Bietet Musik unendlich viele Möglichkeiten?

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-obZen-
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Hallo...
Ich habe mir gerade die Frage gestellt ob irgendwann in der Musik nichts neues mehr kommt. Das es irgendwann mal ALLES irgendwo schon gibt, oder ist die Musik allgemein so tief das es immer wieder neue Möglichkeiten gibt Lieder zu schreiben? Ob immer wieder neue Melodien gefunden werden die einen umhaun? Muss es nicht alles irgendwann ausgeschöpft sein? Oder bleibt es so,dass Musiker etwas schaffen was es vorher noch in keinster Weise gegeben hat?
 
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Ersteinmal hat man ja 12 Töne in jeder Oktave, von Tönen, die nochmal dazwischen liegen, wie Vierteltöne, ganz zu schweigen.

Das bedeutet, dass rein mathematisch unendlich viele Möglichkeiten vorhanden sind, diese 12 Töne miteinander zu verbinden. Also ist Musik tatsächlich unerschöpflich.

Es werden auch immer wieder neue Kombinationen davon erschaffen, manche ähneln sich mehr, manche weniger. Die Menschheit schreibt seit tausenden von Jahren Musik und bislang ist sie ja scheinbar nicht langweilig geworden. Und so lange es kreative Menschen gibt, die aus sich selbst heraus Musik schaffen können, wird das sich auch nicht ändern. :)
 
Die Kombinationsmöglichkeiten von Noten und Rhythmen sind endlich. Es steht auch nur eine begrenzte Anzahl von Instrumenten mit spezifischem Klang zur Verfügung. Insofern würde ich sagen: Musikalische Möglichkeiten sind begrenzt.
Und dann kommt der Gitarrist, der einen völlig neuen Anschlag drauf hat, der Sänger mit der völlig revolutionären Stimme, der Ambient-Künstler, der Straßenszenen aufnimmt und nen Beat dazu bastelt, oder so coole Leute, die Musik mit Gemüse machen oder die Opern für Streicher mit Hubschrauber schreiben...
Das verleitet mich zu der Auffassung, dass Musik durchaus unendlich viele Möglichkeiten bietet, solange die Welt nicht stillsteht ;)
 
Sagen wir es mal so; rein logisch betrachtet kann es gar nicht unendlich viele Möglichkeiten geben. Irgendwann wäre jeder Ton schon in jedem erdenklichen Zusammenhang mit jedem möglichen Instrument, etc. bla bla bla...

ABER ich denke nicht, das wir diese endlichen Möglichkeit jemals auch nur im Ansatz erschöpfen werden. Von daher braucht sich niemand Sorgen zu machen, dass wir in 100 oder auch 1000 Jahren nurnoch Coversongs zu hören bekommen, weil uns nichts Neues einfällt ;)
 
rechnet mal nach:

Wenn ich eine begrenzte Anzahl von Tönen habe, eine begrenzte Anzahl von Instrumenten und eine begrenzte Anzahl von Musikern, aber eine unbegrenzte Länge von Stücken (es schreibt ja niemand vor, dass ein Stück nach 4 1/2 Minuten enden muss, oder nach 12 oder nach 20 oder 40) dann ergibt das eine Menge von Möglichkeiten von:

Töne x Instrumente x Musiker x unendlich = unendlich.

Rein logisch.
 
So nen thread gabs schon mal.....ich find ihn nur nicht.:mad:
 
rechnet mal nach:

Wenn ich eine begrenzte Anzahl von Tönen habe, eine begrenzte Anzahl von Instrumenten und eine begrenzte Anzahl von Musikern, aber eine unbegrenzte Länge von Stücken (es schreibt ja niemand vor, dass ein Stück nach 4 1/2 Minuten enden muss, oder nach 12 oder nach 20 oder 40) dann ergibt das eine Menge von Möglichkeiten von:

Töne x Instrumente x Musiker x unendlich = unendlich.

Rein logisch.

Das ist zu kurz gedacht und hat mit Mathematik oder Logik wenig zu tun.
Zudem könnte man die Aussage prägnanter fassen: Unendliche Länge ergibt unendliche Möglichkeiten.

Damit obige Aussage Sinn macht, müsste geklärt werden, was Musik ist.
Kann Musik ohne Mensch existieren? Oder wird sie alleine durch ihn definiert?
Falls Musik ohne Mensch bestehen kann: wird Schallerzeugung möglich sein, wenn sämtliche Sonnen des Universums verglüht sind?
Falls einer der beiden Punke mit nein zu beantworten ist, gibt es auch keine unendliche Länge.

Absinths Betrachtung lässt auch ausser acht, dass Musik nicht aus Tönen bestehen muss, sondern es können auch ausschliesslich Geräusche sein. Weiterhin wird die Länge der Töne bzw. Geräusche nicht beachtet. Ein Ton kann unendlich kurz sein. Schon dadurch könnte man rechnerisch eine unendliche Anzahl Möglichkeiten herleiten. Ähnliches gilt für die Lautstärke; auch diese kann unendlich gering bzw. gross werden.

Sinnvoller - wenn man in so einem Zusammenhang überhaupt davon reden kann - wäre es, die menschliche Aufnahmefähigkeit als Massstab zu nehmen.
Musik wären demnach Reize, die durch die Ohren empfangen und als Wellenformen beschrieben werden können. In diesem Bereich kenn ich mich weniger aus, aber ich gehe davon aus, dass es eine Auflösungsgrenze gibt, welche Töne bzw. Geräusche ein Mensch hören kann und wie schnell bzw. wieviel er in einer bestimmten Zeit hören kann, welche Laustärken er hören kann; kann aber diese Grenzen nicht bennen bzw. belegen. Konkret: Keiner kann pro Sekunden 2000 Töne hören oder einen Unterschied zwischen 440,00001 und 440,00002 Herz.

Mit einer endlichen Länge eines Musikstückes, die beispielsweise aus dem längstem Zeitraum definiert werden kann, in dem ein Mensch am Stück in der Lage ist, Musik zu hören, ergibt sich eine endliche Anzahl von Möglichkeiten, die aber rein rechnerisch die Anzahl der Atome im Universum weit übertreffen wird.

Was sagt uns das?
Nichts.


Edit:

Bei meinen Betrachtungen habe ich die Wellenform vergessen...
Können beliebige Wellenformen im Rahmen des menschlichen Aufnahmevermögens künstlich erzeugt werden?
Hm... Das kann ich nicht beantworten.
 
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Hmm - ist irgendwie so wie die Frage, ob ein forum unendlich viele möglichkeiten für threads und postings bietet, weil es ja doch nur 26 buchstaben gibt.

Und es gibt zwar tatsächlich viele threads und posts, die sich ähneln und manche gleichen sich sogar wie ein ei dem anderen - aber es gibt doch immer wieder neue ...

Nun ja - tatsächlich gab es diese Frage schon öfters - und was bei mir hängengeblieben ist, ist so ne Art Bild: es gibt nur eine begrenzte Art von wirklich bewegenden Themen im Leben (Liebe, Hass, Trauer, Wut, Entwicklung, Leid), aber eben unendlich viele Romane darüber - nicht deshalb, weil das nicht schon mal anders irgendwo beschrieben worden wäre, sondern weil jede Generation es für sich neu entdeckt und weil es doch immer ein bißchen anders ist als wie es bei den eigenen Eltern und den Generationen davor war und weil es halt doch immer wieder Moden gibt und weil sich halt Stile und neu Techniken und deren Verbreitung (ick sach nur: Internet und sowas wie einen ersten email-Roman) entwickeln ...

Also mal in etwa so: der Stoff oder Inhalt mag begrenzt sein, aber die Form und die Zeit und die Umstände und das eigene Erleben und die Gewohnheiten und Vorlieben - die haben sich alleweil schon geändert so lange wie es Menschen gibt ...

x-Riff
 
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