Mir fällt jedenfalls immer wieder auf, daß meine Stimme von Tag zu Tag minimal anders ist, an manchen Tagen kommt sie mir tiefer vor, an anderen höher.
Besonders merke ich das auch beim Singen der ersten Töne, am Anfang geht manchmal noch ein brauchbares, wenn auch leises und etwas hartes G2, wenn ich ein Bischen gesungen habe, auch in die Höhe, aber ohne mich zu verkrampfen, wird das G2 immer schlechter und auch das A2 ist dann manchmal schon nicht mehr wirklich brauchbar. Wenn ich richtig mit Energie eine Weile in der Höhe singe, verschlimmert sich das mit den tiefen Tönen noch weiter.
Manchmal kommen sie aber nach ein paar Minuten Entspannung der Stimme dann wieder etwas besser.
Warum mich das so viel beschäftigt?
Ich hab einfach Schwierigkeiten eine konstante Tonlage zu halten, die höchsten Tenortöne machen mir vorallem nach längerem Singen oft Probleme, die tiefen Baritontöne sind dann aber auch unbrauchbar. Wenn ich noch nicht eingesungen bin und die Stimme schön locker ist, schaffe ich ohne Probleme ein vollstimmiges C5, sogar sehr gut auch auf "U", C#5 geht meist auch noch gerade so, darüber wirds dann grenzwertig. Desto länger ich singe, desto fester wird leider meist auch die Stimme und diese Hochtöne verlieren dann deutlich an Klangqualität und wiegesagt, die Tieftöne ebenso.

Darum verbiete ich mir schon manche Songs und singe nur welche, bei denen ich mich nicht so schnell fest singe, mache zwischendurch dann immer mal wieder Glissandos in die Höhe und merke dabei ziemlich genau, ob und wie sehr ich mich wieder mal fest gesungen habe.