[Bass] Fender American Standard Jazz Bass 2010

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Jasper003
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Halli Hallo,

ich habe mir vor ein paar Wochen einen Fender American Standard Jazz Bass Baujahr 2010 zugelegt, meins ist das Modell MN OW sprich mit Ahorn Hals in Olympic White. Da es im Forum noch kein Review zu diesem Bass gibt überlegt mein erstes Review zu diese Bass zu schreiben. Fragen und Verbesserungsvorschläge sind deutlich erwünscht, da dies ja auch wie bereits erwähnt mein erstes Review ist.


Hintergründe:

Da ich in den Ferien arbeiten war habe ich mir überlegt, dass ich mir von dem Geld einen neuen Bass kaufe. Ich hatte bis jetzt einen Ibanez Sr300 und fand den schmalen Hals sehr komfortabel. Nach ein paar Fragen im Forum wurde mir die Fender Jazz Bass Serie vorgeschlagen.
Beim nächsten besuch im Musikladen habe ich dann den Fender Mexican Standard, Fender American Special und Fender American Standard probe gespielt. Von den Bässen war ich so begeistert, dass fest stand, dass es ein Fender Jazz Bass wird. Die Frage war nun welcher. Beim anspielen gefiel mir vom Klang her der American Standard am Besten, da dieser sehr knackige präzise Töne auch in den Tiefen von sich gab. Vom Spielgefühl tat sich nicht viel zwischen dem American Standard und American Special, lediglich der Mexican Standard viel ein wenig aus der Reihe. Das spielen war nicht sehr angenehm, was möglicherweise auch an einer falschen Halseinstellung lag aber auch klanglich kam er den American Modellen nicht ganz hinterher.
Da 1250€ eigentlich außerhalb meines Budgets lag, habe ich zu dem American Special tendiert, bis auf e-bay genau der American Standard neu und unbespielt auftauchte. Den konnte ich dann für 915€ schießen.


Technische Details:


  • Farbe: Olympic White
  • Bauart: Solid Body
  • Halskonstruktion: verschraubter Hals
  • Anzahl Saiten: 4
  • Bundanzahl: 20
  • Mensur: 34"/ 864mm
  • Korpusmaterial: Erle
  • Hals: Maple/Ahorn
  • Korpusform: Jazz Bass
  • Griffbrett: Maple/Ahorn
  • Griffbrett Einlagen: Dot Inlays
  • Pickup Neck: Fender American Jazz Bass Alinco V
  • Pickup Bridge: Fender American Jazz Bass Alinco V
  • Pickuptyp: Single Coil J - Style
  • Regelmöglichkeiten: 2 x Volume, 1 x Tone
  • Hardware: Chrom

Zubehör:

Dem Bass liegen Standardmäßig ein schöner, stabiler und abschließbarer SKB Koffer, welcher sonst im Laden 170€ kostet, ein bequemer Fender Gurt aus Polyester und innen Kunstleder, 2 andere Gurtpins, Tuch und ein paar Imbusschlüssel und anderem Stellwerkzeug bei.


Verarbeitung:

Der Bass und der Koffer sind sehr gut und sauber verarbeitet. Keine Lackreste oder sonstiges. In allem macht der Bass einen soliden Eindruck. Der Bass ist auch sehr schön Eingestellt und Bundrein. Wahlweise können die Saiten durch die Bridge oder durch den Korpus geführt werden.
In den standard Gitarrenständern steht der Bass leider nicht sonderlich gut sondern kippelt ein wenig, weshalb ich entweder einen Wandhalter, oder einen Ständer empfehle, der den Bass oben am Hals greift.
Zwei Sachen gibt es allerdings noch auszusetzen. Erstens, dass Fender es sich gespart hat das Loch für den Neck Tonabnehmer passgenau zu fräsen, sondern einfach nur ein Loch gefräst hat und zweitens, dass die Schrauben für die Gurtpins breiter sind als die meiner standard Schaller Security Locks. Problem ist deshalb, dass die Schaller Schrauben nicht ordentlich in den Bohrlöchern greifen und die Fender Schrauben nicht durch die Security Gurtpins passen.
Abhilfe hat da etwas Holzleim und Zahnstocher geschafft, mit deinen ich die Bohrlöcher ausgefüllt habe und die Schaller Schrauben dort eingedreht - perfekter Halt, musste die Schrauben nicht nachziehen.


Optik:

Der Bass hat eine schöne Optik, so wie ein Jazz Bass sie haben muss - sehr traditionell.
Das Weiß gefällt mir gut, da es kein stechendes Weiß ist sondern schon fast ins Creme geht. Durch den hellen Ahorn Hals sieht der Bass sehr edel aus.
Das Tortoise Schlagbrett gefällt mir überhaupt nicht, weshalb ich es gegen ein schwarzes ersetzt habe, allerdings ist das natürlich Geschmackssache. Nicht gefallen tut mir ebenfalls die glänzende Versieglung von Kopf und Hals, die das schöne Ahornholz nicht mehr so natürlich wirken lässt, jedoch ist dies ebenfalls Geschmackssache. Das einzige was es wirklich zu bemängeln gibt ist wie bereits oben erwähnt die zu große Ausfräsung für den Neck Tonabnehmer, weshalb das spielen ohne Schlagbrett aus optischen Gründen so gut wie unmöglich macht.


Bespielbarkeit:

Der Bass ist nicht zu schwer und liegt sehr gut am Körper. Er bleibt in der Position in der man ihn umlegt und kippt nicht auf Kopfseite weg.
Trotz der glänzenden Versieglung rutschen die Finger nicht auf dem Griffbrett weg, so wie man es erwarten würde, sondern haben sehr festen Halt. Alle Bünde sind gut zu erreichen.
Der Schmale C-Sharp Hals ist leicht zu bespielen und lässt das schnelle hin und her rutschen auf den Saiten uneingeschränkt zu. Im Fingerstyle lässt sich der Daumen bequem auf einem der beiden Tonabnehmer platzieren, auf dem Korpus kann man seinen Arm schön rutschfest auflegen.


Klang:

Der Jazz Bass ist deutlich flexibler als der Preci, was vor allem daran liegt, das man zwei Single Coil Tonabnehmer hat, bei denen man die Lautstärke einzeln einstellen kann. Je nachdem welchen Tonabnehmer man lauter aufdreht, kann der Bass so gut wie alles. Bei dem Bass findet eigentlich jeder den Sound, den er sich wünscht. Knackiger Sound zum Slappen, weicher Balladen Klang oder auch ein Knurriger Rock Ton, welcher dem des Precis schon sehr ähnlich kommen kann.
Sehr gut gelungen ist auch die neue Höhenblende, welche wirklich nur die Höhen ausblendet, ohne an den Bässen und Mitten zu fuschen. So kann man einen ganz dumpfen Bass lastigen Klang bekommen oder den bereits erwähnten knackigen Slapp Sound.
Durch die Saitenführung durch den Korpus bekommt der Bass auch nochmal eine ordentliche Portion extra an Sustain.
Was mir noch auffällt ist, dass der Bass in seinen extremen Höhen sowie Tiefen NIEMALS an Kraft und Druck verliert. Bei meinem alten Bass hatte ich Bässe immer auf +3 und noch einen Bassboost drin. Als ich den Jazz Bass so anschloss wurde ich regelrecht weggefegt. Sofort habe ich den Bassboost rausgenommen und am Equalizer die Bässe nach unten korrigiert, da der Bass ohne Boost genug und deutlich schönere Bässe produziert.
Was etwas schade ist, ist das der Bass ein wenig brummt, wenn man einen der Tonabnehmer voll aufdreht und den anderen nicht ganz, da der Bass keine Fender Noiseless sondern Fender Alinco V Tonabnehmer hat.


Fazit:

Sehr fein verarbeiteter Bass und gehört definitiv zu den Klanglichen sowie optischen Leckerbissen. Definitiv zu empfehlen!

Contra:
- Fräsung am Neck Tonabnehmer nicht passgenau
- Bohrung für die Gurtpins zu groß für Schaller Schrauben
- Steht schlecht in standard Ständern
- Glänzende Kopf- und Halsversieglung
- brummende Tonabnehmer im Einzelbetrieb
Pro:
- variabler Sound
- definierter Klang
- leichte Bespielbarkeit
- hochwertiges Zubehör
- klassische Form
- schöne und gut schützende Lackierung

Fotos:

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