Altes Mapex aufwerten?

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stonarocka
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Ich spiele ein Mapex Mars Pro Set aus den 90ern, mit dem ich auch sehr zufrieden bin.
Lack und Chrom sind gut erhalten, es lässt sich gut stimmen und kann wirklich toll klingen.
Es gibt nur wenige Details die mir nicht so ganz gefallen.

Da wären zum Beispiel die Klauen der Bassdrum, die einfach billig wirken und auch den Spannweiten zerkratzen. Da habe ich mir als Ersatz bei Thomann die günstigen Millenium Klauen ausgesucht.
Spricht etwas gegen diese Teile?

Die Spannreifen selbst müssten aufgehübscht werden, ich überlege aber sie durch Holzspannreifen zu ersetzen.
Als Rocker spiele ich vorgedämpfte Felle und habe noch eine halbierte Wolldecke in der Trommel, merkt man da überhaupt einen klanglichen Unterschied?
Und auch hier gibt es ja relativ günstige Millenium Teile.... Oder lieber direkt mehr ausgeben?

Ich habe 2 Hänge Toms, 12" & 14", die, wie damals üblich, starr befestigt werden.
Hier überlege ich mit Freischwing-Systemen
aufzurüsten, passen würden da zB die Teile von GeWa.
Hier bin ich mir aber am wenigsten sicher, ob sich der Aufwand lohnt.
Die beiden Trommeln sind mit doppellagigen Fellen auf der Schlagseite bestückt, keine weitere Dämpfung.

Was meint ihr zu meinen Überlegungen?
Würde ich mein Drumset so wirklich aufwerten, oder ist das Spielerei?
 
Haensi
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Ich spiele ein Mapex Mars Pro Set aus den 90ern, mit dem ich auch sehr zufrieden bin.
Sind wir schon zwei. :D
Lack und Chrom sind gut erhalten, es lässt sich gut stimmen und kann wirklich toll klingen.
Ja, kann es und mit etwas Pflege sieht es dann auch noch ansprechend aus.
Da wären zum Beispiel die Klauen der Bassdrum, die einfach billig wirken und auch den Spannweiten zerkratzen. Da habe ich mir als Ersatz bei Thomann die günstigen Millenium Klauen ausgesucht.
Spricht etwas gegen diese Teile?
Ja, die sind nicht der Bringer. Die Verchromung der Kesselhardware ist sonst ganz gut, bei den Klauen scheinen sie aber gespart zu haben, jedenfalls bei meinem. Der Chrom platzte ab und es sah halt echt hässlich aus.
Ich habe mir dann welche von Stegner (stdrums) besorgt. Bei günstigen Klauen wird wohl bei der Verchromung gespart werden.
Als Rocker spiele ich vorgedämpfte Felle und habe noch eine halbierte Wolldecke in der Trommel, merkt man da überhaupt einen klanglichen Unterschied?
Ich nicht. Ich habe ein Evans Emad und stimme so tief es geht. Ton, an sich, kommt da nicht viel.

Ich habe 2 Hänge Toms, 12" & 14", die, wie damals üblich, starr befestigt werden.
Hier überlege ich mit Freischwing-Systemen
aufzurüsten, passen würden da zB die Teile von GeWa.
Hier bin ich mir aber am wenigsten sicher, ob sich der Aufwand lohnt.
Die beiden Trommeln sind mit doppellagigen Fellen auf der Schlagseite bestückt, keine weitere Dämpfung.
Ich spiele jetzt schon einige Jahre Sets mit und ohne Freischwing-System. Einen wirklichen eklatanten Unterschied konnte ich nie feststellen.
Manchmal hat man auch zu viel Sustain, was man dann irgendwie wieder einfangen muss. Konterkariert den Sinn von Freischwingsystemen dann wieder.
Habe bei meinem Set auch überlegt es umzurüsten und letztendlich doch verworfen.
Neulich hatte ich das alte Mapex bei einem Live-Gig dabei. Im Publikum waren auch Profimusiker und die waren vom Drumsound begeistert. Schön fett und rund.
Das einzige was ich bei diesem Set gemacht habe, war die Gratungen überarbeitet und neu foliert (Amp-Style).
Set ist jetzt ziemlich genau 25 Jahre alt, gehört aber sich noch lange nicht zum alten Eisen. ;)

Was meint ihr zu meinen Überlegungen?
Würde ich mein Drumset so wirklich aufwerten, oder ist das Spielerei?
Ist immer die Frage wie der finanzielle Aufwand zum klanglichem Nutzen steht.

Wichtigste sind die Kessel: Gratungen müssen top sein und die Kessel rund.
Erstes Problem ließe sich richten, beim zweiten (unrunde Kessel) hat man leider verloren. Je nach Kesselgröße sind 1 - 3 mm Ungenauigkeit tolerierbar, bei mehr wird das Aufziehen und Stimmen von neuen Fellen schwierig.
So ein Set hatte ich auch mal (geschenkt bekommen). Hatte einen Wasserschaden. Bis auf die Bassdrum war da nichts mehr zu gebrauchen.
 
ThaInsane88
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Ich würde sagen, dass du auf die Freischwinger getrost verzichten kannst. Die Bohrungen für das Aufhängsystem am Kessel hast du ja trotzdem. Damit erzielst du keinen Gewinn. Früher hat es die Freischwinger auch nie gegeben. Trotzdem klangen die Trommeln gut. Bestes Beispiel: Ein 80er Jahre Yamaha 9000 Recording Custom, auf dem ich lange zeit gespielt habe.

Die Bassdrum mit neuen Reifen zu versehen hat allenfalls optische Gründe. Wenn dir das wichtig ist, spricht überhaupt gar nichts dagegen. Bei Stegner kannst du dir dazu auch gerne sämtliche Klauen anschauen. Die haben da verschiendenste Modelle.

Mit anderen Worten: Du könntest viel Geld ausgeben für kaum bessere Ergebnisse. Bei deinem Einkaufverhalten glaube ich auch, dass du die entsprechende Kaufkraft hast. Aber es wäre meiner Meinung nach überwiegend Spielerei. Neue Spannreifen und -klauen aus optischen Gründen - ja, da bin ich bei dir. Der Rest - meh.

Du hast passende Felle - das ist viel wert und macht den größten Teil vom Klang aus. Darum könnest du eher mit verschiedenen Snareteppichen Herumexperimentieren - Das kann nochmal ein Quäntchen für dich herausholen. Bei den Tomhaltern könntest du schauen, inwiefern die abgenutzt sind und lieber die Teile austauschen. Ich hab beim Mars Pro gerade nicht im Kopf, ob die schon diese Bollen hatten oder nicht. Das Yamaha 9000 der Big Band hatte seinerzeit schon recht abgenutzte Tomhalter (die Kugeln), darum wäre das einen Blick wert, meiner Meinung nach.
 
stonarocka
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Wenn Freischwinger und Holzspannreifen klanglich nichts bringen lass ich das. Die vorhandenen Tomhalter funktionieren einwandfrei, und den schwarzen Lack meiner Stahlspannreifen kann ich auch selber reparieren, oder evtl Kunststoffbeschichten lassen.
Die Klauen der Bassdrum sehen vom Chrom her noch ganz anständig aus, sie gefallen mir aber nicht so richtig, ich hätte da lieber was mit etwas Gummi drunter.
Ich hatte schon überlegt da selbst was zu basteln, Fahrradschlauch oder so, aber ich glaube da leiste ich mir dann lieber was ordentliches.


Gratungen müssen top sein und die Kessel rund.
Rund sind die Kessel. Die Gratungen sehen auch noch ganz gut aus, die werde ich aber demnächst selber nacharbeiten.
Im Betrieb haben wir die passende Maschine dafür, mir fehlt nur die Zeit und die Muße.


Spannreifen und -klauen aus optischen Gründen - ja, da bin ich bei dir.
Naja, ich hätte dann mattschwarze Holzspannreifen anstelle von hochglanzschwarzen aus Metall, ob das optisch so viel rausreisst... ;)


mit verschiedenen Snareteppichen Herumexperimentieren
Gerade vorgestern noch einen neuen Puresound montiert :)
 
Haensi
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Bei den Tomhaltern könntest du schauen, inwiefern die abgenutzt sind und lieber die Teile austauschen. Ich hab beim Mars Pro gerade nicht im Kopf, ob die schon diese Bollen hatten oder nicht. Das Yamaha 9000 der Big Band hatte seinerzeit schon recht abgenutzte Tomhalter (die Kugeln), darum wäre das einen Blick wert, meiner Meinung nach.
Wenn ich nicht irre, gab es diese L-Tomhaltereinsätze mal bei Gibraltar. Da gibt es verschiedene 9,5mm (für Ludwig) 10,5 (Tama und Mapex) 12.7 (DW).
https://gibraltarhardware.com/products/ball-l-rod

und den schwarzen Lack meiner Stahlspannreifen kann ich auch selber reparieren, oder evtl Kunststoffbeschichten lassen.
Wenn es dir jemand günstig macht, lass es pulverbeschichten. Sollte dann einige Zeit halten.

Wenn, dann würde ich in hochwertige Hardware investieren. Gerade für "giging dummer" ein echte Investition.
Es gibt nämlich nichts schlimmeres, als dass sich Hardware beim Spielen "verabschiedet". Das kann dir den Gig ruinieren.
Gerade lumpige Pedale können zum Albtraum werden. Da sollte man nicht sparen.
 

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