[Attenuator] L-Pad 50W 8 Ohm (MONACOR AT-52H)

von unixbook, 14.01.16.

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  1. unixbook

    unixbook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.16   #1
    Attenuator L-Pad 50W 8 Ohm (MONACOR AT-52H)

    FullSizeRender-2.jpg

    Ausgangslage
    Ich liebe meinen Fender Vaporizer. Aber ich liebe auch meine Familie. So musste ein Weg gefunden werden, den Vaporizer leiser zu bekommen. Ich hatte mich nach diversen Attenuatoren umgesehen und bin dabei auf ein DIY-Projekt (http://www.instructables.com/id/Guitar-Amp-power-soak/?ALLSTEPS) gestoßen, welches mich dazu anregte, genau diesen Weg auch mal zu probieren.

    Quelle
    Den entsprechenden Attenuator habe ich für 14,50 € bei musikding.de gefunden: http://www.musikding.de/index.php?a=2673&bewertung_anzeigen=1#mytabset - Zunächst war ich unsicher gewesen, ob ich die 50 Watt Version tatsächlich brauche, oder ob ich bei meinem 12 Watt Verstärker auch mit der Variante für 15 Watt auskomme. Eine Nachfrage bei musikding.de wurde schnell und freundlich beantwortet. Man riet mir zu der 50 Watt Lösung um ausreichend Sicherheitsreserven zu haben.

    Einbau
    Wer Lötkolben, Schraubenschlüssel und Bohrmaschine bedienen kann, der wird hiermit keine Probleme haben. Es muss lediglich ein Loch gebohrt, der Attenuator darin festgeschraubt und mit dem Lautsprecherausgang des Amps und den Speaker verbunden werden. Der Attenuator kommt mit einem leicht verständlichen Schaltplan. Bitte lasst euch nicht von dem Schaltplan auf der Verpackung irritieren. Dieser ist für eine andere Anwendungsmöglichkeit des gleichen Bauteils gedacht. Alles zusammen brauchte ich ca. 15 Minuten für den Einbau.

    FullSizeRender.jpg

    Wirkung
    Der Attenuator macht kontinuierlich leiser. Allerdings nicht gleichmäßig über den gesamten Regelweg. Ganz offen ist keine Reduzierung des Signals zu hören. Ganz zu ist absolute Stille im Raum. Man muss feststellen, dass mit der Reduzierung der Lautstärke auch eine Reduktion der Höhen einsetzt. Diese ist nicht stark aber hörbar. Mit einem kurzen Griff an den Klangregler am Amp oder den EQ am Pedalboard ist hier schnell Abhilfe zu finden. Und natürlich geht auch Druck verloren bei sinkender Lautstärke. Alles in allem finde ich jedoch den Klang deutlich angenehmer als bei fast zugedrehtem Lautstärkeregler. Ich bin mit der Wirkung zufrieden.

    Wärmeentwicklung
    Der Attenuator wird beim Betrieb warm. Nicht wirklich heiß, man kann ihn durchaus noch anfassen ohne sich die Finger zu verbrennen. Da ich ihn offen verbaut habe, bedarf es wohl keiner zusätzlichen Kühlung. Wer solch ein Gerät in ein Pedal bauen möchte, sollte sich schon Gedanken um eine Kühlung machen.

    FullSizeRender-1.jpg
     
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  2. rbschu

    rbschu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.16   #2
    Super! Ich brauche sowas zwar nicht, aber es ist ein sehr nützliches und günstiges Gimmick. Jetzt fehlt nur noch Dein Bericht zum Dauertest, sagen wir nach einem halben Jahr und intensivem Rocken. :-) Ob`s dann noch funktioniert oder Du quasi den Heiligen Gral für 15 € gefunden hast?
     
  3. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.16   #3
    hat er ganz sicher nicht: es steht ja auf der Verkaufsseite, dass es ein schlichtes Poti ist
    (mit entsprechend dimensioniertem Widerstandsdraht)
    wenn es den Zweck erfüllt, genügt das auch...
    bei höheren Ansprüchen an das Verhalten des Amps ist es zu wenig:
    der Endstufe fehlt der induktive Lastwechsel ähnlich dem einer Schwingspule
    dh wenn man das reale Verhalten in 'leise' haben möchte, wird die Konstruktion aufwendiger
    (zB Schwingspulen ohne Membran etc, die üblichen Verdächtigen, die bekannten Preise...)

    cheers, Tom
     
  4. unixbook

    unixbook Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.16   #4
    Ich werde mir mal eine Wiedervorlage in den Kalender schreiben...

    Mir ist nicht ganz klar, wie sich der induktive Lastwechsel ähnlich dem einer Schwingspule anhören würde, aber...

    ...genau das tut es soweit für mich. Es ist halt eine Option für das leisere Üben. Und wie gesagt klingt es eben durchaus etwas anders, vor allem durch den nicht mehr vorhandenen Druck. Ich behaupte mal, dass jeder Attenuator anders klingt als der offene Amp. Nicht zuletzt, weil Hören bei unterschiedlichen Lautstärken eben kein Messen sondern Empfinden ist und bei weniger Lautstärke auch weniger Dinge im Raum "antworten". Ab einer gewissen Lautstärke resoniert eben weit mehr im Raum als nur der Amp selber. Allein das ist natürlich ein ganz anderes Erlebnis und ohne Frage deutlich geiler für den der rockt. Für den Rest der Hausbewohner kann das anders aussehen und daher ist der oben beschriebene Weg für mich sinnvoll.
     
  5. unixbook

    unixbook Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.16   #5
    Ich hatte es mir ja auf Wiedervorlage gelegt, nach einem halben Jahr noch mal zu dem L-Pad Stellung zu nehmen:

    Für mich ist es tatsächlich die ideale Lösung. Ich weiß nicht wie viele Stunden ich hiermit schon gespielt habe. Etliche davon wären ohne die Lautstärkenreduktion nicht möglich gewesen.

    Fazit nach einem halben Jahr: Ich kann den Einbau eines solchen Potis uneingeschränkt empfehlen!
     
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