Aufnahmen mit Boss Katana + DAW - Verkabelung, Latenzen etc.

Ich habe leider nicht alles gelesen aber hier mal mein Senf.

Latenzen entstehen durch Treiber. Ein sauberer Asio Treiber einer Soundkarte (Audiointerface) hat fast keinerlei Latenzen. Der Soundblaster gehört nicht dazu. Es gibt aber eine Lösung. Die nennt sich

http://www.asio4all.org/

Das ist ein Treiber für 0815 Soundkarten, welcher fast keine Latenzen hat. Probiere das mal aus. Dabei kann man auch sehr viel einstellen, um Qualität und Latenz anzupassen.
 
Nach einer weiteren und langen Testrunde habe ich es (weitgehend) hinbekommen. Ich möchte es euch nicht vorenthalten.
- Wie berichtet fängt der Amp bei USB-Verbindung stark an zu rauschen, sobald ich diesen in Windows als Ausgabegerät definiere. Das habe ich nicht wegbekommen.
- Die Aufnahme über den Raum ist keine Option für die Dauer.
Mit dem neuen Kabel habe ich dann den Vorschlag von Luckie (Jamtrack über Handy an Aux-In, dann per Kopfhörerausgang in Aux-In von PC zurück) ausprobiert. Leider hatte ich auch da eine merkbare Verzögerung.

Aber das hat mich auf eine Idee gebracht:
Bevor das Signal vom Kopfhörerausgang in den PC geht, habe ich einen Y-Stecker eingehängt. An das eine Ende den Aux-In des PCs, an den anderen einen Kopfhörer.
Und siehe da, die Verzögerung war kein Problem mehr.

Nach meinem Verständnis muss da zwar nach wie vor eine kleine Verzögerung sein, nämlich durch den Zeitversatz zwischen dem Moment, in dem der Jamtrack durch den Amp und dem Kopfhörer zu mir kommt, ich darauf reagiere und die Gitarre anstimme sowie dem späteren Augenblick, wenn dieser Gitarrensound dann den Weg zum Amp nimmt. Aber diese Verzögerung ist nicht spürbar.
Testweise habe ich den Y-Stecker mit Kopfhörer auch einmal direkt an das Handy gesteckt. Falls ich das Ganze richtig verstanden habe, müsste die Verzögerung dadurch noch geringer werden. Aber natürlich höre ich dann meinen eigenen Gitarrensound nicht mehr durch den Verstärker sondern nur "unplugged". Der Unterschied zu der vorherigen Konfiguration ist nicht spürbar.

Bei dieser Y-Stecker Lösung gibt es keine spürbare Abweichung zwischen Bild und Ton bei Aufnahme des Videos über den PC.

Nur eine Sache, die habe ich noch nicht hinbekommen: Nämlich ein perfektes Abstimmverhältnis der Lautstärke zwischen Jamtrack/Aux-In und meiner Gitarre. Ich steuere das im Augenblick noch über die Lautstärke-Taste des Handys. Gibt es da einer genauere Möglichkeit, evtl. über das Boss Tone Studio?

Vielen Dank nochmals für eure ganzen Antworten, alleine wäre ich nicht auf diese Lösung gekommen.
 
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Also alles mit Klinke, wie ich es auch mache. Ich gehe nur mit dem Kopfhörer aus der Soundkarte raus, weil mein PC mit der Stereoanlage verbunden ist. Also mit einem Kabel, nicht mit dem Kopfhörer, der ist an der Stereoanlage angeschlossen.
 
Wenn der Katana als Audiointerface fungiert, wäre es der logische Weg, den auch als Ein- und Ausgabequelle zu nutzen. Das ist die typische Weise, wie man ein Audio Interface nutzt.
Das Brummen kann durch eine sog. Brummschleifen entstehen. Eine Lösung kann sein, Rechner und den Katana an die gleiche Steckdose anzuschließen.
Es sollte außer dem USB-Kabel keine zusätzliche Verkabelung nötig sein! Die Gitarre geht in den Verstärker und das Audio-Signal vom Rechner sollte auch über den Katana via USB wiedergegeben werden (hier den Kopfhörer Ausgang vom Katana zu nutzen, schont die Nerven der Nachbarn...). Dazu muss im Computer der Katana als Aus- und Eingangsquelle definiert werden. Die interne Soundkarte am Besten deaktivieren, die macht im Parallelbetrieb nur Kummer. Wenn das richtig konfiguriert ist, sollte auch in einer DAW (Digital Audio Workbench-Recording Software (z.B. audacity) sowohl das Rechner Audosignal (entweder als Input oder z.B. als importierter MP3-File und das Input Signal vom Katana verfügbar und aufnehmbar sein. Wenn der Treiber dann beim der fertigen Aufnahme eine merkliche und inakzeptable Latenz liefert, kann man die Gitarren und Backingtrack Spur entsprechend noch in der DAW durch Verschieben anschließend synchronisieren.
 
@Luckie Genau, eine reine Lösung via Klinke, so wie bei Dir. Nur leider hatte ich dennoch eine Verzögerung, aber die bekam ich dank Abnahme des Jamtracks "vor" dem PC via Y-Stecker in den Griff.
Meine erste Aufnahme habe ich heute so erstellt und mein Gitarrenlehrer darf sich das nun anhören.

@InTune
Danke für die ausführliche Beschreibung. Ich musste das jetzt natürlich ausprobieren, da hat mich der Ehrgeiz gepackt. Die gute Nachricht: Wenn ich den Amp an die gleiche Steckleiste wie den PC hänge, wird das Rauschen in der Tat weniger. Weg geht es leider nicht.
Dein Post hat mich angespornt, das noch einmal zu versuchen. Gleich vorweg gesagt, ich habe es nicht hinbekommen.

Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob ich es überhaupt richtig gemacht habe: Ich habe den Jamtrack in einen Media-Player geladen, dort den Katana als Output gesetzt. Gleichzeitig in Audacity den Katana als Input genommen. Jamtrack gestartet, dazu gespielt. Über den Kopfhörer bekam ich Jamtrack plus Gitarrensound zurück, in Audacity aber nur die Gitarre.

Ich vermute im Nachhinein, dass Du es anders gemeint hattest. Denn im Anschluss habe ich den Jamtrack auch über Audacity auf den Amp eingespielt. Also den Jamtrack in eine Audiospur in Audacity geladen, dann Input und Output auf Katana gesetzt und eine weitere - leere Spur - zur Aufnahme eingerichtet. Dann auf Record und während der Jamtrack gespielt wurde, wurde mein Gitarrensound aufgenommen. Damit hatte ich am Ende zwei Spuren, eine mit dem Jamtrack, eine mit meiner Gitarre. Was ich nicht hinbekommen habe, das ist ein ordentliches Verhältnis der Lautstärken. Denn der Jamtrack war ziemlich laut, die Gitarre fast unhörbar leise.

Mein (Verständnis-)Problem geht noch weiter. Die Sache mit der Lautstärke außen vor, ich hätte nun zwar eine Audio-Spur, doch am Ende möchte ich ja alles in einem Video haben. Nehme ich mich bei dieser Konfiguration selbst auf, habe ich keine Audiospur im Video. Vermutlich müsste ich diese mit einer Videosoftware dann zum Video dazubauen? Oder gibt es eine Möglichkeit, die beiden Spuren aus Audacity gleichzeitig in die Videoaufnahme zu bekommen?

Sorry falls das jetzt richtig doofe Fragen sind. Leider fühle (und bin) ich diesen Themen nicht nur komplett ahnungslos, sondern ich habe auch noch das Gefühl, dass ich total ahnungslos und zugleich kilometer tief im unbekannten Gelände stehe...
 
Für das Lautstärken Verhältnis, sind mehrere Spuren eh am sinnigsten. Von deinem Ausgangspunkt "mal eben was aufnehmen" entfernt sich das aber mittlerweile schon ein wenig :D
Für das optimale Ergebnis machst du das genauso so wie oben und wählst als Output im Media Player den Katana. Dann kommt richtigerweise über die Kopfhörer der Jamtrack vom PC, sowie die Gitarre vom Amp. Dass der Katana dann nur die Gitarre aufnimmt ist schon richtig. Daher bräuchtest du am besten den Jamtrack als Mp3 (hast du ja eh schon spielst ihn ja ab) dann fügst du den Jamtrack auch in Audacity ein und durch verschieben synchronisierst du dann Jamtrack und deine Gitarre.

Für Video brauchst du dann eine Kamera, die du am besten ohne Ton aufnehmen lässt. Wenn du die Tracks in Audacity synchronisiert hast, dann benötigst du ein Videobearbeitungsprogramm, wo du dann quasi Video ohne Ton und den vorher bereits "gemasterten" Track unterlegst. Ich nutze dafür Sony Vegas Pro. Da kannst du auch per Drag and Drop dann dein Audio (Gitarre + Jamtrack) und das Video (z. B. von Webcam ohne Ton) zusammenfügen. Also für die Lautsärken Unterschiede hast du dann quasi einen eigen Audiotrack mit Gitarre, einen Audiotrack mit dem Jamtrack und ein Videotrack ohne Ton, welche du dann aufeinander abstimmst am Ende. So kannst du auch die Lautstärkenunterschiede ausmärzen in dem du z. B. die Gitarre lauter machst und/oder den Jamtrack leiser/lauter.
 
Danke für die ausführliche Beschreibung. Ich musste das jetzt natürlich ausprobieren, da hat mich der Ehrgeiz gepackt. Die gute Nachricht: Wenn ich den Amp an die gleiche Steckleiste wie den PC hänge, wird das Rauschen in der Tat weniger. Weg geht es leider nicht.
Dein Post hat mich angespornt, das noch einmal zu versuchen. Gleich vorweg gesagt, ich habe es nicht hinbekommen.

Es ist immer gut, bei der Fehler Beschreibung das Problem präzise zu schildern. Bei einer Brummschleife verstärkt sich im wesentlichen ungewollt die Einstreuung der 50Hz Magnetfeldfluktuation des 220V Netz, was sich eben in dem typischen 50Hz-Brummen äussert, das auch Single Coils von sich geben, wenn man ungünstig im Raum steht.
Rauschen dagegen ist ein breitbandiges Störsignal, dass häufig zustande kommt, wenn mehrere (schlecht, billig oder schlampig designte) Operationsverstärker, auch noch bei hoher Verstärkung, hintereinander arbeiten. Typisch sind hier Gitarrenverstärker und Verzerrer Pedale mit hoher Gaineinstellung. Das Rauschen wird auch stärker hörbar, wenn man die Höhen bei der Klangregelung betont.

Es ist also jetzt die Frage, ob da immer noch Brummen durch Netzprobleme oder Rauschen durch z.B. Fehlanpassung von Gainstufen, oder gar beides das Problem ist.

Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob ich es überhaupt richtig gemacht habe: Ich habe den Jamtrack in einen Media-Player geladen, dort den Katana als Output gesetzt. Gleichzeitig in Audacity den Katana als Input genommen. Jamtrack gestartet, dazu gespielt. Über den Kopfhörer bekam ich Jamtrack plus Gitarrensound zurück, in Audacity aber nur die Gitarre.

Ich vermute im Nachhinein, dass Du es anders gemeint hattest. Denn im Anschluss habe ich den Jamtrack auch über Audacity auf den Amp eingespielt. Also den Jamtrack in eine Audiospur in Audacity geladen, dann Input und Output auf Katana gesetzt und eine weitere - leere Spur - zur Aufnahme eingerichtet. Dann auf Record und während der Jamtrack gespielt wurde, wurde mein Gitarrensound aufgenommen. Damit hatte ich am Ende zwei Spuren, eine mit dem Jamtrack, eine mit meiner Gitarre. Was ich nicht hinbekommen habe, das ist ein ordentliches Verhältnis der Lautstärken. Denn der Jamtrack war ziemlich laut, die Gitarre fast unhörbar leise.
Der zuerst gegangene Weg war IMO schon OK. Virtuell fehlt hier so etwas, wie ein Mischpult im Rechner, wo man die Quellen in der Lautstärke zueinander mischen kann. Für mein Focusrite Audio Interface gibt es so etwas sogar, doch in der Regel stelle ich z.B. im Webbrowser oder in dem Medialplayer die Lautstärke so ein, dass es zum Gitarren Signal passt und die Gesamtlautstärke dann über den Master am Interface (bzw. bei Dir über den Katana).
Die Mischung über mehrere Spuren in der DAW (Audacity) einzustellen, ist so eine Sache: Um die ganze Geschichte (Gitarre + Jam Track) aufnehmen zu können, ist das zwar absolut erforderlich, aber für das reine Monitoring, ergibt sich da wieder das Latenz-Problem. Das Gitarrensignal muss dafür eine Analog-Digital-Analog-Wandlung durchmachen. Selbst wenn alles gut konfiguriert ist, wird da eine Latzen von ca. 10 ms entstehen. Das ist eigentlich gar kein Problem, weil alleine schon die Schallgeschwingigkeit im Raum 0.3 Meter/ms beträgt und eine Verzögerung von 10 ms die gleiche ist, als wenn man 3 m vom Amp entfernt steht. Ein Problem wird es erst, wenn man das direkte Gitarrensignal vom Verstärker, mit dem mischt, was für die DAW erzeugt wird. Da ist man dann bei 10ms im Bereich der Phasenverschiebung, was sich in so eine Art hörbaren Flanger-Effekt äussert.
Darum ist der "goldene" Weg, zwar alle Signale so zu routen, dass sie in der DAW aufgenommen werden können, aber in der DAW die Gitarrenspur für die Wiedergabe/Monitoring zu muten und statt dess nur das direkte Signal vom/im Katana zu nutzen.

Mein (Verständnis-)Problem geht noch weiter. Die Sache mit der Lautstärke außen vor, ich hätte nun zwar eine Audio-Spur, doch am Ende möchte ich ja alles in einem Video haben. Nehme ich mich bei dieser Konfiguration selbst auf, habe ich keine Audiospur im Video. Vermutlich müsste ich diese mit einer Videosoftware dann zum Video dazubauen? Oder gibt es eine Möglichkeit, die beiden Spuren aus Audacity gleichzeitig in die Videoaufnahme zu bekommen?
Es ist in der Tat immer ein gewisses Problem, Video- und Audioaufnahme zusammenzubekommen. Normalerweise nimmt eine Videokamera oder das Handy auch eine Audispur mit auf, die dann wunderbar sychron zum Bild ist. Hat man aber mehrere Audioquellen braucht man wieder einen "Mixer". Das ist dann hier aber eher die DAW. Man erzeugt also zwei getrennte Medien: Die Video-und die Audioaufnahme.
Der gängige Weg ist dann wiederum, ein Video-Edit/Schneide-Programm zu bemühen, um da die abgemischte Audio Spur aus der DAW, einzufügen und damit alles miteinander zu synchronisieren. Zumindest habe ich das immer so gemacht...
 
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Danke für eure Beiträge und erst recht für die Erklärungen!

Ja, da kam mit der Zeit der persönliche Ehrgeiz dazu. Erst einmal aufnehmen... das muss doch besser gehen...andere Kabel...mehr Kabel... geht das nicht NOCH besser.. usw. Was soll ich machen, bin halt so. ;-)

Ich habe das Problem mit der Verzögerung durch meinen Y-Stecker umgangen. So höre ich den Jamtrack direkt am Amp und nicht erst bei der DAW.

Darum ist der "goldene" Weg, zwar alle Signale so zu routen, dass sie in der DAW aufgenommen werden können, aber in der DAW die Gitarrenspur für die Wiedergabe/Monitoring zu muten und statt dess nur das direkte Signal vom/im Katana zu nutzen.
Das habe ich jetzt nicht verstanden. Wenn ich den Katana an den PC anschließe, dann bekomme ich dort nur die Gitarrenspur zurück. Der per Line-In oder auch per USB-Kabel eingespielte Jamtrack kommt nicht zurück zu Audacity. (Was mich noch immer verwirrt). Wenn ich nun die Gitarrenspur in der DAW auf lautlos stelle, dann hätte ich gar nichts mehr. Oder anders ausgedrückt, was meinst Du mit dem "direkten Signal" vom Katana?

Was das Rauschen angeht, so ist es genau das. Kein tieffrequentes Brummgeräusch sondern ein gleichbleibendes, breites Rauschen. Brummen habe ich nicht. Das Rauschen entsteht in dem Augenblick, in dem ich den Katana im PC als Wiedergabegerät festsetze. Die Höhen hatte ich sogar leicht gesenkt. Was den Gain angeht, so weiß ich die Einstellung nicht auswendig, allerdings hatte ich ein wenig Distortion-Effekt eingesetzt. Das Rauschen war jedoch schon vor der Distortion. Pedale sind/waren nicht angeschlossen.

Noch ein Wort zur Lautstärkenanpassung. Das ist bei mir nur Trial-and-Error. Wenn ich die Lautstärke am Master des Amp erhöhe, daduch nicht sowohl die Lautstärke des Jamtracks als auch die Gitarre angepasst werden? Mein Problem ist, dass bislang die Gitarre zu leise relativ zum Jamtrack ist. Leider stelle ich das aber erst ganz am Ende fest, sprich nachdem ich via Audacity aufgenommen hatte. Hier ist meine Y-Stecker-Schaltung zum Umgehen der Verzögerung eben nicht hilfreich, denn ich habe das Gefühl, dass zwischen dem was ich über den Kopfhörer bekomme und dem was in Audacity auf dem Rechner aufgenommen wird, noch eine Anpassung der beiden Spuren zueinander vorgenommen wird.

Vegas Pro wird vermutlich keine Anpassung der Lautstärke der Gitarrenspur zum Jamtrack vornehmen, oder?
 
Das Gitarren Signal wird doch im/durch den Katana erzeugt. Das dann auch "direkt" auf den Kopfhörer/Monitor/Lautsprecher zu geben, ist der beste/bzw. schnellste/latenzfreie Weg.
Nur hat man so erstmal noch keine Möglichkeit, irgendwas aufzunehmen. Dazu wird das Signal vom Interfaceteil vom Katana in eine digitale Information gewandelt und via USB in den Computer gespeißt und dort entsprechend in der DAW weiterverarbeitet.

Nun möchte man aber vielleicht irgendwann mal, das Aufgenommene auch anhören. Dazu muss die digitale Information, die die DAW abgespeichert hat, an das Interface im Katana geschickt werden, wird dort in ein analoges Audio Signal gewandelt und wird dann über Speaker, oder, oder ..., wiedergegeben.
Das geht im Prinzip auch schon während der Aufnahme! Manchmal ist das auch sogar notwendig, wenn man z.B. Plugins der DAW nutzen möchte, um den Gitarrensound z.B. mit Effekt zu versehen. Dann muss man das Signal, was die DAW erzeugt, als Monitorsignal nutzen.
Das hat nur eben leider den (kleinen) Nachteil, dass die ADA-Wandlung etwas Zeit braucht und daher im Vergleich zum "direkten" Signal leicht verzögt wiedergegeben wird.

Last but not least lassen die vielfältigen Signalroutingoptionen es auch zu, sowohl das "direkte", als auch das DAW Signal zu monitoren, was aber wiederum aufgrund der Phasenverschiebung zwischen latenzfreiem und latenzbehafteten Signal etwas merkwürdig klingen kann.

In der (Aufnahme)Praxis ist es dann so, dass man in der DAW das Interface (hier den Katana) als Ein- und Ausgang konfiguriert, damit man aufnehmen und das Aufgenommen auch anschließend anhören kann, bzw. weil man andere, schon fertige Spuren als Backing während der Aufnahme hören möchte. In der Regel wird dann das momentane Inputsignal auch ausgegeben.
Wenn das Interface (der Katana) für "Direkt-Monitoring" konfiguriert ist, hört man so eben beides und da sollte man die Gitrrenspur in der DAW während der Aufnahme muten und erst hörbar schalten, wenn man das anhören/mixen/... möchte.
 
Danke, jetzt habe ich es verstanden! Mit meiner Y-Stecker-Lösung höre ich das Signal bereits am Katana selbst, deshalb war mir das mit dem lautlos-Stellen nicht klar.
Jetzt ist alles klar.
 
Moin

ich versuche erste Gehversuche beim Aufnehmen.
PC > USB > in den Katana > Backing Track laufen lassen> dazu spielen > USB > Audacity nimmt auf.
Klappt soweit, ABER: der Backing Track läuft auch über alle Effekte, das soll er natürlich nicht.

Prim/Sec umschalten geht nicht, dann kommt kein Ton mehr aus dem Amplautsprecher.
Per Aux In den Ton reingeben geht auch, wird aber dann nicht mehr mit aufgenommen, logisch, USB wird davor abgegriffen.

Das Blockschaltbild bestätigt das ja alles.

Ich habe mir oben stehendes mehrfach durchgelesen und es nicht verstanden.

Was muss ich wie verdrahten oder nutzen damit ich den backing Track und meine Gitarre zusammen aufnehmen kann? Externes Mikrofon ist keine Lösung

Unbenannt.jpg
 
@BroilKIng das wird nicht gehen. Spiele den Backing Track ab und spiele dazu Gitarre. Gitarre wird aufgenommen.
Dann hast du in Audacity die rohe Aufnahme von der Gitte, die Spur kannst du dann noch bearbeiten wie es dir beliebt. Auf die zweite Spur legst du dann den Backing Track, denn du ja so oder so vorliegen hast, da du ihn ja abspielst. Heißt als MP3 oder so dann in Audacity rein und eben mit Click richtig zur Gitarre legen oder durch probieren zur Gitarre syncen.

VG

Edit: von Audacity würde ich aber auch generell abraten, versuch es mal mit der Testversion von Reaper
 
hhhhmmm, ok, dachte das ginge evtl. auch "in einem Rutsch"

danke
 
Hi.
Das Ganze ist in der Tat nicht ganz einfach zu verstehen, aber funktioniert tadellos. Ich spiele den backingtrack übers Handy per Aux-In in den Amp. Dann gehe ich aus dem Kopfhörer-Ausgang (!) über einen Y-Stecker einmal in den PC (zur Aufnahme) und einmal auf den Kopfhörer, damit ich - annähernd - verzögerungsfrei zum laufenden Backingtrack spielen kann.
Die Aufnahme nimmt damit den Backingtrack und meinen eigenen Gitarrenkrach mit auf.
Den USB nutze ich nur zum Steuern des Amp.

Ich hoffe, die Kurzfassung von obigen Versuchen ist verständlich(er)?
 
Ach so, dann ist mein Fehler dass ich über USB recorden will, es aber über den PhonesOut machen muss.
Dann müsste ich mir eine ext. USB Soundkarte besorgen, dann sollte das ja klappen.
 
So läuft es zumindest bei mir.
Aber über den USB-Anschluss sollte es wie von xLucas96k beschrieben auch klappen. Vermutlich wäre das auch der professionelle Weg? Dazu kann ich aber in der Praxis nichts sagen, für mich war das keine Option, bzw. der Weg über den Kopfhörerausgang das einzig sinnvolle Setup.
 
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Was heißt professionell - der gängige Weg. Damit man eben im Nachhinein die einzelnen Spuren nachbearbeiten könnte. Ich hab den Katana 50 hier und hab den Jamtrack auch immer nachträglichin die DAW getan. Aber das ganze am PC aufzunehmen und in eine Datei zu packen ist ja schon ein wenig mehr als nur mal nebenbei was aufzunehmen für z. B. den Lehrer oder Kumpel. Um einfach schnell was zu recorden nutze ich einfach mein Smartphone und nehme nebenbei auf. Wenn man eh schon mit DAW arbeitet dann könnte man durchaus auch gleich zwei Spuren nutzen.

Aber wenn es einen Weg gibt das ganze in einem Aufwasch zu machen - umso besser - dann passt das ja perfekt :) ich selber hatte es mal versucht aber nicht hinbekommen und bin dann gleich auf unterschiedliche Spuren zwecks recording gegangen. Für mein nebenbei Gedudel muss halt das Handy herhalten :D

VG
 
Da ich das Ganze nicht als Soundfile haben will, sondern ein Video vom Gitarrespielen erstelle, wäre bei mir der Weg über DAW mit wesentlich mehr Schritten verbunden (Jamtrack und Gitarrentrack in DAW zuerst ein ein Stück packen, dann Videobearbeitung und die Tonspur daneben legen, dann das Video erstellen).
Über die DAW aufzunehmen ist mit Sicherheit der professionelle Weg anstatt über Y-Stecker-Getue am Kopfhörerausgang. Und der gängigere Weg auch noch. :-D Aber halt in meinem Falle auch der umständlichere und wie Du sagst, in einem Aufwasch ist es halt viel angenehmer. Hauptsache man muss nicht ständig umbauen und kann den größten Teil der Zeit auf die Gitarre, nicht das Aufnehmen verwenden.
 

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