Anleitung zum einprägen von Skalen / Modes

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Hallo Zusammen!

Es ist soweit, mein 500. Post in diesem tollen Forum.

Aus diesem Anlass habe ich mir gedacht das ich euch an einem Fund, den ich auf Youtube entdeckt habe, teilhaben lasse.
Ich fand das ganze unglaublich hilfreich.







Außerdem hat das dazu geführt das ich einige AHA-Momente hatte und sich tatsächlich ein paar Knoten gelöst haben die bei mir zu diesem Thema noch vorhanden waren.
Ich hoffe es bringt den einen oder anderen ebenfalls weiter.

Bleibt gesund und Grüße
Papa
 
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B.B
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HFU
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Sehr schön grafisch aufbereitet und sehr strukturiert erklärt. Tolle Sache.

Da sieht man mal wieder, dass die Gitarre einfach ein komplexes Instrument ist, insbesondere in Sachen Griffbrettorientierung, und warum die wenigsten Gitarristen gute Blattleser sind.

Die Quartstimmung, in Kombination mit der Terz zwischen G und H-Saite bringt einfach alles durcheinander.

Von hier aus ist eigentlich der Schritt zu Arpeggios und Akkorden auch nicht mehr weit, wenn man sich klar macht dass alle diese X Y und Z Patter (wie er sie nennt) nur große und kleine Terzen sind, bei denen der Zwischenraum aufgefüllt wird (bei der kleinen Terz in 2 verschiedenen Varianten) Und unsere Akkorde und Vierklänge bestehen ja schließlich aus übereinandergeschichteten Terzen. Dann verschwimmt auch allmählich der Unterschied zwischen Skala und Akkord und man stellt fest dass beides das gleiche ist, nur in unterschiedlichen zeitlichen (gleichzeitig oder nacheinander klingend) und räumlichen (manche Dinge kann man als Skala spielen aber nicht als Akkord, vom physischen Platz auf dem Griffbrett her) Dimensionen.


grüße B.B
 
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KingKiller
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Hallo PapaFleischi!

Vielen Dank für die Videos. Sehr aufschlussreich für 3 Notes per String. Und super vorgestellt! Sowas macht mir unglaublich viel Freude, weil das das bestätigt, was ich mir mit Musiktheoriebackground von verschiedenen Seiten erarbeitet habe. Ich finde das Merken der Pattern (XX für Dur, ZX für Dorisch usw.) etwas umständlich. Ich habe ein etwas anderes Verfahren, welches ich (natürlich) besser finde. ;-) Vielleicht darf ich das hier auch kurz vorstellen:

Ich erzeuge nicht die 3NPS-Skalen, sondern die klassischen Pattern aus zwei einfachen Boxen. Dafür kann ich neben den diatonischen Skalen (7 Noten) aber auch Pentatoniken und Moll-Bluestonleiter / Dur Bluestonleiter (und auch Akkordtöne für Arpeggien) erzeugen. Ich verwende dabei das Zahlensystem der Stufe eines Tones auf der Durtonleiter (Ich bin mir nicht sicher, vermute aber, dies sind die "Nashville-Numbers"). Dadurch kann ich immer relativ zu der ursprünglichen Tonart auch zu anderen Skalen wechseln ohne zwischendurch darüber nachdenken zu müssen, die Noten auf dem Griffbrett neu zu lokalisieren/zu benennen. Außerdem kann ich mir als Zahlenmensch so auch Akkordprogressionen besser merken, kann die Akkorde für mich leichter finden, im umkehrschluss auch passende Skalen für den jeweiligen Akkord nutzen und auch über/durch Akkordwechsel improvisieren. Ich habe dazu auch bereits zwei Videos zur Erklärung gedreht - aber bei weitem nicht so professionell wie die oben verlinkten Videos. Ich starte im ersten Video mit der Dur Pentatonik. Hat man das Prinzip mal verstanden, dann lässt sich das sehr einfach auch für Moll Pentatonik nutzen (2. Video). Mit minimalem zusätzlichen Wissen lässt sich das dann auf Blues-Tonleitern / Diatonik / Akkordtöne erweitern und man kann beliebig über das ganze Griffbrett spielen.

Vielleicht mögt ihr dort auch einmal reinschauen:



Aufgrund der Corona-Herausforderungen paralleler Kleinkindbetreuung und doppeltem Homeoffice sowie der zwischenzeitlich eingetretenen, zusätzlichen zeitlichen Herausforderung eines zweiten Kindes, komme ich derzeit nicht dazu, die nächsten Videos zu erstellen. Der entsprechende Foliensatz ist aber fertig und liegt mit Animationen als Powerpoint-Datei im Zip-Anhang (Zur Sicherheit hab ich einen Virenscan ohne Fund laufen lassen, aber das wiederholt ihr am besten selbst nochmal). Ich denke, damit kann man vielleicht auch ohne Video die noch nicht verfilmten Skalen erschließen. Ebenso liegt im Anhang ein pdf-Handout "meiner Boxen".

Die Quartstimmungsabweichung der Terz zwischen G und H Saite macht aber auch in meinem System einiges etwas komplizierter. Genauso wie in den oben verlinkten Videos verschiebt sich natürlich alles um einen Bund. Ich habe dem einen Namen gegeben: "B-String Obscurity" und erkläre die Auswirkungen ausführlich.

Ich würde mich über Rückmeldungen freuen. Vielleicht ist übersteigt die Motivation für die Verfilmung der weiteren 5 Episoden dann die Zeitkritikalität . ;-)
 

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PapaFleischi
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@KingKiller : Klasse Ergänzung zu diesem Thema. Danke das du das ganze mit uns teilst.

Natürlich wird es nie die einzig wahre Herangehensweise geben da jeder Mensch auf unterschiedliche Weise Dinge begreift bzw. versteht.
Daher ist es nie falsch mehrere Möglichkeiten zu präsentieren. Ich denke dadurch können wir am Besten einen Mehrwert für die Forenmitglieder bieten.

Bleibt gesund und schönes Wochenende.
Papa
 
gmc
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Tolle Sache, danke fürs Teilen.
Ich mach mir das Schema von @KingKiller noch einfacher:
1. Suche den Grundton
2. Starte dann für (hier mal exemplarisch) Moll ein Rechteck mit dem Grundton oben links.
3. Baue das restliche Shape nach oben/unten durch abwechselnd Rechteck/6-Box
Wenn man sich dann merkt, daß das Wall-Konstrukt immer leicht nach links geneigt ist, fällt es auch leichter zu erkennen, wo man "ansetzen" muß.
Es ist wirklich leicht wenn man die Shape-Symmetrie mal verinnerlicht hat.
Der Rest ist wieder mal Übung ...

EDIT, für die 3NPS ist dann wieder das erste Konzept genial - auch hier starte ich mit dem Grundton und arbeite mich vor
 
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KingKiller
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Hi GMC. Danke fur deinen Kommentar. Genauso mache ich es. Einen Grundton suchen und von dort aus das Pattern über die Gitarre legen. Zusätzlich zu oben und unten verschiebe ich
noch nach links und rechts.

@PapaFleischi: volle Zustimmung! Für unterschiedliche Charaktere werden unterschiedliche Methoden funktionieren. Deshalb hab ich meine auch in diesem Zuge geteilt.
Schönen Gruß
Andre
 
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