Basspräsenz vermisst bei Mesa MIII

von zionfan, 29.02.08.

  1. zionfan

    zionfan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #1
    Hallo zusammen,
    ich bin leider in der Röhrentechnologie mässig bewandert. resp. meine kenntnisse beschränken sich auf das einstecken, anschalten, höhen u. tiefen einstellen und spielen :rolleyes:
    Seit kurzem vermisse ich bei meinem Mesa Mark III combo aus den 70er/early 80ies die Präsenz des Basses. er tönt zwar schon leicht mit, die höhen überwiegen aber selbst, wenn ich sie voll herausnehme und den bass voll rauf schiebe.
    ich habe den verstärker schon seit 5 jahren und das fehlen des basses ist eine neue erscheinung.

    Fragen dazu:
    - liegt das an den Röhren? im vollbetrieb leuchten alle schön brav..., techn.: 4 grosse und zwei kleine tubes.
    - ich habe hinten am amp einen schalter, der mit "ground" angeschrieben ist, dessen betätigung allerdings keine hörbaren unterschiede ergiebt. zu was ist der gut? hat er was mit den röhren zu tun?
    - kann es sonstwie an der elektronik liegen?
    - wie teuer käme mich ein komplettes wechseln der röhren mit biasabgleich inkl. arbeit? hat da jmd. erfahrung?

    da ich in nächster zeit einige konzerte spiele und im proberaum auf den verstärker angewiesen bin frage ich zunächst mal hier, ob ich nicht einfach irgendwie schusseligerweise was falsch mache oder ob ich die röhren wechseln und einen bias abgleich machen muss.
    vielen dank schon für eure differenzierten und fachkundigen antworten :great:

    ps: falls dies im falschen thread eingestellt sein sollte: mods/admins bitte verschieben. Amp oder technik/modifikation?
     
  2. OneStone

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    Erstellt: 29.02.08   #2
    Hiho,

    das kann an einem Kondensator oder einer Röhre liegen. Wenn die Höhen zunehmen, dann kann das erhöhter Klirrfaktor durch abgenudelte Endröhren sein, die einfach nicht mehr genügend Emission haben, um im Bassbereich genügend Leistung zur Verfügung zu stellen.
    Der Schalter, der mit GND beschriftet ist, der dürfte in der deutschen Version überhaupt nicht beschaltet sein (google mal Death Cap).

    => Endröhren auf Emission messen lassen (wenn das heute noch eine Fachwerkstatt kann...) und gegebenfalls ersetzen. Alternativ die Vorstufen mal durchmessen oder testweise durch neue ersetzen (Kumpel fragen...).

    MfG OneStone
     
  3. zionfan

    zionfan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #3
    hi onestone, vielen dank für die antwort - du bestätigst meine ahnung, dass ich die röhren wohl wechseln muss. ich nehme an, du meinst mit "vorstufen" die vorstufen-röhren. diese option habe ich bis anhin nicht bedacht. glücklicherweise hat mein gitarrenhändler des vertrauens sowohl eine gitarren wie eine verstärkerwerkstatt mit allem drum und dran - also auch ausgebildetes personal - hoffe die kriegen das hin.
    das mit dem "ground" schalter habe ich allerdings noch nicht verstanden - also wenn ich ihn betätige gibt es keine veränderung - das heisst wohl, dass er nicht geschaltet ist. gnd scheint ja die masse zu sein - was macht es denn für einen sinn wenn man die umpolen oder an und ausschalten könnte? (sorry, habe diesbezüglich wirklich keine ahnung)
    nochmals thanx, du hast mir sehr geholfen.
     
  4. Breed of Killing

    Breed of Killing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #4
    Der Ground Schalter ist dazu da, um evtl. vorhandene Brummschleifen zu verhindern.

    Also wenn der Amp brummt, Schalter umlegen und Brummen ist weg.
     
  5. ES335

    ES335 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #5
    Hi,

    der Mark III wurde etwa ab Mitte der 80er gebaut. Die dicken großen sind Endstufenröhren,
    die kleinen sind Röhren (12 AX7) für die Vorstufe. Welche Endstufe hat dein Mark III?
    Simul Class, 100 Watt oder Normal? Bei den zwei erstgenannten hat er 4 Endstufenröhren.
    Die Anzahl der Röhren in der Vorstufe beträgt beim IIIer immer 5 Stück.
    Bei Boogie ist das Bias fest eingestellt. Das heißt du brauchst beim Röhrenwechsel der
    Endstufenröhren keinen Biasabgleich vornehmen und deshalb auch in keine Fachwerkstatt, was bedeutet, dass du dir viel Geld sparen kannst. Laß dir die Röhren schicken, z. B. bei
    BTB Elektronik in Nürnberg, oder von Tube Town und steck sie selbst rein.
    Auf der Seite von Tube Town sind unter dem Info Button Soundbeschreibungen von verschiedenen Röhren für diverse Amps, da kann man sich ganz gut orientieren.
    Schau mal da, eine klasse Seite für Boogie-Fans:
    http://homepage.mac.com/mesaboogie/welcome.html
    Hoffe, dass ich dir ein bißchen helfen konnte. Bei Fragen einfach nochmal melden.


    Grüße
     
  6. zionfan

    zionfan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #6
    vielen dank es335,
    ich werde mal genau schauen, welche röhren ich genau eingebaut habe, also endstufenröhren sind es auf alle fälle vier.
    habe am mittwoch wieder bandprobe, vorher komme ich leider nicht dazu in den bandraum zu gehen. versuche dann mal ein paar pics hineinzustellen für die diagnose und um das modell genauer zu bestimmen - denn mein verstärker ist glaub ich alles andere als standart, wenn ich mich bei mesa so umschaue.
     
  7. zionfan

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    Erstellt: 09.03.08   #7
    also ich sende anbei mal ein paar bilder, damit ihr seht, um was für
    einen verstärker es sich handelt.
    eine marke steht eben nicht wirklich dran, nur vorne beim standbyschalter "mark 3".
    vielleicht weiss ja jemand genaueres, da ich noch nicht ganz überzeugt bin,
    dass es wirklich eine mesa ist (wegen der BIAS). die 4 röhren der endstufe
    sind auf alle fälle 6L6GC STR von RUBY.

    sorry wegen der qualität und grösse - habs irgenwie nicht ganz hinbekommen...


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  8. kevin_frustrato

    kevin_frustrato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.08   #8
  9. zionfan

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    Erstellt: 09.03.08   #9
    das hab ich doch vermutet... endlich klarheit, vielen dank!
     
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