Akkorde lernen / Geschwindigkeit / Saiten schnarren

von Ideentoeter, 05.02.07.

  1. Ideentoeter

    Ideentoeter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.07   #1
    Hiho, mal ne Frage zu ner Sache die mich beschäftigt.
    Seit ca. 3 Wochen hab ich das Gitarrenspiel wieder für mich entdeckt nach ner ca. 1 jährigen Pause. Damals hatte ich ca. ein halbes Jahr Unterricht, jetzt will ich (erstmal) ohne weitermachen. Soviel zur Hintergrundinfo.

    Jetzt ist die Sache, das ich eigentlich gut vorankomme, spiele Pentatoniken rauf und runter, üb mich in verschiedenen Techniken, erfinde eigene kleine Melodien usw. usf. naja.

    Jedenfalls wollt ich mal wissen, wie so erfahrungsgemäß die Zeit ist, bis man Akkorde sauber umgreifen kann bei ner akzeptablen Geschwindigkeit. Sauber greifen lernen fällt mir nicht allzu schwer aber eben schnell umzugreifen, selbst bei langsamen Geschwindigkeiten, ohne ins stocken zu kommen. Einige Akkorde kann ich relativ flott umgreifen, aber nur wenige und in meinen Augen einfache (Am, Em, E, D, Dm). Und die hatte ich damals schon gelernt. Neue fallen mir aber weitaus schwerer.
    Wäre nett, wenn mir jemand ein paar Erfahrungsberichte schildern könnte ;)


    Eine andere Sache ist (wozu neuen Thread aufmachen?) das meine Saiten schnarren. Nicht immer. Die Sache ist, das ich oft 'unplugged' spiele (wegen Nachbarn, aber auch um Fehler schneller rauszuhören).
    Jetzt meine Frage, ob das normal ist. Wenn ich eine Saite stärker anspiele schnarrt sie und da ich sehr darauf bedacht bin, gleich sauber zu greifen kann ich manchmal nicht beurteilen, ob das normal ist oder ob ich halt nicht sauber greife oder es an der billigen Gitarre liegt (Harley Benton aus irgendsom Anfänger-Set).
    Ab wann ist es normal, das eine Saite schnarrt, wenn man ohne Verstärker spielt?

    So, vielen Dank schonmal für die Aufmerksamkeit.
     
  2. Mr Polfus

    Mr Polfus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.07   #2
    Öhm welche Akkorde meinst du? Weil Pentatoniken finde ich jetzt persönlich schwieriger als die Grundakkorde...
     
  3. Ideentoeter

    Ideentoeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.07   #3
    öhm, als beispiel selbst beim G haperts, aber das wird noch denke ich. also ansonsten bspw. der C, Fmaj7, Cmaj7, Cm & C#m, Fm, selbst A
     
  4. Darkdaemon

    Darkdaemon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.07   #4
    Also ich kann dir jetzt nicht sagen "wenn du jeden tag ne halbe stude übst kannst du die akkorde in nem monat sauber und schnell umgreifen".Das is bei jedem anders, manche lernens in ner woche andere in nem monat.Gibt einfach zu viele faktoren wie technik,spielzeit,lernfähigkeit,wie lange man am tag übt,etc.

    Je mehr du übst um so besser wird das ganze.Und akkorde umgreifen lernst du am besten wenn du dir so n paar lagerfeuer liedchen ausdenkst und die akkorde einbaust mit denen du probleme hast.

    So,nun zum schnarren.Also schnarren tritt auf wenn eine saite die am schwingen is auf einem bundstäbchen aufschlägt.Das kann entweder dran liegen das die saitenlage zu tief is oder der hals falsch eingestellt.Die Saitenlage korrigiert man mit kleinen schrauben an der bridge.Den hals justiert man mit dem truss-rod der sich im hals befindet.Aber ich denke das du bei ner schnarrenden billig harley benton nicht viel machen kannst, aber versuchen kannst du es ja mal.

    mfg
    Darkdaemon
     
  5. Speckie

    Speckie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.07   #5
    Servus,

    die Zeit, die investieren musst, um Akkorde gescheit zu greifen, bestimmst letzlich nur Du! Gibst DU Dir Mühe, bist fleißig und versuchst bewußt, richtige Sachen zu spielen,..dann wirst Du relativ bald große Erfolge feststellen....und wenn Du Dir keine Mühe gibst und faul bist,. wirst Du u.U. länger brauchen. :D

    MFG
     
  6. Ideentoeter

    Ideentoeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.07   #6
    Nagut, dann bin ich ja etwas beruhigt. Denn üben tu ich fleissig, regelmässig und achte immer darauf, sauber zu greifen :)

    Ist nur manchmal etwas deprimierend, wenn man besagte Lagerfeuerliedchen spielen will und zwischen den Akkorden immer ne längere Pause liegt, weil man die Finger neu sortieren muss.

    @Darkdaemon: Wie kann ich erkennen, ob ich den Hals einstellen oder die Saitenlage verändern muss?
     
  7. Darkdaemon

    Darkdaemon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.07   #7
    Zum hals.Am besten du nimmst die gitte wie n gewehr in die hand und schaust am hals entlang.Er sollte ziemlich gerade sein.Dann kuckst du dir die saiten an und dann siehst du ja ob die saiten nur an einer stelle nah aufliegen(wenn der hals mach hinten gebogen is)oder eben den ganzen hals entlang.Wenn generell die saitenlage tief ist dann musst du die saitenlage verändern, aber das problem wird warscheinlich sein das du dann eine recht hohe saitenlage hast und es nicht sehr angenehm beim spielen ist.

    Vllt lässt du das beim gitarrenladen deines vertrauens machen weil da wird deine gitarre richtig angesehen und die entsprechenden vorgänge vorgenommen.Ich kann nur vermuten^^

    Aber stört dich das schnarren überhaupt?Wenn nicht dann lass es doch so wie es is, es wird deiner gitte bestimmt nichts anhaben.

    mfg
    Darkdaemon
     
  8. Andy_K

    Andy_K Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.07   #8
    Folgende Übung könnte dir helfen, die Akkorde rascher zu greifen.
    Such dir einen Akkord aus, mit dem du Probleme beim greifen hast (z.B. G) sowie einen der dir leicht fällt (z.B. D). Versuche bei langsamen Tempo zwischen den beiden Akkorden zu wechseln. Dabei untersuche, wie du deine Finger bewegen musst, um von einem Akkord zum anderen zu kommen. Falls ein Finger nicht bewegt werden muss, versuche ihn liegen zu lassen. Die restlichen Finger versuchst du möglichst unverkrampft zu bewegen. Wenns ohne Unterbrechung klappt, versuche dein Tempo zu erhöhen, oder andere Rhytmen zu spielen (wenn du dabei ein Metronom verwendest, trainierst du gleichzeitig dein Timing).
    Wenns gut klappt, such dir einen anderen Akkord aus, den du gut kannst und wiederhole die Übung. Das machst du solange, bis du sämtliche Übergänge von geläufigen Akkorden zum schwierigen Akkord geübt hast.

    Beim Begleiten von Liedern, würd ich zu Beginn versuchen UNBEDINGT den Rhytmus zu halten (auch wenn der Akkord noch nicht klingt). Ein paar falsche Töne sind meiner Meinung nach nicht so schlimm, als eine Stop - And - Go Darbietung. Das mit den Akkorden kommt dann automatisch mit der Übung.
     
  9. Fun Tom

    Fun Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.07   #9
    Zwei Anmerkungen dazu:
    1. Die Methode mit Finger liegen lassen etc. ist für einen bestimmten Wechsel, der genau so gespielt werden soll geeignet. Anschließend aber alle möglichen anderen Kombinationen zu üben halte ich nicht für sinnvoll.
    Dann lieber gleich die klassische Methode, die maximal flexibel ist, aber länger dauert:
    Finger erstmal ohne zu greifen über den Bünden sortieren, und dann alle Bünde auf einmal greifen. Finger strecken oder Hand komplett weg vom Griffbrett und konzentriert von vorne. Das kann ruhig im Zeitlupentempo sein und erfordert eine gewisse Ausdauer.
    Der Lohn dafür ist, dass man Akkorde sehr schnell wechseln kann und die Reihenfolge egal ist.

    2. Das Metronom ist nicht optional und man solte es so früh wie möglich dazunehmen.
    Nur so merkt man, ob man es wirklich präzise kann und auch Erfolge sind so besser messbar. Damit kann man sich verschieden Übungen basteln: Wechsel auf Ganzen, Halben, Vierteln oder auf der '1' und der '2und' (also einmal Abschlag, einmal Aufschlag) etc.
     
  10. Andy_K

    Andy_K Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.07   #10
    Die klassische Vorgangsweise ist natürlich genau so gut. Wichtig bei der Übung ist, dass man den Übergang zwischen allen möglichen Akkorden eintrainiert.

    Meinen Schülern bring ich schon relativ früh eine ökonomische Bewegung beim Akkordwechsel bei, da dies im Normalfall (dort wo es möglich ist) zu einem schnelleren Wechsel führt (z.B. C<-> Am ist gut geeignet). Außerdem wird dabei die unabhängige Bewegung der Finger zueinander trainiert. Spätestens bei den Barree - Griffen sollte man unbedingt darauf achten, welche Finger liegenbleiben können.
    Siehe auch:
    Gitarre: II-V-I-Verbindung mit einfachen Barree-Akkorden - Wikibooks

    In Sachen Metronom stimm ich dir voll und ganz zu.
     
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