BigBand

von GigBack, 11.03.06.

  1. GigBack

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    Erstellt: 11.03.06   #1
    Hallo,

    habe da die Möglichkeit in einer BigBand mitzuspielen.
    Das Problem ist einfach, das ich in sachen Harmonielehrer so ziehmlich unterbelichtet bin. Habe mich auch schoneinmal mit beschäftigt und eich das Prinzip verstanden aber es liegen noch Realschulprüfungen an und so habe ich niht so viel Zeit das zu pauken.

    Egal zurück zur Frage:

    Muss man in einer BigBand all diese komischen Akkorde mit Akkorzeichen bis nach Bagdad lesen und gleich umsetzten können?
    Mein Ex-Lehrer hat gesagt, dass man in einer Bigband sehr viel lernen kann, auch wenn ist manchmal frustrierend ist, wenn die Trompeter aufmucken...

    Was habt ihr für Erfahrungen mit BigBands?

    Gruß GigBack

    PS: Die Musik ist zwar nicht ganz mein Stye, aber ich bin der Meinung, den Groove im Blut zu haben und zusammen mit anderen Leuten Musik zu machen, kann eh nicht falsch sein...
     
  2. GentleGiant

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    Erstellt: 11.03.06   #2
    in der big band spielt man als gitarrist normaler weise keine sehr komplizierten akkorde. normalerweise nur 3 stimmige höchstens mal noch die 7 dazu. du musst dir nur darüber im klaren sein, dass man dich als gitarristen kaum heraushören wird und eigentlich auch gar nicht soll, wenn du alles richtig machst.
    ein legendärer big band gitarrist hat mal gesagt:
    die gitarre ist wie vanille im kuchen. man schmeckt es nicht, doch wird es vergessen, merkt man, dass etwas fehlt.
     
  3. Lite-MB

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    Erstellt: 11.03.06   #3
    ->Freddie Green...

    @GigBack, du wirst ja nicht sofort wahnsinnig viele Stücke spielen müssen, frag den Bandleader, was jeweil bei der nächsten Probe drankommt und die paar Titel schaust du dir zu Hause an, übst die Akkordwechsel... - aber einigermaßen dran halten solltest du dich schon, sonst beißt es sich mit dem Klavier, bzw. es gibt "Lücken"

    Und es gibt schon Lead-Sheets für Gitarre in Big Bands, die etwas heftiger ausfallen, aber dazu sind ja Proben und das Üben zu Hause. Falls dir Lead-Sheets nicht vertraut sind, solltest du dich da mal noch schlaumachen, die Gitarrennoten sind selten ausnotiert.

    Was für dich als "Rhythmiker" viel anspruchsvoller ist, ist das triolische Feeling, wenn die Big Band swingenden Jazz spielt, da ist nix mit straightem Runtergeschrammel - nix schlimmeres als wenn da einer hörbar "zickt"!
     
  4. Der Zottel

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    Erstellt: 11.03.06   #4
    also da kann ich nur wiedersprechen, auch wenn ich nur von der amateur-bigband der musikschule sprechen kann in der ich bin.

    gaaaanz falsch. die sachen die ich da spiele sind gespickt mit tensions und nur ganz selten taucht mal ein ganz normaler standart moll oder dur 3klang auf.

    das stimmt natürlich. auch wenn oft bestimmte rythmen für die akkorde notiert sind die auch ganz exakt zu befolgen sind. meistens kann man sich da sehr schön an den drums orientieren (wenn der drummer gut ist)

    also ich kanns noch nicht direkt, aber schon um einiges schneller als vor meinem anfang in der bigband. am besten: mit der theorie auseinandersetzen (bücher von axel jungbluth haben mir da sehr geholfen)
    also ich kann nur sagen das es wirklich ganz enorm hilft wenn man die akkorde mal eben vom blatt spielen und ableiten kann. in der bigband in der ich bin erarbeiten wir jede probe ein neues stück (im moment zumindest) und könnte ich das inzwischen nicht notgedrungen vom blatt, säh ich wohl ganz schon alt aus.

    dabei fällt mir gerade auf das du gar nicht sagtest welches instrument du denn in der bigband spielst, wobei gentlegiant da schon von gitarre ausgeht?

    aber ganz egal was du jetzt spielst: bigband generell isne sehr gute entscheidung wenns ums musizieren geht :)
    kann ich nur wärmstens empfehlen (ich kam ursprünglich auch gar nicht ausm jazz-bereich, aber inzwischen hab ich viel spaß dran)
     
  5. GentleGiant

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    Erstellt: 12.03.06   #5
    aha und nur weil DU das in DEINER big band so machst, meinst du zu wissen, dass meine aussage über das was man normalerweise in big bands macht, falsch ist :rolleyes:
    schau dir mal an was, zum beispiel, freddy green spielt. so viele tensions sind gar nicht nötig, die kommen schon alle in den bläsersätzen vor. aber wie du meinst.
     
  6. Lite-MB

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    Erstellt: 12.03.06   #6
    dann wollen wir aber auch mal festhalten, daß Freddie Green nicht unbedingt in modern strukturieren Big Bands gespielt hat...
    Und viele Nachwuchs- und Schul-Bands spielen auch nicht unbedingt swingenden Jazz - ...da man hört einfach sofort, wenns die Band nicht kann..., was rockiges/funkiges runterzureißen ist einfacher
     
  7. GentleGiant

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    Erstellt: 12.03.06   #7
    ja klar. für mich ist big band halt "historische" musik. klar, wenn man es sich einfacher macht oder der bläsersatz nicht vollständig ist oder was weiß ich ist es natürlich was anderes.
    lasse mir aber ungern sagen, dass das was ich sage "gaaaaaanz falsch" ist .
     
  8. Der Zottel

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    Erstellt: 12.03.06   #8
    gentlegiant, wenn du sagst das "höchsten mal ne septime" vorkommt, dann ist das schlicht und ergreifend falsch. da einem in einer bigband ebensogut "historische" sachen, wie du sagst, begegnen können, aber auch durchaus andere, wie die, auf die ich mich jetzt bezog.

    und du sagst das die tensions schon in den bläsersätzen mit drin seien, das heißt dann meistens auch das sie in den akkorden auch mitnotiert sind - und oft hast du ja als gitarrist nichts weiter als den harmonischen rythmus und die akkorde. ob man dann auch alle tensions darin spielen soll, isne sache die man meistens mit dem bigbandleiter abklärt.
     
  9. GentleGiant

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    Erstellt: 12.03.06   #9
    ich denke du willst dich rausreden :p
    aber glaub von mir aus was du willst, alles in allem hat man in big bands meist das problem, dass es schwer ist den sound transparent zu halten und da spielt man lieber weniger als mehr.
     
  10. Der Zottel

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    Erstellt: 12.03.06   #10
    rausreden von einsicht auseinanderzuhalten kann sinnvoll sein
    da ich bis jetzt nur bigband arrangements gespielt habe in denen es so war wie ich es beschrieb, muss ich aber doch hinzufügen das es ja durchaus solche "historischen" standarts geben kann, die sich meiner bisherigen kenntnis entziehen. darauf bin ich erst durch deinen post aufmerksam geworden.
    was aber gar nichts an der tatsache ändert, dass das was ich als gaaanz falsch bezeichnete:

    denn es ist nunmal so das einem auch weitaus mehr begegnen kann, nämlich in den stücken die ich meinte, und wie ich im ersten satz auch sagte, das ich mich nur auf meine persönlichen erfahrungen mit bigbandstücken beziehen kann. und wenn jetzt sich jemand der inner bigband anfangen will denkt, prima septakkorde kann ich, und sich auf deinen post bezieht kann er unter umständen ganz schön alt aussehen.

    ich glaube nicht das ich mir sagen lassen muss das ich mich rausrede, wenn ich einsehe das es natürlich auch anders sein kann, so wie du es sagst. deine aussage bleibt trotzdem falsch.
     
  11. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.06   #11
    nennt doch einfach mal Roß+Reiter, ein paar Beispiele von Stücken, dann sehen wir weiter (gerne mit Angabe vom Arrangeur).

    Es gibt da durchaus abgefahrene Sachen!! Z.B. die Frank Runhoff Bearbeitungen, die von der Big Band "Sticks'n'Kicks" gespielt werden. Bei vielen Stücken spielt der Gitarrist die Single-Note-Linien dem Leadspieler des jeweilig aktiven Bläsersatzes mit - das gibt teilweise einen richtig aggressiven Touch.
     
  12. Der Zottel

    Der Zottel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.06   #12
    ain't misbehaving - thomas waller & harry brooks, arrangement: bob lowden
    in the mood - joe garland, arrangement: michael sweeney
    a nightingale sang in berkeley square - manning sherwin, arrangement: roger holmes

    weiß zwar nicht genau was du dann damit anfangen willst, aber bitte, solche arrangements meinte ich.
     
  13. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.06   #13
    Sweeney kenne ich nicht, aber Lowden und Holmes, die machen ausgedünnte Bearbeitungen von den Original-Arrangements, das heißt die passen aufwendige Bearbeitungen an die Spielfähigkeiten von Nachwuchsbands an - natürlich ist da auch die Harmonik nicht mehr so komplex...
     
  14. Der Zottel

    Der Zottel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.06   #14
    aha. da bin ich aber froh, das wir mit sowas "ausgedünntem" inner bigband anfangen.
    ich find die harmonien bei den stücken schon nicht einfach, aber wenn die originale noch komplexer sind... hui.
     
  15. Stringgod

    Stringgod HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 12.03.06   #15
    Wenn du die Möglichkeit hast in einer BigBand mitzuspielen, dann mach das. Man lernt neue Akkorde kennen, wird fitter in Harmoniehredingen, lernt zu swingen, lernt Stücke kennen, lernt zu funktionieren.

    Im Jazz kann man ja alles machen, solange es einem selber, bzw. im konkreten Fall dem BigBandleader gefällt.

    Was ich bei den traditionellen Sachen wichtig finde ist, dass es swingt. Und swingen kann auch ein Dreiklang. Und oft klingen Dreiklänge oder evtl. die Septime noch mit dabei viel passender, als wenn man alles mit Optionen vollsaut. ^^
    In BigBandcheats stehen die Optionen auch oft in Klammern, dass heisst man muss sie nicht spielen, sondern wird darauf hingewiesen, dass sie evtl in der Melodieführung vorkommen, so dass man nicht aus Versehen etwas Reibendes spielt. Also zB A7(b9): hier sollte man nicht A9 spielen ^^. Aber man kann auf jeden Fall A7 spielen. Oder noch besser: nur die Terz und die Septime. Es kommt halt nur auf diesen Sound an, der den Groove unterstützen soll. Denn harmonisch passiert in ner BB schon genug.

    In moderneren BBs sieht das mit Sicheheit anders aus, aber an Musikschulen oder im Dorf um die Ecke, wird doch meist der traditionelle Sound bevorzugt.

    Am Besten BigBand CD s besorgen und hören was der Gitarrist so spielt.
     
  16. Topi8712

    Topi8712 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.06   #16
    Hallo Leute,

    also ich spiele jetzt ca. 2 Jahre in einer Bigband unserer Musikschule. Ich spiele zwar Klavier, aber sitze direkt neben dem Gitarristen. In unserem Repoirtere stehen um die 40 Stücke, vom klassischen Swing bishin zu Funk- und Latinnummern.
    Der Gitarrist hat im Arrangement die Rolle, den Sound zu füllen. Er schrubbt entweder Akkorde im Viertel/Achtel/Halbe-Stil oder spielt rhythmische Besonderheiten mit. Die Akkorde, die er dabei verwendet sind meistens 4/5stimmige, selten 3stimmige.
    Innerhalb mancher Stücke ist er auch Solist oder spielt die Melodie mit.

    Grüße
    Tom
     
  17. Timmey_the_P

    Timmey_the_P Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.06   #17
    Ich bin jetzt schon seit ungefähr fünf Jahren in einer Schul-Bigband, und ich kann nur sagen, dass es sich auf jeden Fall zu 100% auszahlt: Man probt meist regelmäßig miteinander, was Routine verschafft, man hat hin und wieder Auftritte, die ebenfalls Routine und somit vermindertes Lampenfieber mit sich bringen, man lernt wenn man will unheimlich viel über Harmonien und auch, wie verschiedene Instrumente innerhalb einer Band interagieren, und nicht zuletzt knüpft man Kontakte zu anderen Musikern, die wertvolles Wissen teilen können und auch potentielle Bandmitglieder für die nächste eigene Gruppe darstellen.

    Was die Komplexität angeht: Wir steigern uns mit der Gruppe da kontinuierlich in höhere Gefilde. Anfänglich kamen wirklich meist nur Drei- und seltener Vierklänge in den (für Schüler konzipierten) Arrangements vor, und da es häufig Rock-Adaptionen waren war es auch mit dem Swing nicht so weit her. Jetzt spielen wir teilweise Stücke, die auf Vierteln bei moderatem bis schnellem Tempo mindestens die Septime dabei haben, oft auch noch b5 und hin und wieder 9er, 13er und schießmichtot-Akkorde, die ich nicht mal theoretisch bilden kann.
    Allerdings kommt da dann wieder der Lerneffekt: Früher oder später wirst du es satt sein, bei einem Stück Zwangspause zu haben, weil es "zu schwer" für dich ist, und du wirst dich hinsetzen und es üben, bis es klappt. Es gibt kaum eine bessere Lernunterstützung als eine regelmäßig aktive Bigband, zusammen mit einem Privatlehrer der bei größeren Problemen nachhelfen kann.
     
  18. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.06   #18
    Hi

    Ich hab früher auch mal in einer Schulbigband gespielt.

    Wichtiger als alle Akkorde zu kennen ist imo, fit im grooven zu sein.


    Oft haben wir uns in neuen Stücken so durchgewurschtelt, da wir die Meisten Sachen auch nicht zu üben nach Hause nehmen durften.

    Das war nocht ideal, aber ich hab dabei ganz gut gelernt. Ganz gut durchkommen tut man mit ein paar Standartakkorden.

    Steht da ein Dur-Akkord auf dem Blatt, dann spiel mal:
    E-3
    A-2
    D-4

    Fehlt die Quinte, ok, aber der Akkord lässt sich schön rumschieben und man hat noch Finger frei, mal den einen oder anderen Melodieton einfügen will.

    Theoretisch kann man den Grundton auch weglassen, den spielt ja schon der Bass. Normale 7er Akkorde lassen sich schon greifen wie Powerchords...

    Damit lässt sich fast jedes Standartstück vom Blatt weghauen. Wenn man dann üben kann, dann kann man sich auch die ganzen Griffbilder icl. Voicings zurechtlegen, aber gehen tut das auch reduziert.

    Auf jeden Fall nicht zu aufdringlich spielen, also eher weniger als auf dem Blatt steht als mehr.

    Gegenbenenfalls die Melodielinien mitzuspielen sollte ein und für sich ja kein Problem sein.


    Gruß
    Matthias
     
  19. Annalena

    Annalena Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.06   #19
    Ich bin Giatrristin in einer Bigband und zuerst konnte ich nichts doch nach einer harten Trainingsphase hab ich es geschafft!! Das wichtigste dabei ist es nicht auf zugeben.
     
  20. TravelinLight

    TravelinLight Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.06   #20
    Noch weniger komplex, als im Originalarrangement von "In the mood"? Ich schlafe immer ein bei der Nummer :D

    Ich kann auch nur jeden beglückwünschen, der Bigband spielt. Habe selber als Keyboarder in einer Bigband den Weg in den Jazz gefunden und es ist immer noch eine meiner Leidenschaften.

    Der Verweis auf Freddy Green ist sehr zutreffend! Ein Gitarrist in einer Bigband steht auch bei zeitgemäßen Bigbands (z.B. Herbolzheimer's "Rythm Combination & Brass", WDR Bigband, GRP, ...) fast immer im Hintergrund. Meist gibt es im Laufe eines Gigs eine oder zwei Nummern, wo der Gitarrist tatsächlich im Vordergrund steht.
    Um wirklich was über Stilistik in Bigbands zu lernen, muss man fleissigts deren Musik hören. Ich kann Gitarristen z.B. die Count Basie Bigband ans Herz legen. Hier kann man sich anhören, was Freddy Green sein Leben lang gemacht hat (schrumm, schrumm, schrumm, schrumm). Eine schöne Nummer, in der die Gitarre richtig zur Geltung kommt, ist z.B. Herbolzheimers "Mixolydian Highlander".

    Nette Annekdote: habe mal einen Workshop mit Peter Herbolzheimer mitgemacht (ich bin übrigens Pianist/Keyboarder). Nachdem die Workshopband die ersten paar Takte gespielt hatte, brach er ab und beschäftigte sich eine Viertelstunde mit dem Gitarristen, so lange, bis der seinen Amp ganz runtergedreht hatte und man nur noch das akustische Schrammen auf den Saiten hörte. Der Junge war ziemlich gefrustet, hatte er doch zuvor lautstark auf sich aufmerksam gemacht.

    In einer Bigband ist man Ensemblespieler. Es kommt wenig auf einen selbst an (ausser beim Solieren), es kommt mehr auf den Beitrag an, den man im Ensemble erbringt.

    Die Annekdote mit dem Vanillekuchen bringt's auf den Punkt!

    In einer Band habe ich kürzlich erlebt, wie ein neuer Gitarrist, der eigentlich vorher nur Blues und Rock gemacht hatte, sich innerhalb von 4 Monaten fit gemacht hat. Er hat zu den Proben immer einen Walkman mit Mikro mitgebracht, hat die Proben aufgezeichnet und sich zuhause stundenlang eingeschlossen. Hat auch ein bisschen gedauert, bis er kapiert hatte, dass schrumm schrumm dem Bandsound dienlich ist. Aber nach den 4 Monaten war er eine echte Bereicherung für die Band.
     
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