Bewerbung ans Tonstudio (Praktikum)

von CarstenToGo, 05.02.16.

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  1. CarstenToGo

    CarstenToGo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.16   #1
    Moin Moin,

    ich habe geplant die nächsten Tage eine Bewerbung für ein Praktikum (ja, wird schwer eine Zusage zu bekommen) an ein paar Tonstudios im Raum Hamburg/Lüneburg zu schreiben. Deswegen würde ich mich freuen, wenn ich die Bewerbung mit euch ein bisschen durchgehen kann (soll ja auch funktionieren).

    Hier erst mal der Grund:
    Werde zum Zeitpunkt des Praktikums 19 Jahre alt sein. Im August schließe ich meine Ausbildung zum Fachinformatiker für SI ab und werde (voraussichtlich - kleine Firma, neuer Azubi) nicht übernommen. Daher suche ich jetzt in, einem komplett neuen Umfeld, eine Arbeit. Da ich für die Ausbildung eine eigene Wohnung gemietet habe, wäre eine entsprechende Bezahlung für das Praktikum hilfreich (zur Not gäbe es aber auch Alternativen). Die Praktikumsdauer sollte min. 6 Monate betragen.

    Meine anfänglichen Fragen:
    1. Eher "lockerer" Schreibstil oder eine sehr förmliche Bewerbung?
    2. Welche Themen sollte ich in der Bewerbung ansprechen (also Interessen und der Grund der Bewerbung)
    3. Sollte ein Lohnanspruch (mehrmonatiges Praktikum) in der Bewerbung stehen?
    4. Ich habe in vielen Audio-Bereichen (Home-Recording, DAWs, PA- /Elektrotechnikwissen, Instrumentenspiel) Basiskenntnisse gesammelt. wie sollte ich das in der Bewerbung formulieren?

    Ich danke euch jetzt schon mal für eure Antworten und Ansichten :)

    Grüße,
    Carsten

    EDIT: Danke für das korrekte verschieben :)
     
  2. areta87

    areta87 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.16   #2
    Fangen wir mal hinten an: 4 auf jeden Fall ja, ungefähr in dem Wortlaut wie oben, auch ausführlicher :)
    3. auch ja, Du musst ja leben, oder hast Du Ersparnisse für mehrere Monate + Fahrten zum Praktikum?
    2. solltest Du selbst wissen
    1. kann von Studio zu Studio anders sein. Bei einem "major label" eher förmlich, bei einem kleinen lockerer. Meist gibt der Internetauftritt des Studios Aufschluss :)

    Noch ein Tip von einem ehemaligen "Chef": die Beherrschung der deutschen (und wahrscheinlich englischen) Sprache ist für eine gedeihliche Zusammenarbeit sehr wichtig. Am Schreibstil Deines Beitrags sehe ich, dass bei Dir alles in Ordnung ist. :great: Beim persönlichen Gespräch sollte man auch Hochdeutsch sprechen und Musikjargon vermeiden. Man kann ja bei entsprechenden Ausdrücken zeigen, dass man sie versteht.
     
  3. CarstenToGo

    CarstenToGo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.16   #3
    @areta87
    Danke für deine Antwort. Hoffe ich habe einige deiner Tipps mit eingebaut :)

    Hier der 1. Entwurf:
    ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

    Sehr geehrter Herr …

    Ich schicke Ihnen hiermit eine Bewerbung für ein mehrmonatiges Praktikum in Ihrem Tonstudio.

    Aktuell bin ich 18 Jahre alt (zum Zeitpunkt des Praktikums dann 19 Jahre) und arbeite als Fachinformatiker für Systemintegration im 3. Ausbildungsjahr. Diese Ausbildung schließe ich voraussichtlich am 31. Juli diesen Jahres erfolgreich ab. Da eine Übernahme sich als schwierig erweisen wird, da es sich nur um einen kleinen Betrieb handelt und ein neuer Auszubildender schon für August unterschrieben hat, sehe ich das als Chance, mit meinem Hobby in Richtung Arbeitsleben zu wechseln.

    Die häufigsten Tätigkeiten in einem Tonstudio habe ich sicherlich schon privat in meinem „Home-Recording-Studio“ angerissen. Dazu habe ich Grundlagenwissen in einigen professionell anerkannten DAWs (Ableton Live 9, Studio One 3 und aktuell Cubase 8), kann PA- /Elektrotechnikwissen – da Teil meiner aktuellen Ausbildung – vorweisen und habe natürlich auch keinerlei Probleme mit dem Arbeiten am Computer und dazugehöriger Software. Dazu spiele ich seit einigen Jahren Gitarre, hauptsächlich Westerngitarre, aber auch andere Instrumente, wie das Cajon oder Keyboard finden in amateurhafter Form Einzug in meinen musikalischen Alltag.

    Da ich für meine aktuelle Ausbildung nach Lüneburg gezogen bin und dort eine Wohnung gemietet habe, müsste ich auf eine monatliche Entlohnung für das angestrebte Praktikum bestehen. Zum Beginn des Praktikums besitze ich einen Führerschein und kann daher auch flexibel auf Ihre Vorstellungen reagieren.

    Den Zeitraum des Praktikums plane ich ab August diesen Jahres.

    Da ich diese Bewerbung nicht nur mit Worten alleinstehen lassen möchte, würde ich gerne bei Ihnen für ein paar Tage vor Ort, beweisen wie interessiert ich an einer Zusage Ihrerseits bin. Dafür werde ich voraussichtlich Mitte/Ende Februar einen mehrtägigen Urlaub einreichen.

    ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

    Sagt mir bitte Bescheid, wenn ich irgendwas wichtiges vergessen habe. Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind erwünscht :)

    Grüße,
    Carsten
     
  4. lil

    lil Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.02.16   #4
    Zum Fachlichen kann ich nichts sagen, bin auch nicht im Personalwesen tätig. Meine Vorschläge entspringen also nur meinem Sprachwissen und -gefühl.

    Zu "meiner Zeit" galt es als schlechten Stil, ein Anschreiben mit "ich" zu beginnen. Damals hieß die Formel "hiermit bewerbe ich mich um ..." Vielleicht kann Dir jemand anderes sagen, was aktuell gültig ist.

    Ich würde keine zwei Teilsätze hintereinander mit "da" beginnen. Vielleicht umformulieren?
    Mein Vorschlag:
    Da es sich nur um einen kleinen Betrieb handelt und ein neuer Auszubildender für August schon unterschrieben hat, wird sich eine Übernahme als schwierig erweisen. Dies sehe ich als Chance, ...

    soviel ich weiß, ist im Deutschen "die Cajon" gebräuchlich (Wikipedia sagt das auch)

    Natürlich musst Du darauf bestehen. Trotzdem würde ich es nicht so formulieren - das klingt so befehlshaberisch. Wie wäre es mit
    ... ist es mir nicht möglich, das Praktikum ohne monatliche Entlohnung durchzuführen.

    werde ich besitzen ... und deshalb flexibel reagieren können.

    da hat der zukünftige Arbeitgeber aber ein Wörtchen mitzureden! Vorschlag:
    Optimal wäre für mich ein Praktikumsbeginn im August diesen Jahres

    das Komma nach Ort muss weg. Auch gefällt mir der ganze Satz nicht so richtig, habe aber im Moment keinen besseren Vorschlag.

    Auch hier hat der Praktikumsgeber mitzureden. Vorschlag:
    Dafür werde ich einen mehrtägigen Urlaub nehmen, bevorzugt Mitte/Ende Februar .

    Und noch was:
    wenn Du die Wohnung in Lüneburg gezielt für die momentane Ausbildung gemietet hast - was spricht dagegen, in einem größeren Radius zu suchen und notfalls umzuziehen? Klar, für ein halbes Jahr Praktikum macht man das nicht gerne, aber zur Not lässt sich eine Wohnung für die Zeit untervermieten und Du nimmst Dir in der Nähe des Praktikumsplatzes ein möbliertes Zimmer. Natürlich kannst Du dadurch nicht auf die Entlohnung verzichten, aber mehr Bewerbungen erhöhen die Chance auf eine Zusage ...

    Viel Erfolg!
     
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  5. CarstenToGo

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    Erstellt: 07.02.16   #5
    @lil
    Danke für die Anregungen/Verbesserungen :)

    Jetzt, wo manche Sätze einzeln zitiert worden, seh auch ich, dass man noch etwas umformulieren sollte. Ich setz mich da mal gleich ran :)


    Grüße,
    Carsten
     
  6. Manul

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    Erstellt: 07.02.16   #6
    Beziehungsweise, wenn der Satz sonst so stehen bleibt, hinter den Ort umziehen.

    Edit:
    Autsch, meinte natürlich hinter "beweisen" - hat @lil ja unten in ihrem letzten Vorschlag auch schon eingebaut. Sorry. :embarrassed:
     
  7. CarstenToGo

    CarstenToGo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.16   #7
    So, hier die überarbeitete Version:

    ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

    Sehr geehrter Herr …

    Hiermit schicke ich Ihnen meine Bewerbung für ein mehrmonatiges Praktikum in Ihrem Tonstudio

    Aktuell bin ich 18 Jahre alt (zum Zeitpunkt des Praktikums dann 19 Jahre) und arbeite als Fachinformatiker für Systemintegration im 3. Ausbildungsjahr. Diese Ausbildung schließe ich voraussichtlich am 31. Juli diesen Jahres erfolgreich ab. Da es sich bei meinem Ausbildungsbetrieb um eine kleine Firma handelt und ein neuer Auszubildener für August schon unterschrieben hat, wird sich eine Übernahme als schwierig erweisen. Dies sehe ich als Chance, mit meinem Hobby in Richtung Arbeitsleben zu wechseln.

    Die häufigsten Tätigkeiten in einem Tonstudio habe ich sicherlich schon privat in meinem „Home-Recording-Studio“ angerissen. Dazu habe ich Grundlagenwissen in einigen professionell anerkannten DAWs (Ableton Live 9, Studio One 3 und aktuell Cubase 8), kann PA- /Elektrotechnikwissen – da Teil meiner aktuellen Ausbildung – vorweisen und habe natürlich auch keinerlei Probleme mit dem Arbeiten am Computer und dazugehöriger Software. Dazu spiele ich seit einigen Jahren Gitarre, hauptsächlich Westerngitarre, aber auch andere Instrumente, wie die Cajon oder Keyboard finden in amateurhafter Form Einzug in meinen musikalischen Alltag.

    Da ich für meine aktuelle Ausbildung nach Lüneburg gezogen bin und dort eine Wohnung gemietet habe, ist es mir nicht möglich das Praktikum ohne monatliche Entlohnung durchzuführen. Zum Beginn des Praktikums werde ich einen Führerschein besitzen und deshalb flexibel reagieren können. Falls ein Umzug in die Nähe Ihres Tonstudios günstiger ist, wäre das möglich.

    Optimal wäre für mich ein Praktikumsbeginn im August diesen Jahres.

    Da ich diese Bewerbung nicht nur mit Worten alleinstehen lassen möchte, würde ich gerne bei Ihnen für ein paar Tage vor Ort beweisen, wie interessiert ich an einer Zusage Ihrerseits bin. Dafür werde ich einen mehrtägigen Urlaub nehmen, bevorzugt Mitte/Ende Februar.

    ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

    - Habe die Änderungen fett unterlegt.

    - "die Cajon" klingt immer noch etwas befremdlich, aber habe einige andere Seiten gefunden, wo ebenfalls "die" verwendet wurde.

    - Bei der Formulierung, dass ein Umzug möglich wäre, bin ich mir nicht sicher, ob man das nicht besser schreiben könnte :/

    - Den letzten Absatz würde ich so drin lassen. mMn gibt er der Bewerbung ein bisschen Lockerung.

    - Ist "... finden in amateurhafter Form Einzug ..." eine Formulierung unter der jeder das gleiche versteht? Also, dass ich diese Intrumente leidenschaftlich, aber nur für meine Zwecke spiele (ohne "professionelle" Kenntnisse)

    1. Ist es üblich für eine Praktikumsbewerbung Lebenslauf und Anlagen beizulegen? (Werde mich dazu auch selber noch informieren)
    2. Was ist überzeugender? Bewerbung per eMail schicken oder wirklich persönlich, falls möglich, vorbeischauen und dann abgeben?


    Grüße,
    Carsten
     
  8. lil

    lil Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.02.16   #8
    Finde ich auch. Ich wollte ihn auch nicht rausschmeißen, sondern umformulieren. Ich weiß nur nicht, wie ... ;)
    doch, jetzt fällt mir was ein:
    würde ich Ihnen gerne ein paar Tage vor Ort beweisen, wie interessiert ...

    Ansonsten gefällt mir das Anschreiben jetzt.

    ob es üblich ist, weiß ich nicht. Lebenslauf würde ich beilegen, aber keinen Roman schreiben, sondern nur tabellarisch (soooo viel dürfte es bei Dir ja noch nicht sein) Evtl. das Schulabgangszeugnis, letztes (Halbjahres?)Zeugnis der Berufschule; beide aber nur falls sie gut oder besser sehr gut sind ;) und/oder ein Zwischenzeugnis des jetzigen Ausbilders. Letzteres aber ebenfalls nur, wenn es gut ist und drinsteht, "wir bedauern sehr, XY nach Abschluss seiner Ausbildung keinen Arbeitsplatz in unserem Betrieb anbieten zu können"
     
  9. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.16   #9
    komm auf den Punkt:
    dass du etwas schickst... oder jemand anders irgendwo unterschrieben hat,
    oder warum du umgezogen bist... interessiert deinen Ansprechpartner nicht wirklich
    dass du im Homestudio 'bastelst' ist (im realen Leben) eine Konkurrenzsituation und negativ belegt

    du bewirbst dich (wie lil das formuliert hat) und schliesst zum Zeitpunkt X deine Ausbildung ab, machst den Führerschein
    deine Ausbildung hat dich technisch und vom Wissen her weitergebracht

    du bist aber nicht sicher, ob es auch eine Herzenssache ist, weil du inzwischen mehr mit Musik gemacht hast
    und es dir Spass macht, deine eigenen Werke zu inszenieren, Möglichkeiten auszuloten, Klanglandschaften bauen, etc
    dabei hast du festgestellt, dass es dir eigentlich ganz flott von der Hand geht, dass du positive Resonanz im Bekanntenkreis hast
    und es dir insofern tatsächlich als Beruf vorstellen kannst, auch im Sinne von Berufung... im Gegensatz zum Job Informatik
    du bist natürlich sehr froh über deine extra Kenntnisse im Rechnerbereich (der versteckte Wink mit dem Zaunpfahl) ;)

    beim Schreiben möglichst nicht so oft 'ich' verwenden, wie in meinem Text 'du' steht...
    keine Schachtelsätz mit Kommata - schreibe klar heraus, was du sagen willst

    das Schreiben oben brauchst du gar nicht loszuschicken - das geht direkt in die Tonne
    du brauchst eine überzeugende Geschichte, die den Partner anspricht und dich als mehr als nur Zeit = Kosten dastehen lässt
    Studios, die zahlen können sind fast so selten wie Rohdiamanten...

    cheers, Tom
     
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  10. Gast 2233

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    Erstellt: 08.02.16   #10
    Hallo CarstenToGo,

    "das Schreiben oben brauchst du gar nicht loszuschicken - das geht direkt in die Tonne"

    Ich kann mich da nur Telefunky anschließen. Habe nach dem ersten Abschnitt deines Bewerbungsschreibens aufgehört zu lesen.

    Nur kurze Anmerkungen zum ersten Abschnitt:

    - "(zum Zeitpunkt des Praktikums dann 19 Jahre)"

    kann man weglassen - da kein weiterer Informationsgehalt, du hast ja schon geschrieben das du 18 Jahre bist

    - " Diese Ausbildung schließe ich VORAUSSICHTLICH am 31. Juli diesen Jahres erfolgreich ab."

    Warum voraussichtlich? Bist du nicht davon überzeugt es zu schaffen? oder ist der Termin unklar?

    -" Da es sich bei meinem Ausbildungsbetrieb um eine kleine Firma handelt und ein neuer Auszubildender für August schon unterschrieben hat, wird sich eine Übernahme als schwierig erweisen."

    Klingt für mich nach "da ich da nicht weiterarbeiten kann versuche ich es mal bei euch"

    Sorry ich wünsche dir sehr das du ein Praktikum in diesem Bereich erhältst, würde mich aber darauf konzentrieren darzulegen warum du unbedingt dieses Praktikum in dieser Firma machen willst. Man muss merken das du darauf brennst das unbedingt machen zu wollen.

    Was auch immer eine weitere gute Möglichkeit ist, ist einfach mal dort anzurufen und nachzufragen. Sich allerdings auch darauf vorbereiten, das das am Telefon schon eine Art von Vorbewerbungsgespräch werden kann.

    Mit etwas Glück könntest du sogar bei diesem Telefonat direkt den Termin für ein Vorstellungsgespräch bekommen.

    Ich drücke dir für deine Bewerbung die Daumen!

    Grüße von convoice
     
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  11. stoffl.s

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    Erstellt: 08.02.16   #11
    Hallo - in meinen Augen das Um und Auf bei einem Geschäfts- und Bewerbungsschreiben. Du sollst zwar deine Vorzüge herausstreichen - aber dabei nicht egozentrisch wirken. Ist ein bisserl ein Spagat, aber letztlich eine Frage der Formulierung.
    Und die Sätze sollten tatsächlich eher kurz gehalten werden. Lange Sätze wirken oft wie Geschwafel, wo der Schreiber versucht eine Nichtaussage durch viele Worte zu verschleiern. Und der Empfänger des Schreibens soll ja auf den ersten Blick sehen worum es geht.

    Zum Inhaltlichen: schreib nur hinein was du belegen kannst. Du wirst deine Ausbildung im Juli abschliessen - nicht voraussichtlich sondern geplanterweise. Wenn du noch keinen Führerschein hast: wenn es nicht 100% sicher ist, dass du im August einen haben wirst, dann schreib lieber, dass du gerade dabei bist neben deiner Ausbildung den Führerschein zu machen und ihn voraussichtlich (hier passt es) im August haben wirst - warum es hier passt? Weil du ja dein Hauptaugenmerk auf deine Lehrstelle legst, während die Fahrausbildung ja nicht so terminlich festgelegt ist wie die Lehre.
    Es interessiert den Praktikumgeber weniger, warum der Betrieb dich nicht übernimmt oder du den Betrieb verlässt. Den interessiert warum du ausgerechnet bei ihm ein Praktikum machen willst! Den Grund kann er in einem Vorstellungsgespräch erfragen - wenn er ihn überhaupt erfragen darf (nicht alle Fragen die gestellt werden sind erlaubt, aber da lass ich evtl, von einem Arbeitsrechtler beraten - ich kenn auch nur die Situation in Österreich, zu Deutschland kann ich es gar nicht sagen).
    Deine Erfahrung mit Homerecording: ich kann das schlecht beurteilen, aber ich hab die "Befürchtung" das sind verschiedene Welten und möglicherweise zu genaue Angaben sogar kontraproduktiv. Das ist so als würd ich mich bei einem Elektriker bewerben und mich für halbwegs qualifiziert halten, weil ich meine Deckenlampen selbst angeschraubt habe. Sorry, harte Worte, aber versetz dich in die Lage des Studios: der sieht mit deiner Aussage einen Amateur, der sich für einen Profi hält. Da wäre es wahrscheinlich besser zu formulieren, dass du beim Homerecording schon in die Welt des Aufnehmens hineingeschnuppert hast und das gerne auf professioneller Ebene lernen möchtest.
    Es gibt ja Ausbildungen für Studiotechniker, Soundengineers etc.: auch kleine Studios sind gewinnorientierte Betriebe, der lieber eine Fachkraft bezahlt als jemanden ohne oder nur mit wenig Erfahrung. Hier musst du gut sein darzulegen, warum du trotzdem das beste bist, was dem Studio passieren kann - hier ist Eigenwerbung angesagt - aber, wie oben erwähnt, nichts unbelegbares und keine (oder nur geringe) Übertreibungen.
    Warum nur ein Praktikum für 6 Monate? Auch das ist eine Frage, die du möglichst in der Bewerbung schon beantworten sollst. Offenbar willst du ja keine weitere Ausbildung dort machen. Aber was ist der Hintergrund der Befristung, das ist für den potentiellen Arbeitgeber auch interessant und relevant!

    Ich wünsch dir viel Glück bei der Suche nach so einem Praktikum, auch wenn ich ehrlich gesagt eher skeptisch bin. Die großen Studios suchen ihre Praktikanten wohl eher aus dem Pool der Fachkräfte (SAE-Institut etc) und kleinere Studius haben möglicherweise gar nicht die Kohle dafür.
    Ich drück dir trotzdem die Daumen!
     
  12. CarstenToGo

    CarstenToGo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.16   #12
    Ich danke euch, für eure kritischen Antworten.
    Ich muss gestehen, dass ich mit der oben stehenden Bewerbung einen Testlauf gewagt habe. Der Absagegrund vom Studio war, dass ich meinen Wissensstand nicht genügend rüberbrachte. Zu meinem Glück konnte ich mit nachfolgenden Mails erfragen, was ihn interessieren würde und in welchen Bereichen man punkten kann und das selbst SAE Absolventen meistens nicht die Erfahrung besitzen um ein bezahltes Praktikum zu erhalten. Also lieber gezielt Themen erlernen und sich mit diesen bewerben. Deswegen werde ich nun mal versuchen eure Ratschäge in die Tat umzusetzen.

    Die Idee, das Ganze mit einem Anruf zu starten, finde ich gut, da man so weiß, was den Arbeitgeber für Fähigkeiten interessieren und man besser ins Gespräch kommt, als mit einer Bewerbung, wo vielleicht das Ausschlaggebendste fehlt.

    Warum ich ein mehrmonatiges Praktikum wähle? Ich habe keinen Ausbildungsberuf gefunden, den ein Tonstudio ausbildet. Mediengestalter für Bild und Ton käme da zwar dicht ran, aber die Chance, dass ein Tonstudio einen Ausbildungsschein besitzt, ist doch geringer, als dass sie einen Praktikanten nehmen.

    Ist das mit dem Telefonat eine gute Idee, oder ist die klassische Bewerbung eher angebrachter? Oder soll ich vielleicht noch einen Schritt weitergehen und spontan mit Bewerbungsmappe an der Tür stehen? Zu gewagt?

    Und wenn klassische Bewerbung:
    1. So kurz und knapp wie möglich zu meiner Person?
    2. Wie detailliert auf die einzelnen Bereiche eingehen, in denen ich Erfahrung habe?
     
  13. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.16   #13
    du hast das Prinzip noch nicht verinnerlicht: es geht nicht um dich und deine Fähigkeiten
    das Ziel ist, beim Gegenüber einen konkreten Wunsch nach Zusammenarbeit auszulösen
    siehe Beispiel: 'Informatikausbildung positiv darstellen' - jemand mit Rechner-Kenntnissen ist (fast immer) nützlich
    interessant ist weniger das Standard-Programm (das erwartet ja sowieso jeder), sondern spezielle Fähigkeiten
    zB Probleme unter Stress/Zeitdruck zu lösen oder der geschickte Umgang mit Kunden... da gibt's viel

    cheers, Tom
     
  14. CarstenToGo

    CarstenToGo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.16   #14
    Habe jetzt 2 Versionen verfasst mit unterschiedlichen Hauptteil. Diese sind Vorlagen für mich, auf welche Art Bewerbung ich mich fokussieren sollte

    Sehr geehrter …,

    aktuell bin ich 18 Jahre alt und arbeite ich als Fachinformatiker für Systemintegration und befinde mich im 3. Lehrjahr. Die Ausbildung schließe ich im Juli diesen Jahres ab.

    Durch erste Erfahrungen im Home Recording Bereich habe ich den Wunsch und die Zuversicht erlangt, in Ihrem Tonstudio auf eine professionelle Ebene zu wechseln. Zu meinen Stärken zählt ein sehr qualifizierter Umgang mit Ihren Kunden und eine professionelle Handhabe mit Stress und hektischen Arbeitsbedingungen. Außergewöhnliche Arbeitszeiten und Überstunden sind für mich kein Negativpunkt und bestätigen nur, dass ich ein produktiver Teil Ihres Unternehmens bin. Autodidaktisches Lernen zählt ebenfalls zu meinen Fähigkeiten und meine Arbeitszeit endet nicht mit dem Verlassen der Firma.

    In der Ausbildung habe ich unteranderem Elektrotechnikwissen erlangt, dass sich sicherlich als nützlich in Ihrer Firma erweisen wird. Der Umgang mit Technik, insbesondere Computern, stellt keine Hürde da. Dazu besitze ich voraussichtlich zu Praktikumsstart einen Führerschein der Klasse B.

    Aufgrund meiner aktuellen Wohnsituation, ist es mir nicht möglich das Praktikum ohne monatliche Entlohnung durchzuführen. Trotzdem werde ich bei Bedarf, auf Ihre Vorstellungen flexibel reagieren können. Auch ein Umzug in Ihre Nähe wäre kein Problem.

    Den Praktikumsbeginn bevorzuge ich ab August. Jedoch würde ich gerne für ein paar Tage vor Ort beweisen, wie interessiert ich an einer Zusammenarbeit mit Ihnen bin. Dafür nehme ich einen mehrtägigen Urlaub, bevorzugt Mitte/Ende Februar.

    Sehr geehrter …,

    aktuell bin ich 18 Jahre alt und arbeite ich als Fachinformatiker für Systemintegration und befinde mich im 3. Lehrjahr. Die Ausbildung schließe ich im Juli diesen Jahres ab.

    Durch meine aktuelle Ausbildung habe ich viel Wissen anhäufen können, dass mir auch in Zukunft helfen wird. Leider kann ich mir das Berufsfeld Informatik als Job für mein Leben vorstellen. Vorallem, da mich seit geraumer Zeit die Musik weitaus mehr interessiert. Als privater Musiker, hauptsächlich Gitarre und Gesang, kenne ich den klassischen Ablauf als Tontechniker. Musikaufnahme und -produktion ist für mich eine Herzensangelegenheit und nicht nur eine Freizeitbeschäftigung.

    Zu meinen Stärken zählt ein sehr qualifizierter Umgang mit Ihren Kunden und eine professionelle Handhabe mit Stress und hektischen Arbeitsbedingungen. Außergewöhnliche Arbeitszeiten und Überstunden sind für mich kein Negativpunkt und bestätigen nur, dass ich ein produktiver Teil Ihres Unternehmens bin. Autodidaktisches Lernen zählt ebenfalls zu meinen Fähigkeiten und meine Arbeitszeit endet nicht mit dem Verlassen der Firma.

    Meine abgeschlossene Ausbildung gegen ein Praktikum einzutauschen, stellt für mich ein großes Risiko dar und zeigt wie ernst es mir mit Ihrem Tonstudio ist.

    Aufgrund meiner aktuellen Wohnsituation, ist es mir nicht möglich das Praktikum ohne monatliche Entlohnung durchzuführen. Trotzdem werde ich bei Bedarf, auf Ihre Vorstellungen flexibel reagieren können. Auch ein Umzug in Ihre Nähe wäre kein Problem. Ich werde voraussichtlich zum Praktikumsbeginn im Besitz eines Führerscheins sein.

    Den Praktikumsbeginn bevorzuge ich ab August. Jedoch würde ich gerne für ein paar Tage vor Ort beweisen, wie interessiert ich an einer Zusammenarbeit mit Ihnen bin. Dafür nehme ich einen mehrtägigen Urlaub, bevorzugt Mitte/Ende Februar.

    Ich bin euch allen wirklich sehr dankbar, für eure Verbesserungen. Als Außenstehender hat man einfach eine bessere Meinung für sowas :)


    Grüße,
    Carsten
     
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