[Bass] - Warwick Corvette Standard 6

von CandleWaltz, 11.02.07.

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  1. CandleWaltz

    CandleWaltz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.02.07   #1
    Review: Warwick Corvette Standard 6


    Daten:


    - Bubinga Korpus
    - 5-strefiger Ovangkol Hals
    - Wenge Griffbrett
    - aktive Seymour Duncan Bassline Soapbar PUs
    - aktive MEC 2-Band Elektronik
    - 24 Bünde; Bundstäbchen aus Glockenmessing
    - Gewicht: 5,3 kg
    - Preis: ca. 1500€


    Vorgeschichte:

    Ich fand Warwick Modelle schon immer sehr lecker. Optisch und vor allem Soundtechnisch finde ich die Bässe einfach klasse.
    Wenn ich in einem Musikladen war, hab ich immer "meine" Warwicks angespielt, ziemlich begeistert war ich immer von der 5-Saiter Corvette. Leider fehlte mir das nötige Kleingeld für das 6-Saiter pendant und als ich nach langer Zeit mal wieder in ebay geschaut habe, entdeckte ich eine wunderschöne 6-Saiter Corvette.
    Lange Rede, kurzer Sinn: für 600€ inkl. Koffer und Versandkosten war die Corvette dann mein.


    Optik/Verarbeitung:

    Entweder man liebt die Form oder man hasst sie.
    Ich finde den Bass einfach sehr schön, so wie die meisten Warwick Bässe.
    In echt schaun die Bässe von Warwick eh nochmal ein gutes Stück besser aus, finde ich. Das (Dildo-) Horn sieht echt nicht schlimm aus und stört auch nicht beim Spielen oder sonstigem.
    Die Verarbeitung ist sehr gut, bei Warwick Bässen gibt es auch eine etwas große Qualitätsstreuung, das darf bei Bässen in dieser Preiskategorie einfach nicht vorkommen.
    Ein nagelneuer Thumb hatte z.B. überstehende Bünde, wackelnde Mechaniken und Sachen, die einfach nicht sein dürfen. Zum Glück allerdings hält sich das alles noch in Maßen. Bei Fender ist's auf jedenfall "schlimmer", finde ich.
    Aber zurück zum Optischen. Der Bubinga Korpus sieht einfach lecker aus in Verbindung mit dem Ovangkol Hals und dem Wenge Griffbrett. Einfach eine Augenweide.
    Ansonsten sitzt auch alles da, wo's sitzen soll. Die Mechaniken sind fest, gut ausgerichtete Bünde, es passt alles.
    Der Vorbesitzer hat den Bass anscheinend auch gut gepflegt. Kratzer sind keine vorhanden, außer der Hals und das Griffbrett haben kleine "Risse". Das ist aber bei dem Holz typisch. Und der Bass ist immerhin auch schon 9 Jahre alt.


    Bespielbarkeit:

    Die Bespielbarkeit ist, wider erwarten, wirklich großartig.
    Als ich die 5-Saiter Corvette angespielt habe, hatte ich richtig Angst vor der 6-Saiter Corvette, aber überraschender Weise lässt sich der Bass sehr gut bespielen.
    Der Hals ist Natur und man gleitet regelrecht. Lässt sich, finde ich, angenehmer und schneller bespielen als ein lackierter Hals.
    Hier die Maße des Halses:

    Sattel: 5,1 cm
    12. Bund: 7,3 cm
    24. Bund: 8,4 cm


    Sound:

    Soundbeschreibungen finde ich immer sehr schwer, da der Basssound von so vielen Sachen beeinflusst wird. Ich versuche jetzt nur, den reinen Klangcharakter der Corvette herauszufiltern.
    Als erstes viel mir der drückende, leicht knurrende Grundsound des Basses auf.
    Der Bass entwckelt untenrum einen Mordsdruck, die Mitten auch sehr durchsetzungsfähig und die Höhen dezent, aber doch gut im Klang, vielleicht etwas Gitarrenartig, aber mit dem EQ ist das "Problem" schnell gelöst.
    Der Bass ist sehr vielseitig, von leicht näselnden Jazzbass Sound bis hin zu tiefen Bassgewitter ist alles drin. Der Grundcharakter bleibt aber, Gott sei Dank, immer erhalten. Ich höre immer "meinen" Warwick raus.
    Allgemein kann man sagen, dass der Bass ziemlich auf Rock bzw. Metal ausgelegt ist. Schon die Holzkombinationen sprechen da den rockigen Grundsound des Basses.
    Der Slapsound ist auch sehr schön und geht auch relativ gut von der Hand trotz der 6-Saiten.
    Tappen geht auch wunderbar, wirklich guter Sound.
    Ich weiß nicht, was ich weiters über den Soundschreiben sollt, wenn ihr zu speziellen Einstellungen was wissen wollt, fragt einfach.
    Soundsamples für einen besseren Eindruck werden ende der Woche nachgereicht.


    Fazit:

    Ich bin wunschlos glücklich mit dem Bass, er deckt alle meine Einsatzgebite ab, auch wenn ich mir für Funk oder ähnliches doch was anderes zulegen würde (einen Jazzy zum Bleistift).
    Den Bass sollte man wirklich mal anspielen, der 4-er und der 5-er klingen leicht anders, da andere PUs (MEC Singlecoils).


    Jetzt noch ein paar Bilder:

    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]






    PS: Über ein kleines Feedback (vielleicht auch eine kleine Bewertung ;)) zu meinem Review würde ich mich freuen. Eventuelle Fragen werden natürlich auch gerne beantwortet. :great:
     
  2. MasterBlaster

    MasterBlaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.02.07   #2
    Hi,
    erstmal: schönes Review, wunderschöner Bass. Der Preis macht mich total schwach :eek:

    Wie is der Corvette eigentlich im Vergleich zu deinem SRX 505 ?
    Mich interessiert hier vor allem die Bespielbarkeit und die Klangvielfalt im Direktvergleich.
    Ich bin deswegen so interessiert, weil ich meinen SRX 506 für 560 Öcken ergattert hab und jetzt krampfhaft nach einem Grund suche, mich nicht zu ärgern, weil du für 40 mehr nen CORVETTE gekriegt hast ;)

    Hi,

    erstmal: schönes Review, wunderschöner Bass *träum*

    Wie is denn die Klangvielfalt und die Spielbarkeit im Direktvergleich mit deinem Ibanez SR 505?
     
  3. Mad*

    Mad* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.02.07   #3
    Danke dafür ... jetzt bin ich richtig geil aufn 6 Saiter geworden, vor allem der Hals scheint gar nicht so viel breiter zu sein wie bei meinem K5 ... wie sieht's denn mit dem Stringspacing aus?
    Das mit den Qualitätsschwankungen sollte wirklich nicht vorkommen bei Bässen dieser Preisklasse.
    Freu mich dann auf die Soundsamples ... schöne Bilder
    Auf jeden Fall ein super Review, danke dafür.
     
  4. CandleWaltz

    CandleWaltz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.07   #4
    Wie ist der SRX im Vergleich ... kann man immer schwer sagen. Bespielbarkeit ist bei beiden wunderbar, fühle mich aber mit dem Warwick Halsshaping ein bisschen wohler. Aber das ist bei jedem anders, man gewöhnt sich jedenfalls schnell an was anderes.
    Ich muss sagen, die Elektronik des Ibanez hat rigoroser durchgegriffen, da ist die MEC Elektronik etwas "zahmer", aber auf jeden fall immer noch sehr präsent. Für meinen Geschmack taugt mir die MEC-Elektronik mehr.

    Das Stringspacing beträgt
    1,9 - 2,1 mm.
    Das mit den Qualitätschwankungen ist bei Warwick aber echt selten, habe ich nur bei dem einen Thumb und einem Streamer Stage 1 entdeckt, waren aber nur Kleinigkeiten. Trotzdem ärgrlich, muss ja nicht sein.

    Bitte bitte, das Review habe ich doch gern geschrieben :great:.
     
  5. nightwatchman

    nightwatchman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.07   #5
    Soundsamples dazu wären noch klasse :)
     
  6. mobis.fr

    mobis.fr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.07   #6
    das sind natürlich cm...
    ich gehe davon aus, dass du dann einen broadband neck hast? bei einem normalen hals sind, so weit ich weis, die seiten 16,5mm weit auseinander. so wie bei den normalen WW 5saitern auch (und wie bei meinem sr506 zum verkauf stehenden ibanez auch :great: )

    wie sieht es eigentlich mit der kopflasigkeit aus?
    mein rockbass corvette mit 5 saiten neigt schon dazu eher eine waagerechte haltung einzunehmen. gut ist auch ein kleinerer und leichterer korpus.
     
  7. CandleWaltz

    CandleWaltz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.07   #7
    Kommen :).

    Oh sorry, sind natürlich cm :o.
    Ein Broad Neck ist es nicht, die Hälse von Warwick sind von Natur aus schon breit.
    Bei den Streamer LX Bässen gibt es eine normale Version und eine Broad Neck Version (Ironjensi scheint einen LX-5 BN zu haben).
    Der Bass ist leicht kopflastig, mit einem breiten, gut gepolstertem Gurt aber nicht so schlimm. Aber man merkt schon einen leichten Zug. War beim SRX nicht der Fall.
     
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