Bastelei: DMX Weißlicht BARs

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Jens W.
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Steuerbares Bühnenlicht ist inzwischen verrückt billig zu bekommen. Diese Lampen sind aber meistens mit RGB-LEDs ausgestattet und machen damit ein weißes Licht relativ kalt und (für meinen Geschmack) auch nicht richtig weiß. Lampen, welche reines Weiß in der richtigen Temperatur erzeugen sind im Verhältnis recht teuer.

Es gibt für wenig Geld Geräte, mit denen per DMX LED-Streifen gesteuert werden können. Diese gibt es als 3 Kanal für RGB-Streifen und 4 Kanal für RGBW-Streifen. Mit jedem Kanal wird eine Farbe angesteuert - Da kann man natürlich auch 4 mal die gleiche Farbe anschließen. Mit den DIP-Schaltern wird (u.A.) der DMX-Kanal eingestellt - Das Bild rechts zeigt die erste Testverkabelung.
(Suche nach "DMX512, 4 Kanal Treiber RGBW" oder ähnlich ; gefunden für ca. 13,-)

imgp5517.jpg
imgp5516.jpg


Ich habe mir 5 Meter warmweiße LED-Stripes gekauft (mit Netzteil etwa 15,- €) um daraus nun 4 einzelne warmweiße BARs zur Grundbeleuchtung zu bauen. Um die Lampen hinterher im vorhandenen Lichtcase noch unterbringen zu können, sollen sie maximal 40 cm groß sein.

Die Gehäuse-Frage ist für mich das Schwierigste: Ich finde alles außer Holz eher umständlich zu bearbeiten. Doch eine Holzleiste eignet sich super: Ich habe in eine 5 x 8 cm Leiste mit der Oberfräse eine breite Nut gefräst und sie an einer Seite zum Aufstellen abgeschrägt. Dann in 4 Stücke a 40 cm geteilt und schon mal lackiert:

imgp5513.jpg
imgp5515.jpg

Die Rolle LEDs muss nun aufgeteilt werden - Sie lassen sich alle 3 LEDs trennen. Die Fräsung habe ich für 4 Streifen übereinander angelegt. 18 LEDs sind 30 cm, 4 übereinander sind dann 72 LED pro BAR, mal 4 Lampen macht 4,8 Meter Streifen. Die einzelnen Streifen verbinde ich nach dem auseinander schneiden mit kurzen Kabeln (über die zu kaufenden Strip-Verbinder habe ich nur schlechtes gelesen...) und klebe sie in die Leiste. Da der Kleber schlecht hält und das angelötete Kabel natürlich auch noch Zug ausübt, kommt eine kleine Abdeckung drüber:

imgp5532.jpg

An dem Steuergerät wird die Verkabelung über Schraubanschlüsse vorgenommen - Das ist natürlich nicht für den Transport geeignet. Zunächst dachte ich an Klinkenstecker, doch die Kontaktauflage ist dabei nicht besonders groß. Um einen Leistungsverlust zu vermeiden muss nämlich die Zuleitung vom Steuergerät zur Lampe mit eher großem Durchmesser gewählt werden. Ich habe es nicht genau berechnet - Mir aber deutliche Hinweise in Foren zu Herzen genommen und mal großzügig 2,5 mm Leitungsdurchmesser genommen. Für Musiker: Das ist Boxenkabel, Meterware. Mit anderen Verbindern schließe ich daher auch die versehentliche Verkabelung mit Audiokabeln aus. Gefunden habe ich günstig diese hier - Sie eignen sich für 7 mm dicke Kabel und haben auch die entsprechende Kontaktauflage von 2,5 mm. Außerdem - und das ist wichtig - Sie sind verpolungssicher:

imgp5520.jpg

Um die Buchsen gut einbauen zu können eignet sich bei mir immer dünnes Sperrholz. Die Buchse zur Stromversorgung kommt da auch rein. Bei der sorgfältigen innen liegenden Verkabelung ist die Anschlussweise klar: Pro Kanal eine Buchse, wobei die LED Streifen einen gemeinsamen +Pol haben.

imgp5522.jpg
imgp5529.jpg

Die Zuleitungen werden an der Lampenseite fest verbunden. Die 2,5 mm lassen sich jedoch nur sehr schlecht am LED-Streifen anlöten, eine kurze Reduzierung auf 1,5 mm scheint mir da sicherer. Ordentlich wird das mit etwas Schrumpfschlauch und auch auf dieser Seite kommt noch eine kleine Abdeckung über die Streifenenden:

imgp5525.jpg

Nach abschließendem Test kommt noch eine Plexiglas-Scheibe über die LED-Leiste, dafür war die oben und unten liegende Nut angelegt. Nun stelle ich das Steuergerät auf einen Anfangskanal und verbinde per DMX-Kabel mit meinem DMX-Controler. Dort wird ein (!) Gerät mit 4 Kanälen angelegt und nun kann ich jede der 4 Lampen einzeln dimmen:

imgp5539.jpg
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imgp5538.jpg

 
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Jens W.
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So einen richtigen Namen hat das nicht. Ich sag mal Ebay, billig, China...
"DMX512 4Ch*4A Decoder LED Kontroller 4 Kanal-Treiber RGBW"
13,13 €
Es gibt massig Angebote, wahrscheinlich immer das Gleiche.
 
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Nettes Projekt. Ich bin nur immer sehr skeptisch bei billigen LED-Stripes. Zum einen hinsichtlich der Verarbeitung - ich habe vor einigen Jahren einen silikonvergossenen RGB-Strip gekauft, der lag nur in der Schublade und hat sich regelrecht "aufgelöst". Es funktioniert nur noch ein Bruchteil, weil die Leiterbahnen vergammelt sind. Zum anderen speziell bei warmweiß aufgrund der Qualität der Emitter. Bei den günstigen heißt es oft nur warmweiß, das kann dann grob alles von 2700K - 3500K sein, und selbst wenn eine konkrete Farbtemperatur dabeisteht, muss das noch lang nicht stimmen. Der Farbwiedergabeindex ist oft auch eher grottig und man muss mit Blau-, Grün- oder Gelbstich rechnen.

Empfehlen kann ich MBN Proled; die Produkte halten, was sie versprechen, und es ist für jede Anwendung was dabei. Gibt auch schicke Aluprofile, dann stimmt's auch mit dem Kühlkonzept.
 

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