Antike Lyra in Metalband verstärken

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Merisetechre

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Ich habe eine antike Lyra, die quasi eine Harfe mit fellüberzogenem Klangkörper ist. Diese möchte ich in eine Metalband integrieren.

Leider weiß ich nicht, wie ich den Ton abnehmen soll. Zwar habe ich ein Piezo am Fell kleben, aber das ist so sensibel, dass es sogar Sprache der Bandmitglieder aufnimmt.
Jetzt habe ich mir überlegt, ob ein Violin-Mic das Richtige wäre. Ich will mir aber keine teuren Mics anschaffen, wenn ich nicht sicher bin, dass es funktioniert. Bei billigen Mics kann ich mir aber nicht sicher sein, ob es am Mic scheitert oder weil es gar nicht funktionieren kann. Violinen sind zum Beispiel lauter als meine Lyra. Sind die Mics dann nicht eigentlich zu wenig sensibel?

Wie nehmt Ihr den Ton von akustischen Instrumenten im Setting lauter Metal Musik ab? Bei Banjos gibt es auch ein Fell. Schwingt das nicht auch mit dem Drumset mit?

Danke im Voraus für Eure Hilfe
 

Ich nehme an, es geht Dir um die Life-Bühnen-Situation und nicht ums Studio.

Life wirst Du bei lauten Bühnen-Monitoren und einem Schlagzeuger, der auf seine Felle drischt immer vor der Herausforderung stehen, mit Mikros an leisen akustischen Instrumenten (die in einem solchen Setting wohl eher selten vorkommen) "Bleed" einzufangen. Da gilt es dann, mit geeigneten Maßnahmen dafür zu sorgen, dass das Nutzsignal des Instruments am Mikro lauter ist als alles außen rum.
Zum Beispiel:
- InEar-Monitoring (auch gut für die Gesundheit des Gehörs der Musiker)
- Schlagzeuger hinter Plexiglas
- Monitorlautstärke senken
- mit den Mikros möglichst nah an die Schallquelle (was für den Sound eigentlich meist nicht so toll ist, da akustische Instrumente ihren vollen klang erst in einem gewissen Abstand entwickeln - deshalb stellt Nahmikrofonierung immer einen Kompromiss dar).
 
Ein Geigenmikrofon von außen wird wahrscheinlich auch nicht das Ergebnis liefern, was in einer Metalband funktioniert.
Ich persönlich habe ein Mikrofon IN meine Geige eingebaut und kombiniere es mit dem Klang eines Piezos, welcher ZWISCHEN Steg und Decke ebenfalls einen guten Pegel liefert. Klick
Ein Piezos der nur AUF einer Decke aufgeklebt ist, wird sehr empfindlich alle Umgebungsgeräusche mit aufnehmen.
Er müsste ebenfalls zwischen Fell und Steg positioniert werden, sofern das möglich ist.
Kannst du ein paar Bilder des Instruments zeigen, damit wir eine Vorstellung der Möglichkeiten bekommen?
 
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Ein Geigenmikrofon von außen wird wahrscheinlich auch nicht das Ergebnis liefern, was in einer Metalband funktioniert.
Ich persönlich habe ein Mikrofon IN meine Geige eingebaut und kombiniere es mit dem Klang eines Piezos, welcher ZWISCHEN Steg und Decke ebenfalls einen guten Pegel liefert.
Ein Piezos der nur AUF einer Decke aufgeklebt ist, wird sehr empfindlich alle Umgebungsgeräusche mit aufnehmen.
Er müsste ebenfalls zwischen Fell und Steg positioniert werden, sofern das möglich ist.
Kannst du ein paar Bilder des Instruments zeigen, damit wir eine Vorstellung der Möglichkeiten bekommen?
Genau! Bei Studio-Aufnahmen spielt ja sonst nix. In Ear haben wir, aber live und mit akustischem Drumset im Proberaum ist halt trotzdem viel zu viel los. Und wenn ich das schon im kontrolliertem Proberaum-Setting mit In-Ear nicht gut hinbekomme, dann wirds live noch schlimmer.
Andererseits frag ich mich was die klassischen Instrumente machen. Die werden auch oft verstärkt und da geht rundherum auch ur viel ab.

"In das Instrument hinein" kann ich leider nichts bekommen. Das Fell ist von aussen angeklebt.
"Zwischen Steg und Decke" ist mal ein guter Tipp! das werde ich versuchen umzusetzen. Ich hab noch ein paar Piezo-Scheiben rumliegen (Cigar Box Guitar Basteleien), da kann ich vielleicht was bauen, das dünn genug ist.

Die Luthier sind aus der Nähe von Thessaloniki; meine Lyra ist "Die Lyra der Sappho"
Auf deren Website sind gute Photos davon:
Lyre of Sappho

Von denen hab ich auch den ODE Pickup
Ode Pickup
Ist ein Piezo in hohlem Holzgehäuse; und sowas hab ich mit Lautstärkeregler auf Thomann* gesehen
(als ich ihn damals gekauft hab, hat er nicht so viel gekostet; fällt mir grad auf)

Wir werden uns mal mit einem Intro von einem Song oder so rantasten, wo noch nicht viel abgeht.... Wir arbeiten grad am nächsten Album und da wäre Platz.

Youtube zu unserer Musik
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich nehme an, es geht Dir um die Life-Bühnen-Situation und nicht ums Studio.

Life wirst Du bei lauten Bühnen-Monitoren und einem Schlagzeuger, der auf seine Felle drischt immer vor der Herausforderung stehen, mit Mikros an leisen akustischen Instrumenten (die in einem solchen Setting wohl eher selten vorkommen) "Bleed" einzufangen. Da gilt es dann, mit geeigneten Maßnahmen dafür zu sorgen, dass das Nutzsignal des Instruments am Mikro lauter ist als alles außen rum.
Zum Beispiel:
- InEar-Monitoring (auch gut für die Gesundheit des Gehörs der Musiker)
- Schlagzeuger hinter Plexiglas
- Monitorlautstärke senken
- mit den Mikros möglichst nah an die Schallquelle (was für den Sound eigentlich meist nicht so toll ist, da akustische Instrumente ihren vollen klang erst in einem gewissen Abstand entwickeln - deshalb stellt Nahmikrofonierung immer einen Kompromiss dar).
Danke. leider war ich auch schon so "weit"... "kurz".... Ich sehe immer mehr Metal Bands, die klassische/akustische Instrumente einbauen und irgendwie funktioniert es.
Dadurch dass meine Lyra leider wesentlich leiser als zB. eine Violine ist, hab ich halt nur sehr wenig Spielraum....
In Ear haben wir. Als Bassist muss ich zB den Sänger nicht wirklich hören.... nur ein wenig... leise im Hintergrund.... gut für die Gesundheit der allgemeinen Psyche :p
 
Ich nehme auch für die banjoähnlichen Cümbüsinstrumente Oysterschaller und setze die zusammen mit dem Steg nicht direkt auf das Fell sondern auf ein dazwischen gesetztes Stück zB Alublech.
 
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