[Bass] - Fender Geddy Lee Jazz Bass

von Shavo, 12.04.07.

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  1. Shavo

    Shavo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.07   #1

    Hallo liebe Bassergemeinde!
    Schon seit längerem war ich mit meinen Dean Edge Hammer unzufrieden. Der Bass gefiel mir beim Kauf vorallem von der Optik und ganz besonders von der Bespielbarkeit her. Nunja aber der Sound - ohne charakter, unlebendig, die aktive 2-Band Elektronik plättet einfach jede Spielnuance. Ausserdem fehlt es dem Bass an Masse - der Ton ist einfach nicht fett, zwar ließ sich das mit der Elektronik ausgleichen, aber es klang einfach unnartürlich! Und die Optik musste unter diversen Gigs leiden - Kratzer und Dongs stehen einem und Dongs stehen einem Natural-Oil finished Bass einfach nicht gut. Ich hielt es mit dem Bass nur solange aus, weil er einfach Traumhaft zu Bespielen ist. 34" mit 24 Bünden, extrem flache Saitenlage und trotzdem genug Luft zwischenSaite und Korpus zum Slappen! Ein sehr guter Bass aber mitlerweile Sountechnisch nicht das, was ich von einem Bass erwarte!

    Offen für alles begann ich mir vor gut einem halben Jahr nach einem neuen Bass umzuschauen. Ich begab mich immer mal wieder zu Musik-Produktiv und begann einfach Bässe auszuprobieren. Zunächst steuerte ich die Warwick-Bässe an - wirklich gut gefiel mir nur der Thumb NT, aber der kostete mehr als mein Auto wert war :screwy: :D und ich wollte keinen Oil-finished Bass. Um es kurz zu machen : Nach 3 Mupro besuchen wusste ich, dass es ein Jazz Bass sein sollte - nur welcher? Dank ebay wurde ich auf Jazz-Bässe aus den 70s aufmerksam. Ahorngriffbrett, Blockinlays - ja SO soll er aussehen.
    Folglich landete ich beim Geddy Lee Jazz Bass :

    Nun zu den Fakten :
    Korpus : Erle
    Hals : Ahorn, sehr dünnes C-Shaping, geschraubt
    Griffbrett : Ahorn, 9,5" Radius (241mm), 20 Medium Jumbo Bünde, 34"
    mit schwarzen Blockinlays
    Pickups : 2 vintage Jazz Bass Single-Coils
    Elektronik : Volume (Hals), Volume (Brücke) und Master-Tone
    Brücke : Leo Quann Badass II
    Mechaniken : Fender Vintage Style, Chrome Harware

    Verarbeitung :
    Der Geddy Lee Bass wird in Japan gefertigt. Ich kann bei der Verarbeitung keine Mängel festellen. Der Hals sitzt perfekt in der Halstasche, die Blockinlays sind auch perfekt eingearbeitet. Ich finde es nur nervig, dass ich das Griffbrett abnehmen muss wenn ich die Halskrümmung einstellen will, ist aber bei Jazzbässen numal so. Ins E-Fach hab ich noch keinen Blick geworfen, die Potis kratzen aber nicht und die Klinke-Buchse greift auch schön den Klinenstecker. Die offenen Mechaniken haben bis jetzt bei jeder Slap und Shreddereinlage das Tuning gehalten.

    Handling :
    Mit dem Geddy Lee kam die Umstellung von (2 Jahren) D- auf C-shaping und auf Medium Jumbo Bünde, leider sind es nur noch 20. Inzwischen habe ich mich an das extra dünne C-Shaping gewöhnt, aber trotzdem gefällt mir der etwas dickere D-geshapte Hals beim Dean besser und er ist mMn besser zu Bespielen als jeder JazzBass - auf dem Dean ist es angenehmer zu spielen! Aber grundsätzlich gehört der GeddyLeeBass sicherlich zu den einfach zu bespielenden Bässen. Die Saitenlage ist für meinen geschmack noch etwas Hoch, ich werde beim nächsten Saitenwechsel die Halskrümmung etwas reduzieren. Negativ fällt die Kopflastigkeit auf, mal gucken vielleicht geht da noch was mit nem Edelgurt. Desweiteren wäre über eine Daumenstütze nachzudenken, denn der Neck-PU ist etwas zu schmal für meinen Daumen.

    Sound :
    Nun zum wichtigsten Punkt. Ich habe ja oben schon was zu Sound geschrieben. Nun aber etwas objektiver. Im Vergleich zu dem Standard JazzBass mit Palisandergriffbrett, ist der Geddy Lee aufgrund des Ahorngriffbrettes eine Spur direkter und in den Höhen etwas aufdringlicher.
    Letztere lassen sich aber Wunderbar mit dem Tone-Poti kontrollieren. Die serienmässige Leo Quann Badass II Brücke fettet das ganze Klangbild nochmal ordentlich an und der Bass hat meinem empfinden nach mehr Druck im tieferen Frequenzbereich als der Standard passive JazzBass oder mein Mahagony Dean. Vieleicht ist der Grundsound mit der bezeichnung "Piano-Tone" gut zu beschreiben. Um nochmal den Vergleich zum aktiven Dean zu ziehen, ich
    habe das Gefühl, dass Spielnuancen mehr herauskommen und nicht von irgendeiner aktiven Elektronik gebügelt werden!

    Fazit :
    Ich habe endlich einen Bass bei dem der Grundsound einfach stimmt, ohne erst 10 minuten mit einer 2-Band-Elektronik rumspielen zu müssen. Die passive Elektronik reicht völlig aus.
    Nach gut 3 wochen stell ich zudem fest, dass der Bass mich richtig inspiriete. Mein Spiel wurde grooviger, ich achte mehr auf sauberes Spielen und shredder nicht mehr so wir auf dem Edge Hammer. Ob das positiv oder negativ zu Bewerten ist weiss ich aucht nicht, auf jedenfall hat der Bass eine entwicklung in meinem Spiel hervorgerufen!
    The Good :
    - Verarbeitung
    - Grundsound
    - Bespielbarkeit
    - Optik

    The Bad :
    - 20 Bünde
    - Gewicht (Kopflastig)

    and the Ugly:
    NIX!!! :)

    Wenn jemand Fragen hat, beantworte ich sie gerne. Fotos folgen, Soundbeispiele wenn gewünscht!
     
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  2. Ryknow

    Ryknow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.07   #2
    man muss das Griffbrett abnehmen um die Krümmung einzustellen? Meinst du vielleicht das Pickguard oder den ganzen Hals? Weil das mti dem Griffbrett kann ich mir überhaupt nicht vorstellen:er_what:

    n paar Bilder wären mal nett =) aber die kommen ja noch =P
     
  3. d'Averc

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    Erstellt: 14.04.07   #3
    meint er bestimmt. ist übrigens kein dogma, sondern vintage-bestandteil ;).
    so die fräsung im korpus und aussägung im schlagbrett ausreicht spricht auch m.e. absolut nix gegen den truss-rod-zugang im korpus. wenn die fenderisten das im rahmen der modellpflege nur via (handels)üblichen inbus statt kreuzschlitz :screwy: konstruiert hätten.

    @shavo: in einer beziehung gebe ich dir 100% recht. zumindest ein passives instrument sollte man besitzen, um sich zumindest von zeit zu zeit in ruhe auf das wesentliche zu besinnen. auf den trichter musste ich auch erst kommen. die echten cracks mögen das anders sehen ;).
     
  4. map

    map Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #4
    Der Geddy Lee ist der beste Jazz Bass, den ich bis jetzt in den Händen gehalten habe. Die Bespielbarkeit war top, die Verarbeitung tadellos. Der Preis um die 850,- ist naja, schon etwas hoch, aber im Großen und Ganzen schon ok.

    Was mir am Besten gefallen hat, war der lackiert Hals und das lackierte Griffbrett. Ist ja nicht jedermanns sache, aber ich fand das total angenehem.

    Klasse Review zu einem klasse Bass, danke!

    lG map

    PS: Noch eine Frage: Die Inlays, sind die echt, oder sind die nur aufgemalen. Ich habe damals (vor über einem Jahr) nicht sonderlich darauf geachtet, danke!
     
  5. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #5
    Ja ja ja, immer her damit! :great:
     
  6. PunkRawker

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    Erstellt: 15.04.07   #6
    Ja, bitte Sounds :D
    Das Review gefällt mir gut, der Bass ist auch echt geil. Mir hat der beim kurzen anspielen extrem gut gefallen, leider krieg ich das Geld für nen Bass in der Preisklasse nicht noch mal zusammengekratzt :mad:
    Sonst würde ich ihn mir auch glatt kaufen.
     
  7. Grönlandhai

    Grönlandhai Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #7
    Ich würd zum Einstellen der Saitenlage eher erst mal an der Bridge rumfummeln und nicht am Trussrod... Halskrümmung ist nicht gleich Saitenlage.

    Abgesehen davon... schönes Review!
     
  8. lampeg

    lampeg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #8
    Schön, so war auch mein Eindruck
    Man muss den Hals abnhemen um die Halskrümmung einzustellen!
    Und dies macht auch durchaus Sinn, denn wenn die Halskrümmung nicht vernünftig eingestellt ist kannste so lange wie du willst an der Brücke rumschrauben.
     
  9. bassterix

    bassterix Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.04.07   #9
    Hat sich den Bass eigentlich schon einmal jemand angesehen?

    http://www.musik-service.de/fender-jazz-bass-geddy-lee-prx395534130fr.aspx

    Auf dem Bild ist ganz klar zu erkennen, daß er über einen Standardzugang zum Spannstab verfügt.
     
  10. Shavo

    Shavo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.07   #10
    ne, dass ist ne "optische Täuschung", der Standardzugang wird von einem Stück dunklerem Holz verschlossen. Deswegen sieht es so aus als wäre dort ein Zugang. Ich mache mal Detailfotos, dann wirds deutlich.
    Soundbeispiele folgen auch noch. Ich nehme heute Equipment zum Aufnhemen aussem Proberaum mit. Leider habe ich immoment Probleme mit meinem Internet, es geht nur ein paar Stunden am Tag und dann nur mit ISDN-Speed :screwy: :confused: !

    @ Ryknow :
    Entschuldige, ich meinte natürlich das Schlagbrett!

    @lampeg :
    Muss man wirklich den kompletten Hals abschrauben, nur um die Krümmung einzustellen - das wäre mir neu!

    @map:
    Die Blockinlays sind nicht aufgemalt, sondern in das Ahorngriffbrett eingearbeitet. Wie das genau Funktioniert weiss ich aber auch nicht :)!
     
  11. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.04.07   #11
    :confused: ... modellwechsel (mein japaner - gut, mitte 90er)? hat den zugang unter´m schlagbrett. shavo, löse das rätsel! ;)

    edit: nehme ´mal das schlagbrett ab - dann siehst du wahrscheinlich einen kreuzschlitz. war kein werkzeug dabei? sonst nur "mörderdreher" verwenden ;)
     
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