen habe, habe ich irgendwie wie Ablehnung dagegen... Es kommt mir irgendwie falsch vor 😜🤣.
.... Aber ich übe auch Plektrum möchte ja alles können

Wo wir schon mal dabei sind....

Ich habe seeehr große Hände keine Ahnung wie man sowas misst.... Jedenfalls passiert es mir immer in den Tiefen Lagen das mein Daumen praktisch komplett länglich am Hals liegt. Ca so 👍. Wenn ich da versuche die klassische Griffhaltung anzuwenden bekomme ich Schmerzen in der Hand.
Ist das normal soll ich greifen wie es da für mich am besten passt oder streng nach Lehrbuch das durchziehen was dort steht. Also immer Daumen gegenüber ZF/MF?

BG
 
Du beschreibst, bestimmte Techniken und andere "Details" deines Spiels. Ich hab aber noch nicht verstanden, worum es dir viel grundsätzlicher geht:
Willst du live spielen oder Ausnahmen machen?
Soll dein Spiel Spaß machen oder sollen Aufnahmen gut klingen?
Willst du bekannte Stücke möglichst original nachspielen oder willst du einen eigenen Stil entwickeln?

Nur mal ein Beispiel um zu verdeutlichen, wie unterschiedlich sowas sein kann:
Ich hab früher in einer Band gespielt und mir viel Gedanken gemacht über Besser-Werden, Läufe, Spieltechniken oder andere aufs eigene Instrument zentrierte Dinge.
Seit ich Homerecording mach, ist all das komplett irrelevant und ich versuch einzig, das zu machen, was im Gesamtkontext gut klingt, egal wie simpel oder aus Musikersicht uninteressant das ist.
 
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