Bass Reparatur

von Bloodgrinder, 23.03.08.

  1. Bloodgrinder

    Bloodgrinder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.08   #1
    Moin moin
    Tolles Forum hier, schade dass ich erst jetzt darauf gestoßen bin :)

    Ich spiele nenmehr als 8 Jahre alten ESP B-154 DX. Joa und
    das Alter bringt halt leider einige Verbrauchsspuren mit, die ich zwar beheben möchte größtenteils, aber kein Plan hab wie ich das anstellen soll :/
    1. Mir sind beide Gurtpins herausgebrochen, quasi das Loch ausgerissen. Das ist schonmal vorgekommen, dann hab ich größere Schrauben reingemacht, aber jetzt hat mir ein Kumpel den Tipp gegeben, man kann die Schrauben auch "reinharzen", also mit Kusntharz quasi reinkleben. Hat schon jemand Erfahrungen damit gemacht oder kennt sich da jemand aus und kann mir Tipps geben? Oder habt ihr andere Ideen wie ich meine Gurtpins reinmachen kann damit sie nicht wieder rausgehen? Btw ich hab mir jetzt auch diese Warwick Security Locks zugelegt, die sollen ja nicht schlecht sein.

    2. Meine Buchse "knallt". Wenn ich das Kabel drin hab, und der Verstärker is an, kann ich ohne Nebengeräusche spielen, also da funktioniert die Buchse einwandfrei. Aber wenn der Verstärker an ist, und ich zieh das Kabel raus/ steck es an, dann knallt der Verstärker dermaßen arg, dass ich immer Angst hab er fliegt mir gleich um die Ohren. Des muss am Bass liegen, weil mit meinem anderen Bass passiert das Knallen nicht.
    Vor ca. 2 Wochen habe ich eine neue Buchse in meinen ESP reingebaut, aber er knallt immernoch. Was könnte ich noch machen bzw was könnte noch Verursacher des Problems sein?

    3. Eine meiner Mechaniken is glaub im Ar** d.h. die Saite stimmt sich immer wieder zurück. Neu ist die Saite nicht, daran kanns also nicht liegen. Wenn ich sie stimme, verstimmt sie sich im Laufe von 2 - 3 Stunden wieder, aber auch nicht regelmäßig, nur manchmal. An was kann das liegen?

    4. Der letzte Punkt :)
    Kennt wahrscheinlich jeder, ein kleiner Moment der Unachtsamkeit, und schon ist man mit dem Bass irgendwo hingestoßen, an die Schreibtischkante, an den Verstärker und der Lack splittert ein bisschen ab.
    Wie kriegt man am besten diese hässlichen Schmarren - und allgemein die Kratzer - am Bass am besten Weg? Hilft da polieren?

    MfG Bloodgrinder
     
  2. beowulf666

    beowulf666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.08   #2
    Das mit dem Kunstkarz kann funktionieren, ich würd eher nen Stück Holz mit nem bisschen Leim in das Loch versenken, und dann die Schraube wieder reindrehen. Hält auch.

    Das Problem ist das Funktionsprinzip von ner Klinkenbuchse. Wenn du das Kabel rausziehst, gibts nen Kurzschluss. Wenn die Buchse ausgeleiert ist, ist der nicht so "doll". Das Knallen ist normal. Lösung: Amp runterdrehen.
    Ich würd mal drauf tippen, das die Mechanik durch ist. ^^

    Einfach wechseln, und gut.

    Polieren klappt nicht, das wird nur gemacht, wenn die oberste Lackschicht angekratzt ist. Die Lackschicht wird dann abgetrage, bis man wieder auf eine intakte Schicht kommt. Da bei dir der Lack bis aufs Holz fehlt, kann man da mit polieren nix machen.
    Kratzer wiederum könnten durch Polieren weggehen.
     
  3. Barth Basses

    Barth Basses Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.08   #3
    für das "Problem" mit der Büchse.Kauf dir Neutrik Silent Stecker da is das vorbei.Ich hab die auch funktionieren super.
    lg
    Chris
     
  4. Bloodgrinder

    Bloodgrinder Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.08   #4
    @ibanez player/chris: hast du mir mal nen link zu so einem stecker?

    @beowukf666:
    Hab mir schon gedacht dass sich die großen Macken nur schwer beheben lassen. Aber was für Politurmittel kannst du mir denn empfehlen für die Kratzer?
     
  5. beowulf666

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    Erstellt: 23.03.08   #5
    Ich würd mit einer ganz milden Autopolitur mal anfangen. Ist aber echt kritisch, Autolacke sind normalerweise sehr viel dicker als eine Instrumentenlackierung.

    So nen Stecker ist zum Beispiel der hier: NP2C-AU
     
  6. knuster

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    Erstellt: 24.03.08   #6
    1) Gurtpin
    Ich würde das Loch aufbohren, nen passenden Holzdübel herstellen oder kaufen und den einleimen. Danach mit dem Kerndurchmesser der Gurtpinschraube vorbohren und die Schraube fest einschrauben.
    So Expermiente wie Streichhölzer mit Leim reinpfriemeln würd ich unterlassen. Getränktes Pappelholz ist jetzt nicht für hohe Auszugswiderstand bekannt:D
    2) Buchse
    Is völlig normal. Du machst halt einen Kurzschluss wenn du den Stecker rausziehst. Mein Tip:
    Zuerst den Stecker am Amp nen Stück rausziehen und dann am Instrument rausziehen.
    3) Stimmung
    Das kann die Mechanik sein. Hatte letzt ne Paula aufm OP-Tisch, da hat der Mechanikentausch das Problem behoben. Allerdings kann die Stimmung unter allem was Saitenschlupf verursacht leiden. Kontrollier also mal die Reiter der Brücke, den Sattel und den Saitenniederhalter (falls vorhanden). Achte beim Mechanikenkauf auf passende Befestigungsohren wenn du nicht neu Löcher bohren willst und die alten verschließen willst.
    Und bei den Mechaniken ist Geld sicher nicht falsch angelegt.
    4) Lack
    Bei größeren Schäden (sprich Lackabplatzer) wird man um nen komplett neuen Schichtaufbau an der beschädigten Stelle kaum herumkommen. Bei kleineren Sachen kann man mit polieren einiges erreichen. Je nach Tiefe erst mit Wasserschleifpapier bis 3000 schleifen und dann mit ner milden Autopolitur zu Werke gehen. Aber immer mit Augenmaß vorgehen und bevor du sowas anfängt hol lieber noch ne Zweitmienung ein. Ich bin nicht so der Lackexperte.
    Wenns um ne rein optische Reparatur geht kannst du auch mal nen farblich passenden Nagellack versuchen.
     
  7. Bloodgrinder

    Bloodgrinder Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.08   #7
    Das versteh ich nich xD Holzdübel reinleimen, bis dahin versteh ichs noch^^ Aber was meinst du mit Kerndurchmesser vorbohren?

    Bei den Mechaniken muss ich mal schauen, was ich da mache.

    Kannst du mir vllt kurz die Funktionsweise von Brücke, Reiter und Sattel erklären? Ich hab des noch nie so wirklich verstanden und du hast da ja anscheinend viel Ahnung davon xD
     
  8. The Dude

    The Dude HCA Bassbau HCA HFU

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    Erstellt: 25.03.08   #8
  9. knuster

    knuster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.08   #9
    Holzdübel gibts entweder fertig im Baumarkt.
    Wenn nicht kann man das auch aus nem Reststück Holz machen, wenn man einigermaßen geschickt ist, in dem man immer die Kanten mit nem Stechbeitel absticht. Also vom Viereck zum Achteck, zum Sechzehneck usw und dann in die Standbohrmaschine einspannt und mit schleifpapier zurecht schleift. Aber da sollte es auch im Baumarkt oder sonstwo was passendes geben.
    Dann halt mit Kerndurchmesser, Dude hat das ja schon rausgesucht, vorbohren. Wenn mich grad mein müdes Hirn nicht täuscht müssten das in der Dimension ca 50% vom Durchmesser sein vorbohren und halt mit etwas Vorspannung die Schraube einschrauben. Nicht das es zu lose ist und von anfang an spiel hat und wackelt.
    Bei den Mechaniken zu Bewährtem greifen. Schaller hat nen sehr guten Ruf. Aber es geht auch Warwick, man munkelt das das auch Schaller ist, Gotoh usw. Auch mal ins Ebay schauen. Da geht häufiger was.
    Naja die Brücke dient dazu die Saiten am Korpus einzuhängen. Gibt da prinzipiell zwei unterschiedliche Bauformen, Einteiler (Fender) und zweiteiler (Warwick). Dient nur dazu die Saiten zu befestigen.
    Die Saiten laufen dann über die Reiter. Diese dienen dazu die Saitenlage sowie die Intonation zu gewährleisten und einzustellen. Der Sattel hat die Funktion, die Saiten zu führen, den Saitenabstand vorzugeben und hat zu nem guten Teil auch Einfluss auf die Saitenlage. Eine gute Sattelkerbe sollte bei nem Bass (Fretless mal ausgenommen) einen Hauch höher sein als die Bundstäbchen).
    Das ganze System Brücke, Sattel sollte halt Rutsch und Schlupffrei sein. Aber davon ist im normalfall auszugehen.
    Wenn du noch Fragen hast frag ruhig. Bin nur gerade etwas müde um in aller Ausführlichkeit zu antworten. Deswegen auch ein paar Schreibfehler.
     
  10. Bloodgrinder

    Bloodgrinder Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.03.08   #10
    Ich versteh des mit der Brücke und den Reitern nicht so ganz. Man hängt die Saiten in der Brücke ein, das is klar, aber wieso braucht man die Reiter? Um die Intonation einzustellen, aber durch das verschieben der Reiter verändert sich die Mensur ja auch minimal, d.h. man braucht die Reiter eigentlich nur, weil die Brücke nicht präzise genug angebracht wurde? Oder steh ich grad völlig aufm Schlauch? xD
     
  11. knuster

    knuster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.03.08   #11
    Ja du musst aber die Saitendicke kompensieren bzw die Mensur und die temperierte Stimmung ist ja auch n ziemlicher Kompromiss. Die Brücke kannst du deshalb auch nicht genau positionieren weil du auf verschieden Saitenstärken reagieren musst.
     
  12. Bloodgrinder

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    Erstellt: 26.03.08   #12
    Also wenn ich auf meinen Bass dickere bzw. dünnere Saiten drauf mache, muss ich die Reiter neu einstellen bzw neu einstellen lassen? Was meinst du mit temperierter Stimmung? Die Ruamtemperatur während dem Stimmen halt oder?
     
  13. The Dude

    The Dude HCA Bassbau HCA HFU

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    Erstellt: 26.03.08   #13
    Theoretisch ja, praktisch kann es je nach Veränderung der Stärke auch mal ohne neue Saitenreiterjustierung klappen. Was bei einem Saitenwechsel auf andere Stärken aber mit ziemlicher Sicherheit neu eingestellt werden muss, ist die Halskrümmung. Mehr zum Thema Instrumentensetup gibt's hier prima erklärt:

    http://www.justchords.de/reality/settingup.html

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wohltemperierte_Stimmung
     
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