Akku-Lösung für e-piano (Wechselakku)

von Koksi01, 07.12.18.

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Casio
  1. Koksi01

    Koksi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.18   #1
    Ich habe mir hier sämtliche Threads zu Akkulösungen fürs e-piano durchgelesen. Aber so richtig überzeugen konnte mich letztlich nichts.
    Einen Akku mit zu hoher Spannung (z.B. Bleiakku vollgeladen) wage ich nicht zu verwenden. Eine Powerbank kostet ziemlich Geld und hat doch die unangenehme Eigenschaft, immer dann leer zu sein, wenn´s drauf ankommt.

    Jetzt gibt es im Werkzeughandel ja Wechselakkusysteme, die bei relativ kleiner Bauform ordentlich Leistung bieten. Warum also nicht so etwas adaptieren?

    Ich habe mich aus Kosten- und Verfügbarkeitsgründen für das "powerXchange" von Einhell entschieden.
    Das Problem dabei ist, dass das ein 18V-System ist, mein Yamaha P-115 aber 12V benötigt.
    Dafür gibt es aber so DC-DC Step-Down Module. Ich habe mir diese hier um € 9,99 gekauft (um den Preis gibt es 6 Stück, ich habe also noch 5 für meine nächsten Projekte übrig :-)). Bei diesem Modul lässt sich die Ausgangsspannung stufenlos bis ca. 0,4V unter der Eingangsspannung regeln. Max. 3A reichen für mein Yamaha ebenfalls locker.

    20181206_142249.jpg

    Um das Ganze am Klavier zu befestigen, habe ich mir um € 14,99 einen USB Akku Adapter von Einhell gekauft, die Platine rausgelötet und dafür mein Step-Down-Modul eingebaut (mit Heißkleber reingeklebt):

    20181206_173524.jpg

    Dann ein paar Löcher in den Deckel gebort und mit zwei Bohrschrauben am Scherenständer angeschraubt. Um sicher zu gehen, dass das nicht so schnell ausreißt habe ich das ganze noch mit ein wenig Heißkleber stabilisiert und mit zwei Kabelbindern gesichert:

    20181207_064116.jpg

    Das Original-Netzteil meines Yamaha liefert exakt 11,97V. Deshalb habe ich auch mein Modul genau auf diese Spannung eingestellt (geht mit einem kleinen Potentiometer auf der Platine):

    20181207_065138.jpg

    Das ganze sieht dann so aus. Wie gesagt, die Kabelbinder sind nur zum Sichern gedacht:

    20181207_065327.jpg

    Wenn ich das Klavier auf den Ständer lege, kann ich einfach das kurze Kabelstück mit dem ich mein "Meisterwerk" versehen habe am Klavier anstecken und los gehts:

    20181207_065606.jpg

    Mit einem Tastendruck am Akku zeigt dieser mittels drei LEDs die restliche Akkukapazität an:

    20181207_065635.jpg

    Der Akku stört optisch eigentlich nicht, ist beim Spielen nicht im Weg und kann in Sekundenschnelle gegen einen vollen ausgetauscht werden. Aber da ich mit diesem 3.0A-Akku theoretisch ca. 9 Stunden spielen können müsste ...

    20181207_065626.jpg

    Das ganze hat mich (alles mit neu gekauften Teilen) bei ca. einer dreiviertel Stunde Arbeit knapp € 70,- gekostet.

    Da ich ein paar Werkzeuge und Gartengeräte mit diesen Akkus habe, habe ich auch genug Wechselakkus zuhause herumliegen.
    Theoretisch sollte das im Dauerbetrieb keine Probleme machen. Ich kann aber noch nicht all zu viel dazu sagen, da ich erst vor einer Stunde mit meiner Bastelei fertig geworden bin.

    lg Thomas
     

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  2. taste89

    taste89 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.18   #2
    sehr cool :great:!
     
  3. unifaun

    unifaun Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.18   #3
    Super Idee!

    Ich habe in der Schule schon immer die Bastler bewundert, die sich so etwas getraut haben und die das auch noch hinbekommen haben.

    Elektrotechnik hat sich mir leider nie wirklich erschlossen.

    Selbst das Löten von Kabeln hat bei mir meist nicht geklappt. :D :D :D
     
  4. Koksi01

    Koksi01 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.18   #4
    Kleiner Nachtrag für eventuelle Nachbauer:

    Das von mir verwendete "DC-DC-Step-Down"- ist nicht ganz das Passende!
    Es soll laut Anleitung nicht ohne Last betrieben werden (also Akku angeschlossen, aber das e-piano ausgeschalten). Das funktioniert zwar eine Weile, aber wenn man das e-piano einige Stunden ausgeschaltet stehen lässt, schaltet sich das Modul ab und das e-piano kann mangels Stromversorgung nicht eingeschalten werden. Dann muss man kurz den Akku runternehmen und wieder raufstecken, dann geht´s wieder.

    Das ist erstmal kein Problem, wenn man das e-piano auswärts verwendet, aber da der kabellose Betrieb auch zu Hause toll ist (keine Stolperfalle mehr), werde ich bei Gelegenheit ein geeigneteres Modul suchen und einbauen. Ich gebe dann hier kurz Bescheid, welches ich genommen habe.

    lg Thomas
     
  5. Dauphin

    Dauphin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.12.18   #5
    Könntest Du nicht einfach einen Schalter in die Zuleitung vom Akku zur Step-down-Platine setzen, zum Stromlos-schalten der Platine?
    Aber sehr coole Umsetzung insgesamt!
    Grüße, Bernd
     
  6. Koksi01

    Koksi01 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.12.18   #6
    An einen Schalter habe ich auch schon gedacht. Aber jeder der mich kennt weiß, dass ich dann sowieso auf´s Ausschalten vergessen würde :-).

    Ich habe mir jetzt mal ein anderes Modul bestellt und in der Zwischenzeit ziehe ich einfach den Akku ab. Ist zum Glück ja nur ein Handgriff.

    lg Thomas
     
  7. Koksi01

    Koksi01 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.12.18   #7
    So ein kurzer Zwischenbericht:
    Dieses Ausschalten hat sich nicht mehr wiederholt. Ich habe zwar jetzt andere (bessere) Step-Down-Module besorgt, bin aber noch nicht zum Umbauen gekommen und es ist auch nicht mehr passiert.
    Komisch - aber ich warte jetzt mal ab bevor ich da was mache. Es war auch immer nur, wenn ich es länger ausgeschaltet hatte. Während des Betriebs war nie ein Problem.

    Die ersten beiden Konzerte hat die Konstruktion jetzt auch schon hinter sich, und das ist echt ein Hammer, wenn alle nach einer Steckdose suchen und du lässig sagst: "brauch ich nicht" :D

    Der Akku hält gefühlt ewig. Ich habe das e-piano nach der letzten Probe (ca. 2 Stunden Probe) eingeschalten lassen (aber nicht mehr bespielt), dann war der Saft nach weiteren 21(!) Stunden alle. Der vor dem Konzert frisch geladene Akku zeigt nach dem Konzert (1 Stunde) noch "voll" an.

    Wie gesagt, ich lass die Konstruktion erst mal so, und baue mir zusätzlich eine Version 2.0 (mit Anschlüssen für meine Notenleuchten und das iPad). Die stelle ich euch dann natürlich wieder vor :-)

    lg Thomas
     
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